Alle Artikel mit dem Schlagwort: Aktuell

Von der Religion der guten Absichten

Von der Religion der guten Absichten Gut, der Titel ist etwas stelzig, ich weiß. Aber es geht ja auch um einiges. Die letzten Wochen haben mir so manche Erkenntnis gebracht und manche kritische Haltung an den gängigen religiösen und kirchlichen Verhaltensweisen noch verstärkt. Und genau davon möchte ich Dir berichten. Das wird keine philosophisch und wissenschaftlich ausgearbeitete und verifizierte Abhandlung werden, sondern eher Bruchstücke oder Fragmente. Was nicht heißt, dass solche Stücke nicht auch eine hohe Evidenz besitzen können. Das ewige Müssen und Sollen Über die Last an der kirchlichen Sprache muss ich nicht viel schreiben – es wird uns allen so ergehen. Manches hat sich verbessert – bei weitem nicht alles. Mir geht es jedoch, wenn ich über die Religion der guten Absichten spreche, und hiermit meine ich das Christentum insgesamt, vor allem darum: Die kirchlichen Verlautbarungen, die vielen Predigten, die ich in meinem Leben bereits gehört habe und hören musste, die Vorträge und Artikel, sie lassen sich meistens auf einen strukturellen Nenner bringen – sie ermahnen, appellieren, fordern, empfehlen, drängen darauf, treten auf …

Wir müssen noch viel lernen…

Wir müssen noch viel lernen… Bei der Lektüre des Buchs „Heute im Blick. Provokationen für eine Kirche, die mit den Menschen geht“ von Martin Werlen, der von 2001-2013 der 58. Abt des Klosters Einsiedeln in der Schweiz war, und der unseren Konvent von Königsmünster am Beginn dieses Jahres als Exerzitienmeister begleitet hat, fand ich ein bemerkenswertes Interview. Der honduranische Kardinal Rodriguez, von Papst Franziskus 2013 zum Koordinator eines achtköpfigen Kardinalsrates, das den Papst in weltkirchlichen Fragen beraten soll, ernannt, hat dem Kölner Stadtanzeiger am 17. Januar 2014 ein Interview gegeben, bei dem er über den damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, gesagt hat: „In seiner Mentalität gibt es nur richtig oder falsch, das war’s. Aber ich sage: Die Welt, mein Bruder, die Welt ist nicht so. Du solltest ein wenig flexibel sein, wenn du andere Stimmen hörst, damit du nicht nur zuhörst und sagst: Nein, hier ist die Wand. Er hat noch viel zu lernen.“ Ich muss noch viel lernen… Da ist Kardinal Müller wohl nicht allein. Abgesehen davon, dass er nicht mehr …

Gesetz des Ausgleichs – Podcast

Gesetze gibt es nicht nur im Recht und den Naturwissenschaften. Tatsächlich gibt es Gesetzmäßigkeiten auch im Leben. Es ist sicherlich sinnvoll, vorsichtig mit solchen Gesetzen zu sein, weil sie schnell zu Vereinfachungen führen und alle über einen Kamm scheren. Doch mit dem Gesetz des Ausgleichs verhält es sich wirklich etwas anders. Hier wird ein ganz grundlegender Mechanismus des Lebens offen gelegt und verdeutlicht. Die Kenntnis davon kann helfen, menschliches Verhalten viel besser zu verstehen und gibt Dir zudem die Möglichkeit, gezielter zu reagieren und Lebensprozesse zu beeinflussen.  

10 Übungen für Deinen Alltag

10 Übungen für deinen Alltag – reloaded

Ich will jetzt nicht stöhnen über die Hektik dieser Welt, den Druck in der Arbeitswelt, der selbst das Kloster nicht ganz unverschont lässt. Ich will nicht stöhnen und mich nicht beklagen, dass es gar nicht so schwer ist, in dieser Welt mit Gott verbunden zu bleiben, die Gegenwart zu spüren und in einem Zustand des spirituellen Bewusstseins zu leben. Ich will mich nicht beklagen, dass Ärger und Wut manche spirituellen Phantasien schnell zusammenbrechen lassen und mich auf den Boden meiner Realität stellen. Nein, das alles will ich nicht. Was ich will ist, Ideen zu entwickeln, wie wir mit dieser Welt leben, so wie sie ist, und mit mir zu leben, so wie ich bin. Schön wäre es, wenn manches anders wäre, gar keine Frage, schön wäre es auch, wenn ich in völligem Gleichmut allem Ärger mit einem Lächeln begegnen könnte und Buddha gleich durchs Leben zöge. Vielleicht gelingt es mir dereinst, noch aber bin ich weit davon entfernt. Schön wäre es auch, wenn das Böse kleiner und das Gute stets größer würde, wenn das Bemühen …

Warum Du mehr kuscheln solltest

Warum Du mehr kuscheln solltest Hallo, Valentin hier. Ja, es ist schon etwas her, seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe. Aber auch ich hatte eine Sommerpause und habe sie sehr genossen. Die Hitze im Juli und August macht mir immer sehr zu schaffen und ich liege dann meistens irgendwo auf dem Boden in der Sonne. Da ist an kluge Worte nicht zu denken. Als Katze kann man nur einfach abwarten, bis es vorbei ist. Nun kommt der Herbst, ganz meine Zeit. Heute möchte ich über das Kuscheln sprechen. Viele verbinden ja gerade uns Katzen damit, dass man mit uns kuscheln kann. Und ich muss zugeben, ja, ich liebe es sehr, genau wie Othello, meine Mitkatze. Was ist kuscheln überhaupt? Wenn ich so daliege oder auf den Schoß springe und dann gestreichelt werde, dann kann man das kuscheln nennen. Und streicheln gehört natürlich ganz wesentlich dazu. Aber es beschreibt es dennoch nicht ausreichend. Kuscheln ist eine Art des Beisammenseins, der Nähe und der Zuneigung, die sich körperlich ausdrückt. Ups, jetzt habe ich fast geschrieben, wie …

Eine Hand, die mich hält

Eine Hand, die mich hält Ein kleines Kind schreit, da kommt ein lieber und dem Kind vertrauter Mensch – häufig die Mutter – nimmt das Kind auf den Arm. Und das Kind hört auf zu schreien, wird ruhig. Eine bekannte Situation, die ich oft erlebt habe. Ich muss zugeben, dass ich mich nicht wirklich erinnern kann, wie meine Mutter oder mein Vater mich auf den Arm genommen haben. Aber wenn ich alte Fotos anschaue, die mich als Baby in den Armen meiner Eltern zeigen, dann entstehen in mir bis heute diese Gefühle von „auf Händen getragen sein“. Jetzt bin ich manchmal in der umgekehrten Situation, darf ein mir vertrautes Kind in den Arm nehmen, es trösten und wieder in die Ruhe bringen. Die Hand, ein Wunderwerk der Schöpfung Dabei sind es vor allen meine Hände und eigentlich nur in ihrer Verlängerung auch die Arme, die mir diese tragende Rolle im Leben eines anderen ermöglichen. Immer wieder bewundere ich die Genialität der Hände. Fast die Hälfte der Knochen eines Menschen befindet sich in den beiden Händen. …

Flammkuchen-Teilchen

Flammkuchen-Teilchen

Flammkuchen-Teilchen Zutaten 1 Pck. Blätterteig zum ausrollen aus dem Kühlfach 1 Bund Frühlingszwiebeln 1 Pck. Schinken gewürfelt 1 Becher saure Sahne 1 Pack. geriebener Käse Salz, Pfeffer Zunächst rollst Du den Blätterteig aus und schneidest die große Platte in ca. 10 – 12 kleinere Teilchen. Die Seiten der Teilchen schlägst Du ein und drückst sie fest, damit sie sich nicht wieder lösen. So schaffst Du einen Rand für die saure Sahne. Die saure Sahne schmeckst Du mit Salz und Pfeffer ab – aber nicht zu viel Salz, da der Schinken ebenfalls salzig ist. Danach gibst Du mit einem Teelöffel etwas von der sauren Sahne auf die Teilchen, es kommen die in kleine Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln darauf, der Schinken und zum Schluss der geriebene Käse. Alles kommt auf ein Backblech und wird entsprechend der Angaben auf der Verpackung des Blätterteigs gebacken. Die Teilchen schmecken sowohl warm als auch kalt und können daher gut vorbereitet werden. Lass es Dir schmecken.

Beständig ist mir der Herr vor Augen

Beständig ist mir der Herr vor Augen Als ich Ende der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachmachte, besuchte ich zum ersten Mal mein jetziges Heimatkloster, die Abtei Königsmünster in Meschede. Ich erinnere mich noch gut an diesen ersten Gastaufenthalt vor nunmehr fast vierzig Jahren: Unter anderem war ich von der faszinierenden Architektur der Abteikirche beeindruckt. Mehr noch aber fesselte mich damals das gesungene Stundengebet der Mönchsgemeinschaft. Zwar hatte ich mich schon mit den Psalmen beschäftigt, aber ein ganz besonderer Psalmvers, der als Antwortgesang auf die Kurzlesung in einem Mittagsgebet gesungen wurde, ging mir dabei unter die Haut: Beständig ist mir der Herr vor Augen; er steht mir zur Rechten, nie werde ich wanken.“ (Ps 16,8) „Das ist es!“, dachte ich damals. Die Vorstellung, in der ständigen Gegenwart Gottes zu leben, empfand ich als erstrebenswertes Ziel. Inzwischen, 33 Jahre nach meinem Klostereintritt, weiß ich, dass dies ein Ziel ist, auf das ich mein Leben lang zugehen werde… Ein Leben der Gottsuche Der heilige Benedikt schreibt in seiner Regel, dass das …

10 Menschen, die mich in meinem Leben inspiriert haben

10 Menschen, die mich in meinem Leben inspiriert haben

10 Menschen, die mich in meinem Leben inspiriert haben Ich halte Inspiration für die einzige mögliche Art der Weiterbildung und der Förderung eines Menschen. Warum? Weil ich glaube, dass innere Veränderung nicht durch ein äußeres Ereignis geschieht, sondern ein äußeres Ereignis setzt innere Suchprozesse in Gang und daraus ergibt sich ein vielleicht neues Verhalten. Der “Nürnberger Trichter”, der davon ausgeht, dass man Wissen in einen Menschen hineinschaufeln muss, ist ein Irrtum. Zwar kann man natürlich einiges an Fakten aufnehmen und abspeichern. Das allein ist aber noch kein Lernen – Lernen ist immer eine Verhaltensänderung, sagte mein Pädagogiklehrer vor über 30 Jahren. Damit aber kommt Inspiration zum Zuge, denn dabei werden Gedanken aufgenommen, die neue, eigene Gedanken evozieren und es entsteht bestenfalls eine Linie von weiteren Gedanken, Ideen und Einsichten, die zu einer neuen Haltung führen und damit letztlich zu neuem Verhalten. Zugleich kommt dem Lernenden als Subjekt eine entscheidende Rolle zu. Aber das wissen wir ja alle: Wer nicht lernen will, wird es auch nicht. Man kann niemanden zwingen zu lernen. Der Mensch ist frei …

Wir haben eine Frage an Dich …

… okay, es sind dann doch bein paar mehr geworden und wir nennen es daher auch: Umfrage Wir möchten Dich bitten, an dieser kleinen Umfrage teilzunehmen. Deine Antwort soll uns helfen, unsere Angebote zu verbessern und die neuen Online Seminare vorzubereiten. Die Antworten sind natürlich anonym. Solltest Du bereits an der Umfrage über unseren Newsletter teilgenommen haben, so hast Du jetzt eine überraschende Pause… und brauchst nicht mehr teilnehmen. 😉 Wird geladen…