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Minimalismus leben: gib 10 Dinge weg! Reloaded

Minimalismus leben: gib 10 Dinge weg!

Ich habe echt viele Dinge über die Jahre angesammelt. Ganze Schubfächer sind voll von Erinnerungsstücken und Dingen, die ich ja irgendwann einmal gebrauchen könnte – man weiß ja nie…
Die wenigsten werde ich wohl je bis zum Ende meines Lebens wirklich gebrauchen und schon mal gar nicht vermissen, wenn ich sie nicht hätte.
Ich brauche all den Kram eigentlich nicht – das weiß ich ganz genau. Wie viel Platz ich hätte, wären die Bücher weg, die ich niemals mehr lesen werde… Tatsächlich habe ich Bücher gekauft, die ich bis heute nicht gelesen habe.
Wie viel Platz hätte ich in meinem Kleiderschrank, würde ich die Dinge weggeben, die ich nicht mehr anziehen werde und die mir vielleicht auch nicht mehr passen.
Vielleicht geht es Dir ähnlich. Wir mogeln uns um eine Entscheidung, indem wir uns vormachen, das wir ja das eine oder andere Stück noch gebrauchen könnten. Irgendwann, eines fernen Tages und dann werden wir froh sein. es nicht weggeschmissen zu haben. Als hinge unser Heil und unser ganzes Wohlergehen davon ab. Wir wissen im Grunde, dass dem nicht so ist, oder?

10-Dinge leichter

Wir laden Dich ein, in der kommenden Woche Dich von 10 Dingen zu trennen.
Du sollst es also nicht gleich übertreiben und leben wie ein Einsiedler in der mongolischen Wüste. Es reichen erst mal 10 Dinge, die Du weggibst. Das heißt auch, dass es nicht darum geht, die Dinge einfach in den Keller zu verfrachten. Gib sie wirklich weg!

Als Mönchsgemeinschaft haben wir jedes Jahr so genannte Exerzitien, das sind geistliche Tage mit spirituellen Vorträgen und Zeiten des Schweigens. Bei einer dieser Exerzitien war eine Schwester aus Südafrika unsere Referentin. Sie sagte, dass all die Dinge, die wir ansammeln und hüten, unsere Kraft und Energie binden. Wenn wir den Mut haben, uns davon zu trennen, dann können wir diese Energie wieder zurückgewinnen. Ich finde das immer noch sehr einleuchtend und nachvollziehbar.
Die Fastenzeit ist wirklich die richtige Zeit dafür.

Hier ein paar Möglichkeiten, was Du mit den Dingen machen kannst. Es gibt zum Glück inzwischen einige Apps, die Dir dabei helfen können.

Momox

Hier kannst Du gebrauchte Bücher wirklich ganz einfach verkaufen. Das Porto wird bezahlt und du bekommst das Geld nach Übersendung und Prüfung der Ware überwiesen. (Aber nicht, dass Du gleich wieder das nächste Buch kaufst 😉

Shpock

Das ist eine Flohmarkt-App – hier kannst Du Deine schönen Dinge zum Verkauf anbieten.

Amazon

Ist zwar keine App, aber ein verlässlicher und bekannter Service. Hier kannst Du sehr viele Deiner Sachen verkaufen und Du kannst auf einen großen Markt zugreifen.

So viel als kleine Tipps, damit Du nicht alles gleich wegschmeißen musst.
Wichtig ist allerdings anzufangen. Gehe durch Deine Räume, schau Dir die Schubfächer an, schau auch einmal im Keller oder Dachgeschoss oder in der Garage nach.
Und dann weg damit!

Lösungen finden

Lösungen finden – so geht es

Lösungen finden – so geht es

Schon mal ein Problem gehabt? Dumme Frage, ich weiß. Jeder hat dann und wann Probleme und sucht nach Lösungen. Manchmal fällt es ganz leicht, manche Probleme lösen sich sozusagen wie von selbst. Man muss nur warten und die Lösung wird einem präsentiert.
Aber dann gibt es Probleme, die sind richtig fies, die lassen Dich nicht in Ruhe und Du findest schlicht keine Lösung. “Was mache ich nur?” fragst Du Dich dann.
Nun ja, wie wäre es mit einem Freund oder einer Freundin. Gerade nicht anwesend?
Gut, dann ruf jemanden an! Geht auch nicht? Komisch!
Okay, dann warte bis morgen oder nächste Woche. Achso, Du willst das Problem vorher lösen? Ja, dann musst Du es wohl alleine schaffen.
Und jetzt?

Lösungen finden: Jetzt zeige ich Dir, wie Du das alleine hinbekommen kannst.

Ich mag Methoden, mit denen ich mich selber unterstützen kann – denn tatsächlich ist nicht immer jemand da, der mir beisteht. Und manchmal möchte ich auch niemand anderes mit einbeziehen, ich will es alleine schaffen. Es gibt auch Probleme, für die ich mich etwas schäme. Da will ich erst recht niemanden dabei haben.
Dennoch muss es ja Möglichkeiten geben, wie ich eine Lösung finden kann.
Das Problem am Problem ist oft, dass ich versuche, durch noch mehr Nachdenken einer Lösung näher zu kommen. Aber das Nachdenken findet dann oft keine Lösung, weil es meistens nur in entweder-oder denkt und nicht in weiteren Bezügen. Wenn man ein Problem nicht lösen kann, dann muss man den Bezugsrahmen vergrößern. Den weiten Blick hat aber die Logik nicht. Es sind andere innere Systeme, die man dann aktivieren muss.
Und das geht so:

  1. Schreibe Deine Frage auf eine Karte (jedes Problem trägt mindestens eine Frage in sich).
  2. Nun geh in die Natur, behalte Deine Frage fest im Kopf und schau, welches Geschenk in der freien Natur findest Dir ins Auge springt. Du musst an dieser Stelle noch gar nicht wissen, warum. Nimm den Gegenstand mit.
  3. Nun finde einen passenden Position für den Gegenstand in Beziehung zu Deiner Karte mit Deiner Frage.
  4. Überleg, von welcher Seite Du den Gegenstand betrachten möchtest und finde drei Symbole, die Dir zu dem Gegenstand einfallen. Schreibe jedes Symbol auf je eine Karte.
  5. Nimm eine andere Position zu dem Gegenstand ein und finde wieder drei Symbole, die Du wieder auf je einer Karte schreibst.
  6. Den Gegenstand kannst Du nun zur Seite legen. Nimm Dir jede der Karten zu Hand, wo Du ein Symbol darauf geschrieben hast. Und nun beantworte Dir die Frage: Was sagt Dir das Symbol in Bezug auf Deine Frage? Mach Dir Notizen dazu.

Ich bin sicher, dass Du hinterher einen weiteren Blick eingenommen hast und einer Lösung zumindest näher gekommen bist – vielleicht hast Du sie auch schon gefunden.
Diese Übung hilft Dir, Dein Unbewusstes mit einzubeziehen, das viel komplexer denken kann und viel kreativer ist als das rein logische Denken.

Hier haben ich noch eine PDF für Dich – hier kannst Du alles eintragen und so den Prozess „Lösungen finden“ strukturieren.

Arbeitsblatt: Lösungen finden

Gottesdienste am 7. Mai 2017

Da am 7. Mai 2017 geplant ist, mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen, wird vermutlich auch die Cella evakuiert werden müssen.

Das bedeutet für unsere Gottesdienste folgendes:

1. Die Laudes entfällt

2. 18.00 Uhr der Ite-missa-est-Gottesdienst findet in der Apostelkirche, Gretchenstraße 55, 30161 Hannover statt

Wir werden an dieser Regelung auch dann festhalten, wenn die Entschärfung deutlich früher beendet worden sein sollte und alle Anwohner wieder in ihre Wohnungen können.

Wir bedanken uns schon jetzt bei der Apostelgemeinde für ihre Gastfreundschaft.

Der Sprung über die Mauer

Der Sprung über die Mauer

Mit meinem Gott über springe ich Mauern (Ps 18)

Bei meinem letzten Spaziergang mit der fast fünfjährigen Josephine in die Innenstadt von Hannover wurde kein Kanaldeckel und keine Schachtabdeckung ausgelassen: Mit Anlauf sprang sie über jeden Deckel. Besondere Freude hatte sie an den großen und den doppelten Abdeckungen. Und dadurch war ich natürlich gefragt. An meiner Hand konnte sie viel größere Sprünge machen – ich konnte sie nach dem Absprung noch ein bisschen nach oben ziehen  – und ich konnte auch für eine weiche Landung nach großen Sprüngen sorgen. Das habe ich natürlich gerne getan  – und mitgespielt. Manchmal musste ich selber mitspringen, damit wir zusammen blieben.

Das schnelle Wechselspiel der Muskelkontraktion

Und natürlich denke ich über das Springen nach: Wann bin ich das letzte Mal so richtig gesprungen? In meinem Alter springt man nicht mehr so leicht. Das Körpergewicht ist größer, der Trainingszustand schlechter, Muskeln, Gelenke und Bänder nicht mehr so geschmeidig  –  und damit die Verletzungsgefahr nicht gering. Springen ist eine ganz besondere Fähigkeit vieler Lebewesen. Eigene Trainingsformen haben sich entwickelt, die sogenannten plyometrischen Übungen trainieren das schnelle Wechselspiel von Zusammenziehen der Muskelkontraktion und Ausweiten der Muskelkontraktion. Damit erreichen wir eine höhere Explosivkraft.

Jump-Squats sind voll im Trend, sie trainieren nicht nur die Gesundheit, sie schütteln im wahrsten Sinn den Springenden durch. Wer einmal einige Zeit auf einem Trampolin gesprungen ist, kennt diese Erfahrung. Die Schwere und Bodenhaftigkeit des Körpers ist ein Stück anders geworden. Die Schritte nach dem Springen sind andere, der Blick ist ein anderer geworden.

Mit meinem Gott über springe ich Mauern.

An Ostern denke ich natürlich auch an den Vers im Psalm 18: Mit meinem Gott überspringe ich Mauern. Was hat sich der Beter vor so vielen hundert Jahren darunter vorgestellt? Die Eroberung einer Stadt, die Flucht aus der Gefangenschaft? Ich denke an den Spaziergang mit Josephine – manchmal möchte ich auch größere Sprünge machen – höher und weiter – und trotzdem sicher lande. In den letzten drei Wochen war ich mehrfach mit dem Tod lieber Menschen konfrontiert. Da spüre ich eine solche Mauer.

Wenn das Herz wagt, zu springen

Hat das Springen damit etwas zu tun? Für mich ja. Springen ist etwas Österliches. Und auch wenn ich  – meinem Alter angemessen – eher etwas besonnener hüpfe als große Sprünge wage wie Josephine, es verändert den Körper, die Muskeln und die Gedanken. Die große Kraft und Energie, mit der ich den alten Standpunkt verlasse und mich auf einen neuen, möglichst weit entfernten Standpunkt hin bewege, belebt den Körper ungemein. Søren Kierkegaard spricht in Bezug auf den Weg eines Christen vom Sprung in den Glauben. Jeder Sprung, der nicht nur ein sicheres Hüpfen auf der Stelle ist, ist immer auch ein Wagestück des Herzens.

Ich freue mich wieder, von Dir zu hören, ob Du vielleicht ähnliche österliche Sprünge in Deinem Leben schon gemacht hast.

Eine Katze denkt über den Glauben nach

Eine Katze denkt über den Glauben nach
Valentins Welt

Hallo, Valentin hier.
Es wird mal wieder Zeit, dass ich mich melde. In den letzten Wochen habe ich die Sonnenstrahlen, die manchmal in unsere Wohnung hinein fielen, sehr genossen. Dann habe ich mich mitten auf den Weg gelegt, dort wo eben die Sonnenstrahlen hin fielen, habe mich gereckt und gestreckt und dann das getan, was ich sehr gerne tue: mich auf den Rücken gelegt und die Beine in den Himmel gestreckt. Und dort lag ich dann viele Stunden lang. In der Sonne zu liegen ist etwas Wunderbares. Fast genauso schön ist es, wenn ich unter einer Decke liege oder mitten auf der Kratztonne liegen kann.

Was ist Glaube?

Heute möchte ich ein ganz anderes Thema behandeln. Ich habe mir nämlich Gedanken gemacht, was das eigentlich ist, Glaube. Wie ich darauf komme? Naja, dort, wo ich wohne gibt es viele Bücher über den Glauben und da ist es doch naheliegend, sich darüber Gedanken zu machen, nicht wahr?
Ich weiß ja, dass manche Menschen glauben. Aber ich habe bisher nie verstanden, was das ist, Glaube. Denn wir Katzen glauben ja nicht. Wir sind ja so mit Gott verbunden, dass wir gar nicht glauben müssen. Für uns gibt es überhaupt keine Frage, ob es Gott gibt. Wir wissen es einfach. Das ist unser Vorteil gegenüber den Menschen und den finde ich auch richtig großartig. Aber dennoch glauben Menschen ja und ich weiß immer noch nicht so recht, was das eigentlich ist, Glaube. Und vor einigen Tagen hatte ich eine Idee und davon möchte ich Dir heute berichten.

Alles meins!

Ich lag da wieder so im Sonnenschein, es waren glaube ich die letzten schönen Sonnenstrahlen der letzten Tage. Ich lag da also, und dachte so über mich nach und über die anderen Katzen, die ich bisher kennengelernt habe. Ich dachte darüber nach, dass wir Katzen, und ich übrigens ganz besonders, alles markieren, was zu unserem Revier gehört. Also wir streichen an den Beinen der Menschen entlang und die Menschen meinen wir würden kuscheln, aber das stimmt gar nicht. Naja, nicht nur. Wenn wir nämlich so kommen und unseren Kopf und Kinn an den Beinen reiben, dann markieren wir die Menschen. Wir besprühen sozusagen alles mit Pheromone, einem Hormon. So markieren wir alles, was zu unserem Revier gehört. Die Stuhlbeine, die Schränke, die Schuhe, die Türen und die Ecken und Kanten und Wände. Man könnte sagen, dass ich überall mit Edding meinen Namen geschrieben habe.
All das ist von mir markiert, weil es zu meinem Revier gehört.

Der Mensch ist von Gott markiert

Othello, meine Mitkatze, hat auch alles markiert, wir haben sozusagen gemeinsam ein Revier. So gehört uns alles gemeinsam, weil es von uns markiert worden ist. Das schöne daran ist, dass niemand sonst als wir Katzen es riechen kann, wenn ihr Menschen von uns markiert worden seid. Es ist ein Duft, den nur wir Katzen riechen können, aber eben kein Mensch. Und wenn ich dann mal wieder auf meiner Kratztonne liege und schaue mir den Menschen an oder die Menschen, die gerade da sind, dann lache ich ganz leise vor mich hin und denke: “Wenn die wüssten, dass die nach mir riechen und dass die dadurch zu mir gehören…”. Das ist eine wunderbare Vorstellung für mich.

Und dann habe ich begonnen genauer darüber nachzudenken und erkannte, dass es da einen Zusammenhang gibt, dass das nämlich etwas mit Glaube zu tun haben könnte.
Wie ich das meine?
Ich will es Dir erklären: Vielleicht sind Menschen, die glauben, ja diejenigen, die begonnen haben zu riechen, dass sie von Gott markiert worden sind.
Oder es könnte so sein, dass Menschen, die glauben, zwar nicht riechen können, markiert worden zu sei9n, aber eben daran glauben, dass sie es sind, auch wenn ihre Sinne das nicht bestätigen können.
Und wenn man markiert worden ist von Gott, dann gehört man auch zum Revier von Gott. Und so kann ich mir schon vorstellen, was es bedeutet zu glauben, wenn man nämlich zu einem Revier gehört, zu dem man auch gerne gehören möchte. Und wenn man zu einem Gott gehört, zu dem man auch gehören möchte und der einen markiert hat, ohne dass man es riechen kann. Ja, so habe ich mir das gedacht und vielleicht ist da ja ‘was Wahres dran. Zumindest kann ich mir so erklären, warum Menschen glauben und was das bedeutet, zu glauben.

Danke!

Na ja, vielleicht haben Dir ja meine Überlegungen etwas gefallen, dann würde ich mich freuen von Dir zu hören. Ich freue mich immer über Kommentare auf meinen Bericht.
An dieser Stelle möchte ich mich noch bei Corinna für die leckeren Futterstangen bedanken, das war sehr, sehr lieb von Dir! Haben gut geschmeckt!

Ich wünsche Dir jetzt wunderbare Ostern. Wir werden hier ja auch feiern und ich freue mich von Dir zu hören.

Alles Gute,
Dein Valentin.

Mandel-Chia-Brot

Dieses leckere Brot gab es bei uns nach den Gottesdiensten an den Fastensonntagen. Es ist nicht nur wirklich einfach zu backen, sondern es schmeckt sehr, sehr gut…und wie ich gemerkt habe, nicht nur mir…

Mandel-Chia-Brot

120 g Haferflocken
90 g Leinsamen
150 g Sonnenblumenkerne
60 g Mandeln (ganz)
50 g Haselnüsse (ganz)
35 g Chia-Samen
1,5 EL Agavendicksaft
3 EL Olivenöl
400 ml Wasser
1,5 TL Salz

Alle trockenen Zutaten miteinander gut vermengen, dann Agavendicksaft, Öl und Wasser hinzugeben und wieder gut vermengen.
Die Masse mindestens 2 Stunden – besser über Nacht quellen lassen.

Ofen auf 180° vorheizen. Die Masse in eine Kastenform geben und für 35 Minuten backen.

Danach das Brot aus der Kastenform auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stürzen (am besten vorher mit einem Messer das Brot von den Wänden der Form lösen).

Dann das Brot für weitere 60 – 70 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen.

12.4.2017: Mengenangabe für Agavendicksaft ergänzt

Unser Musiker für Palmsonntag: Leonhard Brandstetter

Unser Musiker für Palmsonntag:
Leonhard Brandstetter

Wie bist Du zur Musik gekommen?

Ich komme aus einer von der Kirchenmusik geprägten Familie. Mein Vater war Stadtkantor an der Marktkirche Hannover. Jeder sucht sich im Leben seinen ganz eigenen Weg und behält doch seine Wurzeln bei. So habe ich für mich ein ganz anderes Musikinstrument nämlich die Gitarre gefunden.

Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?

Das kann ich nur schwer beantworten. Musik ist für mich eine Sprache. Immer wenn ich Musik auf den Punkt gebracht erlebe, versuche ich diese „Worte“ in mein Repertoire aufzunehmen. Das kann eine kleine Verzierung oder eine interessante Artikulation sein…

Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Der kirchliche Raum ist für mich einer der häufigsten Auftrittsorte. Ich erlebe dabei die Gitarre immer wieder als ein besonders meditatives Instrument, das die Andacht vertieft. In der Cella spiele ich schon seit vielen, vielen Jahren immer wieder gern, da hier Freiheit sehr groß geschrieben ist und ich mich „zuhause“ fühle.

Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen?

Musik ist für mich nicht nur eine Frage der Zeit aus der sie stammt, sondern vor allem welche Umgebung und welche Stimmung sie wiederspiegelt. Es ist schön, daß ich mich mit Musik in viele verschiedenen Epochen und Umgebungen „beamen“ kann.

Der Tod hat nicht das letzte Wort…

Der Tod hat nicht das letzte Wort…

Der Tod hat nicht das letzte Wort…

Am Freitag der vierten Fastenwoche waren Bruder David und ich in unserer Abtei, um am Begräbnis von Bruder Silvanus teilzunehmen, der nach langer Krankheit gestorben war. Bruder Karl-Leo hat am gleichen Tag beim Begräbnis eines Mitglieds des Posaunenchors, in dem seit langem aktiv mitwirkt, gespielt. Am fünften Fastensonntag wurde Pater Thomas in der Abtei Dormitio in Jerusalem beerdigt, der seinerzeit sein Noviziat in unserer Abtei verbracht und der zwölf Jahre in Hildesheim gelebt hat. Heute werden wir am frühen Nachmittag am Gedenkgottesdienst eines langjährigen und guten Freundes der Cella in der Marktkirche teilnehmen und diesen mitgestalten. Zwei der lieben Verstorbenen hatten eine lange Krankheitsgeschichte hinter sich – einer starb verhältnismäßig jung und überraschend…

Lazarus, steh auf!

Mitten in dieser „Beerdigungswelle“ hören wir am fünften Fastensonntag das Evangelium von der Auferweckung des Lazarus (Joh 11,1-45): Der Bruder der Schwestern Maria und Marta und Freund Jesu stirbt. Diese Auferweckung des Lazarus ist das letzte und größte der sieben „Zeichen“, die Jesus laut Johannes überliefert. Dieses „Zeichen“ berichtet der Evangelisten vor der bevorstehenden Verhaftung, Verurteilung und Kreuzigung Jesu.

Die entscheidende Aussage der Erzählung ist: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,  und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“ Und Jesus fragt Marta: „Glaubst du das?“ – Ihre Antwort gipfelt in dem Messias-Bekenntnis: „Du bist der Messias, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“

Der Tod hat nicht das letzte Wort…

Ich habe vor Weihnachten einen Mann begleitet, der im Hospiz auf seinen Tod wartete. Er sagte mir bei unserer ersten Begegnung: „ Ich freue mich darauf, wieder mit meiner Frau zusammen zu sein…“ Bei Herrn J. hatte nicht der Tod das letzte Wort, sondern das Leben! Denn darum geht es: trotz allem Verlust und aller Trauer glauben und wissen wir als Christen, dass mit dem irdischen Tod nicht alles aus ist. Vielmehr vertrauen wir darauf, dass ein neues, für uns auf Erde unvorstellbares Leben weitergeht.

Ich gebe zu, dass das meine Vorstellungswelt sprengt: Ich kann das nicht wissen und kann mir kein Bild davon machen, wie das sein wird. Aber ich kann mir die Worte Hiobs aneignen: „Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; gelobt sei der Name des Herrn.“ (Hi 1,21 u.ö.)

Ich kenne keine Antwort auf die Frage, warum Gott dieses und jenes zulässt, aber ich vertraue darauf, dass der Tod nicht das letzte Wort hat!

Bruder Nikolaus

Musiker am heutigen Sonntag: Heike Lindemann und Kerstin Weise

Unsere Musiker22 stellen sich vor. Dafür haben wir vier Fragen entwickelt, die wie jedem Musiker fortan stellen werden. So hast Du schon mal einen Eindruck vorab.

Heike Lindemann, Pianistin

Lindemann


Wie bist Du zur Musik gekommen?

Im Wohnzimmer meiner Großmutter stand ein Klavier, auf dem ich lange spielen durfte. Dann schenkte mir mein Großvater ein Jahr vor seinem Tod meinen Flügel, der bis heute mein Leben begleitet.

Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?
Das Singen und der Unterricht bei meinem Lehrer und Freund Karl-Heinz Kämmerling. Er hat mir auch den Weg an die Schule Schlafhorst-Andersen eröffnet. Da kann ich wirklich und täglich Klavierspielen und Musizieren mit der Stimme verbinden.

Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?
Seit meinem 13. Lebensjahr spiele ich auch Orgel und begleite Gottesdienste. Aber ich bin keine Organistin, „mein Instrument“ ist das Klavier. In einer Kirche Klavier zu spielen ist für mich etwas sehr Seltenes und sehr besonders.

Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen?
Ich fühle mich sehr wohl im Hier und Heute. In Musik aus vergangenen musikalischen Epochen kann ich Regeln und Freiheiten erkennen und übertragen in mein Tun heute. Manchmal sind sie Gesetz, manchmal Stütze und Hilfe, manchmal Schutz, immer aber Herausforderung und Orientierung.

 

Kerstin Weise, Sängerin

Weise

Wie bist Du zur Musik gekommen?
Ich habe wohl schon mit knapp zwei Jahren begeistert Weihnachtslieder gesungen. Alte Tonbandaufnahmen belegen das, meine Erinnerung daran ist nicht so ausgeprägt. Später, mit etwa 16 Jahren, wurde in meinem Heimatort ein Gesangskurs von der Volkshochschule angeboten. Bei der Dozentin, der Gesangspädagogin Ingrid Bensch, habe ich dann später meine Stimme klassisch ausbilden lassen.

Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?
Alle engagierten Lehrerinnen und Lehrer, die Spaß daran hatten, ihr Wissen weiterzugeben.

Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?
In Kirchen fühle ich mich sehr wohl, weil sich meist sofort ein Gefühl von Dazugehörigkeit einstellt. Musik bringt die Menschen über die Schwelle in die Kirchen. Es entsteht eine Gemeinschaft zwischen denen, die musizieren, denen, die Gottes Botschaft predigen und denen, die zuhören. Bei Euch wird dies mit Freude und Wertschätzung gelebt und es ist schön, daran teilhaben zu dürfen.

Stell Dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen?
Ich würde sofort ins Jahr 1962 reisen und die Beatles live erleben.

8+1 Tiopps für einen besseren Schlaf

8+1 Tipps für einen besseren Schlaf – Stadtmönche on air

In der Bibel kommt der Schlaf immer wieder vor, in den Klöstern der Antike und des Mittelalters wurde Schlaf oft negativ gesehen – man war quasi permanent übermüdet und viele Zeitgenossen haben es schwer mit dem Schlaf. Wie gut, wenn man einfach gut einschlafen kann.

Wir haben 8+1 Tipps für Dich – der letzte ist vielleicht der zunächst komplizierteste, aber vielleicht auch der beste.