Alle Artikel in: Brüder

Du musst mehr Spiel ins Leben bringen!

Du musst mehr Spiel ins Leben bringen! Hallo, Valentin hier. Ich glaube, ich werde älter. Kennst Du das Gefühl? Also, das ist mir echt noch nie passiert. Derzeit verliere ich so viel Fell, dass ich regelrecht eine Spur hinter mir her ziehe. Unglaublich, oder? Das hatte ich bisher noch nie. Ich habe ja eigentlich ganz kurzes Haar in einem frischem Mausgrau. Anders als bei Otello, der ja längeres und flauschigeres Haar hat und daher fast immer haart, war das bei mir nicht so. Und nun habe ich das Theater. Jetzt werde ich also gebürstet und es ist nichts, was mir wirklich Spaß macht. Aber so ist das vielleicht, wenn man älter wird… Spielst Du? Heute möchte ich über das Spielen an sich sprechen. In einigen meiner Artikel hatte ich das durchaus schon einmal angesprochen – erinnerst Du Dich, als es um die Büroklammer ging? Aber heute geht es überhaupt darum, zu spielen. Spielst Du? Oder ist das für Dich Kinderkram und vielleicht nur etwas für Katzen, wie mich? Wenn Du noch nicht spielen solltest, dann …

Allergisch sein und allergisch werden

Allergisch sein und allergisch werden Bei diesem schönen Wetter fahre ich gerne mit dem Fahrrad durchs Grüne. Die Spuren auf dem Fußboden, an den Autos und nicht zuletzt an meinem Fahrrad machen es sofort klar: In diesen Wochen sind unendlich viele Pollen in der Luft. Meine Augen jucken und nach einigen Kilometern ist sogar mein Hals gereizt – vor allen Dingen dann, wenn ich mich beim Fahren unterhalte oder so schnell fahre, dass ich nicht mehr ganz durch die Nase atmen kann. Ich habe einige Bekannte mit schweren Allergien und vielen leidvollen Erfahrungen. Zum Glück habe ich keine schwere Allergie und bin bisher immer ohne Histamin hemmende Medikamente ausgekommen, auch wenn mein ärztlicher Allergietest den ein oder anderen positiven Befund hatte. Aus diesem Kontext blicke ich auf das „ein bisschen allergisch sein“. „Jetzt sei doch nicht gleich so allergisch“ Ich erlebe an meinem Körper durchaus Reaktionen auf Blütenpollen. Manchmal sind die Reaktionen kaum merkbar, manchmal empfinde ich sie schon als klare Einschränkung. „Jetzt sei doch nicht gleich so allergisch“, dieser Satz aus unserer Umgangssprache kommt …

Den Sonntag zelebrieren

Den Sonntag zelebrieren Nach den Sonntagslaudes kauft einer von uns Brüdern Brötchen und anschließend nehmen wir uns Zeit, um in aller Ruhe zu frühstücken. Das erinnert mich immer daran, dass der Sonntag ein besonderer Tag ist. Gehen wir die Woche über direkt nach dem Frühstück an unsere Arbeit, so  genießen wir sonntags die gemeinsam Zeit mit viel Muße. Den Sabbat heiligen Am vergangenen Sonntag habe ich die Brötchen eingekauft, und auf dem kurzen Weg zum Bäcker gingen mir die Lesungstexte des Tages durch den Sinn, über die ich gut zwei Stunden später in der Pfarrkirche St. Joseph predigen sollte. Da sollte in der alttestamentlichen Lesung aus dem Buch Deuteronomium das Gottesgebot, den Sabbat zu heiligen, erklingen (vgl. Dtn 5,12-15). Und im Evangelium drangsalieren die Pharisäer Jesus, weil sie seine Jünger erwischt haben, als diese am Sabbat Ähren abrissen, was ja wegen des Sabbatgebots verboten war (Mk 2,23-3,6). Wie soll ich mich verhalten? Soll ich also sonntags keine Brötchen kaufen, weil ja andere für deren Herstellung arbeiten müssen? Ich könnte sie ja auch am Vortag besorgen …

Hör auf Dich selbst zu mobben!

Hör auf, Dich selbst zu mobben!

Hör auf, Dich selbst zu mobben! Ach, wer will das nicht und wer kann das nicht gebrauchen? Wir wollen doch alle irgendwie lernen, besser mit uns selber umzugehen, oder? Und wer kann da nicht ein bisschen Anleitung gebrauchen? Wie wollen wir uns denn für Frieden in dieser Welt einsetzen, wie wollen wir authentisch den Frieden suchen, wenn der Umgang mit uns selbst eigentlich vom UN-Sicherheitsrat als Verbrechen an der Menschheit oder als Verletzung der Menschenrechte betitelt werden müsste. Ja, wirklich, wie manche mit sich selber umgehen, das hat mir Würde nichts mehr zu tun. Offensichtlich gibt es diese Seite in vielen von uns, und sie hat nichts Besseres zu tun, als uns fertig zu machen, jeden Fehler genau zu protokollieren und ermahnend, nein, verurteilend auf uns einzureden. Und auch, wenn ich das jetzt hier so flapsig niederschreibe, das Thema ist ein sehr ernstes, wahrlich! Derzeit gibt es einige Bücher, die sich mit dem Thema Würde in Therapie und Beratung auseinandersetzen. Am liebsten würde ich ein Buch schreiben “Wie Du würdiger mit Dir umgehst!”. Ja, es …

Spargel-Erdbeer-Salat

Spargel-Erdbeer-Salat

Spargel-Erdbeer-Salat Der Mai ist die Zeit für Spargel und Erdbeeren. Was liegt da näher, als beides miteinander zu verbinden? Mit der richtigen Vinaigrette gelingt das sehr gut und es entsteht ein herrlich frischer und süßlicher Frühlingssalat. An warmen Tagen braucht man kaum mehr zum Essen Zutaten 1500 g Spargel Salz 250 g Erdbeeren 100 g Zucker 100 ml Balsamico, weiß 2 EL Öl 150 g Rucola 2 EL Pinienkerne 1 TL Basilikum, getrocknet Basilikum, frisch   Zubereitung – Spargel schälen und bissfest kochen – die Erdbeeren waschen und vierteln – den Zucker in einer Pfanne karamelisieren, dann mit Wasser und heißem Essig ablöschen – danach vorsichtig leicht aufkochen und 5-7 Minuten köcheln lassen – dann mit Salz, Pfeffer und dem getrocknetem Basilikum würzen und das Öl unterheben. – Rauke und Spargel auf den Tellern verteilen, darauf die Erdbeeren und die Vinaigrette darüber gießen. – anschließend eine halbe Stunde ziehen lassen – vor dem Verzehr die Pinienkerne über den Salat streuen und Pfeffer darüber mahlen   Lass es Dir schmecken!

„Ganz schön schräg“

„Ganz schön schräg“ „Ganz schön schräg“, sage ich manchmal zu Dingen, die ich im Alltag erlebe. Und wenn ich den Satz genau anschaue, dann merke ich, wie ich alle Worte eigentlich übertragen nutze. Als schräg bezeichne ich etwas, das ich komisch oder befremdlich finde, etwas, das irgendwie nicht so richtig passt. „Ganz schön“ ist ebenfalls relativiert gemeint. Korrekter müsste ich sagen. „ziemlich komisch und befremdlich“. Unterschiedliche Spannungen auf dem Rücken Auch in der Praxis rutscht mir dieser Satz häufiger einmal gegenüber einem Patienten heraus, den ich schon besser kenne und bei dem ich glaube, mir diesen Satz erlauben zu können. Dann meine ich mit diesem Satz üblicherweise den Rücken und die Wirbelsäule. Oft klopfe ich am Beginn der Behandlung ganz leicht den Rücken ab und versuche, aus den unterschiedlichen Tönen unterschiedliche Spannungen auf dem Rücken zu erkennen. Bei manchen Menschen sind die Spannungsunterschiede so groß, dass man bereits auf den ersten Blick sieht: Die Wirbelsäule ist schief. Die Schultern stehen unterschiedlich hoch, der Brustkorb wirkt seitenungleich oder die eine Hand hängt anders als die andere. …

Auferstehung

An die Auferstehung glauben: Wie geht das?

An die Auferstehung glauben: Wie geht das? Es gibt im Neuen Testament viele Belege dafür, dass Jesus auferstanden ist. Gerade die Evangelisten schildern immer wieder Begegnungen des Auferstandenen mit seinen (verängstigten) Jüngern. Vor allem aber die Apostelgeschichte schildert in mannigfachen Erzählungen, wie die Apostel für die Auferstehung Jesu unerschrocken Zeugnis ablegen, sei es bei Verhören durch die römische Gerichtsbarkeit beziehungsweise durch die Hohepriester (vgl. Apg 4,1-21), sei es bei Wunderheilungen vgl. Apg 3,1-11)… Eigentlich ist alles klar Wenn wir den Worten der Heiligen Schrift Glauben schenken, sollte eigentlich alles klar sein. Und dennoch haben viele Menschen große Zweifel. Woran liegt das? An die Auferstehung Jesu zu glauben, scheint nicht das Problem zu sein; vielmehr hinterfragen viele die Wirksamkeit – oder besser gesagt: die Wirkungslosigkeit des einmaligen Geschehens. Ist die Welt besser geworden? Hat die Auferstehung Jesu die Menschen verändert? Ist vielleicht sogar die Welt besser geworden? Die Antwort auf diese Fragen fällt eindeutig aus, wenn wir die in die vergangenen 2000 Jahre Menschheitsgeschichte schauen oder wenn wir auf die vielen Krisengebieten auf der Erde in …

Hochsensibilität und Entwicklung

Hochsensibilität und Entwicklung – Stadtmönche on air

Stadtmönche on air: Hochsensibilität und Entwicklung Hochsensibilität gehört zu den großen Themen unserer zeit. Es geht um Menschen, die anders wahrnehmen als andere und dadurch schneller an ihre Grenzen stoßen. Für viele ist es zunächst ein Gefühl, falsch zu sein und allein, denn sie merken schnell, dass sie nicht zur Mehrheit der Menschen gehören. Woran erkennt man, ob man hochsensibel ist? Was kann man tun? Ich sprach über dieses Thema mit Hana Hahne aus Hannover. Sie ist Psychotherapeutin und Coach und hat sich auf das Thema Hochsensibilität konzentriert. Weitere Infos zur Hochsensibilität Internet hochsensibel.org Das ist die Seite des Forschungsverbundes Hochsensibilität IFHS. Hier findest Du umfassende Informationen zum Stand der Forschung, Buchtipps und zu weitergehenden Links. zartbesaitet.net Das ist die österreichische Schwesterseite, von Georg Parlow ins Leben gerufen, der auch das gleichnamige Buch verfasst hat. Bücher „zart besaitet“  von Georg Parlow „Sind Sie hochsensibel?“ von Elaine N. Aron  In diesem Buch beschreibt die Autorin aus Sicht der Psychologin und Psychotherapeutin die Zusammenhänge zwischen Prägungen in der Kindheit und Hochsensiblilität. „Hochsensibilität in der Liebe“ von Elaine N. …

Ein gutes Gefühl im Bauch

Ein gutes Gefühl im Bauch

Ein gutes Gefühl im Bauch Mit Schmunzeln denke ich gerne an eine kleine Begebenheit zurück, als eine Gruppe aus dem benachbarten Kindergarten in der Cella zu Besuch war. Zum Abschied fragte mich ein kleiner Junge, der noch neu im Kindergarten war: „Hast Du auch ein Baby im Bauch?“. Die beiden daneben-stehenden Erzieherinnen konnten ihr Schmunzeln nur mühsam unterdrücken und auch ich habe diesen schönen Satz nicht vergessen. Da war in der Familie wohl Nachwuchs in Sicht und der Junge hatte beobachtet, wie ich liebevoll meine Hand auf meinem Bauch liegen hatte, was ich manchmal einfach gerne tue. Von einem Waschbrettbauch bin ich meilenweit entfernt. Bei mir gibt es eher die liebevollen Rundungen, die den Jungen tatsächlich und auch ganz berechtigt an eine Schwangerschaft erinnern, auch wenn die Ursachen für meine Rundungen natürlich ganz woanders liegen. Das habe ich dem Jungen dann ganz freundlich erklärt und nach einem „ach so“ war die Sache für ihn dann auch erledigt. Ein angespannter Bauch macht schnell auch Bauchschmerzen Seitdem denke ich häufiger über das gute Bauchgefühl nach – das …