Alle Artikel mit dem Schlagwort: Aktuell

Trauer

„Siehe, um Trost war mir so bange“ (Jes 38,17)

„Siehe, um Trost war mir so bange“ (Jes 38,17) „Siehe, um Trost war mir so bange“ (Jes 38,17) Das Zitat aus dem Buch des Propheten Jesaja findet sich so nicht in der Einheitsübersetzung, wohl aber in der Lutherbibel. Es passt, so denke ich, sehr gut als Motto für den Monat November, der dem Totengedenken gewidmet ist. In der Liturgie der katholischen Kirche stehen mit Allerheiligen und Allerseelen zwei Gedenktage am Beginn des Monats, die an unsere Toten erinnern. In der evangelischen Kirche ist es vor allem der Totensonntag, der auch Ewigkeitssonntag genannt und am letzten Sonntag des Kirchenjahres begangen wird. Danklied des Hiskija Hiskija hat von etwa 750 bis 796 v.Chr. gelebt und war 29 Jahre lang König von Juda. Als ihn eine lebensbedrohende Krankheit befiel, wurde er durch die Vermittlung des Propheten Jesaja geheilt. Nach seiner Genesung, dankte er Jahwe für seine Gesundheit mit einem Lied: „Ich sprach: In der Mitte meiner Tage muss ich hinab zu den Pforten der Unterwelt, ich bin gefangen für den Rest meiner Jahre. Ich sprach: Ich darf den HERRN …

Niemand ist vergessen

Wir laden ein zu einem gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen, die uns nahe waren, an die niemand mehr denkt, die wir vermissen und die uns Gutes getan haben. Innerhalb dieser Feier werden die Namen der Toten, die uns bis dahin genannt worden sind in die Nacht hinein gesungen – so erklingen ihre Namen noch einmal und werden so gewürdigt. Vigilfeier für unsere Verstorbenen 24.11.2018 20.00 Uhr Wenn Du uns Namen von Verstorbenen nennen möchtest, die an diesem Abend gesungen werden sollen, dann kannst Du sie uns über dieses Formular zusenden. Es wäre natürlich schön, wenn Du dann an dem Gebet auch teilnehmen kannst:

Die Tageszeitung – Anleitung zur spirituellen Lektüre

Die Tageszeitung – Anleitung zur spirituellen Lektüre Es gehört seit langem zu meinem persönlichen Credo: Wer dem Profanen nichts Spirituelles abgewinnen kann, der hat Spiritualität gründlich missverstanden. Wenn wir nämlich davon ausgehen, dass es die Trennung von spirituellen und weltlichen Räumen nicht gibt und Gott alles mit seiner Präsenz durchdringt und überall gegenwärtig ist, dann kann ich alles als spirituellen Ort erfahren und für mich nutzen. Deshalb war es auch folgerichtig, dass in unserem ehemaligen Kuhstall in der Abtei ein Kreuz hing – nicht anders als in einer Kapelle, im Speisesaal der Mönche oder auf den Zimmern. Es war zwar reichlich mit Spinnweben behangen, das machte das Kreuz aber viel echter und stimmiger. Wenn dem also so ist, dann muss es doch auch möglich sein, die Tageszeitung spirituell zu nutzen. In vielen Büchern kann man zwar nachlesen, dass gerade bei der Lektüre der Tageszeitung Vorsicht geboten ist. Ich meine aber: Wer die Tageszeitung nicht als spirituelle Lektüre lesen kann, braucht auch die Bibel nicht aufzuschlagen. Dabei muss ich zugeben, dass ich immer wieder Phasen habe, …

spirituelle Ökologie

Tagebuch: spirituelle Ökologie

Unser Podcast bekommt eine neue Reihe: Tagebuch. Nachrichten, Veranstaltungen und anderes wird in seiner spirituellen und geistigen Tiefe betrachtet und gedeutet. Und wir beginnen mit dem Klimawandel und der spirituellen Ökologie. Dieses Thema kam mir in den Sinn, als ich von der bevorstehenden Weltklimakonferenz erfuhr und dem neuen Klimaschutzbericht. Mir war schnell klar, auf diese große Problem muss es auch eine spirituelle Antwort geben.   https://1j9j4yq.podcaster.de/download/spirituelle_Oekologie.mp3    

Aus der Klosterküche: Apfelchutney

Apfelchutney In diesem Jahr gibt es besonders viele Äpfel, die zudem auch besonders viel Süße haben. Wohin mit allem Obst? Alle selber essen? Alle zu Apfelsaft verarbeiten? Apfelmus? Apfelkuchen? Apfelchips? Apfelpfannkuchen? Wie wäre es einmal mit einem leckeren Apfelchutney? Es passt sehr gut zu einem kräftigen Käse – vielleicht nimmst Du einen Bergkäse dazu. So hast Du schnell eine schöne und einfache Mahlzeit. Und wer möchte, gönnt sich dazu noch ein Glas Weißwein. Bon Appétit! Zutaten 1 El Öl 2 EL Apfelessig 2 Zwiebeln 1 kleines Stück Ingwer oder Ingwerpulver 2 El Zucker 3 Äpfel, ca.300 g 1 Tl Salz und etwas Chili Zubereitung Zunächst würfelst Du die Zwiebeln und dünstest sie in dem Öl an, bis dass sie glasig werden. Dann kommt der Ingwer und der Zucker hinzu und Du lässt alles zusammen karamellisieren. Abgelöscht wird dann mit dem Apfelessig. Nun kommen die Äpfel, in kleine Scheiben geschnitten hinzu und werden gedünstet. Nach ca. 10 – 15 Minuten (wenn eine leicht breiige Masse entstanden ist) fügst du noch das Salz und den Chili hinzu …

Guten Appetit! Ernten und Essen

Guten Appetit! Ernten und Essen

Guten Appetit! Ernten und Essen Am Sonntag haben wir in unseren Kirchen Erntedank gefeiert. In vielen Gemeinden, auch in einer Großstadt wie Hannover, gibt es oft klare Traditionen und Gewohnheiten für dieses Fest. Teilweise wird der Altar mit verschiedenen Früchten geschmückt und ein besonderer Segen über die Gaben gesprochen. Fast vergessen in all diesem liturgischen „business as usual“ sind die Zeitungsmeldungen, die uns noch vor sechs Wochen beschäftigt haben: Die Bundesregierung sagte den Bauern in dieser Erntesaison eine Nothilfe in Höhe von 340 Millionen Euro wegen der erheblichen Dürreschäden zu und stufte das warme Wetter in diesem Jahr als „Schadensereignis von nationalem Ausmaß“ ein. Die errechnete Schadenssumme soll sogar bei dem doppelten Betrag liegen. Die Ernte bestimmte, ob ich satt werde Über viele Jahrhunderte prägt die Ernte eines Jahres auch im Wesentlichen die Speisen, die ich in der nächsten Zeit essen konnte. Früher hätte also eine solche Ernte auch Hunger und Not zur Folge gehabt. Von dieser Erfahrung sind alle biblischen Hinweise zur Ernte geprägt und sicherlich auch unsere Gewohnheiten des Erntedank. Für mich als …

Das Auge betet mit

Das Auge betet mit

Das Auge betet mit … so lautet der Titel eines Buches, an dem ich – zusammen mit drei weiteren Autoren – momentan in der Endphase arbeite. Dabei handelt es sich um ein Werkbuch für die Blumengestaltung von Sakralräumen im Kirchenjahr. Aus der Arbeit mit dem Buch, das viele Fotobeispiele zeigt, entstand die Idee, eine Küsterfortbildung im Bistum Münster zu diesem Thema zu machen. Und so war ich in der vergangenen Woche in einem katholischen Bildungshaus in Nordrhein-Westfalen, um mit etwa 70 Küsterinnen und Küstern zu arbeiten. Sakralräume erleichtern oder erschweren das Beten Im Park des Tagungshauses wurde nach 1960 eine Kapelle in Beton-/Glasbautechnik errichtet. Als ich diesen Sakralraum vergangenen Montag betrat, war ich – um es vorsichtig zu formulieren – nicht sehr angetan: ein dunkler, von Lampen nicht richtig ausgeleuchteter Raum. Eine recht große Glaswand in blauen und grauen Farbschattierungen gehalten, ließ ebenfalls kein richtiges Licht herein. Der Alter wirkte ein wenig lieb- und lustlos aufgestellt (und wackelte auch noch, wie ich bei einem Gottesdienst feststellte). Der Ambo stand mit der Pultseite an die Wand …

Der vorläufig-endgültige Platz

Der vorläufig-endgültigen Platz Hallo, Valentin hier. Dieser Sommer hat mich wirklich geschafft. Immer diese Hitze, immer diese Sonne, nirgends Schatten. Da war ich mal wieder froh, eine Wohnungskatze zu sein und mich auf die kühlen Kacheln im Badezimmer legen zu können. Nun aber ist diese Zeit ja vorbei, wir haben September. Und was heißt September? September heißt, dass Valentin Geburtstag hat. Ich bin jetzt stolze sieben Jahre alt – eine richtig erwachsene große Katze – kein Kätzchen mehr. Da lege ich großen Wert darauf. Nun aber zu meinem heutigen Thema – passt irgendwie zu meinem Geburtstag. Denn, wenn ich zurückblicke auf sieben Jahre Katzenleben, dann merke ich, dass ich verschiedene Phasen durchlaufen habe. Und jede Phase war geprägt zunächst von Unsicherheit, dann von einer sich steigernden Gewissheit und schließlich von der Vorstellung, so ist es und so bleibt es, jetzt habe ich es verstanden. Suche nach dem besten Platz Und ich kann das gleiche auch jeden Tag bei mir und bei Othello, meiner Mitkatze, erkennen. Wir suchen uns jeden Tag unterschiedliche Kuschelplätze aus. Zuerst vielleicht …

Schlafe selig und süß…

Schlafe selig und süß… Als abendlichen Gruß verwende ich ihn ganz selbstverständlich: Gute Nacht! und für etwas vertrautere Menschen auch in der Variante: Schlaf gut! Abends summe ich für mich alleine auch die Melodie aus dem Gute-Nacht-Lied von Johannes Brahms „Guten Abend, gut Nacht“: „Schlafe selig und süß, schau im Traum ´s Paradies“. Ich bin froh und dankbar, dass ich überwiegend gut schlafen kann. Freunde lächeln manchmal über mein „Verfallsdatum“, das irgendwo so gegen 23:00 Uhr liegt. Dann werde ich so müde und unkommunikativ, dass ich auf Feiern eigentlich nicht mehr zu gebrauchen bin und dann am besten auch ins Bett gehe. Bei meinem doch seit Jahrzehnten ziemlich gleichmäßigen Lebensrhythmus ist das natürlich kein großes Wunder. Aber natürlich kenne ich viele Menschen, die große Mühe haben, abends gut einzuschlafen, und vor allen Dingen Probleme haben, in der Nacht, im Schlaf wirklich Entspannung und Erholung zu finden. Das schien irgendwie schon immer ein wichtiges Thema zu sein. Auch in unseren Psalmen, die wir in der Cella immer wieder singen, finden sich manche Verse zum entspannten Schlafen: …