Monate: November 2016

Wie ich inneren Frieden finden kann

Wie ich inneren Frieden finden kann

Wie ich inneren Frieden finden kann Als ich vor einigen Jahren an einem Seminar teilnahm, kam es zu einem für mich wichtigen Dialog zwischen einer Teilnehmerin und der Kursleiterin. Bei diesem spirituellen Seminar ging es unter anderem auch darum, wie man sich emotional gut schützen kann, man könnte auch fragen: Wie ich inneren Frieden finden kann. Das war für viele ein sehr wichtiges Thema und auch mich interessierte das sehr. Wer macht nicht immer wieder die Erfahrung, dass andere Menschen in einem viel Wut und Missgunst auslösen, dass Menschen eine Atmosphäre aufbauen, die unangenehm und teilweise sogar aggressiv ist. Im Zug, im Wartezimmer bis hin zum ganz privaten Umfeld kann einem das passieren. Und ohne dass man viel dazu tun muss, dringt diese Atmosphäre in unser Inneres und verdunkelt unsere Stimmung, macht uns traurig, lustlos oder selber aggressiv. Wer mit Menschen arbeitet, wird das besonders gut kennen. Die Teilnehmerin stellte also genau diese Frage, wie kann man sich am besten emotional schützen. Die Antwort darauf hat mich seither nicht mehr verlassen und ist so lebendig …

Wunder Deines Wesens

Das Wunder Deines Wesens

Das Wunder Deines Wesens „Meine Sinne öffne mir, dass ich die Wirkung Deines Wesens wahrnehme“ Ps 119,18 Diesen Vers singen wir häufig in unserem Chorgebet. Vor kurzem erst ist mir aufgegangen, wie wichtig mir diese Bitte geworden ist. Wenn ich mich in Gedanken oder Gefühlen verliere, sind mir meine Sinne hilfreich, mich wieder zu finden. Die Umgebung und meinen Körper mit meinen Sinnen bewusst wahrzunehmen gibt mir Halt in der Unruhe meines Geistes. Die sinnliche Wahrnehmung verbindet mich mit meinem tiefen Grund. Wie ein Anker dem Boot Ruhe und Halt im unruhigen Meer gibt, schenkt mir das sinnliche Wahrnehmen einen Orientierungspunkt und Ruhepol im gedanklichen und emotionalen Chaos. Es gibt Situationen, in denen ich nur das Negative sehe und immer wieder gedankliche Schleifen um die herunterziehende Thematik ziehe. Meine Gedanken kreisen darum, wie ich hätte reagieren sollen, wenn ich von meiner Reaktion in einem Gespräch enttäuscht bin. Sie kreisen darum, wie ich dem anderen demnächst einmal deutlich die Meinung sagen könnte. Sie kreisen um Ängste, um das, was es noch alles zu tun gibt und …

Einen langen Atem haben

Einen langen Atem haben

Einen langen Atem haben Wer in der Voßstraße einen Laden aufmachen will, der muss einen langen Atem haben. Diesen Satz habe ich oft zu hören bekommen vor fünf Jahren, ehe wir unseren Klosterladen aufgemacht haben. Nun ist es schon anderthalb Jahre her, dass wir unseren kleinen Laden wieder schließen mussten. Und doch denke ich als Atemtherapeut mit Schmunzeln an diesen Satz: Ob wir in Bezug auf unseren Klosterladen einen genügend langen Atem hatten, darüber mag man geteilter Meinung sein. Ich glaube schon, dass ich einen ziemlich langen Atem habe. Zu mindestens sind meine Messwerte ziemlich ordentlich. Ausdauer als „langer Atem“? „Einen langen Atem haben“ oder „einen langen Atem brauchen“ ist in unserer Sprache zu einer Redewendung geworden. Überraschend ist allerdings, dass diese Redewendung von vielen nur noch im übertragenen Sinne gebraucht wird, als Synonym für „Ausdauer haben“ oder „geduldig sein“. Besonders, wenn diese Redewendung im Zusammenhang mit Dingen verwendet wird, die mehrere Monate oder Jahre dauern, gibt es gefühlt keinen Bezug zur Atmung mehr. Aber, wo gibt es Menschen mit einem langen Atem im ursprünglichen …

Haus Gries

Stadtmönche on air: Haus Gries

Haus Gries Das Haus Gries gilt gewissermaßen als das „Mutterhaus“ der Kontemplation in Deutschland. Franz Jalics, der Begründer des Hauses Gries, hat mitten in eigener leidvoller Erfahrung die Kontemplation für sich entdeckt und einen Weg dahin entwickelt. In seinem Buch: Kontemplative Exerzitien“ gibt er eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Ich sprach mit den beiden Leitern des Hauses, P. Joachim Hartmann und Frau Annette Clara Unkelhäußer.     Adresse: Haus Gries Gries 6 96352 Wilhelmsthal Kontakt: Telefon: 09260/220 Telefax: 09260/6755 E-Mail: info@haus-gries.de Internet Anfahrt mit dem Auto aus Richtung München (A9/A73), Regensburg (A3/A73) und Nürnberg (A73) oder aus Richtung Würzburg (A7/A70), Kassel/Schweinfurt (A70) jeweils bis AB-Kr. Bamberg (Ausfahrt 17) Im AB-Kr. Bamberg auf die A73 Richtung Coburg/Kronach bis Ausfahrt Lichtenfels-Süd. Dort auf die B173 Richtung Hof, bleiben bis Kronach, am Ortseingang auf der A173 rechts halten Richtung Hof. Nach der Bahnüberführung links abbiegen Richtung Tschirn. Geradeaus weiter bis Steinberg. An der ersten Ampel in Steinberg befindet sich rechts hinter der Kreuzung ein Schild Richtung Trebesberg/Gries. Dort links abbiegen. Das Haus Gries befindet sich nach ca. 2 km auf der …

Roger Cericius

Impuls am Sonntag: Roger Cericius

Roger Cericius, 46 Jahre alt, Sternzeichen Jungfrau arbeitet in der Unternehmenskommunikation der VGH Vorsitzender des Freundeskreises Hannover e.V.   Beruf (momentane Tätigkeit): Journalist und Rundfunkredakteur, Kommunikationsspezialist, Jetzt Leiter des Verbindungsbüros der VGH Versicherungen Was bedeutet Ihnen Glaube? Mein protestantischer Glaube ist einer der zentralen Treiber meines Lebens. Die eigene Vergänglichkeit und die damit verbundene Hoffnung auf eine bleibende Stadt ist ein großer Trost und eine Freude. Die Gemeinschaft der Menschen und die persönliche und selbstbestimmte Ausübung meines Glaubens sind für mich wichtige Elemente unseres christlichen Miteinanders. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Die Sätze wechseln, weil sich die Lebenssituationen und Gefühlslagen ständig wechseln. Aktuell stecke ich in verschiedenen Veränderungsprozessen, deshalb würde ich den folgenden Satz gerade besonders hervorheben. „Sei bereit deine Sichtweisen jederzeit zu überdenken“ Das ist schnell gesagt aber nur mit großer Mühe umzusetzen. Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Ich lese gerade das neue Buch des bekannt Sozialpsychologen Prof. Harald Welzer. In „Die smarte Diktatur“ geht es um die Frage, warum die voranschreitende Digitalisierung einen so großen …

Wallnuss-Tomaten-Brot

Wallnuss-Tomaten-Brot Brot backe ich sehr gerne und ich liebe Hefeteig, weil er so lebendig ist, sich verändert und wunderbar duftet – schon vor dem Backen. Dieses Rezept ist wirklich nicht schwer und wenn Du den Teig während der Ruhezeit an einen warmen Ort stellst, dann geht er herrlich auf. Zutaten – 180 Gramm Weizenmehl – 150 Gramm Vollkorndinkelmehl – 1 halber Würfel Hefe – 150 ml lauwarmes Wasser – 5 El Olivenöl – 2 Teelöffel Zucker – 1 1/2 Tl Salz – 1 Handvoll Walnüsse – Ca. 8 getrocknete eingelegte Tomaten Gib das lauwarme Wasser und den Zucker in einer Schüssel und brösel die Hefe dazu. Nach ca. 15 Minuten hat sich die Hefe aufgelöst. Rühre danach mit einem Holzlöffel das Mehl unter und knete den Teig ordentlich durch. Zerkleinere die Walnüsse zu groben Stücken, schneide die eingelegten getrockneten Tomaten klein (lasst das Öl abtropfen) und knete alles zusammen mit dem Salz unter den Teig. Lass den Teig in der Schüssel mindestens 45 Minuten gehen. Knete den Teig danach auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals durch, …

Niemand ist vergessen! Eine Einladung

Wer bereits Freunde und Familienangehörige verloren hat weiß, wie wichtig und wohltuend das Gedenken der Toten sein kann. Auch wir in der Cella möchten dem mehr Raum geben. Daher laden wir am 19.11.2016 um 20.00 Uhr zur Lichtfeier „Niemand ist vergessen“ Vigil für unsere Verstorbenen, ein. Dieser Abend wird etwas Besonderes bieten: die Namen der Verstorbene sollen zu Klang werden und damit die Verbundenheit und die Liebe. Deshalb laden wir Dich ein, uns die Namen der Verstorbenen zu nennen, der Menschen, derer Du Dich in besonderer Weise verbunden fühlst. Jeder Name soll solistisch besungen werden und so zu Klang werden, zu einer Resonanz, einer Schwingung in diese Welt hinein. Du kannst uns an dem Abend selber den Namen auf eine bereitliegende Karte schreiben, oder nennst Sie uns bereits vorher. Musikalisch wird dieses Lichtfeier auch Elisabeth Schwanda auf der Blockflöte mitgestalten.

Unsere Musiker am Sonntag: Mund Trio

Unsere Musiker am Sonntag: Mund Trio Als ich 10 Jahre alt wurde, besuchte ich ein Internat in Bayern. Dort wurde auch in bayerischer Tradition Musik gepflegt. Eigentlich wollte ich Klavier lernen, aber es wurde eine Klarinette für das Bläserquartett gesucht. Und das wurde dann auch mein Instrument. Ein Instrument zu lernen und gemeinsam zu musizieren habe ich dann auch an meine Kinder weitergegeben. Das Klarinettespielen blieb nach der Schule etwas auf der Strecke, Klezmer hat es mir dann so angetan, dass ich wieder zum Instrument griff und seither in verschieden Formationen gespielt habe. Der Einfluss dieser Musik war sehr groß. Meine Söhne sind von vielen Stilen beeinflusst, die zu ihrer Jugend gehören, besonders denke ich, dass Hip Hop einen großen Einfluss hat. Aber ihre Offenheit – auch für die Musik des Vaters – führte uns dann zusammen. In Kirchen zu spielen gehört seit meiner Jugend dazu. Die ersten Auftritte mit der Klarinette waren die ersten “Jazz-Messen“, die es gab (‚Schaut nicht hinauf!‘ usw.), später das Spielen in Gruppen, die sich der Musik in sog. Jugendmessen verschieben hatten. Besonders schätze ich die Atmosphäre in dem schönen Gottesdienstraum mitten in Großstadt …

Bücher meines Lebens

10 Bücher meines Lebens

10 Bücher meines Lebens Für einen Mönch gehört es eigentlich dazu, auf dem Nachttisch immer mindestens ein Buch liegen zu haben. Das ist zumindest meine feste Überzeugung. Und ich meine jetzt nicht einen spannenden Krimi oder einen dicken historischen Roman, auch keine klassische Literatur. Was ich meine sind Bücher, die philosophische, theologische oder spirituelle Themen berühren und mir helfen, mich damit intensiver auseinander zu setzen. So kann ich für mein Leben sagen, dass an wichtigen Weggabelungen mich immer auch Bücher begleitet und nicht selten Entscheidungen vorbereitet haben. Sie haben mir Leben gedeutet, mich zum Nachdenken angeregt, mich berührt, Sehnsucht geweckt und ein Bild von Zukunft, von Gott und von dem, was danach kommt, entworfen und für möglich erklärt. Ja, ich brauche Bücher – noch immer. Auch wenn ich bei weitem nicht mehr so viel lese wie früher. Es gibt so wenig wirklich Neues in diesen Themenfeldern. Ich möchte Dir hier meine zehn Bücher vorstellen, die mich bewegt haben, die mir an wichtigen Abschnitten meines Lebens treue Begleiter waren und die mir halfen, mein Leben zu …