Monate: Oktober 2018

Aus der Klosterküche: Apfelchutney

Apfelchutney In diesem Jahr gibt es besonders viele Äpfel, die zudem auch besonders viel Süße haben. Wohin mit allem Obst? Alle selber essen? Alle zu Apfelsaft verarbeiten? Apfelmus? Apfelkuchen? Apfelchips? Apfelpfannkuchen? Wie wäre es einmal mit einem leckeren Apfelchutney? Es passt sehr gut zu einem kräftigen Käse – vielleicht nimmst Du einen Bergkäse dazu. So hast Du schnell eine schöne und einfache Mahlzeit. Und wer möchte, gönnt sich dazu noch ein Glas Weißwein. Bon Appétit! Zutaten 1 El Öl 2 EL Apfelessig 2 Zwiebeln 1 kleines Stück Ingwer oder Ingwerpulver 2 El Zucker 3 Äpfel, ca.300 g 1 Tl Salz und etwas Chili Zubereitung Zunächst würfelst Du die Zwiebeln und dünstest sie in dem Öl an, bis dass sie glasig werden. Dann kommt der Ingwer und der Zucker hinzu und Du lässt alles zusammen karamellisieren. Abgelöscht wird dann mit dem Apfelessig. Nun kommen die Äpfel, in kleine Scheiben geschnitten hinzu und werden gedünstet. Nach ca. 10 – 15 Minuten (wenn eine leicht breiige Masse entstanden ist) fügst du noch das Salz und den Chili hinzu …

Hildegard Sanner

Impuls am Sonntag: Hildegard Sanner, Referentin kfd

Hildegard Sanner Alter 60 Jahre Beruf Diplom-Pädagogin, Referentin der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Diözesanverband Hildesheim Was bedeutet Ihnen Glaube? Ohne meinen Glauben an einen Gott, der Frauen nicht nach ihrem Geschlecht beurteilt, sondern allein nach ihrem Glauben, könnte ich meine Arbeit als Referentin der kfd gar nicht mehr ausüben. Ich denke nämlich nicht, dass die Benachteiligung von Frauen in der katholischen Kirche gottgewollt ist. Weil ich an Gerechtigkeit glaube, kann ich trotz Rückschlägen und Enttäuschungen durch die Amtskirche seit fast 30 Jahren an der Seite der Verbandsfrauen für die Gleichstellung von Frauen in der Kirche eintreten. Für mich persönlich versuche ich gerade, mich mit der mütterlichen Seite Gottes anzufreunden. Das ist gar nicht so leicht, wenn man mit einem männlichen Gottesbild aufgewachsen. Aber es ist auch eine sehr schöne Erfahrung. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? „Es is ja wie es is!“ aus „Frühstück bei Stefanie“ in NDR 2. Dieser Satz hilft mir oft, wenn die Realität mal wieder anders ist als ich sie gerne hätte. Er gibt mir etwas mehr Gelassenheit, mit …

Guten Appetit! Ernten und Essen

Guten Appetit! Ernten und Essen

Guten Appetit! Ernten und Essen Am Sonntag haben wir in unseren Kirchen Erntedank gefeiert. In vielen Gemeinden, auch in einer Großstadt wie Hannover, gibt es oft klare Traditionen und Gewohnheiten für dieses Fest. Teilweise wird der Altar mit verschiedenen Früchten geschmückt und ein besonderer Segen über die Gaben gesprochen. Fast vergessen in all diesem liturgischen „business as usual“ sind die Zeitungsmeldungen, die uns noch vor sechs Wochen beschäftigt haben: Die Bundesregierung sagte den Bauern in dieser Erntesaison eine Nothilfe in Höhe von 340 Millionen Euro wegen der erheblichen Dürreschäden zu und stufte das warme Wetter in diesem Jahr als „Schadensereignis von nationalem Ausmaß“ ein. Die errechnete Schadenssumme soll sogar bei dem doppelten Betrag liegen. Die Ernte bestimmte, ob ich satt werde Über viele Jahrhunderte prägt die Ernte eines Jahres auch im Wesentlichen die Speisen, die ich in der nächsten Zeit essen konnte. Früher hätte also eine solche Ernte auch Hunger und Not zur Folge gehabt. Von dieser Erfahrung sind alle biblischen Hinweise zur Ernte geprägt und sicherlich auch unsere Gewohnheiten des Erntedank. Für mich als …

Tybora Olevska

Unsere Musiker am Sonntag: Eugenia Olevska und Miroslav Tybora

Eugenia Olevska Wie bist Du zur Musik gekommen? Seit ich mich erinnern kann, war es mein größter Traum, ein Musikinstrument zu erlernen. Im Alter von 9 Jahren haben meine Eltern mich in eine Musikschule geschickt und das war für mich der Anfang meines Musik Lebens. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Obwohl mein Vater kein Musiker war, hat er die Musik immer geliebt und verstanden. Dadurch, dass er viele Konzerte mit mir besucht hat, konnte er mir die Liebe zur Musik näherbringen. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? In einer Kirche zu spielen ist immer etwas sehr Besonderes. Denn die ist der Ort, an dem Mensche die Nähe zu Gott verspüren können. Bei der Möglichkeit in einer Kirche zu spielen, bekomme ich das Gefühl, viele Menschen mit meiner Musik im Herzen berühren zu können, was mir eine große Freude bereitet. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Ich würde mich für die Epoche Barock entscheiden, denn dies ist …

Das Auge betet mit

Das Auge betet mit

Das Auge betet mit … so lautet der Titel eines Buches, an dem ich – zusammen mit drei weiteren Autoren – momentan in der Endphase arbeite. Dabei handelt es sich um ein Werkbuch für die Blumengestaltung von Sakralräumen im Kirchenjahr. Aus der Arbeit mit dem Buch, das viele Fotobeispiele zeigt, entstand die Idee, eine Küsterfortbildung im Bistum Münster zu diesem Thema zu machen. Und so war ich in der vergangenen Woche in einem katholischen Bildungshaus in Nordrhein-Westfalen, um mit etwa 70 Küsterinnen und Küstern zu arbeiten. Sakralräume erleichtern oder erschweren das Beten Im Park des Tagungshauses wurde nach 1960 eine Kapelle in Beton-/Glasbautechnik errichtet. Als ich diesen Sakralraum vergangenen Montag betrat, war ich – um es vorsichtig zu formulieren – nicht sehr angetan: ein dunkler, von Lampen nicht richtig ausgeleuchteter Raum. Eine recht große Glaswand in blauen und grauen Farbschattierungen gehalten, ließ ebenfalls kein richtiges Licht herein. Der Alter wirkte ein wenig lieb- und lustlos aufgestellt (und wackelte auch noch, wie ich bei einem Gottesdienst feststellte). Der Ambo stand mit der Pultseite an die Wand …