Monate: November 2015

Spirituelle Orte in Hannover

Ein neuer Ort, neue Erfahrungen, neue Menschen: in unserer Reihe „Spirituelle Orte in Hannover“ habe ich die Rosenkreuzer in der Striehlstraße besucht. Ich selbst kannte zwar das Wort Rosenkreuzer, hatte jedoch nur wenige Vorstellungen von dem, was sich dahinter verbirgt. Ich wusste allerdings, dass dieser Weg der Suche zu den esoterischen christlichen Wegen gehört. Hier darf man jetzt nicht alles, was heutzutage als esoterisch bezeichnet wird in einen Topf tun. Esoterik ist zunächst eine spirituelle Lehre, die nach innen führt und im Verborgenen geschieht. Hör einfach selbst in diesen Podcast hinein – auch wenn Du vielleicht in dem ein oder anderen Fall anderer Meinung sein solltest: von solchen Begegnungen auch via Podcast kann man immer etwas mitnehmen. Viel Freude und Inspiration wünsche ich Dir dabei – und gib mal Rückmeldung, wie es Dir gefallen hat. Hier das Interview:  

Gottesdienst zum ersten Advent

Am Sonntag wird um 18.00 Uhr unser Gottesdienst zum Advent stattfinden. Wie gewohnt in Form eines Ite-missa-est-Gottesdienstes, das heißt mit Musikern, die an drei Stellen im Gottesdienst spielen werden. Und als Vorbereitung wieder unsere Evangeliumswolke vom sonntäglichen Tagesveangelium27. Die für Evangelien ungewohnte Darstellung verbirgt vielleicht die ein oder andere Erkenntnis.

„Ich bete für Dich.“ – Menschwerdung der Barmherzigkeit

„Ich bete für Dich!“ Wer in den vergangenen Wochen unterwegs Kirchen besucht hat, wird sich nicht nur an der schönen, zu Gottes Ehren gestalteten Architektur erfreut haben, sondern in diesen Kirchen auch oft ein sogenanntes Fürbittbuch vorgefunden haben. Diese Bücher, in denen Bitten und Anliegen von vie-len Menschen aufgeschrieben werden, ziehen mich immer wieder an: Darin sind die Nöte und Ängste, aber auch die Freude und der Jubel der Menschen nachzulesen. So haben diese „Gebetbücher“, die auszugsweise auch in die Fürbitten der Ortsgemeinde miteinbezogen werden, viel mit dem alttestamentli-chen Buch der Psalmen gemein. Im Psalter sind alle menschlichen Empfindungen und Regungen enthalten – ebenso in den Fürbittbüchern. Warum schreiben Menschen Ihre Bitten und Anliegen auf? Vielleicht, weil sie auf das stellvertretende Gebet vertrauen: Das, worum ich bete, lesen andere Menschen und nehmen es mit in ihr Gebet hinein.Füreinander zu beten ist eine Jahrhunderte lang ge-übte, benediktinische Tradition, die der heilige Benedikt im 67. Kapitel seiner Regel grundgelegt hat, wenn er schreibt, dass beim letzten Gebet des Gottesdienstes immer aller Abwesender gedacht werden solle (RB 67,2). Impliziert …

Aus der Klosterküche: Glühweinkuchen

Am Samstag hatten wir ja den ersten Klosterkaffeeklatsch und da musste natürlich auch leckerer Kuchen her. Ich fand diesen Glühweinkuchen schon beim Lesen ganz vorzüglich und es bewahrheitete sich dann auch nach dem Backen. Er ist super einfach zu machen – einfach alles in die Schüssel – und er wird Dir schmecken: Glühweinkuchen 250 g Margarine 200 g Zucker 4 Ei(er) 1 Pkt. Vanillezucker 1 Pkt. Backpulver 1 Prise(n) Zimt, Nelken, Muskat, Salz 200 g Mehl 50 g Haselnüsse, gemahlene 20 g Kakaopulver 50 g Schokolade – Streusel 125 ml Wein (Glühwein oder Rotwein) etwas Rumaroma Tee (Malventee) Wein (Glühwein oder Rotwein) Puderzucker Wie gesagt, alle Zutaten bis einschließlich dem Rumaroma in eine Rührschüssel geben und solang rühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Dann den Teig in eine gut eingefettete Gugelhupfform geben und eine Stunde lang bei 175°C ausbacken. Danach auskühlen lassen, aus der Form nehmen (klappte bei mir tadellos – habe aber auch wirklich richtig gut eingefettet!!) und dann aus Tee, Glühwein und Puderzucker einen festen Guss anrühren und über den Kuchen geben. …

Aufatmen – mit Gott gehen Teil 1

Aufatmen – mit Gott gehen Nach der Knechtschaft und dem Auszug Israels hatte Jahwe seinem Bundesvolk seinen Bund angeboten und ihm mit den Zehn Geboten eine Richtschnur für ein geordnetes Leben an die Hand geben wollen. Doch die Israeliten hatten sich ein Goldenes Kalb gegossen, um einen „Gott“ vor Augen zu haben. Mose entbrannte daraufhin vor Zorn, zerschmetterte die steinernen Tafeln mit der Bundesurkunde, verbrannte und zerstampfte das Götzenbild … Dennoch erneuerte Jahwe seinen Bund mit den Israeliten, zog mit ihnen durch die Wüste und führte sie ins gelobte Land! Dass die Israeliten diese Wüstenwanderung nicht ohne Murren machten, versteht sich von selbst: Wann haben Menschen je Mühen auf sich genommen ohne zu murren! (Ein Grundübel, vor dem zum Beispiel der heilige Benedikt in seiner Mönchsregel immer wieder warnt.) Dabei ist der Gott Israel mit seinem Volk auf dem Weg, wie wir am Ende des Exodusbuches lesen können: Mose hatte das Offenbarungszelt aufgerichtet, in dem die Bundesurkunde in der Lade verwahrt wurde: „So vollendete Mose das Werk. Dann verhüllte die Wolke das Offenbarungszelt und die …

Aufatmen – mit Gott gehen Teil 2

Aufatmen – mit Gott gehen Im ersten Artikel ging es um die Gegenwart Gottes, wie sie im Alten Testament dargestellt und verstanden wird. Wenden wir uns nun dem Neuen Testament zu. Hier wird ein anderes Bild für die Gegenwart Gottes unter den Menschen benutzt: „Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprac26h: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und …

Dienstag nach Paris

Dienstag nach Paris Ich wollte heute eigentlich einen anderen Beitrag veröffentlichen, ich habe ihn auch schon fertig – aber ich kann es nicht. Mir fällt es schwer hier einfach so weiter zu machen. Klar, das Leben geht weiter und irgendwann werden wir allen zu unserem ganz “normalen” Alltagsleben zurückfinden. Vielleicht hast Du selber schon wieder zurückgefunden – jeder hat da eigene Rhythmen und Formen mit dem Schrecklichen umzugehen. Die ersten traurigen und wütenden Emotionen liegen hinter mir – heute werde ich um 12.00 Uhr schweigen. Was aber geschieht danach, was werde ich danach mach. Klar, ich muss noch zur Post, das ein oder andere muss ich noch schreiben: das Leben geht ja weiter. Was aber wird bleiben? Was wird sich bei mir ändern? Angst um mein Leben habe ich nicht – das hatten die Opfer in Paris, Beirut oder sonst wo vermutlich auch nicht – bis zur besagten Stunde. Ich kann und will mir auch nicht alle Sendungen zu dem Thema angucken. Ich bin schon hypnotisiert genug und muss eher schauen, wieder zu Verstand und Sinnen …

Geburtstag von Auguste Rodin

Heute ist der Geburtstag von Auguste Rodin, der uns so wunderbare Skulpturen hinterlassen hat wie „Der Denker“ oder „Der Kuss“ oder „La Cathédrale“. Jede seiner Skulpturen berühren, sind Ausdruck von Hingabe, offenbaren Herz und Seele. An seinem Geburtstag lässt uns ein Video quasi zuschauen, wie er vielleicht zwei liebende Hände gezeichnet hätte. Eine Meditation in Bleistiftstrichen.

Klostergespräch: Dankbarkeit als spirituelle Kraftquelle

Die katholische Akademie Jakobushaus und die Mönche der Cella Sankt Benedikt laden zum Klostergespräch zum Themenkreis Glauben im veränderten gesellschaftlichen Umfeld ein. Prof. Dr. Henning Freund von der  Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg spricht zu dem Thema: „Dankbarkeit als spirituelle Kraftquelle und Resilienzfaktor“. In vielen Untersuchungen hat sich gerade die Haltung der Dankbarkeit als wichtige Haltung für die Entwicklung von Zufriedenheit und Glück gezeigt. Dass Dankbarkeit auch eine spirituelle Kraft ist, wird Prof. Dr. Freund an diesem Abend deutlich machen und erläutern. Nach dem Impulsreferat lädt er zu einem Gespräch und Austausch ein. Dieses Klostergespräch findet statt am Mittwoch, dem 11. November, 18.45 bis 20.50 Uhr in den Räumen der Cella Sankt Benedikt, Voßstraße 36. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

10 Wege ins Glück

10 Wege ins Glück Ich hatte ja schon ein paar mal über das Glück geschrieben. Heute möchte ich Euch 10 Haltungen oder Aktivitäten vorstellen, die Euch Glück bringen werden. Manche habe ich selber mühevoll lernen müssen, sind mir aber heute wichtige Begleiter in meinem Leben. Wege ins Glück bedeutet auch, dass solche Haltungen Prozesse sind, die einer Entwicklung unterliegen. Das heißt, Du musst sie nicht gleich in Vollendung und Perfektion leben – und es heißt auch: Du kannst Sie gar nicht in Perfektion leben. Wir können uns immer nur darum bemühen und Haltungen einüben. Mach Dir also bitte keinen Stress! Aber gut, fangen wir an: 1. Sei Dir Deiner Werte bewusst Wenn Du weißt, was Dir wichtig ist und wenn Du weißt, nach welcher Maxime Du leben möchtest, dann wird es Dir in schwierigen Situationen leichter fallen zu wissen, wie Du handeln möchtest. Es ist eine furchtbare Entdeckung zu merken, wie weit man eigenen Wertvorstellungen in wichtigen Fragen zurückgeblieben ist. Aber wenn Du sagen kannst: Ich bin mir treu geblieben, dann wird es Dir deutlich …