Monate: März 2016

Psalm

Leben aus dem Vertrauen heraus

Welcher Psalm gefällt Dir besonders gut oder hat für Dich persönlich eine besondere Bedeutung? Wo der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. (Ps 127,1 nach M. Luther) Wie würdest Du den Vers in Deiner eigenen Sprache formulieren und welche Bedeutung hat der Vers für Dich persönlich? Lange war mir nicht bewusst, dass ich mich oft in der unmittelbaren Vers-Nachbarschaft aufhielt, wenn Lehrer Bequemlichkeit mit Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf! quittierten. Später konnte ich lesen, dass die Verse 1 und 2 in diesem Zusammenhang dreimal von umsonst sprechen … Gleichzeitig zählt der Psalm freilich Lohn auf und Frucht, Hand des Helden und Pfeile im Köcher und nicht zuschanden werden. Ein „duales System“ offensichtlich, das wohl auch Jesus am Herzen liegt: Ein Mensch warf den Samen auf die Erde und schläft und steht auf Nacht und Tag, und der Same keimt und wird lang, er selbst weiß nicht wie. (Mk 4,26f) In welcher Lebenssituation könnte man diesen Vers jemanden an die Hand geben? In jeder – ob agil und erfolgreich, …

Karsamstag

Karsamstag musikalisch

Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir. / Herr, höre meine Stimme! Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! Wenn du, HERR, Sünden anrechnen willst – Herr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte. Ich harre des HERRN, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen; mehr als die Wächter auf den Morgen hoffe Israel auf den HERRN! Denn bei dem HERRN ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm. Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.

Karfreitag musikalisch

Der Gesang „Christus factus est“ gehört zu den wesentlichen Gesängen der Karwoche. Ab Gründonnerstag wird er jeweils am Ende des Stundengebetes gesungen, sowie in der Karfreitagsliturgie. Hier kannst Du diesen Gesang komponiert von Anton Bruckner und gesungen vom Kings College in Cambridge hören.

Gottesdienste der Kar- und Ostertagen

24.3.2016 – Gründonnerstag 07:00 Uhr Trauermetten 12:30 Uhr Mittagsgebet 19:00 Uhr Abendmahlsfeier 25.3.2016 – Karfreitag 07:00 Uhr Trauermetten 12:30 Uhr Mittagsgebet 15:00 Uhr Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu 20:00 Uhr Komplet 26.3.2016 – Karsamstag 07:00 Uhr Trauermetten 12:30 Uhr Mittagsgebet 18:00 Uhr Vesper 27.3.2016 – Ostern 05:00 Uhr Auferstehungsfeier anschl. gemeinsames Frühstück und Osterlaudes 18:00 Uhr Ostervesper

Heldenreise

So kannst Du Dein Leben auch verstehen: Die Heldenreise

Heldenreise Kannst Du Dich noch an das Tor erinnern, das Mario Götze 2014 geschossen hat und damit der Deutschen Mannschaft die Weltmeisterschaft sicherte? Kennst Du den Film Herr der Ringe? Kennst Du noch die einzelnen Etappen von Frodos Reise nach Mordor? Naja – und Du kennst gewiss den Weg, den Jesus zurücklegte, seine verschiedenen Stufen und Etappen, die letztlich bis in den Tod führten und darüber hinaus. All das sind Heldengschichten, Geschichten, in verschiedenen Etappen und Stadien, die sich alle im wesentlichen gleichen. Ich habe ja vor kurzem über die Archetypen gesprochen. der Held gehört natürlich auch dazu und die Heldenreise in gewisser Weise auch. ich will Dir die einzelnen Stufen dieser Reise vorstellen und helfen, sie für Dich zu nutzen. Denn auch Dein Leben ist eine Heldenreise. Joseph Cample, ein amerikanischer Forscher, hat diese Heldenreise aus den Mythen und Märchen dieser Welt extrahiert und in seinem Buch Heroes in tausend Gestalten niedergeschrieben. Ich empfehle Dir sehr, Dir dieses Video anzusehen und Du bekommst einen tollen Einblick in die Heldenreise. A Hero’s Journey – Hollywood Movie Mashup from …

Wasser trinken

Minimalismus leben: Wasser trinken

Wasser trinken An kleinen Dingen merkt man manchmal, aus welchem Jahrhundert man wirklich kommt. Bei mir war es zum Beispiel in meiner Kindheit so: Wer Durst hatte, ging zum Wasserhahn und ließ etwas Wasser in ein Glas fließen und trank es. Mineralwasser habe ich erst mit sechs oder sieben Jahren wirklich kennen gelernt. Cola oder Fanta gab es nur, wenn mein Vater uns alle zum Muttertag in die dörfliche Schänke zum Essen einlud oder wenn ich Geburtstag hatte und meine Gäste bewirten wollte. Wir hatten einen eigenen Brunnen und bezogen unser ganzes Wasser aus dem Erdreich. Das wäre heute vermutlich gar nicht mehr erlaubt. Ich war immer neidisch auf meine Schulkameraden, die jeden Tag Mineralwasser oder anderes trinken durften, während ich mich mit dem Wasser aus dem Brunnen zufrieden geben musste. Heute sehe ich das anders – wie manches. Trink Wasser aus der Leitung Unsere Einladung heute lautet: Wasser trinken und zwar aus der Leitung. Kein Mineralwasser, weniger Kaffee, keine Süßgetränke mehr: schlicht Leitungswasser. Wenn Du magst, und im Grunde können wir das sehr empfehlen, kannst du das …

Archetypen

Du bist ein Held – wir zeigen es Dir!

Entdecke Deine Archetypen! Wer kennt sie nicht, die Helden aus Hollywood, und Hollywood liebt Helden, braucht Helden und kommt ohne sie nicht aus. Ohne Tom Cruise, Leonardo Di Caprio, ohne Bruce Willis oder Sharon Stone läuft kein Film. Alexander, James Bond, Harry Potter, Herr der Ringe funktionieren genau so und nicht anders – die Amerikaner sind einfach Heldenverliebt und niemand kann Helden besser darstellen. Der Held (ich bleibe jetzt mal bei der männlichen Schreibweise) ist ein Archetyp, das heißt ein Urbild, das es in allen Kulturen gibt. Das bedeutet, dass es egal ist, ob Du Märchen oder Geschichten in Australien, in Togo, in Japan, in der Mongolei oder in Andorra hörst oder liest. In allen Kulturen kommen Helden vor, die Abenteuer bestehen und letztlich siegreich sind. Ein Archetyp ist eine Grundstruktur menschlichen Verhaltens und menschlicher Vorstellungen. Es ist Teil des so genannten kollektiven Unbewussten, also dem Teil unserer Persönlichkeit (nach C. G. Jung), der uns mit allen anderen Menschen verbindet und damit über unser persönliches Unbewusstes weit hinaus geht. Archetypen finden in Märchen ihren Ausdruck oder in unseren …

Nachrichtenfasten

Minimalismus leben: Nachrichtenfasten

Nachrichtenfasten Mein Vater erzählte mir einmal, dass er von Tode Hindenburgs während der Arbeit auf dem Feld erfahren habe. Irgend ein Nachbar sei vorbei gekommen und habe mitgeteilt, dass der alte Hindenburg gestorben sei. Das waren noch Zeiten! Heute würde das Handy meines Vaters vibrieren und die Tagesschau-App würde ihn per Pushnachricht maximal eine Minute nach dem Tod vom Ableben des Reichspräsidenten informieren – ganz abgesehen von den Sondersendungen, die folgen würden. Aber, müssen wir das alles wissen? Müssen wir so intensiv benachrichtigt werden, müssen wir in jedes Loch dieser Welt gucken und jedes Schandtat brühwarm erklärt und vorgeführt bekommen? Zeitungen, Fernsehen, Radio und ganz besonders das Internet informieren uns zu jeder Sekunde. Aber brauchen wir das und ist das wirklich gut für uns? Das ist zunächst eine wichtige wie auch müßige Frage. Heute können wir uns nicht mehr mit Unwissenheit herausreden – das ging früher. Wir wissen einfach viel zu viel um sagen zu können, ich hab das nicht gewusst. Die vielen Informationen steigern unsere Verantwortung. Aber sie verändern dadurch nicht unbedingt unser Handeln und sie …