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Herzerfüllend systemrelevant

Herzerfüllend systemrelevant Ich bin urlaubsreif und freue mich, dass ich bis zu meinem Urlaub nur noch wenige Tage arbeiten muss. In den letzten Tagen frage ich mich aber immer häufiger: Was brauche ich denn in diesem Urlaub nach einem „Corona-Jahr“? Ein bisschen Normalität und möglichst viel wie früher? So einfach wird es vielleicht nicht sein. Was hat denn dem Leib und vor allem der Seele gefehlt in der letzten Zeit? Schließlich waren wir ja alle eingeschränkt auf die systemrelevanten Funktionen der Gesellschaft. Aber wer definiert das eigentlich? Zumindest spüre ich zunehmend in mir die Sehnsucht, die Dinge, die unsere Politiker als systemrelevant betrachten, zumindest mit all den Dingen zu ergänzen, die in meinem Leben relevant sind. Den Himmel bessrer Zeiten mir erschlossen Dabei denke ich häufiger an ein Lied von Franz Schubert, dass auch mehrere meiner Patient*innen gerne singen: An die Musik. Der Text stammt von Franz von Schober, einem österreichischen Dichter des neuzehnten Jahrhunderts.  Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden,Wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt,Hast du mein Herz zu warmer Lieb‘ entzunden,Hast …

Wie Du Deine spirituelle Kraft stärken kannst

Spirituelle Kraft ist vergleichbar mit der Präsenz eines Schauspielers auf der Bühne. Man kann sie nicht messen, aber man spürt sie. Man spürt, wenn ein Mensch wirklich spirituell oder geistlich lebt. Es ist etwas, dass man schwer anderen beschreiben kann. Eine solche spirituelle Kraft fällt nicht vom Himmel und man kann gezielt etwas dafür tun. Denn eine solche Kraft tut nicht nur anderen gut, es hilft Dir auch auf Deinem spirituellen Weg zu sein und zu bleiben. Ich habe 9 Wege ausgemacht, die Dir helfen können, Deine spirituelle Kraft zu stärken. Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.podcaster.de zu laden. Inhalt laden

Jesus war nicht einzuordnen

„Er war nicht einzuordnen, dieser Jesus aus Nazaret. Er legte die Bibel aus, aber er tat es anders als die überall tätigen Ausleger“, so schrieb der vor fünf Jahren gestorbene evangelische Theologe Jörg Zink einmal. Tatsächlich war Jesus ja kein „studierter“ Gesetzeslehrer. Und dennoch deutete er das Gesetz Gottes und legte es aus – in einer vollkommenen anderen Weise, als die Gesetzeslehrer seiner Zeit. Mehrfach sprach Jesus vom kommenden Gottesreich. Aber anders als die Propheten seiner Zeit, sagte er, dieses Gottesreich liege nicht in ferner Zukunft, sondern sei schon längst angebrochen. Jesuanische Freiheit Jesus sprach auch davon, dass wir Menschen frei seien. Aber seine Freiheitsbotschaft war eine andere als die der Zeloten, jenen religiösen Eiferer seines Landes. Auch sprach Jesus immer wieder neu von Gerechtigkeit, und meinte mit diesem Begriff etwas vollkommen anderes als die Rechtsgelehrten seiner Zeit. Jesus versuchte, seine Zeitgenossen aufzubauen, indem er sie von der Knechtschaft der Gesetzesfrömmigkeit zu befreien suchte – hinein in die Freiheit der Kinder Gottes. Und seine Botschaft gilt bis heute! Haben wir Jesus verstanden? „Was er sagte“, …

Nach dem toten Punkt

Die Kirche sei an einem „toten Punkt“, hat Kardinal Reinhard Marx in seinem Rücktrittsgesuch geschrieben. Und seitdem denken Kommentierende aller Couleur über diese Redewendung und ihre Bedeutung nach. Auch ich habe diese Redewendung schon verwendet, aber seit der letzten Woche hat sie mich wieder mehr interessiert. Es ist doch ursprünglich eine körperliche, eine muskuläre Erfahrung. Was passiert da eigentlich und wie kommt man gut über den toten Punkt? Lässt sich aus der körperlichen Erfahrung etwas für den Umgang mit einem toten Punkt im übertragenen Sinne lernen? Ein Gefühl der völligen Erschöpfung Sportmedizinisch ist der tote Punkt relativ klar zu beschreiben: ein bei Dauerleistungen auftretendes vorübergehendes Gefühl der völligen Erschöpfung, das durch eine zu hohe Konzentration von sauren Stoffwechselzwischenprodukten (z. B. Milchsäure) in der arbeitenden Muskulatur und auch im Blut hervorgerufen wird. In der Kinetik wird ein toter Punkt als der Zustand beschrieben, wenn mehrere widerstrebende Kräfte einen Stillstand bewirken. Eigentlich ist es also ein zunächst sportliches Phänomen. Wenn unser Organismus bei intensiver sportlicher Betätigung ein Sauerstoffdefizit aufbaut und die Muskeln ermüden und sich schwer anfühlen, …

Wie Du die Kunst der Selbstberührung erlernst

Die Frage, wie wir die Kunst der Selbstberührung erlenen können, ist gerade in diesen Tagen wichtig. Denn auch wenn die Zeit des Logdowns mehr und mehr zu Ende geht, so bleiben wir doch im Kontakt vorsichtig. Sich umarmen, Händeschütteln oder ähnliche Formen des Körperkontaktes werden wir vermutlich noch lange mit großer Vorsicht genießen. Dabei sind wir Menschen Wesen, die genau das brauchen, dass wir gestreichelt werden, liebkost und berührt.  Können wir uns das eigentlich einfach selber geben? Es hat sich gezeigt, dass die Berührung von anderen immer noch stärker wirkt als die eigene. Dass wir mit der Selbstberührung uns dennoch sehr unterstützen können und wie das gehen kann, davon spreche ich in diesem Podcast. Podcast:Wie Du die Kunst der Selbstberührung erlernst

Trinitatis

– so wird der Sonntag nach Pfingsten in der evangelischen Kirche genannt – und von ihm aus werden dann die Sonntage im Kirchenjahr gezählt, bevor mit dem ersten Advent ein neues Kirchenjahr beginnt. In der römischen Tradition lautet der genaue Namen dieses Sonntags Sollemnitas Sanctissimae Trinitatis, zu Deutsch: Hochfest der allerheiligsten Dreifaltigkeit. Vor der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils hatten Hochfeste eine Oktav und der achte Tag wurde besonders begangen. Ursprünglich ist das Dreifaltigkeitsfest also der Oktavtag zu Pfingsten. Dreifaltigkeitsfest: ein Ideenfest Wie etwa Fronleichnam oder das Herz-Jesu-Fest – beides Hochfeset, die in Kürze folgen – ist das Dreifaltigkeitsfest ein sogenanntes Ideenfest. An diesen Festen feiert die Liturgie kein konkretes Heilsereignis aus dem Leben Jesu oder den besonderen Gedenktag einer oder eines Heiligen, sondern sie feiert eine Glaubenswahrheit. Bereits bei der Entstehung des Gregorianischen Chorals vor über 1.200 Jahren wurden eigene Gesänge geschaffen, die die drei göttlichen Personen zum Gegenstand haben: Beneditca sit sancta Trinitas, atque indivisa Unitas, beginnt der Introitus: „Gepiesen sei die heilige Dreifaltigkeit und ungeteilte Einheit. Lasst uns ihr danken, denn sie …

Wie schaffst Du eine Atmosphäre des Mitgefühls

Was braucht die Welt und was kann ich ihr geben? Und was brauchst Du und was kannst Du Dir selber geben? Ich glaube, dass wir insgesamt mehr Mitgefühl brauchen – für uns selbst und für andere. Das ist es, was wir wieder lernen müssen. In dieser Episode zeige ich Dir kleine Schritte auf, wie Du um Dich eine Atmosphäre des Mitgefühls aufbauen kannst. Ein wunderbares Geschenk an Dich und Deine Umgebung. Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.podcaster.de zu laden. Inhalt laden

Wie im Himmel…

Für manche fühlt es sich wie im Himmel an, wenn sie wieder das erste Bier im Biergarten oder den ersten Kaffee im Außenbereich eines Restaurants auf dem Marktplatz trinken dürfen. Wir hier in der Region Hannover müssen – zumindest zu dem Zeitpunkt, an dem ich diesen Artikel schreibe – noch ein wenig warten. Aber die Hoffnung wächst von Tag zu Tag, dass die Inzidenzzahlen auch hier unter 100 sinken und all dies dann auch in Hannover möglich wird. Ein Stück Himmel auf Erden? Und das pünktlich zu Christi Himmelfahrt, dem Tag, der unter dem Etikett „Vatertag“ in der alltäglichen Gewohnheit für viele nur ein alkoholreicher Wandertag in Gruppe geworden ist? Eine Welt, in der nichts, was wir kennen, so ist, wie wir es kennen. Ich denke in diesen Tagen häufig an einen Satz von Alexander Geers, den er in einem Interview vor seinem Weltraumflug im Jahr 2014 gesagt hat: „Wir treten ja in eine unbekannte Welt ein, in der wirklich nichts, was wir kennen, so ist, wie wir es kennen.“ Das sagt einer, der beauftragt …

„Meinen Bogen setze ich in die Wolken.“

Vor einigen Wochen hat das Verbot der Glaubenskongregation, homosexuelle Paare zu segnen, vor allem in Deutschland hohe Wellen geschlagen. Als Reaktion auf die Meldung aus Rom tauchten gleichsam als Protest an vielen Kirchen Regenbogenfahnen auf. Diese sind ja seit den 1970-er Jahren ein internationales schwul-lesbisches Symbol. Nicht wenige Engagierte der LGBT-Gemeinde sahen darin eine Vereinnahmung „ihrer“ Fahne. Der Regenbogen Gottes Wer vor dem Portal unserer Hauskirche steht, sieht über dem stilisierten Regenbogen, der sich über beide Seiten der Tür zieht, zunächst hebräische Buchstaben: das Schema Jisrael – „Höre, Israel! Der HERR, unser Gott, der HERR ist einzig.“ (Dtn 6,4). Und unter dem Regenbogen liest man: „Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen bei euch für alle kommenden Generationen: Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und euch.“ (Gen 9,13). Dieses Bundeszeichen besiegelt nach der Sintflut den erneuten Bund Gottes mit den Menschen. So nimmt der Regenbogen als Zeichen des Friedens zwischen Mensch und Gott eine altorientalische Tradition auf, …

tief durchatmen

Einmal tief durchatmen

Einmal tief durchatmen Zum Glück ist es nicht sehr oft so, aber manchmal eben doch: Da passieren Dinge, die einfach nur besch… sind, Probleme, die ich gerade so gar nicht gebrauchen kann, aber noch schnell lösen soll; Menschen, die einfach gerade nerven mit dem, was sie von mir wollen. Wenn ich den Hörer aufgelegt habe, wenn die Person aus der Tür ist, dann „einmal tief durchatmen“. Das entspannt und gibt neue Kraft. Gleichzeitig erlebe ich in meiner Arbeit hier in der Praxis immer mehr Menschen, die sich so sehr wünschen, endlich einmal wieder „tief durchatmen“ zu können. Aber sie wissen nicht mehr, wie das eigentlich funktioniert. Das Atmen fühlt sich anstrengend an und viel Luft haben sie auch nicht in der Lunge, selbst wenn sie kräftig atmen. Kräftig atmen und tief atmen ist doch etwas Unterschiedliches. Wo klemmt’s denn? Wo klemmt’s denn? – ist immer die erste Frage, die ich mir und dann auch meinem Gegenüber stelle, wenn das Durchatmen nicht mehr klappt: Um tief durchatmen zu können, müssen sich unsere Rippen und unser Zwerchfell …