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Da fehlt was

Am vergangenen  Wochenende haben wir das Triduum paschale, die drei österlichen Tage, gefeiert. Für unsere evangelischen Schwestern und Brüder ist der Karfreitag der höchste Feiertag im Jahr, für uns Katholiken ist es der Ostertag. Zwischen beiden Tagen liegt dieser merkwürdige Karsamstag, ein „Nicht-Tag“ quasi, an dem es neben den Tagzeitgebeten keine weitere Liturgie gibt. Es ist der Tag, an dem dieser Jesus nicht da ist. „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“ – so beten und bekennen wir im Apostolicum. Was auch immer mit dem „Reich des Todes“ gemeint ist, Jesus ist den gleichen Weg gegangen, den auch jede und jeder einzelne von uns einmal gehen muss. Aber Jesus bleibt nicht in diesem Reich, sondern er ist „am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.“ Da fehlt was! Im Evangelium der Osternacht beschreibt Markus, dass Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome frühmorgens, nachdem der Sabbat vorüber war, zum Grab gingen, …

Karwoche und Ostern

Wir laden Dich ein, mit uns zusammen die Kar-und Ostertage zu begehen und zu feiern.Der Weg direkt zum Livestream (auch ohne Facebook-Konto möglich!) zum Livestream Auf Facebook Übertragen werden folgende GottesdienstePalmsonntag18.00 Uhr Vesper mit der Lesung der Passion mit Thomas Siebert, Oboe und BassetthornTexte der VesperKardienstag 18.00 Uhr Vesper mit EucharistiefeierTexte von Vesper und EucharistiefeierKarmittwoch18.00 Uhr Vesper Texte der VesperGründonnerstag08.00 Uhr TrauermetteTexte der Trauermette18.00 Uhr AbendmahlsgottesdienstTexte des AbendmahlsgottesdienstesKarfreitag08.00 Uhr TrauermetteTexte der Trauermette15.00 Uhr Feier des Leidens und Sterbens unseres Herrn Jesus ChristusTexte der LiturgieKarsamstag08.00 Uhr TrauermetteTexte der Trauermette18.00 Uhr VesperTexte der Vesper21.00 Uhr OstervigilTexte der OstervigilOstern08.00 Uhr Laudes mit OsterevangeliumTexte der Laudes18.00 Uhr VesperTexte der Vesper

Podcast: Wie Du in dieser Zeit Kraft findest

Gerade ist es besonders schwer, die eigenen Kräfte zu sammeln. Die mangelnde Perspektive, die vielen Fragen, die anstehenden Probleme und Sorgen. das alles nimmt uns mit und raubt uns unsere Kräfte. Wir befinden uns im Grunde seit einem Jahr auf der Flucht und im Alarmzustand. Das hat seinen Preis und den spüren wir. Wie aber können wir dennoch Kraft sammeln? Wie schaffen wir es, durch kleine Übungen neue Kräfte zu mobilisieren?  Heute möchte ich Dir dafür 5 Übungen zeigen. Die sind einfach und leicht zu machen und können dennoch einen großen Unterschied in Deinen Tag bringen. Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.podcaster.de zu laden. Inhalt laden Bruder David Damberg OSB

Aus der Eintönigkeit in die Vorfreude

In allen Straßen im Stadtteil bin ich in diesem Lockdown gefühlt schon hundert Mal spazieren gegangen. In den ersten Wochen habe ich dann noch gedacht: Jetzt geh doch mal einen anderen Weg. Aber langsam sind auch die anderen Wege alle langweiliges Einerlei geworden. Irgendwie ist mein Körper reif für ein paar Urlaubstage: einfach mal wieder ein paar Tage wegfahren, Kreislauf und Beine bewegen und die Seele baumeln lassen mit neuen Eindrücken. So viele Monate war das schon nicht mehr möglich. Darum beobachte ich genau, was die Politiker so alles zum Thema Osterurlaub sagen. Natürlich ist das – wie so Vieles in der Pandemie – wenig klar und verlässlich. Die einen machen mir Hoffnung, die anderen betonen, dass es zu Ostern viel zu früh für eine größere Lockerung wäre. Und gerade in diesen Wochen, die eher mit hoffnungsarmen Nachrichten voll sind, sehnt sich mein ganzer Körper nach anderen Nachrichten.Realistisch und hoffnungsvollWas will ich glauben – wem will ich glauben? Natürlich kann ich dazu meinen gesunden Menschenverstand einsetzen, vielleicht ergänzt durch die eine oder andere medizinische Kenntnis, …

„Auf ihn sollt ihr hören!“

Am vergangenen Sonntag wurde das Evangelium von der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor vorgetragen (Mk 9,2-10). Dieses Evangelium begründet ja auch das gleichnamige Fest der Verklärung des Herrn, das wir jedes Jahr am 6. August feiern. Man kann das Geschehen auf dem Berg Tabor, der in keinem der drei synoptischen Evangelien namentlich genannt wird, sogar zeitlich einordnen: Der Perikope geht auf die Frage Jesu, wofür ihn die Jünger hielten, zunächst das Christusbekenntnis des Petrus voraus. In der alten Einheitsübersetzung lautete es: „Du bist der Messias!“; in der revidierten Fassung nun genauer: „Du bist der Christus!“ (Mk 8,29). Darauf kündet Jesus zum ersten Mal sein Leiden und seine Auferstehung an. Gerade das Christusbekenntnis deutet eine bewusste Komposition der drei Synoptiker an; denn es verweist auf die Verbindung von Jom Kippur, dem großen Versöhnungsfest – bei dem der Hohepriester im Tempel feierlich den Namen Jahwes ausspricht – und dem jüdischen Sukkot, dem Laubhüttenfest, das als einwöchiges Erntefest gefeiert wird. In diesem zeitlichen Umfeld erzählen die ersten drei Evangelisten von der Verklärung Jesu: nach dem Christusbekenntnis und …

Wenn Miss Marple ermittelt oder: das Projekt Fastenzeit

Wenn Miss Marple ermittelt und Sherlock Holmes seine Untersuchung beginnt, wenn im Tatort und im Polizeinotruf der Mord getätigt wurde und die Kommissare und Kommissarinnen ihre Arbeit aufgenommen haben, dann erwarten wir eine Suche nach dem Täter – oder war es doch eine Täterin? Befragungen, Observationen, kriminaltechnische Untersuchungen, die SpuSi (als Krimi-Fachleute wissen ja alle, dass das Spurensicherung heißt) gehen ans Werk und werden uns zielsicher zunächst den falschen Täter bringen, um dann fast im letzten Augenblick – es bleiben noch fünf Minuten Sendezeit – die richtige Täterin zu präsentieren. Wer hätte gedacht, dass es diese Person war? Aber nun ist es vollbracht. Zum Ende wird eben noch die Geschichte im Hintergrund rund gemacht und schon kann der Abspann laufen. Wir sind zufrieden: Der Schurke ist hinter Gitter und wir können uns nach getaner Arbeit einer anderen Sendung widmen.Aber was wäre, wenn der Tatort plötzlich immer damit enden würde, dass kein Täter oder keine Täterin gefasst wird? Wenn jedes Verbrechen ungesühnt bliebe, weil sich einfach niemand ermitteln lässt? Der Tatort wurde binnen eines Jahres eingestellt werden. …

Beginn der Fastenzeit

Wir laden Dich ein, mit uns zusammen die Fastenzeit am Aschermittwoch zu beginnen. Wir werden das Buch Jona einmal ganz vorlesen, unterbrochen von verschiedenen Gesängen. Am Ende werden wir alle durch einen Segen in die anstehende Fastenzeit entsandt. Über diesen Link wirst Du am Mittwoch zur Übertragung der Lesung gelangen.Das Buch Jonaund Sendung in die Fastenzeit17.2.202118.00 Uhr jetzt teilnehmen

10 Jahre Hauskirche in der Cella

10 Jahren sind für eine Kirche nicht wirklich ein lange Zeit. Schauen wir auf die Kathedralen, die Dome und romanischen Kirchen, dann erscheinen 10 Jahre wie ein Augenblick. Doch für uns sind die 10 Jahren seit der Einweihung unserer Hauskirche eine besondere Zeit, auf die wir mit Dankbarkeit und auch Demut zurückblicken.Im alten Rom sprach man vom Genius Loci, also vom Geist eines Raumes. Damit war eine Wesenheit gemeint, die den Raum in gewisser Weise bewohnt und schützt.Wir meinen, dass unser Kirchraum durchaus einen Geist atmet und dieser Geist spricht die Seele der Menschen von heute an.Jede Kirche und jede Epoche versucht der Seele der Menschen ein Zuhause zu bieten. Waren es früher vielleicht stark ausgeschmückte Kirchen mit Gold und Farbe, so sind es heute eher schlichte und konzentrierte Kirchen, die viel Raum lassen für eigene Bilder und vielleicht manche Bilder auch verblassen lassen.

Der Weihnachtsbaum in der guten Stube

Im Februar ein Beitrag zum Weihnachtsbaum? Nun, am 2. Februar feiert die Liturgie das Fest der Darstellung des Herrn, ein von Weihnachten abhängiges Fest. Doch dazu weiter unten mehr… Mein Vater ist in einem Dorf in der Eifel, unweit der Abtei Maria Laach, aufgewachsen. Oft sind unsere Eltern mit uns dort hingefahren, um die Großmutter und die Familie einer Schwester meines Vaters zu besuchen. Das Haus war aus robusten Bruchsteinen errichtet. Das Plumsklo befand sich in einem Verschlag neben dem Haus. Ab und an hat mein Vater Anekdoten aus seiner Kindheit erzählt. Das Familienleben fand gewöhnlich am Küchentisch statt, denn die gute Stube wurde nur zu ganz besonderen Anlässen benutzt. Und so war es, dass meine Großmutter in einem Jahr kurz vor Ostern diese herrichten wollte. Und in der Stube stand noch der Weihnachtsbaum – ziemlich skeletthaft, denn die Nadeln lagen alle auf der Erde. Die Weihnachtszeit endete am 2. Februar Bis zur Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils endete die Weihnachtszeit am 2. Februar mit dem Fest der Darstellung des Herrn, im Volksmund auch gern …

Spiritualität als Lernprozess

Während meiner Zeit auf der Fachhochschule gehörte das Studium Didaktischer Modelle zu einem wesentlichen Inhalt unseres Lernstoffs. Solche Modelle versuchen Bedingungen des Lernens zu beschreiben, die der Pädagoge zu berücksichtigen hat. Dazu gehört die Situation des Menschen, die Umstände, in denen das Lernen stattfindet, grundlegende Prozesse, Feedbackschleifen und vieles andere mehr. Ich habe es geliebt, mich in solche Modelle hineinzudenken, sie verstehen zu wollen, sie zu kritisieren und ggf. natürlich auch anzuwenden. Ich muss allerdings zugeben, dass in der Praxis dann solche Modelle eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben. Aber ich kann schon sagen, dass die Grundlagen meines pädagogischen Handelns durch die Beschäftigung mit diesen Modellen gelegt wurden.Spiritualität ist für mich auch eine Art pädagogischer Prozess, den ich selber gestalte. Wenn man Lernen so versteht, dass es stets um eine Verhaltensänderung geht (und das nicht nur im beobachtbaren Sinne), dann kann man meines Erachtens auch Spiritualität als einen Lern- oder Transformationsprozess beschreiben. Es geht um die Veränderung des Menschen in seiner Haltung, seinem Tun und letztlich darum, dass er sich weiterentwickelt. Was wiederum Ausdruck von Veränderung …