Alle Artikel mit dem Schlagwort: Aktuell

Gott lässt meine Seele ruhig werden – reloaded

Gott lässt meine Seele ruhig werden Während ich diese Zeilen schreibe, scheint der Sommer sich in den Urlaub verabschiedet zu haben. – Natürlich es gab auch schöne warme, und sogar auch heiße Tage (ganz so, wie ich es liebe!), aber der seit Tagen anhaltende Dauerregen zieht mich ganz schön runter… Dabei benötigt der Körper doch das wärmende Licht der Sonne, um aufzutanken und sich für den nächsten Winter zu wappnen, der mit Sicherheit wieder kommt. Abgesehen davon: anders als in Niedersachsen, wo die Sommerferien sich langsam dem Ende zuneigen, fahren andere Menschen ja jetzt erst in wohlverdienten den Urlaub. Für mich selbst steht die Erholungszeit auch noch bevor. Auch wenn es mich eher in die warme Sonne zieht, werde ich in diesem Jahr im Münsterland auf das Haus von Freunden aufpassen. Die Psalmen: Begleiter durch das Jahr und Begleiter im Urlaub Nachdem ich vor vier Wochen schon geschrieben habe, dass ich mich in diesem Urlaub mit zwei Psalmen beschäftigen möchte, eben Psalm 18 und Psalm 114, ist in den vergangenen Tagen noch ein dritter hinzugekommen, …

In Sicherheit und gefühlt sicher

In Sicherheit und gefühlt sicher

In Sicherheit und gefühlt sicher Sicherheit ist eine Grundsehnsucht des Menschen. Schon als Kind brauchen wir für unsere Entwicklung Sicherheit. In der Nähe der Eltern lernen wir üblicherweise dieses Urvertrauen, dass für unsere Entwicklung so entscheidend ist. Aber auch Jahrzehnte später, als Erwachsene, reagieren wir oft sehr sensibel und ängstlich, wenn unsere gefühlte Sicherheit gestört wird. Ein Datenleck, ein möglicher Hacker-Angriff, wie wir es in diesen Tagen erlebt haben – und schon fühlen sich Menschen mit ihren persönlichen Daten im Internet unsicher. Zuständige Politiker sind herausgefordert, große Programme zu entwerfen und der ganzen Bevölkerung in diesem Bereich mehr Sicherheit zu versprechen. Wenige Tage zuvor waren es noch prügelnde Jugendliche, die vermeintlich das Sicherheitsgefühl vieler Menschen beeinträchtigt haben und zum Teil die gleichen Politiker herausgefordert haben, mit neuen Programmen zu diesem Thema für mehr Sicherheit zu sorgen. Was brauche ich, um sicher zu sein? Was brauche ich, um mich sicher zu fühlen? Die allermeisten Menschen unserem Land werden bei ehrlichem Nachdenken allerdings feststellen, dass ihnen in den letzten Tagen weder prügelnde Jugendliche begegnet sind noch irgendwelche …

Stress lass nach

Stress, lass nach…

Stress, lass nach… „Ist es bei Ihnen auch so schlimm vor Weihnachten“, wurde ich in den letzten Tagen häufiger gefragt. Meistens schließt sich an diese mitleidsvolle Frage auch gleich der Jammer an, wie stressig die Adventszeit gerade wieder ist. Und tatsächlich könnte ich problemlos in diese Klage einstimmen: In der Winterzeit ist die Praxis deutlich voller, im Kloster gibt es viel mehr Dinge vorzubereiten, in der Verwaltung ist der Jahresabschluss vorzubereiten – die Liste ließe sich fast beliebig verlängern. Also der echte „Advents-Stress“. Allein dieses zusammengesetzte Wort hat im tiefsten Sinne etwas Antagonistisches. Stress ist körperlich gesehen eine Notfallreaktion, die uns befähigt Auseinandersetzungen mit einer Gefahrensituation gut bestehen zu können. Advent ist eigentlich eine Zeit des Wartens auf die Ankunft des Erlösers. Da sollte uns doch überhaupt keine Gefahr drohen – ganz im Gegenteil. Der vererbte Schutzmechanismus Theoretisch alles klar –  und doch kennen viele in diesen Tagen die körperlichen Erfahrungen von Anspannung und Belastung. Der Körper reagiert wie bei Gefahr. Diese Gewohnheit hat der Mensch seit vielen Tausenden von Jahren erlernt und bewahrt. Hormone …

Auf ein Neues!

Auf ein Neues! Oder: alle Jahre wieder. Zum sechsunddreißigsten Mal – seit ich im Kloster bin – habe ich in der vergangenen Woche die Bändchen in meinen liturgischen Büchern von hinten nach vorne gelegt; denn mit dem Ersten Advent hat ja wieder einmal ein neue Kirchenjahr begonnen. Dabei kündigt sich die Advents- und nahende Weihnachtszeit schon seit Wochen an: die Gänge in den Supermärkten sind enger als sonst, weil viele zusätzliche Regalelemente ausgestellt sind, die Gebäck, Printen, Christstollen und Adventskalender enthalten. Und die Weihnachtsmärkte haben auch schon geöffnet… Was feiern wir eigentlich im Advent? Liturgie-theologisch ist der Advent eine Vorbereitungszeit in doppelter Hinsicht: Vom ersten Adventssonntag bis zum 16. Dezember hören wir in der Liturgie endzeitliche Texte, zum Beispiel von alttestamentlichen Propheten und Texte über Johannes den Täufer mit seinen Mahnungen zur Umkehr und Buße. Vom 17. bis 24. Dezember wird dagegen der Blick auf die Verheißung der Geburt Christi gelenkt und auf Maria und Josef. Die Vermischung der beiden Bedeutungen der „Ankunft Christi“ erklärt sich aus unterschiedlichen Traditionen im Lauf der Jahrhunderte: So gab …

Linsensalat

Klosterküche: Linsensalat

Linsensalat Bei uns zu Hause gab es Linsen, entweder als allseits bekannten Eintopf oder süßsauer als Gemüsebeilage. Dass man Linsen auch als Salat anrichten kann, habe ich erst später kennengelernt – mit großem Genuss. Hier eine sehr einfach Variante, die es sich aber natürlich nachzumachen lohnt. Zutaten 500 g Linsen (am besten die roten Linsen) 250 g getrocknete Tomaten, eingelegt in Öl 1 Zucchini 3 Frühlingszwiebeln 3 Zehen Knoblauch 10 Blätter Basilikum 6 EL Balsamico-Essig 14 EL Olivenöl Salz Pfeffer, schwarzer aus der Mühle Zubereitung – Linsen nach Packungsangabe kochen und abkühlen lassen. – die getrockneten Tomaten, die Zucchini und den Basilikum klein schneiden – Zwiebeln in Würfel schneiden – und alles zusammen mit den Linsen in eine Schüssel geben. Aus den anderen Zutaten ein Dressing mixen und dies dann über die Zutaten in der Schüssel geben. Alles gut durchziehen lassen. Lass es Dir schmecken!

Tagebuch: Hauptsache gesund!

Tagebuch: Hauptsache gesund!

Gesundheit ist vielschichtig, bedroht, ein hohes Gut, ein großes Thema, langweilig, etwas für alte Menschen, immer das Gleiche…Wie steht es um Deine Gesundheit? Dieses Thema behandel ich in meinem heutigen Tagebucheintrag und philosophiere ein wenig darüber, was Gesundheit eigentlich ist und wie Gesundheit für viele zu einer Religion geworden ist.

Tränen

Gesammelte Tränen

Gesammelte Tränen Tod, Trauer und Tränen gehören ein Stück zum November. Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag sind Tage des gemeinsamen Erinnerns. Zwei weitere Jubiläen intensivieren in diesem Jahr den Eindruck: der 100. Jahrestag des Waffenstillstandes nach dem Ersten Weltkriegs und der 80. Jahrestag der Reichspogromnacht. Wie viel Schmerz, wie viel Leid und wie viele Tränen haben allein die beiden letzten Ereignisse in unserer Welt ausgelöst. Ich weine selten – und bin damit im guten Durchschnitt für Männer in unserem Land. Bei einer Forschungsumfrage unter 2000 erwachsenen Frauen und Männern in Deutschland gaben 43 % an, im letzten Jahr mindestens einmal geweint zu haben. Frauen heben da klar den Schnitt, bei ihnen sind es 83 %; leicht steigende Tendenz in den letzten Jahrzehnten. Dieser Unterschied entwickelt sich allerdings kulturell. Bis zum 13. Lebensjahr weinen Jungen und Mädchen gleich häufig, erst danach sind signifikante Unterschiede zu erkennen. Emotionale Tränen sind etwas zutiefst Menschliches Tiere vergießen keine Tränen. Emotionale Tränen sind etwas zutiefst Menschliches, sie offenbaren die Gefühle eines Menschen. Manchmal sind wir traurig oder gerührt, verzweifelt oder …

Trauer

„Siehe, um Trost war mir so bange“ (Jes 38,17)

„Siehe, um Trost war mir so bange“ (Jes 38,17) „Siehe, um Trost war mir so bange“ (Jes 38,17) Das Zitat aus dem Buch des Propheten Jesaja findet sich so nicht in der Einheitsübersetzung, wohl aber in der Lutherbibel. Es passt, so denke ich, sehr gut als Motto für den Monat November, der dem Totengedenken gewidmet ist. In der Liturgie der katholischen Kirche stehen mit Allerheiligen und Allerseelen zwei Gedenktage am Beginn des Monats, die an unsere Toten erinnern. In der evangelischen Kirche ist es vor allem der Totensonntag, der auch Ewigkeitssonntag genannt und am letzten Sonntag des Kirchenjahres begangen wird. Danklied des Hiskija Hiskija hat von etwa 750 bis 796 v.Chr. gelebt und war 29 Jahre lang König von Juda. Als ihn eine lebensbedrohende Krankheit befiel, wurde er durch die Vermittlung des Propheten Jesaja geheilt. Nach seiner Genesung, dankte er Jahwe für seine Gesundheit mit einem Lied: „Ich sprach: In der Mitte meiner Tage muss ich hinab zu den Pforten der Unterwelt, ich bin gefangen für den Rest meiner Jahre. Ich sprach: Ich darf den HERRN …

Niemand ist vergessen

Wir laden ein zu einem gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen, die uns nahe waren, an die niemand mehr denkt, die wir vermissen und die uns Gutes getan haben. Innerhalb dieser Feier werden die Namen der Toten, die uns bis dahin genannt worden sind in die Nacht hinein gesungen – so erklingen ihre Namen noch einmal und werden so gewürdigt. Vigilfeier für unsere Verstorbenen 24.11.2018 20.00 Uhr Wenn Du uns Namen von Verstorbenen nennen möchtest, die an diesem Abend gesungen werden sollen, dann kannst Du sie uns über dieses Formular zusenden. Es wäre natürlich schön, wenn Du dann an dem Gebet auch teilnehmen kannst: