Monate: Mai 2021

Unser Musiker am Sonntag: Vladimir Gorup

Wie bist du zur Musik gekommen?Als kleiner Junge von ungefähr 7 Jahren habe ich mich einmal in den Fluren meiner Grundschule verlaufen und bin versehentlich im Musikraum gelandet. Dort habe ich auf dem Klavier geklimpert. Die Musiklehrerin hat mich gehört und war der Meinung, ich soll eine Musikschule besuchen. Mit 9 Jahren war es dann auch soweit.Wer hat dich musikalisch am meisten beeinflusst?Johann Sebastian Bach, Maria Callas und Sergiu Celibidache. Was bedeutet es für dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?Im Laufe meiner Konzerttätigkeit bin ich zur Überzeugung gekommen, daß die Akustik in einer Kirche fast ideal für Akkordeon ist. Ich hatte schon das Glück, in der Kirche Sankt Cella Benedikt spielen zu dürfen, und war von der Akustik und Atmosphäre sehr angetan.Stell dir vor, die Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischer Epoche möchtest du einmal eintauchen?In Italien am 24. Februar 1607, am Tag der Uraufführung der Oper L’Orfeo von Claudio Monteverdi.

Unser Musiker am Sonntag: Andreas Bruckhardt

Andreas Burckhardt, Saxophon Wie bist Du zur Musik gekommen? Ich habe mit Violine u. Klassik begonnen, aber das Hören einiger für mich unglaublich inspirierender Saxophon-Aufnahmen haben mich zu einem Jazz-Saxophonisten werden lassen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Das waren Musiker wie Jan Gabarek, John Handy, Bernd Konrad und viele Aufnahmen, die man heute als Weltmusik bezeichnet. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Ich bin schon seit vielen Jahren musikalisch mit der Kirche verbunden. Die spirituelle Energie und der Klang eurer Hauskirche ist immer wieder sehr inspirierend. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Das wären auf jeden Fall die energiegeladene Jazz-Musik der 60er Jahre und die mittelalterliche sakrale Musik.

Wie schaffst Du eine Atmosphäre des Mitgefühls

Was braucht die Welt und was kann ich ihr geben? Und was brauchst Du und was kannst Du Dir selber geben? Ich glaube, dass wir insgesamt mehr Mitgefühl brauchen – für uns selbst und für andere. Das ist es, was wir wieder lernen müssen. In dieser Episode zeige ich Dir kleine Schritte auf, wie Du um Dich eine Atmosphäre des Mitgefühls aufbauen kannst. Ein wunderbares Geschenk an Dich und Deine Umgebung. Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.podcaster.de zu laden. Inhalt laden

Unser Musiker am Sonntag: Alon Sariel

Alon Sariel Wie bist Du zur Musik gekommen? Meine Eltern sind zwar nicht Musiker, wollten aber, dass wir (ich und meine vier Geschwister) musikalische Grundlagen lernen. So gab es im Haus ein Klavier, worauf meine Schwester musiziert hat, die Gitarre von meinem älteren Bruder, einige Blockflöten, ein Akkordeon etc. Als das jüngste Kind im Haus, war mir klar, dass ich ebenfalls Musik machen möchte. Wahrscheinlich habe ich – um mich von den anderen abzugrenzen – mit der Mandoline angefangen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Hier tue ich mich schwer, musikalisch von nicht-musikalisch zu trennen. Sehr viele Menschen und Ereignisse haben meinen Weg begleitet, Lehrer, Kollegen und auch Schüler. Ein gewisser Teil gehört dem Zufall, der andere dem Höheren. Wenn ich aber tatsächlich versuche die Person, die mich musikalisch am meisten beeinflusst hat, zu finden, stelle ich etwas eigenartiges fest: Das ist bestimmt meine Lebenspartnerin, die nicht Musikerin ist, aber eine Tür gefunden hat, zu all meinen Lebensbereichen. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Oft …

Wie im Himmel…

Für manche fühlt es sich wie im Himmel an, wenn sie wieder das erste Bier im Biergarten oder den ersten Kaffee im Außenbereich eines Restaurants auf dem Marktplatz trinken dürfen. Wir hier in der Region Hannover müssen – zumindest zu dem Zeitpunkt, an dem ich diesen Artikel schreibe – noch ein wenig warten. Aber die Hoffnung wächst von Tag zu Tag, dass die Inzidenzzahlen auch hier unter 100 sinken und all dies dann auch in Hannover möglich wird. Ein Stück Himmel auf Erden? Und das pünktlich zu Christi Himmelfahrt, dem Tag, der unter dem Etikett „Vatertag“ in der alltäglichen Gewohnheit für viele nur ein alkoholreicher Wandertag in Gruppe geworden ist? Eine Welt, in der nichts, was wir kennen, so ist, wie wir es kennen. Ich denke in diesen Tagen häufig an einen Satz von Alexander Geers, den er in einem Interview vor seinem Weltraumflug im Jahr 2014 gesagt hat: „Wir treten ja in eine unbekannte Welt ein, in der wirklich nichts, was wir kennen, so ist, wie wir es kennen.“ Das sagt einer, der beauftragt …

Musikerin am Sonntag: Ellen Wegner, Harfe

Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Vater hat Klavier und Geige gespielt und war Chorleiter, meine Mutter hat gern gesungen – es gehörte für sie zur Grundausbildung ihrer Kinder, daß sie ein Instrument lernen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Es gibt keine einzelnen Personen, denen ich einen besonders großen Einfluß zuschreiben würde – für mich war die Vielseitigkeit meiner musikalischen Aufgaben prägend. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Musik in der Kirche ist frei von gelegentlichen unangenehmen Nebenerscheinungen im Konzertwesen – z. B. überzogenem Eventcharakter, übertriebenem Virtuosentum („wer spielt noch schneller?“). Es geht um das Wesentliche in der Musik, um ihren Gehalt, um Stimmungen, um thematische Bezüge, um die Eigenschaft der Musik, die Seele direkt anzusprechen und die Gelegenheit, das gesprochene Wort nachwirken zu lassen, weshalb ich besonders gerne musikalisch-literarische oder andere thematische Zusammenhänge herstelle. Nicht zuletzt betreten die Zuhörer in der Regel eine Kirche in einer anderen Stimmung als einen Konzertsaal und die Akustik ist häufig besonders gut. Zu all dem kommt …

„Meinen Bogen setze ich in die Wolken.“

Vor einigen Wochen hat das Verbot der Glaubenskongregation, homosexuelle Paare zu segnen, vor allem in Deutschland hohe Wellen geschlagen. Als Reaktion auf die Meldung aus Rom tauchten gleichsam als Protest an vielen Kirchen Regenbogenfahnen auf. Diese sind ja seit den 1970-er Jahren ein internationales schwul-lesbisches Symbol. Nicht wenige Engagierte der LGBT-Gemeinde sahen darin eine Vereinnahmung „ihrer“ Fahne. Der Regenbogen Gottes Wer vor dem Portal unserer Hauskirche steht, sieht über dem stilisierten Regenbogen, der sich über beide Seiten der Tür zieht, zunächst hebräische Buchstaben: das Schema Jisrael – „Höre, Israel! Der HERR, unser Gott, der HERR ist einzig.“ (Dtn 6,4). Und unter dem Regenbogen liest man: „Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen: Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und euch.“ (Gen 9,13). Dieses Bundeszeichen besiegelt nach der Sintflut den erneuten Bund Gottes mit den Menschen. So nimmt der Regenbogen als Zeichen des Friedens zwischen Mensch und Gott eine altorientalische Tradition auf, …

Unsere Musiker am Sonntag: Leonhard Brandstetter und Roland Baumgarte

Unsere Musiker am Sonntag:Leonhard Brandstetter Wie bist Du zur Musik gekommen? Ich komme aus einer von der Kirchenmusik geprägten Familie. Mein Vater war Stadtkantor an der Marktkirche Hannover. Jeder sucht sich im Leben seinen ganz eigenen Weg und behält doch seine Wurzeln bei. So habe ich für mich ein ganz anderes Musikinstrument nämlich die Gitarre gefunden. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Das kann ich nur schwer beantworten. Musik ist für mich eine Sprache. Immer wenn ich Musik auf den Punkt gebracht erlebe, versuche ich diese „Worte“ in mein Repertoire aufzunehmen. Das kann eine kleine Verzierung oder eine interessante Artikulation sein… Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Der kirchliche Raum ist für mich einer der häufigsten Auftrittsorte. Ich erlebe dabei die Gitarre immer wieder als ein besonders meditatives Instrument, das die Andacht vertieft. In der Cella spiele ich schon seit vielen, vielen Jahren immer wieder gern, da hier Freiheit sehr groß geschrieben ist und ich mich „zuhause“ fühle. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In …