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Gelübde

Gelübde

Gelübde? Ja, Gelübde! Gelübde? Das klingt nun wirklich irgendwie nach Mittelalter, nach strengen Ordensregeln und ebenso strengen Oberen und Oberinnen, nach verkneiftem Leben, nach Zucht und Ordnung, nach Lebensfeindlichkeit und lebensuntüchtigen Menschen. Wer legt denn heutzutage noch ein Gelübde ab? Tatsächlich werden es immer weniger, die in ein Kloster gehen und dort irgendwann das Ordensgelübde ablegen. Nein, man kann nicht sagen, dass Gelübde zu den Verkaufsschlagern der Kirche gehören und gleiches gilt sicherlich auch hinsichtlich einer Weihe, sich weihen zu lassen bzw. geweiht zu werden. Aber ich glaube, dass Gelübde ein wichtiges Ereignis und eine Stütze für viele sein können, ja, dass Gelübde geradezu in Mode kommen könnten, wenn wir begännen, sie neu zu verstehen und anzubieten.   Was sind Gelübde? Gelübde sind Versprechen und im katholischen Sinne wird in der Regel dreierlei versprochen: Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam. Die Benediktiner haben eigene Gelübde, wie Versprechen: Beständigkeit (auf den Ort bezogen), klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam. Diese drei Aspekte, die in einer feierlichen Liturgie öffentlich gelobt werden, sind die Grundlage des klösterlichen Zusammenlebens. Sie sollen selbstverständlich nicht …

Hexenschuss

Im Winter schießt die Hexe gern…

Eine falsche Bewegung, und schon ist es passiert. Im Rücken ist ein stechender Schmerz, jede Bewegung, jeder Schritt tut weh. Mit zunehmendem Alter macht fast jeder irgendwann die Erfahrung von plötzlichen Rückenschmerzen. Meistens ist der untere Rücken und die Lendenwirbelsäule davon betroffen, häufig zieht der Schmerz aber auch bis in den Brustkorb und manchmal bis in die Beine. Im Winter, bei kalten und feuchten Temperaturen, sind Menschen viel häufiger davon betroffen als im Sommer. In der letzten Woche kamen viele Menschen mit starken Verspannungen im Rücken zu mir in die Praxis. Und auch ich selbst habe seit einigen Tagen mit meinem Rücken zu tun. Zum Glück lösen sich diese Rückenschmerzen in vielen Fällen durch vorsichtige Bewegung, gezielte Übungen und etwas Schonung leicht wieder auf. In unserer Alltagssprache hat sich für ganz akute Schmerzen der Begriff Hexenschuss dafür entwickelt. Das plötzliche Auftreten der Schmerzen, meist ausgelöst durch eine einzelne Bewegung, und weckt die Erinnerung, als hätte eine fremde Macht uns verhext. Wenn die Muskeln plötzlich krampfen Schuld an den Schmerzen ist dann eine schlagartige Verkrampfung der …

Weihnachten 2019

Wir wünschen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest. Möge die Botschaft des Kindes unser Herz berühren. Für das kommende Jahr wünschen wir allen Gesundheit und vielleicht den ein oder anderen persönlichen Neuaufbruch.Zur Inspiration und als Zeichen der Verbundenheit möchten wir auch hier unseren diesjährigen Weihnachtsbrief veröffentlichen: Weihnachtsbrief 2019 Die BrüderNikolaus, Karl-Leo und David

Podcast: anthroposophische Spiritualität

Anthroposophie kennen wir meistens nur durch die Waldorfschulen, DM, Alnatura oder den Produkten von Weleda. Es lohnt sich aber, sich intensiver mit der Anthroposophie zu beschäftigen. Ich habe für mich gemerkt, dass dieser Ansatz zwar nicht in allem für mich nachvollziehbar ist, aber selten bin ich aus meiner Beschäftigung uninspiriert herausgegangen. Und so möchte ich heute mit Dr. Jens Heisterkamp sprechen, der ein Buch über anthroposophische Spiritualität geschrieben hat. Er ist zudem leitender Redakteur der anthroposophischen Zeitschrift Info3. Infos3

Warten und Erwarten

Schon im November drehte sich auf dem Weihnachtsmarkt auf der Liste Meile das Kinderkarussell. Im Beat eines Disco Fox, unterlegt mit kräftigem Schlagzeug, dröhnte „Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all“ aus den Boxen. Aber die Kinder kommen noch gar nicht. Vereinzelt ein paar genervte Mütter, die ihre Kinder ein paar Runden kreisen lassen in der Hoffnung, dass es dann mit weniger Geschrei weitergehen kann. Advent – eine Zeit des Wartens? Dazu gibt es natürlich viel Frommes zu lesen und ich selbst bin mir natürlich der Bedeutung des Wartens auf die Ankunft Gottes durchaus bewusst. Aber wenn ich in diesen Tagen durch die Stadt gehe, entsteht in mir immer mehr die Frage: Auf was warten die Menschen eigentlich hier wirklich? Hat der vorweihnachtliche Stress, den viele von uns so beklagen, etwas mit „dem Warten“ zu tun? Meine Erwartungen an mich selbst Beim genaueren Nachspüren entdecke ich eher eine Zeit der Erwartungen als eine Zeit des Wartens. In den Tagen vor Weihnachten steigen bei ganz vielen Menschen die Erwartungen. Diese Erwartungen können ganz unterschiedlicher Art sein: …

alte Bücher

Auf ein Neues!

Warum feiern wir Menschen eigentlich Jahrestage – etwa den eigenen Geburtstag oder den eines uns lieben Menschen? Warum feiern wir bestimmte Tage Jahr für Jahr neu – etwa Silvester-Neujahr? Nun, ich glaube, dass wir Menschen Erinnerungen brauchen, die uns aus dem Alltagstrott herausreißen und innehalten lassen, so dass wir Rückschau, aber auch Ausschau halten können. Das neue Kirchenjahr Am vergangenen Samstag haben wir mit der ersten Vesper zum Ersten Advent das neue Kirchenjahr begonnen. Da erinnere ich immer eine Begebenheit, die schon etliche Jahre zurück liegt, die aber deutlich macht, dass wir in einem stets wiederkehrenden Kreislauf eingebunden sind: Unser P. Michael hatte in der Abtei die Predigt am Ersten Advent. Es ging also zum Ambo, zeigte den Gottesdienstbesuchern sein Graduale, öffnete es, nahm ein Lesebändchen und platzierte es auf der ersten Seite. Es begleitet dies mit den Worten: „Gestern habe ich zum 35. Mal das Bändchen von hinten nach vorne gelegt.“ Er hatte damals einfach sehr banal formuliert, was wir Jahr für Jahr tun: Wir beginnen immer wieder am ersten Advent ein neues Kirchenjahr. …

Bär schäft - Zeit für den Winterschlaf

Zeit für den Winterschlaf

Jetzt ein paar Wochen Winterschlaf und dann geht es im Frühjahr fröhlich weiter. Ja, ich kenne die Sehnsucht, der Winter, vor allem der November und Dezember mögen schnell vergehen, gerne auch mit einem Winterschlaf, wie bei manchen Tieren. Der Terminkalender ist in dieser Zeit fast immer zu voll. Wenn ich ehrlich vor mir bin, spüre ich, wie schwierig es ist, die Vorfreude auf die Geburt Christi – über die ich natürlich viele schöne Dinge sagen kann, die ich auch selber glaube  – in meinem Alltag auch wirklich zu spüren. Keine Lust auf Winterblues Aber woran liegt dieser „Winterblues“ – und vor allem: Lässt er sich irgendwie verändern? Wenn das Wetter kühler und damit oft auch „schmuddeliger“ wird, verliere ich als erstes die Lust, mich an der frischen Luft zu bewegen. Im Sommer fahre ich gerne und viel mit dem Fahrrad und nutze die freie Zeit für Touren. Im Herbst ist mir dann das Wetter zu schlecht und je weniger ich fahre, umso weniger Lust habe ich auch auf die Bewegung und das Fahrradfahren. In den …

Wie kann man Einsamkeit überwinden?

​Es kann schnell passieren. Ein neuer Job steht an, der alte passte einfach nicht mehr, oder der Arbeitgeber hat sich von Dir getrennt. Nun denn, es geht auf in eine neue Stadt, wo Du niemanden kennst, wirklich niemanden. Irgendwie landest Du in einem Häuserblock – es ist schwierig genug, eine Wohnung zu finden. Also gut, dann halt hier, wo tausende anderer in einem großen Block wohnen, muss ja nicht für immer sein. Und da sitzt Du dann, alleine – wirklich alleine. Zwar hörst Du den Fernseher von nebenan, irgendwo weint ein Kind und bellt ein Hund, dann und wann das leise Schnurren des Aufzugs und das Schlagen der Kabinentür. Das war es dann auch schon. Wen würde dann nicht das Gefühl von Einsamkeit durchfluten. Und wenn eine solche Situation dann auch noch Monate, ja, Jahre andauert, dann wird Einsamkeit mehr als real, sie frisst sich in unser Inneres ein. Überblick Ministerium gegen EinsamkeitAlleinsein oder Einsamkeit?Einsamkeit: 6 Hinweise1. Bist Du wirklich einsam?2. Lerne, alleine zu sein3. Kultiviere Dein Alleinsein4. Engagiere Dich5. Nutze das Internet6. Haustier anschaffenUnd jetzt …

Niemand ist vergessen

Wir laden ein zu einem gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen,die uns nahe waren,an die niemand mehr denkt,die wir vermissen und die uns Gutes getan haben. Innerhalb dieser Feier werden die Namen der Toten, die uns bis dahin genannt worden sind in die Nacht hinein gesungen – so erklingen ihre Namen noch einmal und werden so gewürdigt.Wir werden erstmals diesen Gottesdienst live auf unserer Webseite übertragen. Vigilfeier für unsere Verstorbenen23.11.201920.00 Uhr Wenn Du uns Namen von Verstorbenen nennen möchtest, die an diesem Abend gesungen werden sollen, dann kannst Du sie uns über dieses Formular zusenden. Wir bitten zu beachten:Bitte gib uns auf alle Fälle den Vor- und Nachnamen an. Und um es möglichst vielen zu ermöglichen, uns ihre Namen zu sagen und sie im Gottesdienst zu singen möchten wir Dich bitten, uns nicht mehr als drei Namen zu nennen. Die Meldung der Namen brauchen wir bis zum 22.11.2019. Zudem wäre es natürlich schön, wenn Du an dem Gebet auch teilnehmen kannst oder ihn eben über Livestream verfolgst:

November – der Trauer- und Totenmonat

Im November finden an verschiedenen Tagen besondere Totengedenken und -ehrungen statt: Da ist direkt nach Allerheiligen der Allerseelentag, bei dem die römisch-katholische Kirche der Verstorbenen gedenkt. Die evangelische Kirche gedenkt der Verstorbenen am letzten Sonntag im Kirchenjahr, dem Totensonntag. Und gesellschaftlich wird zwei Sonntage vor dem 1. Advent – am Volkstrauertag – der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht. Ebenfalls im November liegt der Buß- und Bettag, an dem die evangelische Kirche die Gläubigen einlädt, sich wieder neu Gott zuzuwenden. All das ruft in mir einen Satz des Apostels Paulus in Erinnerung: „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“ (1 Kor 13,13). – Gerade im Totengedenken und in der  Neuausrichtung auf Gott manifestiert sich die Liebe. Darum hat der österreichische Redemptorist, P. Hans Hüter CSSR, die Schlussfolgerung gezogen: Weil ich liebe, hoffe ich und glaube ich. Weil ich liebe… Keiner von uns weiß, ob und wie es nach dem Tod weitergeht. Und dennoch gehen wir immer wieder auf die Friedhöfe zu den Gräbern unserer Angehörigen und Freunde. …