Monate: Februar 2021

Unsere Musikerin am Sonntag: Anne Harer

Wie sind Sie zur Musik gekommen? Meine Eltern waren und sind begeisterte Kirchenchorsänger, ich war schon als Säugling bei Chorproben dabei. Das hat sicherlich geprägt.Wer hat Sie musikalisch am meisten beeinflusst?Die Kirchenmusik an St.Stixti in Northeim hat mich sicherlich stark beeinflusst. Viele Oratorien habe ich schon als Kind aus der ersten Reihe gehört. besonders die Geiger*innen haben mich begeistert.Was bedeutet es für Sie, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?Ich freue mich, die Hauskirche kennenzulernen. Auch kleine Räume musikalisch zu verzaubern macht mir große Freude.Stell stellen Sie sich vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchten Sie einmal eintauchen?Ich würde gern mal Anfang des 18.Jahrhunderts in den Hannoverschen Hof schnuppern, das fände ich toll. Agostino Steffani kennenlernen und rauskriegen, ob der fantastische Komponist Venturini wirklich Belgier war?

Christian Mund

Unser Musiker am Sonntag: Christian Mund

Christian Mund Wie bist Du zur Musik gekommen? Als Kind und Jugendlicher war ich in einem Internat in Bayern. Da gehörte ein Bläserquartett obligatorisch dazu. Und als eine Klarinette benötigt wurde, habe ich mich gemeldet, ohne zu wissen, was mich erwartet. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Als ich eine Zeit sehr wenig Klarinette gespielt habe und außer Übung gekommen war, hat mich dann Klezmer fasziniert. Da sagte ich mir, das will ich auch spielen, hörte mir viele Aufnahmen an und griff wieder zur Klarinette. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Ich habe nun schon öfter in diesem schönen sakralen Raum gespielt und schätze die Stimmung und den Klang des Raumes. Dazu kommt, dass es für mich schon immer dazu gehörte, Musik im Gottesdienst zu spielen. In dem Internat hatten wir einen besonders musikalischen Pater, der mit uns Schülern eine der ersten “Jazzmessen“ aufführte. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Eine schwere Frage, jede Epoche hat ihre …

Wenn Miss Marple ermittelt oder: das Projekt Fastenzeit

Wenn Miss Marple ermittelt und Sherlock Holmes seine Untersuchung beginnt, wenn im Tatort und im Polizeinotruf der Mord getätigt wurde und die Kommissare und Kommissarinnen ihre Arbeit aufgenommen haben, dann erwarten wir eine Suche nach dem Täter – oder war es doch eine Täterin? Befragungen, Observationen, kriminaltechnische Untersuchungen, die SpuSi (als Krimi-Fachleute wissen ja alle, dass das Spurensicherung heißt) gehen ans Werk und werden uns zielsicher zunächst den falschen Täter bringen, um dann fast im letzten Augenblick – es bleiben noch fünf Minuten Sendezeit – die richtige Täterin zu präsentieren. Wer hätte gedacht, dass es diese Person war? Aber nun ist es vollbracht. Zum Ende wird eben noch die Geschichte im Hintergrund rund gemacht und schon kann der Abspann laufen. Wir sind zufrieden: Der Schurke ist hinter Gitter und wir können uns nach getaner Arbeit einer anderen Sendung widmen.Aber was wäre, wenn der Tatort plötzlich immer damit enden würde, dass kein Täter oder keine Täterin gefasst wird? Wenn jedes Verbrechen ungesühnt bliebe, weil sich einfach niemand ermitteln lässt? Der Tatort wurde binnen eines Jahres eingestellt werden. …

Beginn der Fastenzeit

Wir laden Dich ein, mit uns zusammen die Fastenzeit am Aschermittwoch zu beginnen. Wir werden das Buch Jona einmal ganz vorlesen, unterbrochen von verschiedenen Gesängen. Am Ende werden wir alle durch einen Segen in die anstehende Fastenzeit entsandt. Über diesen Link wirst Du am Mittwoch zur Übertragung der Lesung gelangen.Das Buch Jonaund Sendung in die Fastenzeit17.2.202118.00 Uhr jetzt teilnehmen

Agnes Hapsari

Unsere Musikerin am Sonntag:  Agnes Hapsari

Wie bist Du zur Musik gekommen? Ich komme aus einer Familie, in der Musik eine zentrale Rolle spielt. Obwohl mein Vater Elektroingenieur von Beruf ist, sang er sehr oft und spielte Gitarre und Klavier/Orgel. Er hat bei uns in der Kirchengemeinde den Chor geleitet. So kam ich auch früh mit der Musik in Berührung. Mit vier habe ich erstmal elektrische Orgel gelernt, und mit sieben dann Klavier. Mit zehn habe ich zum ersten Mal den Chor in meiner Schule an der Orgel begleitet, wenig später dann den Chor, den mein Vater geleitet hat. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Bernd Homann, mein ehemaliger Jazzklavierlehrer an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Er hat mich stets motiviert, über die „Regeln“ hinaus zu spielen und improvisieren, aber vor allem bei mir selber treu zu bleiben. Prof. Jim Daus Hjernoe, mein Pop- und Jazzchorleitungslehrer an der Royal Academy of Music Aarhus/Aalborg, hat mich mit seinen neuen pädagogischen und Improvisationsmethoden in der Chorszene sehr inspiriert. Malene Rigtrup, meine Lehrerin auch an der Royal Academy of Music Aarhus/Aalborg. Von ihr konnte ich sehr viel …

10 Jahre Hauskirche in der Cella

10 Jahren sind für eine Kirche nicht wirklich ein lange Zeit. Schauen wir auf die Kathedralen, die Dome und romanischen Kirchen, dann erscheinen 10 Jahre wie ein Augenblick. Doch für uns sind die 10 Jahren seit der Einweihung unserer Hauskirche eine besondere Zeit, auf die wir mit Dankbarkeit und auch Demut zurückblicken.Im alten Rom sprach man vom Genius Loci, also vom Geist eines Raumes. Damit war eine Wesenheit gemeint, die den Raum in gewisser Weise bewohnt und schützt.Wir meinen, dass unser Kirchraum durchaus einen Geist atmet und dieser Geist spricht die Seele der Menschen von heute an.Jede Kirche und jede Epoche versucht der Seele der Menschen ein Zuhause zu bieten. Waren es früher vielleicht stark ausgeschmückte Kirchen mit Gold und Farbe, so sind es heute eher schlichte und konzentrierte Kirchen, die viel Raum lassen für eigene Bilder und vielleicht manche Bilder auch verblassen lassen.

Unsere Musikerin am Sonntag: Elisabeth Schwanda

Elisabeth Schwanda Wie bist Du zur Musik gekommen? Meine Mutter und mein Großvater haben viel mit mir als kleines Kind gesungen, ich habe stundenlang vor dem Radio bei klassischer Musik gesessen und fasziniert zugehört, letztendlich aber hat ein LP mit Frans Brüggen und einem Vivaldi-Konzert in mir den Wunsch ausgelöst, Musikerin zu werden. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Sänger und Instrumentalisten wie Frans Brügge Gustav Leonhard, J. Norman, Maria Callas, Sergiu Celibidache, Daniel Barenboim. Aber auch der Musik- LK im Gymnasium und mein Flötenlehrer in Karlsruhe, und zwar deswegen weil sie alle so begeistert waren von Musik und diese „ Fackel“ an mich weitergegeben haben. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? In einer Kirche zu musizieren ist etwas Besonderes, ich spüre eine gewisse“ heilige Stille „, die ich mit meiner Musik bereichern darf. Die Cella ist für mich ein magischer Ort. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Gerne ins 24. Jahrhundert , um hoffentlich zu erleben, …

Der Weihnachtsbaum in der guten Stube

Im Februar ein Beitrag zum Weihnachtsbaum? Nun, am 2. Februar feiert die Liturgie das Fest der Darstellung des Herrn, ein von Weihnachten abhängiges Fest. Doch dazu weiter unten mehr… Mein Vater ist in einem Dorf in der Eifel, unweit der Abtei Maria Laach, aufgewachsen. Oft sind unsere Eltern mit uns dort hingefahren, um die Großmutter und die Familie einer Schwester meines Vaters zu besuchen. Das Haus war aus robusten Bruchsteinen errichtet. Das Plumsklo befand sich in einem Verschlag neben dem Haus. Ab und an hat mein Vater Anekdoten aus seiner Kindheit erzählt. Das Familienleben fand gewöhnlich am Küchentisch statt, denn die gute Stube wurde nur zu ganz besonderen Anlässen benutzt. Und so war es, dass meine Großmutter in einem Jahr kurz vor Ostern diese herrichten wollte. Und in der Stube stand noch der Weihnachtsbaum – ziemlich skeletthaft, denn die Nadeln lagen alle auf der Erde. Die Weihnachtszeit endete am 2. Februar Bis zur Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils endete die Weihnachtszeit am 2. Februar mit dem Fest der Darstellung des Herrn, im Volksmund auch gern …