Monate: August 2020

Zwischen Reset, weiter so und freudiger Rückkehr in den Alltag…

Nach den Wochen des Lockdowns und den anschließenden Wochen mit schrittweisen Lockerungen der Einschränkungen war der Urlaub für mich in diesem Jahr besonders wichtig. Obwohl ich sehr wenig unterwegs war und viele Termine ausgefallen sind, war ich vor dem Urlaub angestrengt und erschöpft. Ähnlich habe ich es bei vielen beobachtet, die zu mir in die Praxis gekommen sind. Deutlich wird dies besonders in den Muskeln, die stärker verfestigt und ermüdet sind, als ich das sonst bei mir kenne. Dauerkontraktionen in Muskulatur Das ist in den Corona-Zeiten eigentlich kein Wunder. Diffuse Gefühle von Angst und Unsicherheit führen leicht auch zu einer Dauerkontraktionen in Muskulatur und Bindegewebe der Haut und Unterhaut. Manchmal zieht man sich schon bei Vorstellungen unangenehmer Situationen körperlich zusammen. Diese Kontraktionen verstärken sich in belastenden Lebenssituationen. Es kommt zu negativen Kreisläufen. Je mehr man sich zusammenzieht, desto negativer erlebt man die Welt und erwartet für die Zukunft nur Negatives. Je mehr man nur Negatives denkt und erwartet, desto mehr zieht man sich zusammen und wird dadurch überempfindlich auf die geringsten Reize. Aus der Körpertherapie …

Unser Musiker am Sonntag: Miroslaw Tybora

Wie bist Du zur Musik gekommen?Zur Musik bin ich tatsächlich durch ein gemeinsames Spiel und Musizieren bei einer Kirchengemeinde in meiner Heimatstadt in Schlochau in Polen/Pommern gekommen. Zusammen mit meinen Freunden haben wir noch als Kinder und Jugendliche bei den Gottesdiensten musikalisch begleitet. Ich war damals 8, oder 9 Jahre alt.Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?Es ist heute schwierig zu sagen. Da ich nicht von Musikerfamilie stamme, waren das wahrscheinlich meine Lehrer und meine Freunde, mit denen ich zusammen musiziert habe. Da ich mich in verschieden Musik Genres gerne bewege, waren das ziemlich viele Menschen. Doch auf eine ganz schreckliche und peinliche Situation kann ich mich gut erinnern. Ich habe vor mehreren Jahren mit Freunden bei einem Gipsy Swing Festival in Wilhelmshaven gespielt. Natürlich waren dort auch die meistens angesagten und bekannten „Zigeuner“. An einem Abend habe ich die peinliche Frage gestellt, die ich nie vergessen werde: „wer war eigentlich der „Django“ Reinhardt“? Hmm…Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?Ich komme aus Polen, d.h. aus einem …

Fünf Vorschläge wie man schwierige Zeiten überstehen kann

Ich merke eigentlich jetzt erst, was diese letzten Monate mich gekostet haben. Wie subversiv die Atmosphäre in mein Leben eindrang und das, obwohl ich im Grunde sehr geschützt lebe. Digital bin ich schon lange unterwegs und an einem üblichen Arbeitsalltag komme ich nur mit wenigen Menschen so in Berührung, dass ich mich anstecken könnte. Doch diese grundsätzliche Atmosphäre des Gefährdetseins, der Besorgnis, der Vorsicht und des Ausweichens machen vor niemanden halt, so sehr man sich auch geschützt weiß.Es waren anstrengende Monate, das kann ich sagen. Deshalb tut mir auch die Sonne und Wärme dieser Tage sehr gut. Und die Leichtigkeit der letzten Wochen ohne große Verpflichtung waren sehr erholsam.Anstrengende Tage kenne wir alle und wir alle haben schon schwere Zeiten durchgemacht. Doch eine solche Zeit kollektiv zu erleben, das ist für uns alle vermutlich neu – außer für die, die den Krieg noch erlebt haben.Und das, was diese Zeit uns allen noch bringen wird, die so genannten Spätfolgen, von denen können wir noch gar nicht sprechen. Es reicht ja auch schon, was jetzt zu spüren …

Unser Musiker am Sonntag: Alon Sariel

Alon Sariel Wie bist Du zur Musik gekommen? Meine Eltern sind zwar nicht Musiker, wollten aber, dass wir (ich und meine vier Geschwister) musikalische Grundlagen lernen. So gab es im Haus ein Klavier, worauf meine Schwester musiziert hat, die Gitarre von meinem älteren Bruder, einige Blockflöten, ein Akkordeon etc. Als das jüngste Kind im Haus, war mir klar, dass ich ebenfalls Musik machen möchte. Wahrscheinlich habe ich – um mich von den anderen abzugrenzen – mit der Mandoline angefangen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Hier tue ich mich schwer, musikalisch von nicht-musikalisch zu trennen. Sehr viele Menschen und Ereignisse haben meinen Weg begleitet, Lehrer, Kollegen und auch Schüler. Ein gewisser Teil gehört dem Zufall, der andere dem Höheren. Wenn ich aber tatsächlich versuche die Person, die mich musikalisch am meisten beeinflusst hat, zu finden, stelle ich etwas eigenartiges fest: Das ist bestimmt meine Lebenspartnerin, die nicht Musikerin ist, aber eine Tür gefunden hat, zu all meinen Lebensbereichen. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Oft …