Alle Artikel in: Allgemein

Ein bisschen Kühlung

In den ganz besonders heißen Tagen dieses Sommers kommt mir immer wieder ein Satz aus einem Gesang an Pfingsten in den Sinn: „Hauchst in Hitze Kühlung zu“. Er steht in der Pfingstensequenz, also einem Gesang, der an Pfingsten vor dem Evangelium gesungen wird. Manchmal singen wir ihn auch auf Lateinisch – und dann heißt es noch treffender: dulce refrigerium – süßes Erfrischen und Abkühlen. Ich habe jedenfalls in diesen Tagen eine große Sehnsucht nach Erfrischung und Abkühlung gehabt. Alles ganz normal, wie es uns die Mediziner erklären: In der Hitze wird der Körper matt und beginnt stark zu schwitzen. Mit dem Schweiß versuchen wir, den Körper irgendwie wieder abzukühlen und auf Normaltemperatur zu bringen. Dabei weiten sich die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt und der Kreislauf wird geschwächt. Mögliche Folgen sind: Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Mattigkeit und ein bisschen Schwindel. Menschen, deren Kreislauf nicht so stabil ist, leiden in diesen Tagen besonders; ebenso Babys und Kinder, bei denen die Schweißproduktion noch nicht ausreichend ist, um den Körper wieder abkühlen zu können. Aber wie kann ich mich gut erfrischen? …

Valentin: Wie man mit Kritik umgeht

Valentin: Wie Du mit Kritik umgehen kannst.

 Hallo, Valentin hier. ​Viele meinen ja, jeder Tag wäre für uns Katzen gleich, als würde sich immer alles wiederholen. Aber so ist das gar nicht. Natürlich, wir lieben es, wenn sich unsere Umwelt nicht verändert, der Sessel immer dort steht, wo er eben steht und die Zeiten immer gleich sind. Ich weiß zum Beispiel genau, wann ich etwas zu fressen bekomme und wann es ins Bett geht. Es ist außerdem schön zu wissen, dass ich jeden Morgen um 6.29 Uhr – außer samstags und sonntags und montags – aufstehen kann und es dann gleich losgeht. Dann habe ich nämlich Bad-Dienst, das heißt, dass ich meinem Menschen ins Bad folge und genau beobachte, was er tut. Das ist sehr spannend finde ich. Immer gibt es etwas Neues zu entdecken.Aber ich mag eben auch Variationen. Zum Beispiel nutze ich gerade meine geliebte Hängematte nicht mehr. Ich habe überlegt, sie einfach eine Zeit nicht mehr zu nutzen und nach anderen Möglichkeiten ausschau zu halten, wo ich gut kuscheln kann.  Und in ein paar Wochen, dann tue ich einfach so, …

Genug! – Wann ist es eigentlich genug?

Menschen „ziehen die Reißleine“ und verändern ihr Leben. Sie geben eine verantwortliche Position kurzfristig und plötzlich ab. Wenn es sich dabei um eine Parteivorsitzende handelt, wird das Ganze tagelang medial breit besprochen. Und ich beobachte bei mir selber, wie ich Kommentare und Berichte dazu nachlese und auch irgendwie berührt bin über die Klarheit, die ein Mensch ausstrahlt, wenn er sagt, dass es jetzt genug ist. Die breite Palette zwischenmenschlicher Beziehungen scheint dabei sichtbar zu werden: Worte des Respekts, der Ermutigung zum Durchhalten und zum Zusammenhalt – vielleicht das ein oder andere schlechte Gewissen, durch eigenes Verhalten für diese Entscheidung mitverantwortlich zu sein. Wahrnehmung für das, was mir gut tut Ich musste in diesen Tagen darüber nachdenken, wie ich bei mir selber wahrnehmen kann, wann etwas genug ist. Bei den bekannten Fällen der Tagespolitik hat man den Eindruck, dass etwas nicht mehr stimmig ist, das es nicht mehr auszuhalten ist. Also eher ein: Es reicht – ich mache nicht mehr so weiter. Gibt es denn auch ein positives Gefühl von genug? Eine Wahrnehmung für das, was …

Podcast: Wir altern nicht, wir leben!

Die Überschrift kam mir nach dem Gespräch mit Frau Richter in den Sinn. Ich habe sie zum Thema Älterwerden befragt und worüber sprachen wir? Wir sprachen über das Leben – und nicht nur über die eine oder andere Beschwerlichkeit und Besorgnis. Zu altern heißt zu leben – irgendwie tröstet mich dieses Wort und ermutigt mich. Wer will nicht leben? Wer will das Leben nicht genießen? Aber: Kann man das Älterwerden genießen? Nach dem Gespräch mit Frau Richter kann ich sagen, ja, das geht – vielleicht nicht alles, aber vieles, und Altern kann ein Geschenk sein.

Hilfe, ich werde alt

Altwerden ist keine Krankheit

Seit ich diesen Satz vor vielen Jahren das erste Mal bewusst aus dem Mund eines Hals-, Nasen- und Ohrenarztes gehört habe, verwende ich ihn selber gerne gegenüber meinen Patienten in der Praxis. Veränderungen der Stimme im Alter gibt es viele, und es ist für uns selbstverständlich, dass wir auch am Telefon, also allein über den Klang der Stimme, das Alter eines Menschen relativ gut einschätzen können. Eine alte Stimme klingt anders als eine junge Stimme. Zunächst entwickelt sich die Stimme in Lautstärkeumfang und Kraft. Später verliert sie die Höhe oder die Lautstärke, das Vibrato wird größer und vielleicht unsymmetrischer: Klangeindrücke, die in unserer Gesellschaft nicht positiv konnotiert sind. Aus guten Chören wird man dann zuweilen aussortiert, darf möglicherweise noch in die Seniorenkantorei wechseln, wenn man nicht sowieso schon in einem Chor ist, in dem man „mitaltert“. Altwerden ist keine Krankheit – aber manchmal fühlt es sich so an. Manche natürlichen Veränderungen des Alters sind kaum zu unterscheiden von einer Krankheit, die vielleicht nach einiger Zeit auch wieder weggeht. Und manchmal zeigt sich Altern gerade darin, …

Prof. Dr. Claudia Höhl

Impuls am Sonntag: Prof. Dr. Claudia Höhl, Direktorin Dommuseum Hildesheim

Alter: 59 Jahre Beruf: Museumsdirektorin Was bedeutet Glaube für mich: Eine Herausforderung Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Auf seine eigene Art zu denken, ist nicht selbstsüchtig. Wer nicht auf seine eigene Art denkt, denkt überhaupt nicht. (Oscar Wilde) Das Wilde-Zitat betrifft eines meiner wichtigsten Anliegen: Die Fähigkeit zum eigenen Denken weiterzuentwickeln und andere zum eigenen Denken zu befähigen. Das ist für mich eine Grundvoraussetzung, Leben zu gestalten, sowohl im privaten als auch im politischen Bereich. Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration?  Navid Kermani, Ungläubiges Staunen. Über das Christentum Die Frage nach dem (am meisten) inspirierenden Buch ist natürlich eigentlich nicht zu beantworten, denn da gab es in den verschiedenen Lebensphasen viele verschiedene. Das Buch von Kermani ist aber deshalb besonders, weil es deutlich macht, wie wichtig der Blick von außen ist und dass wir auch vermeintlich Bekanntes, wie die christliche Bilderwelt, immer neu und anders befragen müssen.

Hildegard Sanner

Impuls am Sonntag: Hildegard Sanner, Referentin kfd

Hildegard Sanner Alter 60 Jahre Beruf Diplom-Pädagogin, Referentin der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Diözesanverband Hildesheim Was bedeutet Ihnen Glaube? Ohne meinen Glauben an einen Gott, der Frauen nicht nach ihrem Geschlecht beurteilt, sondern allein nach ihrem Glauben, könnte ich meine Arbeit als Referentin der kfd gar nicht mehr ausüben. Ich denke nämlich nicht, dass die Benachteiligung von Frauen in der katholischen Kirche gottgewollt ist. Weil ich an Gerechtigkeit glaube, kann ich trotz Rückschlägen und Enttäuschungen durch die Amtskirche seit fast 30 Jahren an der Seite der Verbandsfrauen für die Gleichstellung von Frauen in der Kirche eintreten. Für mich persönlich versuche ich gerade, mich mit der mütterlichen Seite Gottes anzufreunden. Das ist gar nicht so leicht, wenn man mit einem männlichen Gottesbild aufgewachsen. Aber es ist auch eine sehr schöne Erfahrung. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? „Es is ja wie es is!“ aus „Frühstück bei Stefanie“ in NDR 2. Dieser Satz hilft mir oft, wenn die Realität mal wieder anders ist als ich sie gerne hätte. Er gibt mir etwas mehr Gelassenheit, mit …

Online Trauerkurs: Deine Liebe wird Dich führen

Wenn Menschen sterben, die man liebt, ist das oft ein schwerer Weg und ein langer dazu. Es ist nicht leicht, sich zwischen den vielen schweren Gefühlen zurecht zu finden und genug Halt zu haben. Wir planen, in wenigen Wochen einen Online-Trauerkurs anzubieten, der durch diese Zeit für ein paar Wochen Geleit geben will. Es geht um einen offenen Umgang mit eigenen Gefühlen und darum, der Liebe zu trauen. Falls Du Interesse an einem solchen Kurs hast, dann melde Dich ganz unverbindlich an. Wir werden Dich bis zum Beginn des Kurses informieren. Auch wenn Du jemanden kennst, für den ein solcher Kurs passend sein könnte, solltest Du Dich eintragen.

Unsere Musiker zu Pfingsten: Nico Miller und Andreas Burckhardt

Am Pfingstsonntag feiern wir um 18.00 Uhr unseren Gottesdienst. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst durch unsere Choralschola sowie durch: Nico Miller, Klavier Wie bist Du zur Musik gekommen? Begonnen hat alles mit einer musikalischen Früherziehung, bei der ich das Flöte spielen gelernt habe. Dann habe ich mich ziemlich früh für das Klavierspielen interessiert und ab meinem 6. Lebensjahr Unterricht bekommen. Einen musikalischen „Schub“ gab es dann noch einmal in der weiterführenden Schule, in der ich im Schulchor mitgesungen haben. Der dortige Lehrer hat mich schließlich zur nebenberuflichen C-Ausbildung geführt und so bin ich zum Studium für Kirchenmusik gekommen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Da könnte ich mehrere Personen nennen. Mein erster Klavierlehrer, Herr Bachmann-Wießner, hat mir schon sehr früh die Freude an der Improvisation und an der Musiktheorie vermittelt. Sehr geprägt hat mich mein Chorleiter im Schulchor, Jürgen Weber, der mich früh gefördert und mir einen Weg für meine musikalische Ausbildung aufgezeigt hat. Und schließlich wurde ich durch den Fuldaer Domorganisten Prof. Hans-Jürgen Kaiser sehr stark musikalisch geprägt. Was bedeutet es für Dich, …