Alle Artikel in: Brüder

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Auf ein Neues!

Warum feiern wir Menschen eigentlich Jahrestage – etwa den eigenen Geburtstag oder den eines uns lieben Menschen? Warum feiern wir bestimmte Tage Jahr für Jahr neu – etwa Silvester-Neujahr? Nun, ich glaube, dass wir Menschen Erinnerungen brauchen, die uns aus dem Alltagstrott herausreißen und innehalten lassen, so dass wir Rückschau, aber auch Ausschau halten können. Das neue Kirchenjahr Am vergangenen Samstag haben wir mit der ersten Vesper zum Ersten Advent das neue Kirchenjahr begonnen. Da erinnere ich immer eine Begebenheit, die schon etliche Jahre zurück liegt, die aber deutlich macht, dass wir in einem stets wiederkehrenden Kreislauf eingebunden sind: Unser P. Michael hatte in der Abtei die Predigt am Ersten Advent. Es ging also zum Ambo, zeigte den Gottesdienstbesuchern sein Graduale, öffnete es, nahm ein Lesebändchen und platzierte es auf der ersten Seite. Es begleitet dies mit den Worten: „Gestern habe ich zum 35. Mal das Bändchen von hinten nach vorne gelegt.“ Er hatte damals einfach sehr banal formuliert, was wir Jahr für Jahr tun: Wir beginnen immer wieder am ersten Advent ein neues Kirchenjahr. …

Bär schäft - Zeit für den Winterschlaf

Zeit für den Winterschlaf

Jetzt ein paar Wochen Winterschlaf und dann geht es im Frühjahr fröhlich weiter. Ja, ich kenne die Sehnsucht, der Winter, vor allem der November und Dezember mögen schnell vergehen, gerne auch mit einem Winterschlaf, wie bei manchen Tieren. Der Terminkalender ist in dieser Zeit fast immer zu voll. Wenn ich ehrlich vor mir bin, spüre ich, wie schwierig es ist, die Vorfreude auf die Geburt Christi – über die ich natürlich viele schöne Dinge sagen kann, die ich auch selber glaube  – in meinem Alltag auch wirklich zu spüren. Keine Lust auf Winterblues Aber woran liegt dieser „Winterblues“ – und vor allem: Lässt er sich irgendwie verändern? Wenn das Wetter kühler und damit oft auch „schmuddeliger“ wird, verliere ich als erstes die Lust, mich an der frischen Luft zu bewegen. Im Sommer fahre ich gerne und viel mit dem Fahrrad und nutze die freie Zeit für Touren. Im Herbst ist mir dann das Wetter zu schlecht und je weniger ich fahre, umso weniger Lust habe ich auch auf die Bewegung und das Fahrradfahren. In den …

Wie kann man Einsamkeit überwinden?

​Es kann schnell passieren. Ein neuer Job steht an, der alte passte einfach nicht mehr, oder der Arbeitgeber hat sich von Dir getrennt. Nun denn, es geht auf in eine neue Stadt, wo Du niemanden kennst, wirklich niemanden. Irgendwie landest Du in einem Häuserblock – es ist schwierig genug, eine Wohnung zu finden. Also gut, dann halt hier, wo tausende anderer in einem großen Block wohnen, muss ja nicht für immer sein. Und da sitzt Du dann, alleine – wirklich alleine. Zwar hörst Du den Fernseher von nebenan, irgendwo weint ein Kind und bellt ein Hund, dann und wann das leise Schnurren des Aufzugs und das Schlagen der Kabinentür. Das war es dann auch schon. Wen würde dann nicht das Gefühl von Einsamkeit durchfluten. Und wenn eine solche Situation dann auch noch Monate, ja, Jahre andauert, dann wird Einsamkeit mehr als real, sie frisst sich in unser Inneres ein. Überblick Ministerium gegen EinsamkeitAlleinsein oder Einsamkeit?Einsamkeit: 6 Hinweise1. Bist Du wirklich einsam?2. Lerne, alleine zu sein3. Kultiviere Dein Alleinsein4. Engagiere Dich5. Nutze das Internet6. Haustier anschaffenUnd jetzt …

November – der Trauer- und Totenmonat

Im November finden an verschiedenen Tagen besondere Totengedenken und -ehrungen statt: Da ist direkt nach Allerheiligen der Allerseelentag, bei dem die römisch-katholische Kirche der Verstorbenen gedenkt. Die evangelische Kirche gedenkt der Verstorbenen am letzten Sonntag im Kirchenjahr, dem Totensonntag. Und gesellschaftlich wird zwei Sonntage vor dem 1. Advent – am Volkstrauertag – der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht. Ebenfalls im November liegt der Buß- und Bettag, an dem die evangelische Kirche die Gläubigen einlädt, sich wieder neu Gott zuzuwenden. All das ruft in mir einen Satz des Apostels Paulus in Erinnerung: „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“ (1 Kor 13,13). – Gerade im Totengedenken und in der  Neuausrichtung auf Gott manifestiert sich die Liebe. Darum hat der österreichische Redemptorist, P. Hans Hüter CSSR, die Schlussfolgerung gezogen: Weil ich liebe, hoffe ich und glaube ich. Weil ich liebe… Keiner von uns weiß, ob und wie es nach dem Tod weitergeht. Und dennoch gehen wir immer wieder auf die Friedhöfe zu den Gräbern unserer Angehörigen und Freunde. …

Wie ich inneren Frieden finden kann

Wie ich inneren Frieden finden kann

Wie ich inneren Frieden finden kann Als ich vor einigen Jahren an einem Seminar teilnahm, kam es zu einem für mich wichtigen Dialog zwischen einer Teilnehmerin und der Kursleiterin. Bei diesem spirituellen Seminar ging es unter anderem auch darum, wie man sich emotional gut schützen kann, man könnte auch fragen: Wie ich inneren Frieden finden kann. Das war für viele ein sehr wichtiges Thema und auch mich interessierte das sehr. Wer macht nicht immer wieder die Erfahrung, dass andere Menschen in einem viel Wut und Missgunst auslösen, dass Menschen eine Atmosphäre aufbauen, die unangenehm und teilweise sogar aggressiv ist. Im Zug, im Wartezimmer bis hin zum ganz privaten Umfeld kann einem das passieren. Und ohne dass man viel dazu tun muss, dringt diese Atmosphäre in unser Inneres und verdunkelt unsere Stimmung, macht uns traurig, lustlos oder selber aggressiv. Wer mit Menschen arbeitet, wird das besonders gut kennen. Die Teilnehmerin stellte also genau diese Frage, wie kann man sich am besten emotional schützen. Die Antwort darauf hat mich seither nicht mehr verlassen und ist so lebendig …

Chaffle – ein neues Rezept

Chaffle? Ich sehe schon Dein Gesicht und dieser fragende Ausdruck in Deinen Augen. Was um alles in der Welt ist Chaffle? Wieder so ein Modetrend aus den USA? Ich muss zugeben: Ja, das ist es.Ich habe Chaffle erst am Freitag kennengelernt und fand das Rezept zufällig auf einer Webseite in einem aktuellen Post. Und da traf es mich wie ein Blitz. Ich bin ja ein Freund einfacher Rezepte und Chaffle ist – ehrlich gesagt – mehr als einfach, geradezu simpel. Und so habe ich mich am Samstag aufgemacht und habe meine erste Chaffle produziert und war wirklich begeistert. Es gibt in deutschsprachigen Internet übrigens noch nicht so viel zu diesem Trend, aber das wird kommen. Was ist eine Chaffle? Eine Chaffle ist eine Waffel aus Käse und Ei und setzt sich demzufolge aus den Worten Chees und Waffle zusammen. Sie ist hervorragend geeignet für alle, die sich low carb ernähren wollen, denn hier spielen Kohlenhydrate wirklich keine Rolle und das merkt man auch. Wer eine Chaffle isst, wir davon satt, aber nicht pappsatt, weil eben …

Licht ist Leben

Viele Menschen sind in den letzten Tagen ein bisschen müder und schlapp, anders als noch vor wenigen Wochen. Und die Ursache dafür ist zumindest in der Meinung der meisten Menschen relativ klar: das graue Wetter. Tatsächlich bekommt unser Körper im Winter deutlich weniger Licht als im Sommer. Und unser Organismus reagiert sehr stark auf die Menge an Licht, die an unsere Augen und auf unserer Haut kommt. Aus der Praxis sind mir die gleichartigen Reaktionen meiner Patienten wohl vertraut. Da kann es passieren, dass an einem Tag nahezu jeder Patient, der zu mir kommt, berichtet, dass er sich gerade müde und erschöpft fühlt. Und während ich es in jüngeren Jahren eher belächelt habe, wenn Menschen ihre Stimmung vorrangig mit dem Wetter erklären, kann ich dem mittlerweile immer mehr abgewinnen. Schon seit vielen Jahren kann die medizinische Forschung genau nachweisen, wie ein fallendes Licht auf die Hormonsteuerung unseres Körpers wirkt. Licht schafft Rhythmus Alles Leben auf der Erde ist räumlich, aber auch zeitlich organisiert und viele Vorgänge laufen rhythmisch ab. Zwei zentrale Rhythmen für jeden Organismus …

Wie ist das mit dem Reich Gottes?

Welches Verhältnis unterhält das Abendland zu seiner eigenen Religion? Der französische Schriftsteller Emmanuel Carrère stellt die Gretchenfrage: In seinem Buch „Das Reich Gottes“ vertieft er sich in die Anfänge des Christentums und fragt nach der Kraft, mit der es gelang, an Dinge zu glauben, gegen die der Verstand rebelliert und eine revolutionäre Ethik zu vertreten, die den Schwachen zum Starken erklärt. Mal ironisch, mal mit dringlichem Ernst zeichnet Carrère das Fresko einer antiken Welt, die in vielen Zügen unserer heutigen ähnelt – und er begegnet dabei sich selbst. Emmanuel Carrères Buch ist ein Bibelkrimi – aber ein besonderer: Der erste Teil umfasst autobiografische Angaben des Verfassers, die zeigen, warum er sich die Frage stellt, wie es sein kann, dass ein aufgeklärter Mensch des 21. Jahrhunderts noch gläubiger Christ sein kann. Dann folgt die romanhafte Gegenüberstellung zweier großen Theologen des Christentums in der Beschreibung des Apostels Paulus und des Evangelisten Lukas. Diese Gegenüberstellung haben mir die Paulusbriefe, das Lukas-Evangelium und die Apostelgeschichte neu auf lehrreich-unterhaltsame und zugleich spannende Art nahegebracht. Gleichnisse vom Reich Gottes Gerade im …

Morgenritual – an fünf Fingern abgezählt

Die 5 meistgelesenen Artikel der vergangenen 12 Monate: Platz 2 Morgenritual – an fünf Fingern abgezählt Der Morgen hat es ja immer irgendwie in sich. Es gibt die Morgenmuffel, die Kaffeejunkies, es gibt die Jogger und die Langschläfer, die Lass-mich-in-Ruhe-Menschen und die Ich-rede-gerade-morgens-viel-Mitbewohner. es gibt die Teetrinker, die Müsliesser, die Brötchenfreunde und die Zeitungsleser… kaum eine Tageszeit bringt so viele Typologien hervor, in kaum einer Tageszeit werden so viele Eigenarten gelebt. Der Morgen hat es in sich, denn er bereitet uns auf den Tag vor und auf all das, was auf uns wartet – manches wissen wir, manches bleibt Überraschung (gute oder schlechte). Mönche lieben den Morgen Schon die frühen Mönche wussten, dass der Morgen einen eigenen Zauber hat. Ihn völlig zu verschlafen, kam ihnen nicht in den Sinn, ganz im Gegenteil. Die meisten Mönchsväter liebten es sehr früh aufzustehen und erste Psalmen zu rezitieren, zu meditieren oder zu beten. Es ging ihnen um die Stille, die noch über der Welt liegt, das natürliche Schweigen, das man tagsüber oft vergeblich sucht und das Faszinosum, dass …

Reissalat mit Cashewnüssen

Dieser leckere Reissalat gehört mit zu meinen Favoriten. Er ist recht einfach herzustellen, man kann Reste von Reis gut damit verwerten, er schmeckt sehr lecker und kann gut für unterwegs als vollwertige Mahlzeit mitgenommen werden. Zutaten 1 beutel Reis1 rote Paprika1 – 2 Tassen Cashewnüsse1 Tüte Mandelblättchen1 Tasse Rosinen oder Sultaninen3 kleine Zwiebeln1 ZitroneÖl5 Esslöffel SojasauceAgavendicksaft1 – 2 Knoblauchzehen Zubereitung Reis nach Packungsbeilage kochen und erkalten lassen. Damit er später nicht pappt, kann man etwas Öl oder Butter unterziehen.Paprika in Würfel schneiden.Cashewkerne unter fließendem Wasser durchspülen und mit Küchentücher trocknen.Mandeln in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten (am besten die ganze Zeit die Mandeln umrühren).Die Zitrone pressen und auf 1/8 l Flüssigkeit mit neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl) auffüllen. Dann den Knoblauch pressen. Die Zwiebeln in Würfel schneiden und zusammen mit der Sojasauce und allen anderen Zutaten zu dem Reis geben.Danach mit Agavendicksaft und ggf. mehr Sojasauce abschmecken.Den Salat gut umrühren und eine Stunde ziehen lassen. Lass es Dir schmecken!