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14. Spiritualität hilft leben

Lektion 15

Hallo!

Glaubst Du eigentlich an Gott? Nun, da Du an einem Online-Seminar eines Klosters teilnimmst, kannst du natürlich erwarten, dass die Religion und Spiritualität eine Rolle spielen. Bisher haben wir wenig dazu gesagt, das soll sich in dieser Lektion ändern, denn auch und gerade Spiritualität ist eine wichtige Ressource und kann Dir helfen, Deine Phönixkraft zu entwickeln, um stark und geschmeidig durchs Leben zu gehen.  

Wir möchten Dich zur Spiritualität ermutigen, egal ob Du gläubig und christlich bist oder aber mit Gott nichts anfangen kannst oder gerade eine Phase des Zweifels durchmachst. In jeder Phase unseres Lebens kann und will spirituelles Leben unser Dasein bereichern und stärken. Und wenn wir aufhören zu denken, dass es eine richtige und eine falsche Form der Spiritualität gibt, dass wir vielmehr von Spiritualitäten und nicht von der Spiritualität sprechen müssen, dann wird klar, dass Du eine Fülle von Möglichkeiten hast, Dein Leben spirituell zu leben.  

Aber nicht nur die östlichen Religionen bieten eine Menge an Möglichkeiten an, wie ich ganz konkret spirituell leben kann. Auch im Christentum haben wir sehr viele verschiedene Formen, die wir alle noch gar nicht entdeckt und gehoben haben.  Für unser Online-Seminar kommt es darauf an, dass Du Dich mit dem, was Du spirituell tust und machst, wohl fühlst und dass es Dich stärkt. Alles andere hat auf Dauer keine guten Auswirkungen auf Dich. Wir wollen ja, dass Du stark und geschmeidig durchs Leben gehst und nicht krank und geschwächt. 

Formen der Spiritualität

Neben der Spiritualität im Plural hat natürlich zudem jeder Menschen, wenn er denn eine hat, dann eine sehr individuelle Spiritualität, die geprägt wurde von vielen Faktoren. Schon der Begriff „Spiritualität” ist nicht eindeutig. Im romanischen Sprachbereich wird Spiritualität als Leben aus dem Geiste Gottes verstanden und damit stark von Gott ausgedacht. Der Begriff entstammt dort aus der Ordenstheologie und hat spezifisch christliche Bedeutung.

Anders sieht es im angelsächsischen Sprachraum aus. Dort wird Spiritualität verstanden als „die Bezogenheit des Menschen auf ein umgreifendes Ganzes“, auf die Natur, den Kosmos, die Menschheit etwa. Spiritualität gehört bei diesem Ansatz per se zum Menschsein.  

Damit Spiritualität als Ressource und als Faktor für Deine Phönixkraft verstanden werden kann, solltest Du also einen weiten Begriff von Spiritualität haben, der Dir erlaubt, die Formen zu wählen, die Dir gut tun. Eine Offenheit für die unterschiedlichen Wege ermöglichen Dir erst, herauszufinden, was zu Dir passt. Wenn Du nur das Vorgegebene wählst, kann das natürlich auch genau passen, muss es aber nicht und es besteht die Gefahr, dass Du es nie wahrnimmst.

Nicht verheimlichen werden darf natürlich, dass nicht jede Form der Spiritualität auch hilfreich ist und als Ressource verstanden werden kann. Du kannst in jeder Religion und in jeder spirituellen Schule Extreme kennenlernen, die den Menschen einengen und nicht stärken und frei machen.  Dennoch: 61% der Patienten mit chronischen Erkrankungen sagen, dass ihnen Religiosität und Spiritualität geholfen hat, mit ihrer Situation besser zurecht zu kommen.    

Was macht aber Spiritualität zu einem Faktor für Deine Phönixkraft? 

Spiritualität vermittelt Sinn

Jeder Mensch sucht nach Sinn und Bedeutung für das eigene Leben. Das hat der Psychotherapeut Viktor Frankl in den Mittelpunkt seiner therapeutischen Arbeit gestellt. Er ging davon aus, dass Neurosen und andere psychischen Krankheiten aus dem Verlust der Sinnhaftigkeit unseres Lebens herrühren. Wer schwer krank wird und an die Grenze seines Lebens gerät, wird sich die Frage nach dem, was unser Leben ausmacht und was davon übrig bleibt, spätestens dann stellen. Spiritualität und Glaube können helfen, eine Antwort zu finden.

Wenn Du Dein Leben auf Gott hin beziehen kannst, dann bekommt Dein Leben eine Dimension, die über das Irdische hinausgeht. Gott ist der Lebendige und Ewige, das Wesen, das nicht dem Tod und der Vergänglichkeit unterworfen ist, sondern ewig lebt.  Wer sein Leben in Gott aufgehoben weiß, der hat Anteil an diesem ewigen Leben schon jetzt, der hat eine Perspektive, die über den Tod hinausgeht. Unser Leben endet dann nicht im Nichts, sondern (bildlich gesprochen) in den Händen Gottes.
Wir empfehlen Dir, Dich einmal mit Nahtoderfahrungen zu beschäftigen. Menschen machen die Erfahrung, wenn sie klinisch tot sind, aufgehoben zu sein in etwas, das voller Liebe ist. Vielleicht ist das ein Hinweis darauf, was nach dem Leben kommt.  Hier ein Bericht dazu:

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Wir finden: eine beeindruckende Erfahrung, oder?  

Habe eine Gute Zeit!  

Bruder David

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