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Wie Du Dein Wohlbefinden steigern kannst

Eigentlich hätte das Thema in den Anfängen des ersten Logdowns gehört, aber irgendwie bin ich selber nicht auf die Idee gekommen. Wie auch immer: Das Thema ist ja immer aktuell, oder? Also kann ich es auch jetzt bringen.

Die Positive Psychologie macht sich im Gegensatz zur klinischen Psychologie Gedanken darüber, wie man glücklich und zufrieden werden kann.

Hinter dem Akronym PERMA verbergen sich 5 Eigenschaften oder Haltungen, die auch Dir helfen werden, dich wohler und zufriedener zu fühlen.

Ich wünsche es Dir von Herzen!

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Zufrieden und gesund

Eben komme ich von einer Beerdigung. Der Senior aus dem Posaunenchor, in dem ich fast 30 Jahre bin, ist im Alter von fast 93 Jahren gestorben und wir haben bei der Trauerfeier und am Grab geblasen. Noch im Juli hatten wir uns auf dem Gartenfest unseres Chores getroffen. Es war eine große und schöne Beerdigung – bei Menschen, die in so hohem Alter sterben, schon etwas Besonderes. In unserem Chor war er sehr beliebt und verbunden und auf der Trauerfeier war zu spüren, dass er dies nicht nur bei uns war. Es gab eine große Verbundenheit, die schnell auch unter denen entstand, die sich hier das erste Mal kennenlernten und bisher oft nur voneinander gehört hatten.

Wenn Abstand und Maske auch trennen

Und ich musste an den Satz denken, dass Zufriedenheit und Gesundheit nicht nur von materiellen Faktoren abhängen, sondern wohl auch von der Qualität unserer Beziehungen. Die Alterspsychologen können in der Forschung genau beschreiben, welche Bedeutung unsere sozialen Kontakte für die alltägliche Zufriedenheit und die schnelle Genesung nach Krankheiten haben. Aber auch ganz praktische Dinge verbessern sich: die Denk- und Reaktionsfähigkeit, die körperliche Beweglichkeit und die muskuläre Leistungsfähigkeit.

Seit der Corona-Pandemie haben sich meine Kontakte stark reduziert. Durch die Praxis hatte ich immerhin noch recht regelmäßig Kontakt zu unterschiedlichen Menschen – eine Möglichkeit, um die mich manche beneidet haben. Für viele Menschen waren Begegnungen über Monate nur im engen Familien- und Freundeskreis möglich. Fast unmöglich war es, in dieser Zeit neue Freunde zu finden, denn diesen zunächst Fremden ist man ja allein aus Vorsicht im Blick auf die Pandemie gar nicht näher gekommen. Für neue Kontakte oder gar neue Freundschaften war kein Raum – 1,5 Meter Abstand und die Maske, sie schützen nicht nur, sie trennen auch.

Soziale Kontakte unterstützen die Genesung von Körper und Seele

In den letzten Wochen war es für mich fast ungewöhnlich, wenn ich auf sogenannten 3-G-Veranstaltungen wieder Menschen begegnen konnte, die ich bisher nicht kannte. Und ich spüre, dass ich es nicht mehr gewohnt war. Ich beobachtete mich, wie ich ungewohnt zurückhaltend und fast gehemmt in neue Begegnungen gegangen bin. In meinem Kopf geistert der Gedanke, dass jede Begegnung doch ein Infektionsrisiko ist.

So richtig dieser Gedanke auch sein mag – er ist höchstens die halbe Wahrheit. Und deshalb übe ich mich ein, die andere Hälfte auch zur Geltung zu bringen: dass gute und regelmäßige soziale Kontakte eine wichtige Gesundheitsvorsorge sind. Ich ahne, ich muss die alltägliche Verbundenheit auch wieder etwas einüben – zu schnell hatte ich mich, ohne es zu wollen, an die „Corona-Distanz“ gewöhnt.

Verbundenheit in Achtsamkeit

Aber darf man das so einfach, wenn die Inzidenzwerte noch so hoch sind? Verantwortlich handeln möchte ich in jedem Fall. Und ich gebe gerne zu, das ich manchmal unsicher bin, was wann wirklich verantwortlich oder nicht ist. Aber die Bedeutung der Verbundenheit mit lieben Menschen ist mir in dieser Zeit immer deutlicher geworden – und auf diese Verbundenheit möchte ich auch trotz höherer Inzidenz wieder mehr achten.

„Höre, mein Sohn / meine Tochter!“

Vor Corona haben wir bei unseren Gottesdiensten wesentlich mehr und häufiger mehrstimmig gesungen. Dabei ist mir vor einigen Jahren aufgefallen, dass ich Schwierigkeiten hatte, meine Stimme sauber zu führen. Und nachdem Karl-Leo mir dann auch einmal gesagt hatte, dass ich unsauber singen würde – spätestens da wusste ich, dass ich zum einem HNO-Arzt gehen müsste. Dieser verordnete mir dann auch ein Hörgerät für mein rechtes Ohr.

Ich erinnere mich noch gut, als ich Ende März 2018 das erste Probegerät bekommen hatte und den Laden der Akustikfachleute verließ, wie ich die Welt ganz anders wahrnahm: Ich konnte deutlich das Geräusch hören, wenn der Stoff des Ärmels sich am Rest meines Anoraks rieb;
ich konnte deutlich das Knirschen des Schotters vom letzten Winterstreu unter meinen Schuhen hören;
und ich konnte deutlich hören, wie laut das Parkett in unserem Refektorium knarrte.

Es war ein ganz neues Lebensgefühl, weil ich vieles wieder verstehen und hören konnte, was mir schon eine geraume Zeit abhandengekommen war.

Solch ein kleines Hörgerät ist schon ein Wunder und eine riesengroße Hilfe. – Einerseits!

Andererseits stellt es oft aber auch ein Hindernis dar, weil es eben nicht nur das eine Geräusch, auf das ich mich konzentrieren möchte, verstärkt, sondern auch die vielen anderen Geräusche, die ebenfalls in der Luft klingen…

„Höre“ – das erste Wort in der Benediktsregel

Unsere Ordensregel beginnt mit dem programmatischen Satz: „Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat!“

Es ist dieser Dreischritt – höre, nimm an und erfülle – der mich zu Gott und meinem Nächsten führt – erst recht dann, wenn ich das Ohr meines Herzens neige.

Die Folgen des Nicht-Hörens

Im ersten Schöpfungsbericht heißt es, die Schöpfung, wie sie aus der Hand Gottes hervorging, war gut, ja „sehr gut“. Und vier Kapitel weiter wird die Geschichte von Kain und Abel erzählt, in der Jahwe zu Kain spricht: „Warum überläuft es dich heiß und warum senkt sich dein Blick? Ist es nicht so: Wenn du gut handelst, darfst du aufblicken; wenn du nicht gut handelst, lauert an der Tür die Sünde. Sie hat Verlangen nach dir, doch du sollst über sie herrschen.“ (Gen 4,6f)

Mit der Geschichte von Kain und Abel zeigt das erste Buch der Bibel, dass das Unglück damit beginnt, dass der Mensch das Wort Gottes nicht hören will. Ja, Er entfernt sich von Gott so weit, dass er schließlich zum Hören nicht mehr fähig ist; er wird taub, und weil er nichts mehr hört, meint er, Gott sei stumm.

Der Taubstumme im Matthäus-Evangeliums (vgl. Mt 7,31-37) ist das Symbol dieser Situation des Menschen. Zu ihm spricht Jesus das erlösende Wort: Effata – öffne dich!

Huub Oosterhuis hat dieses Evangelium in seiner unnachahmlichen Sprache verdichtet:

Hör. Doch ich kann nicht hören.
Die Ohren zugestopft.
Mein Atem abgeblockt.
Mein leeres Herz wie Blei.
Ich bin noch nicht geboren.
Ich bin nicht ich. Nicht frei.
Hör. Doch ich will nicht hören.
Würd ich dein Wort verstehen,
müsst deinen Weg ich gehen,
dir folgen hier und nun.
Fürchte, noch ungeboren,
das Leben auf dich zu.
Hör, rufst du, und ich höre,
da ist die Angst vorbei.
O Ruf durch Mark und Bein,
erweck mich aus dem Grab,
dein Mensch, aufs neu geboren –
o Zukunft, lass nicht ab.

Unsere Musiker am Sonntag: Hartwig Meynecke und Andreas Schmidt

Hartwig Meynecke

Wie bist sind Sie zur Musik gekommen?

Durch meine Eltern, die beide versierte Hobby-Musiker sind. Meine Mutter mit der Violine und mein Vater mit Kontrabass und Gitarre (und diversen weiteren Instrumenten). Als ich Kind war, hatte meine Mutter regelmäßig Geigenschüler bei uns zuhause, und ich wollte das unbedingt auch machen. Mit sechs Jahren durfte ich dann endlich anfangen.

Wer hat Sie musikalisch am meisten beeinflusst?

Martin Brauß mit seinen Mozart-Proben im Jugendsinfonie-Orchester Hannover… Ganz bestimmt aber auch der Knabenchor Hannover, wo ich neben vielen anderen Dingen vor allem gelernt habe, gesungen Text so zu artikulieren und sprechen, dass die Sprache ein wesentlicher Teil Teil der Klangbildung und der musikalischen Gestaltung ist.

Was bedeutet es für Sie, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Kirche und Musik ist für mich seit jeher eng miteinander verbunden - sei es dadurch, dass meine Eltern uns als Kinder oft in den Gottesdienst mitgenommen haben, wenn sie im Kantoreichor gesungen haben, oder später durch mein eigenes Musizieren in der Kirche. Im Knabenchor haben wir viel geistliche Musik gesungen, und bis heute ist ein Großteil meiner Arbeit als ausübender Künstler Musik in Kirchen.
Das Spielen und Erleben in der Akustik eines Kirchenraumes ist immer ein besonderes Erlebnis - von der Atmosphäre her nicht vergleichbar mit dem Spielen im Konzertsaal.

Stellen Sie sich vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchten Sie einmal eintauchen?

Zweifellos würde ich sehr gerne Mozart kennen lernen. Vorbeischauen würde ich aber auch mal J.S. Bach in der Thomaskirche und bei Queen in den 70er/80er Jahren des letzten Jahrhunderts.


Andreas Schmidt

Wie bist Du zur Musik gekommen?

Durch meinen Nachbarjungen, den ich Trompete spielen hörte. Das wollte ich auch. So fing ich im Bläserchor meiner Heimatgemeinde als Trompeter an. Wir hatten das große Glück, dass uns ein Trompeter des gerade aufgelösten Niedersächsischen Sinfonieorchesters kostenlos unterrichtete.

Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?

Ich bin immer neugierig auf neue musikalische Persönlichkeiten und beschäftige mich dann möglichst intensiv mit ihnen. So findet die Beeinflussung stets temporär statt. Es gab Zeiten, da hat mich Bernstein am meisten beeinflusst. Dann wieder Hildegard von Bingen, Carlos Kleiber, Helene Grimaud und auch Bruder Karl-Leo und Bruder Nikolaus von der Cella, die mir die faszinierende Welt der Gregorianik erschlossen haben.

Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Mitten im Trubel der Stadt diesen Ort der Spiritualität zu haben, ist für mich ein besonderes Geschenk. Es scheint mir so, als würde sich der große Gott (der ja überall ist) in der kleinen Cella besonders wohl fühlen. Da ist das Musizieren für mich so etwas wie nach Hause zu kommen, besondere Nähe zu erfahren und einfach Sein zu dürfen.

Stell Dir  vor, Zeitreisen sind möglich: in welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen?

Ich habe einen ziemlich schlauen Plan: sollte ich in den Himmel kommen, werde ich mit Petrus sprechen, ob er mir ab und zu Zeitreisen organisiert. Dann fahre ich ins 9. Jahrhundert zu den Mönchen und lerne von ihnen, Gregorianik zu komponieren. Im 20. Jahrhundert frage ich Jacqueline du Pré, ob sie mir Cellostunden gibt. Dann bitte ich Bach, Ravi Shankar und Miles Davis an einen Tisch. Ich hoffe, dass die Ewigkeit gerade ausreicht, um alle Musiker/innen und Epochen, auf die ich neugierig bin, kennen zu lernen.

Trio-Konzert

Trio-Konzert am 03. September 2021 um 20 Uhr

Robert Kusiolek – Akkordeon
Elena Chekanova – Live Elektronik
Anton Sjarov – Violine, Klangobjekte

Eintritt frei – Spenden willkommen
Bitte Corona-Auflagen beachten

Die drei Musiker sind international ausgezeichnet und gehören zur zeitgenössischen Kammermusik-Szene. In ihren eigenen Kompositionen erforschen sie die Grenzen großflächiger Klangstrukturen, loten deren Tiefe und Komplexität aus und fügen sie in weit ausschwingenden Klangräumen zusammen.

Robert Kusiolek – Akkordeonist, Bandoneonist und Komponist. Er hat die Musikakademie mit Auszeichnung in Poznan / Polen abgeschlossen und studierte an der HMTMH in der Solistenklasse der Prof. Elsbeth Moser. Robert Kusiolek ist Preisträger des Stipendienprogramms MLODA POLSKA des Ministers der Kultur in Polen - 2006 und DAAD in Deutschland - 2007. Er ist auch Preisträger der Internationalen Akkordeonwettbewerbe (Kammermusik) in St. Petersburg – Russland 2003, in Poprad – Slowakei 2003, in Przemysl – Polen 2003, in Klingenthal - Deutschland 2004 und in Castelfidardo – Italien 2006. Robert Kusiolek hat auf dem Label Multikulti Project die international erfolgreiche CDs: "NUNTIUM" 2011, "the universe" 2014 und "Qui Pro Quo" 2015 veröffentlicht.

Elena Chekanova studierte an der renommierten Michail Oginsky Musikschule in Weißrussland Chordirigieren und schloss im Jahr 2000 mit Auszeichnung ab. Ein Stipendium der Polnischen Regierung erlaubte ihr das Zweitstudium für Orchester- und Operndirigat an der Hochschule für Musik in Posen. Auch diese Ausbildung absolvierte Elena Chekanova mit Bestnote. Danach dirigierte sie zahlreiche Uraufführungen mit dem an_Arche NewMusicEnsemble in Polen. 2007 wechselte sie an die Musikhochschule Hannover in die Dirigierklasse von Prof. Eiji Oue und wurde 2009 – nach ihrem Konzertexamen – in seine Soloklasse aufgenommen. Die Kunst des Dirigierens lernte sie auch von ihrem anderen Lehrer und Mentor, Maestro Michail Jurowski, einem Dirigenten der klassischen russischen Schule, dem sie 2009 und 2010 bei Konzerten in Wien, Parma, Stuttgart und im schwedischen Norrköping assistierte.

Der Violinist Anton Sjarov studierte in Bulgarien, an der Academy in Antwerpen sowie am Königlichen Konservatorium in Brüssel. Darüber hinaus hat er sich intensiv mit ethnischer Musik unterschiedlichster Herkunft  auseinandergesetzt. Er gab bisher weltweit Konzerte in kammermusikalischen Besetzungen sowie in A-Philharmonieorchestern. In seinem Spiel doppelt er oft die Violine mit seiner Stimme und realisiert imaginäre Landschaften, kammermusikalische Atmosphären, zwischen dunkler Melancholie und glühender Leidenschaft, getragen von klassischen Spielfiguren und Techniken.

Lebenskunst aus den Märchen – 7 Hinweise für Dein Leben

Märchen sind nicht nur für Kinder und sind auch nicht nur Erfindungen. Märchen sind auch für Erwachsene und können uns Lebenshilfe bieten.

In diesem Podcast gebe ich Dir 7 Hinweise, was uns die Märchen zu sagen haben und wie eine Lebenskunst aus den Märchen aussehen kann. Ich hoffe, dass es Dir hilft und Dich inspiriert.

Gerne darfst Du zu meinen 7 Hinweisen eigene Ideen, Erfahrungen und Erkenntnisse hinzufügen. Dafür gibt es die Kommentarfunktion.

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