Glaube
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Aufatmen – mit Gott gehen Teil 2

Aufatmen – mit Gott gehen

Im ersten Artikel ging es um die Gegenwart Gottes, wie sie im Alten Testament dargestellt und verstanden wird. Wenden wir uns nun dem Neuen Testament zu. Hier wird ein anderes Bild für die Gegenwart Gottes unter den Menschen benutzt: „Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprac26h: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein. Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln. Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore. Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.“ (Offb 21,2‐7.9a.10‐14) Das Bild der heiligen Stadt, das himmlische Jerusalem, ist wunderschön bildlich dargestellt im vom Bischof Hezilo im 11. Jahrhundert gestifteten Radleuchter des Hildesheimer Mariendoms, der seit der Wiedereröffnung des Doms im Jahr 2014 an seiner ursprünglichen Stelle inmitten des Langhauses aufgehängt wurde. Wenn ich des Mittags bei der Arbeit innehalte und zum Mittagsgebet in den Dom gehe, setze ich mich immer bewusst unter diesen Radleuchter. Er verdeutlicht mir, dass Gott inmitten seines Volkes gegenwärtig ist, dass Gott auch bei mir ist. Ich muss vieles bedenken, planen, tun – aber ich bin dabei nicht allein: Ein tröstender Gedanke, der mich aufatmen lässt.

Was tröstet Dich bei allem Tun und Arbeiten, was gibt Dir Kraft für Deine Engagements? Einfach als Kommentar posten.

  • Astrid sagt:

    hallo….wunderbare Worte aus der Offenbarung- danke!
    …Nicht, dass ich alles verstehen würde, das will ich nicht behaupten
    Ja, grade heute habe ich während des Dienstes im Pflegeheim , bei einem schlimmen Notfall, versucht, mir diese Gegenwart einfach ins Herz hinein zu rufen, auch für den Betroffenen ,
    auch wenn die Zeit dazu -bewusst-manchmal nur ein paar Sekunden währt, weil man einfach gefordert ist vor Ort.
    Und doch, eigentlich ein wahnsinnig großer Gedanke, unfassbar, auch in solchen Momenten letztlich Ihn an unsrer Seite zu wissen, und vielleicht noch näher
    Mir fällt dann auch oft das Wort von Paulus ein :in Ihm leben, weben und sind wir…egal in was für irdischen Momenten, beides , ganz geerdet in aller Unzulänglichkeit oft, und doch einen Atemzug Himmel nehmen können, einfach so..für den nächsten Schritt
    Vielen Dank , ich freue mich über weitere Impulse…. es ist so schön, Anderen auf diese Art irgendwie zu begegnen,
    Astrid

  • Corinna Stahr sagt:

    Hallo, mir gibt es immer Kraft das ich nie mit allem alleine bin. Gott hat mich sehr schön begleitet in den schwierigen Zeiten meines Lebens. Ich kann darauf vertrauen und er hat mir immer geholfen wenn es nötig war. Es ist schön das er immer da ist…

    Kraft, Vertrauen und Trost geben mir auch oft ältere Menschen, da viel Lebenserfahrung und Weisheit in sich tragen.

    Letzte Woche war ein schwerkranker Herr aus dem Heim bei mir der Speiseröhrenkrebs hat. Man sah das ihm alles schon sehr schwer viel. Wir erzählten gegenseitig und hielten uns einfach an den Händen ganz fest und eine lange Umarmung. Das war ein ganz berührender Moment der uns beiden viel Kraft gegeben hat. Manchmal muss man nicht viel sagen um sich zu verstehen.

    lg Corinna