Monate: Februar 2020

Podcast: Beerdigung für Tiere?

Sollen, dürfen oder können Tiere überhaupt beerdigt werden? Dumme Idee? Oder doch kluger Gedanke? Das ist nur ein Aspekt des Gesprächs, das ich mit Dr. Simone Horstmann aus Dortmund geführt hat. Und beim Hören wirst du merken, wie weit diese Fragen uns führen. Ein lohnendes Unternehmen, darüber nachzudenken in Zeiten, in denen wir über Nachhaltigkeit, Ernährungsweisen und unseren Umgang mit der Natur nachdenken. Was hat die Theologie zu den Tieren zu sagen? Höre jetzt den Podcast und Du wirst vieles Neues erfahren. Übrigens … nicht wundern … Hunde kommen im Interview auch zu Wort …. 😉 Institut für theologische Zoologie, Münster

Die Suche nach der Mitte

Die Suche nach „der Mitte“ beschäftigt seit Wochen die Medien – und besonders eine Partei, die sich selbst als „Partei der Mitte“ bezeichnet. Die hohe emotionale Brisanz, die durch unsere Geschichte bei diesem Thema mitschwingt, verdrängt für viele fast völlig, dass die „politische Mitte der Gesellschaft“ ein kleiner und auch sehr spezieller Akzent von Mitte ist – ohne Zweifel ein wichtiger. Denn eigentlich bezeichnet Mitte einen Ort im Raum oder auf einer Strecke. In meinem Alltag in der Praxis suche ich auch oft mit Menschen nach der Mitte. Dabei geht es eher um körperliche Fragen. Es geht um die Balance im Körper. Während meiner Arbeit in der Stimmtherapie spreche ich oft mit Menschen über ihren Stand, über ihre Aufrichtung auf den Füßen. Und auch da erlebe ich sehr körperlich: Es gibt Menschen mit einer klaren Mitte. Das Becken, der Schultergürtel, die Arme, der Kopf – alles ist symmetrisch angeordnet. Diese Menschen sind oft fest mit beiden Beinen auf dem Boden verwurzelt, sie sind nicht krumm und drohen nicht, leicht zu fallen. Die Mitte findet man …

Impuls am Sonntag: Max Südmark

Alter: 17 Jahre Beruf (momentane Tätigkeit): Schüler des 12. Jahrgangs der St. Ursula-Schule Hannover Was bedeutet Ihnen Glaube?: Mich auf die Liebe Gottes, die jedem einzelnen bedingungslos geschenkt ist, einlassen Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig?: ”Wer Gott nicht denkt, hat aufgehört zu denken” (Max Frisch) Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? “Laelius de amicitia” von Marcus Tullius Cicero. Das Buch führt einen in den Wert von Beziehungen im menschlichen Leben ein und veranschaulicht damit das grundlegende Bedürfnis nach Geborgenheit und Zuwendung, in diesem Beispiel durch Freundschaft.

Weihnachten im Februar?

Mein Vater, der 1919 in einem kleinen Dorf in der Eifel – unweit der Abtei Maria Laach – geboren ist, erzählte vor langer Zeit, dass in seinem Elternhaus die „gute Stube“ nur an hohen Feiertagen genutzt wurde. So kam es, dass einmal kurz vor Ostern, als die Stube für das bevorstehende Fest hergerichtet werden sollte, dort von Weihnachten noch der (inzwischen abgenadelte) Tannenbaum stand. Tatsächlich blieben bis zur Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils vielfach die Tannenbäume zwar nicht bis Ostern, aber bis zum 2. Februar stehen. Denn die Weihnachtszeit dauerte damals bis zum 2. Februar, dem vierzigsten Tag nach Weihnachten. Der Tag wurde im Volksmund oftmals Lichtmeß oder Mariä Lichtmeß genannt, weil bei Prozessionen Kerzen mitgetragen und gesegnet wurden. Was begehen wir am 2. Februar? Liturgisch wird an diesem Tag das Fest der Darstellung des Herrn gefeiert. Diesem Herrenfest liegen die biblischen Geschehnisse im Tempel von Jerusalem zugrunde, die der Evangelist Lukas berichtet: „Als sich für sie die Tage der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung erfüllt hatten, brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf, …

Georg Oberauer

Unser Musiker am Sonntag: Georg Oberauer

Georg Oberauer, M. Mus. Dozent für Orgel und Orgel-Improvisation an der Staatlichen Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Bruder hatte am Mozarteum in Salzburg Konzertfach Klarinette studiert, in der Kirche hörte ich viel Chor- und Orgelmusik und dann gab es diese alte Musikkassette mit Orchesterwerken von Mozart, die mich beeindruckt hat. Ich habe solange genörgelt, bis zu Hause ein Klavier stand und es kam dann mit acht Jahren zum Klavier- und mit elf Jahren zum Orgelunterricht. Letzteres Instrument war dann doch stärker und führte mich mit 15 Jahren als Jungstudent ans Mozarteum. Trotzdem blieb das Klavier als leichter „Schatten“ erhalten und es war immerhin mein Zweithauptfach an der Musikhochschule Stuttgart. Rückblickend war die Musik in den ersten 20 Jahren schlicht überlebensnotwendig. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Meine Lehrer – allesamt. Und auch manche gute Schüler und Studenten. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Als Kirchenmusiker sind mir Kirchen jeglicher Größe und Art vertraut. Die Hauskirche der …