Monate: Mai 2019

Podcast: Wir altern nicht, wir leben!

Die Überschrift kam mir nach dem Gespräch mit Frau Richter in den Sinn. Ich habe sie zum Thema Älterwerden befragt und worüber sprachen wir? Wir sprachen über das Leben – und nicht nur über die eine oder andere Beschwerlichkeit und Besorgnis. Zu altern heißt zu leben – irgendwie tröstet mich dieses Wort und ermutigt mich. Wer will nicht leben? Wer will das Leben nicht genießen? Aber: Kann man das Älterwerden genießen? Nach dem Gespräch mit Frau Richter kann ich sagen, ja, das geht – vielleicht nicht alles, aber vieles, und Altern kann ein Geschenk sein.

Hilfe, ich werde alt

Altwerden ist keine Krankheit

Seit ich diesen Satz vor vielen Jahren das erste Mal bewusst aus dem Mund eines Hals-, Nasen- und Ohrenarztes gehört habe, verwende ich ihn selber gerne gegenüber meinen Patienten in der Praxis. Veränderungen der Stimme im Alter gibt es viele, und es ist für uns selbstverständlich, dass wir auch am Telefon, also allein über den Klang der Stimme, das Alter eines Menschen relativ gut einschätzen können. Eine alte Stimme klingt anders als eine junge Stimme. Zunächst entwickelt sich die Stimme in Lautstärkeumfang und Kraft. Später verliert sie die Höhe oder die Lautstärke, das Vibrato wird größer und vielleicht unsymmetrischer: Klangeindrücke, die in unserer Gesellschaft nicht positiv konnotiert sind. Aus guten Chören wird man dann zuweilen aussortiert, darf möglicherweise noch in die Seniorenkantorei wechseln, wenn man nicht sowieso schon in einem Chor ist, in dem man „mitaltert“. Altwerden ist keine Krankheit – aber manchmal fühlt es sich so an. Manche natürlichen Veränderungen des Alters sind kaum zu unterscheiden von einer Krankheit, die vielleicht nach einiger Zeit auch wieder weggeht. Und manchmal zeigt sich Altern gerade darin, …

Impuls am Sonntag: Andreas Schubert

Andreas Schubert Alter 49 Beruf Vorstand Caritasverband Hannover e.V. Was bedeutet Ihnen Glaube? In schwierigen und traurigen Situationen gibt mir mein Glauben Halt und  Zuversicht. Die Erkenntnis das ich als Mensch mit meinen Fehlern und sicher vorhandenen Eigenheiten,  getragen werde. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren,  was er bewahren möchte.“ Gustav Heinemann Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Der Adler der neunten Legion von Rosemary Suitcliff. Ein Jugendbuch aus meiner Kindheit, welches ich als erstes Buch von Anfang bis zum Ende an einem Stück gelesen habe. Diesem Buch verdanke ich als sehr junger und seinerzeit „lesefauler“ Mensch die Erfahrung,  das eine Geschichte mich berühren kann. Historische Romane und Sachbücher die über das Leben der Menschen in der Vergangenheit erzählen sind nach wie vor meine Leidenschaft.

Hilfe, ich werde alt

„Siebzig Jahre währt die Zeit unsres Lebens, sind wir bei Kräften, werden es achtzig.“ (Ps 90,10)

Vor nicht allzu langer Zeit las ich einen kurzen Zeitungsartikel, in dem darauf hingewiesen wurde, dass ein Drittel der heute dreißigjährigen Frauen ihren einhundertsten Geburtstag erleben würde – so sehr habe sich die Lebenserwartung in den vergangenen Jahren geändert. Die Lebenserwartung hat sich in den letzten Jahrzehnten andauernd verlängert. Dabei spielt der Medizinfortschritt eine wesentlich geringere Rolle als Faktoren wie Friedenszeit, gestiegenes Einkommen, höherer Lebensstandard, bessere Ernährungslage usw. Das Alter in der Bibel An vielen Stellen der Bibel wird über das Alter sinniert, und die Begrenztheit der Lebenszeit des Menschen wird thematisiert; so auch in den Psalmen. Bei Psalm 90 etwa handelt es sich um ein sogenanntes Klagelied des Volkes, in dem die Hinfälligkeit des Menschen im Mittelpunkt steht. Vollständig lautet Vers 10: „Siebzig Jahre währt die Zeit unsres Lebens, sind wir bei Kräften, werden es achtzig. Ihr Bestes aber ist nur Mühsal und Beschwer; rasch geht es vorbei, – wir fliegen dahin.“ Und in Psalm 39 finden sich folgende Verse: „Herr, lass mich doch wissen mein Ende, und welches das Maß meiner Tage ist, …

Unsere Musiker am Sonntag: Bläserensemble der St. Ursula-Schule

Wie hat sich Euer Ensemble gegründet? Was hat Euch dazu bewogen? Das Blechbläser-Ensemble der St. Ursula Schule besteht jetzt seit knapp 4 Jahren. Alle Mitglieder haben in Klasse 5 in der Blechbläser-AG der St. Ursula Schule mit dem Instrumentalspiel begonnen. Nachdem die 6. Klasse vorüber war, kamen sechs Schüler (4 Trompeten und 2 Waldhörner) auf die Idee weiterhin gemeinsam Musik zu machen. Daraus hat sich die heute bestehende Formation gebildet. Was ist Euer spezieller Style/Eure Besonderheit, worauf legt Ihr besonderen Wert? Wir haben viel Freude am gemeinsamen Musizieren. So wählen wir die Stücke und das Programm gemeinsam aus, spielen nicht nur, sondern lachen auch ziemlich viel. Besonders ist, dass wir alle unsere eigene Vorstellung in unser Spiel mit einbringen können. Was sind Eure aktuellen Projekte?Aktuell bereiten wir ein großes Stück von John Rutter vor. Dieses wollen wir beim traditionellen Weihnachtskonzert unserer Schule zusammen mit dem Mittelstufen- und Oberstufenchor und allen Besuchern des Konzertes aufführen. Dieses Stück beginnt mit einer Bläserfanfare und leitet dann in den wunderschön auskomponierten Choral „Nun danket alle Gott“ über. Des weiteren …