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Wie Du die Kunst der Selbstberührung erlernst

Die Frage, wie wir die Kunst der Selbstberührung erlenen können, ist gerade in diesen Tagen wichtig. Denn auch wenn die Zeit des Logdowns mehr und mehr zu Ende geht, so bleiben wir doch im Kontakt vorsichtig. Sich umarmen, Händeschütteln oder ähnliche Formen des Körperkontaktes werden wir vermutlich noch lange mit großer Vorsicht genießen. Dabei sind wir Menschen Wesen, die genau das brauchen, dass wir gestreichelt werden, liebkost und berührt. 

Können wir uns das eigentlich einfach selber geben? Es hat sich gezeigt, dass die Berührung von anderen immer noch stärker wirkt als die eigene. Dass wir mit der Selbstberührung uns dennoch sehr unterstützen können und wie das gehen kann, davon spreche ich in diesem Podcast.

Podcast:
Wie Du die Kunst der Selbstberührung erlernst

Trinitatis

– so wird der Sonntag nach Pfingsten in der evangelischen Kirche genannt – und von ihm aus werden dann die Sonntage im Kirchenjahr gezählt, bevor mit dem ersten Advent ein neues Kirchenjahr beginnt. In der römischen Tradition lautet der genaue Namen dieses Sonntags Sollemnitas Sanctissimae Trinitatis, zu Deutsch: Hochfest der allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Vor der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils hatten Hochfeste eine Oktav und der achte Tag wurde besonders begangen. Ursprünglich ist das Dreifaltigkeitsfest also der Oktavtag zu Pfingsten.

Dreifaltigkeitsfest: ein Ideenfest

Wie etwa Fronleichnam oder das Herz-Jesu-Fest – beides Hochfeset, die in Kürze folgen – ist das Dreifaltigkeitsfest ein sogenanntes Ideenfest. An diesen Festen feiert die Liturgie kein konkretes Heilsereignis aus dem Leben Jesu oder den besonderen Gedenktag einer oder eines Heiligen, sondern sie feiert eine Glaubenswahrheit.

Bereits bei der Entstehung des Gregorianischen Chorals vor über 1.200 Jahren wurden eigene Gesänge geschaffen, die die drei göttlichen Personen zum Gegenstand haben: Beneditca sit sancta Trinitas, atque indivisa Unitas, beginnt der Introitus: „Gepiesen sei die heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einheit. Lasst uns ihr danken, denn sie hat uns ihr Erbarmen geschenkt.“

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Dag Heinrichkowski, Jesuit, hat in seiner One Minute Homily zum Dreifaltigkeitssonntag auf Facebook erzählt, dass er nach seinem Lieblingsgebet gefragt worden sei, seine spontane Antwort sei gewesen: „Das Kreuzzeichen!“ Die Worte, die das Kreuzzeichen begleiten, erinnerten ihn daran, dass sein Leben und die ganze Welt umfangen sei vom dreifaltigen Gott: dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Als ich seine Worte hörte, kam mir das Scheibenkreuz in unserer Hauskirche in den Sinn. P. Abraham, der das Kreuz gestaltet hat, hat einmal gesagt, es sei das „durchgestrichene Minus“, oder positiv formuliert das „große Plus“: Das gleichschenklige Kreuz verbindet Himmel (Gott) und Erde (Mensch), und es verbindet die Menschen untereinander.

Gleichzeitig verbindet es das Alte mit dem Neuen Testament, denn in die Kreuzesschenkel sind zweimal zwölf Pyramiden (für die zwölf Stämme Israels und für die zwölf Apostel) eingefügt. In diese kleinen Pyramiden ist je ein kleiner Bergkristall als Symbol für Christus eingefügt, der im Glauben des Ersten Testaments aufgewachsen und das Zweite Testament begründet hat.

In der Mitte aber befinden sich neun (3²) Felder aus Meteoritenstahl – das erinnert mich an den Meteoriten, der den Abschluss der Christuskrone unserer Abteikirche in Meschede bildet und der von einem Reif umfasst wird, auf dem die zwölf Tierkreiszeichen zu sehen sind. Die Aussage: Christus ist der Herr über den Raum (das All) und die Zeit.

Das Kreuzzeichen

Ich glaube, dass ich das Kreuzzeichen bewusster machen und auch das Scheibenkreuz in unserer Hauskirche genauer betrachten sollte. So werden die begleitenden Worte zum Kreuzzeichen wirklich zu einem kleinen, aber intensiven Gebet…

Wenn Du magst, schreib mir doch, was Dein Lieblingsgebet ist.

Unser Musiker am Sonntag: Vladimir Gorup

Wie bist du zur Musik gekommen?

Als kleiner Junge von ungefähr 7 Jahren habe ich mich einmal in den Fluren meiner Grundschule verlaufen und bin versehentlich im Musikraum gelandet. Dort habe ich auf dem Klavier geklimpert. Die Musiklehrerin hat mich gehört und war der Meinung, ich soll eine Musikschule besuchen. Mit 9 Jahren war es dann auch soweit.

Wer hat dich musikalisch am meisten beeinflusst?

Johann Sebastian Bach, Maria Callas und Sergiu Celibidache.

Was bedeutet es für dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Im Laufe meiner Konzerttätigkeit bin ich zur Überzeugung gekommen, daß die Akustik in einer Kirche fast ideal für Akkordeon ist. Ich hatte schon das Glück, in der Kirche Sankt Cella Benedikt spielen zu dürfen, und war von der Akustik und Atmosphäre sehr angetan.

Stell dir vor, die Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischer Epoche möchtest du einmal eintauchen?

In Italien am 24. Februar 1607, am Tag der Uraufführung der Oper L'Orfeo von Claudio Monteverdi.

Unser Musiker am Sonntag: Andreas Bruckhardt

Andreas Burckhardt, Saxophon

Wie bist Du zur Musik gekommen?

Ich habe mit Violine u. Klassik begonnen, aber das Hören einiger für mich unglaublich inspirierender Saxophon-Aufnahmen haben mich zu einem Jazz-Saxophonisten werden lassen.

Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?

Das waren Musiker wie Jan Gabarek, John Handy, Bernd Konrad und viele Aufnahmen, die man heute als Weltmusik bezeichnet.

Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Ich bin schon seit vielen Jahren musikalisch mit der Kirche verbunden. Die spirituelle Energie und der Klang eurer Hauskirche ist immer wieder sehr inspirierend.

Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen?

Das wären auf jeden Fall die energiegeladene Jazz-Musik der 60er Jahre und die mittelalterliche sakrale Musik.

Wie schaffst Du eine Atmosphäre des Mitgefühls

Was braucht die Welt und was kann ich ihr geben? Und was brauchst Du und was kannst Du Dir selber geben? Ich glaube, dass wir insgesamt mehr Mitgefühl brauchen - für uns selbst und für andere. Das ist es, was wir wieder lernen müssen. In dieser Episode zeige ich Dir kleine Schritte auf, wie Du um Dich eine Atmosphäre des Mitgefühls aufbauen kannst. Ein wunderbares Geschenk an Dich und Deine Umgebung.

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Unser Musiker am Sonntag: Alon Sariel

Alon Sariel

Wie bist Du zur Musik gekommen?

Meine Eltern sind zwar nicht Musiker, wollten aber, dass wir (ich und meine vier Geschwister) musikalische Grundlagen lernen. So gab es im Haus ein Klavier, worauf meine Schwester musiziert hat, die Gitarre von meinem älteren Bruder, einige Blockflöten, ein Akkordeon etc.

Als das jüngste Kind im Haus, war mir klar, dass ich ebenfalls Musik machen möchte. Wahrscheinlich habe ich – um mich von den anderen abzugrenzen – mit der Mandoline angefangen.

Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?

Hier tue ich mich schwer, musikalisch von nicht-musikalisch zu trennen. Sehr viele Menschen und Ereignisse haben meinen Weg begleitet, Lehrer, Kollegen und auch Schüler. Ein gewisser Teil gehört dem Zufall, der andere dem Höheren.

Wenn ich aber tatsächlich versuche die Person, die mich musikalisch am meisten beeinflusst hat, zu finden, stelle ich etwas eigenartiges fest: Das ist bestimmt meine Lebenspartnerin, die nicht Musikerin ist, aber eine Tür gefunden hat, zu all meinen Lebensbereichen.

Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Oft finde ich in einer Kirche einen hohen Grad der Besinnlichkeit. Genau wie in einer Synagoge oder einer Moschee, eine Spiritualität die selbstverständlich in einem Gotteshaus ist.
Die Konzertsituation sucht im Grunde etwas sehr ähnliches. Für mich ist die Bühne ebenfalls eine Art „Tempel“, wohin die Zuhörer ihre Aufmerksamkeit richten und ihre Energien widmen.

Durch diesen Energiekreis kann sehr viel entstehen, und doch hängt das Spielen von vielerlei Faktoren ab. Eine davon ist ganz bestimmt die Akustik und Entfernung zwischen Künstler und Publikum. Ihre Hauskirche ist mit einer sehr guten Akustik gesegnet, und es gibt nichts, was zwischen dem Musizierenden und dem Zuhörer steht.

Wie im Himmel…

Für manche fühlt es sich wie im Himmel an, wenn sie wieder das erste Bier im Biergarten oder den ersten Kaffee im Außenbereich eines Restaurants auf dem Marktplatz trinken dürfen. Wir hier in der Region Hannover müssen – zumindest zu dem Zeitpunkt, an dem ich diesen Artikel schreibe – noch ein wenig warten. Aber die Hoffnung wächst von Tag zu Tag, dass die Inzidenzzahlen auch hier unter 100 sinken und all dies dann auch in Hannover möglich wird. Ein Stück Himmel auf Erden? Und das pünktlich zu Christi Himmelfahrt, dem Tag, der unter dem Etikett „Vatertag“ in der alltäglichen Gewohnheit für viele nur ein alkoholreicher Wandertag in Gruppe geworden ist?

Eine Welt, in der nichts, was wir kennen, so ist, wie wir es kennen.

Ich denke in diesen Tagen häufig an einen Satz von Alexander Geers, den er in einem Interview vor seinem Weltraumflug im Jahr 2014 gesagt hat: „Wir treten ja in eine unbekannte Welt ein, in der wirklich nichts, was wir kennen, so ist, wie wir es kennen.“ Das sagt einer, der beauftragt ist, im Weltall Forschungen zu betreiben, damit das Leben auf dieser Erde besser wird. Das sagt einer, der durch seinen veränderten Standpunkt im wahrsten Sinne des Wortes die Erde neu in den Blick nehmen kann, anders als es uns möglich ist.

Und ich frage mich, ob dies nicht auch ein Stück auf unsere Zeit nach dem Lockdown zutrifft: Wir kehren langsam zurück in einen Alltag, in dem zumindest vieles, was wir kennen, nicht mehr so ist, wie wir es kennen. Und wie bereitet man sich gut darauf vor, in einen solchen Alltag zurückzukehren?

Vertraut und unausdenklich

In diesem Jahr höre ich ganz besonders aufmerksam die biblischen Geschichten, wie die Jünger damals dem auferstandenen Jesus begegnet sind. Da scheint mir gerade etwas sehr verwandt zu sein: Natürlich sind das alles Geschichten, die ich lange und gut kenne. Aber eigentlich will die Bibel von unausdenklichen, unbeschreiblichen Ereignissen erzählen, die für die Menschen, die es damals erlebt haben, total anders waren als all das, was sie bisher erlebt hatten. Es ist sogar etwas, was das Denken und das Verstehen übersteigt – eine Art mystische Erfahrung oder menschliche Verbundenheit – ein Ergriffensein von dem, was ist. Die Jünger wirken wie von einer Last befreit, das Schwere hat sich in Leichtigkeit verwandelt, die Kräfte kehren zurück und der Zweifel wird kleiner.

Irgendwie fasziniert mich das. Ist es vielleicht eine Chance, auch in meinem Alltag ganz neu ergriffen zu sein? Es gibt so viele Dinge, die ich jetzt viele Wochen und Monate nicht mehr getan habe, weil ich sie nicht mehr tun durfte. Wie will ich sie jetzt wieder tun? Zusammen musizieren, einen Menschen in den Arm nehmen – ich möchte es nicht mehr so selbstverständlich und routiniert tun, wie ich es bisher jahrelang gemacht habe. Denn jetzt habe ich erlebt, dass es etwas Besonderes ist.

Neu schauen auf die Schönheit eines Momentes

Und so ist der Titel dieses Artikels – „Wie im Himmel“ – auch kein Zufall. Gerne denke ich an diesen schönen schwedischen Kinofilm aus dem letzten Jahrzehnt. Besonderes im Alltäglichen zu entdecken und daraus in die Leichtigkeit und Kraft zu finden. Das Eutonieholz in meiner Praxis, dass manche Leser aus meinen Artikeln ja schon kennen, hilft mir körperlich, die Muskeln immer wieder neu auf das Gleichgewicht einzustellen. Aber diese Eutonie gibt es auch in den Gedanken: immer wieder den Standpunkt meiner eigenen Betrachtung zu verändern und die Begegnungen meines Alltags nicht allein aus der „vor-coronalen Brille“ zu sehen. Schon jetzt ist vieles anders, vieles neu geworden. Vor allen Dingen aber habe ich gelernt (und möchte ich immer noch weiter lernen), neu zu schauen und intensiver die Schönheit eines Momentes und einer Begegnung zu erleben. Ein Stück Himmel auf Erden…

Und ich freue mich wieder, von Dir zu lesen, wie es Dir mit dem Himmel auf Erden ergeht.

Musikerin am Sonntag: Ellen Wegner, Harfe

Wie bist Du zur Musik gekommen?

Mein Vater hat Klavier und Geige gespielt und war Chorleiter, meine Mutter hat gern gesungen – es gehörte für sie zur Grundausbildung ihrer Kinder, daß sie ein Instrument lernen.

Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?

Es gibt keine einzelnen Personen, denen ich einen besonders großen Einfluß zuschreiben würde – für mich war die Vielseitigkeit meiner musikalischen Aufgaben prägend.

Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Musik in der Kirche ist frei von gelegentlichen unangenehmen Nebenerscheinungen im Konzertwesen – z. B. überzogenem Eventcharakter, übertriebenem Virtuosentum („wer spielt noch schneller?“). Es geht um das Wesentliche in der Musik, um ihren Gehalt, um Stimmungen, um thematische Bezüge, um die Eigenschaft der Musik, die Seele direkt anzusprechen und die Gelegenheit, das gesprochene Wort nachwirken zu lassen, weshalb ich besonders gerne musikalisch-literarische oder andere thematische Zusammenhänge herstelle.

Nicht zuletzt betreten die Zuhörer in der Regel eine Kirche in einer anderen Stimmung als einen Konzertsaal und die Akustik ist häufig besonders gut.

Zu all dem kommt in der Hauskirche der Cella die konzentrierte, intime und sehr persönliche Atmosphäre.

Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen?

In die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts.

„Meinen Bogen setze ich in die Wolken.“

Vor einigen Wochen hat das Verbot der Glaubenskongregation, homosexuelle Paare zu segnen, vor allem in Deutschland hohe Wellen geschlagen. Als Reaktion auf die Meldung aus Rom tauchten gleichsam als Protest an vielen Kirchen Regenbogenfahnen auf. Diese sind ja seit den 1970-er Jahren ein internationales schwul-lesbisches Symbol. Nicht wenige Engagierte der LGBT-Gemeinde sahen darin eine Vereinnahmung „ihrer“ Fahne.

Der Regenbogen Gottes

Wer vor dem Portal unserer Hauskirche steht, sieht über dem stilisierten Regenbogen, der sich über beide Seiten der Tür zieht, zunächst hebräische Buchstaben: das Schema Jisrael – „Höre, Israel! Der HERR, unser Gott, der HERR ist einzig.“ (Dtn 6,4).

Und unter dem Regenbogen liest man: „Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen: Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und euch.“ (Gen 9,13).

Dieses Bundeszeichen besiegelt nach der Sintflut den erneuten Bund Gottes mit den Menschen. So nimmt der Regenbogen als Zeichen des Friedens zwischen Mensch und Gott eine altorientalische Tradition auf, nach der das Phänomen als abgesenkter, also nicht schussbereiter Bogen Gottes interpretiert wurde.

Im Neuen Testament kommt der Regenbogen nur ein einziges Mal vor: „Ein anderer gewaltiger Engel kam aus dem Himmel herab; er war von einer Wolke umhüllt und der Regenbogen stand über seinem Haupt.“ (Offb 10,1). Dieses Bild zitiert den alttestamentlichen Propheten Ezechiel (vgl. Ez 1,28).

Das Bundeszeichen

Gern nehme ich ab und an das Motiv des Regenbogens in die florale Gestaltung unserer Hauskirche auf, um an das Bundeszeichen zu erinnern, das mir immer wieder die unverbrüchliche Treue Gottes zu uns Menschen vor Augen führt. Diese unverbrüchliche Treue Gottes drückt sich gerade im Segen aus. Wenn ich am Ende der Messfeier den Gottesdienstbesuchern den Segen Gottes zuspreche, dann bin nicht ich der Segnende, sondern Gott ist es, der seinen Segen spendet. Ich bin nur ein Benediktiner – unser Name und der unseres Ordensvaters kommt ja vom lateinischen „benedicere“, was so viel heißt wie „Gutes sagen“, oder kurz: „segnen“. Und das sollen wir für andere Menschen sein: ein Segen!

Bruder Nikolaus Nonn OSB

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Unsere Musiker am Sonntag: Leonhard Brandstetter und Roland Baumgarte

Unsere Musiker am Sonntag:
Leonhard Brandstetter

Wie bist Du zur Musik gekommen?

Ich komme aus einer von der Kirchenmusik geprägten Familie. Mein Vater war Stadtkantor an der Marktkirche Hannover. Jeder sucht sich im Leben seinen ganz eigenen Weg und behält doch seine Wurzeln bei. So habe ich für mich ein ganz anderes Musikinstrument nämlich die Gitarre gefunden.

Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?

Das kann ich nur schwer beantworten. Musik ist für mich eine Sprache. Immer wenn ich Musik auf den Punkt gebracht erlebe, versuche ich diese „Worte“ in mein Repertoire aufzunehmen. Das kann eine kleine Verzierung oder eine interessante Artikulation sein…

Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Der kirchliche Raum ist für mich einer der häufigsten Auftrittsorte. Ich erlebe dabei die Gitarre immer wieder als ein besonders meditatives Instrument, das die Andacht vertieft. In der Cella spiele ich schon seit vielen, vielen Jahren immer wieder gern, da hier Freiheit sehr groß geschrieben ist und ich mich „zuhause“ fühle.

Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen?

Musik ist für mich nicht nur eine Frage der Zeit aus der sie stammt, sondern vor allem welche Umgebung und welche Stimmung sie wiederspiegelt. Es ist schön, daß ich mich mit Musik in viele verschiedenen Epochen und Umgebungen „beamen“ kann.

Roland Baumgarte

Wie bist Du zur Musik gekommen?

Im Grunde durch meine Eltern. Wir hatten zwar keinen Fernseher zuhause, aber eine große Schallplattensammlung mit klassischer Musik. Meine Eltern waren Abonnenten im Opernhaus, gelegentlich durfte ich mitkommen, ebenso in Konzerte. Weitere Förderung erhielt ich durch die Musikschule Hannover und Heinz-Christian Schaper, den Musiklehrer am Ratsgymnasium.

Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?

Natürlich die legendären Großmeister Casals und Rostropowitsch, meine Lehrer Eckart Schramm, Horst Beckedorf und Prof. Rudolf Metzmacher, im Bereich Kammermusik Prof. Vladislav Markovic (Innsbruck).

Was bedeutet es für Dich in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Als Kirchenchorleiter ist der Kirchenraum als Auftrittsort nicht ungewohnt, manchmal sogar ein quasi heimatlicher Ort. Als Cellist schätze ich die Akustik, als Christ die Darstellungsvielfalt von Glaubensinhalten. Die Hauskirche habe ich neulich zum ersten Mal besucht, war sehr beeindruckt und bin gespannt, wie mein Cello darauf reagiert…

Stell dir sich vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen?

Das ist schwierig zu beantworten, weil meine Interessen da vielfältig wären: gerne würde ich Mozart in Wien besuchen, mit Haydn nach London reisen oder das hannoversche Musikleben zur Zeit Georgs V. beobachten. Auch das Musikleben im Nachkriegsdeutschland würde mich interessieren.

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