Alle Artikel mit dem Schlagwort: Meditation

Stadtmoenche on air: Zentrum für christliche Meditation und Kontemplation

Welche wunderbarer Zufall. Ich hatte P. Helmut Schlegel, einer der Leiter des Zentrums für christliche Meditation und Kontemplation in Frankfurt, für ein Audiointerview angefragt. Und es ergab sich, dass er und eine seiner Kolleginnen sich ohnehin in der Nähe aufhielten und einige Tage im Kloster Marienrode verbrachten. So konnten wir auf Skype und andere Technik verzichten. „Als geistliches Zentrum des Bistums Limburg für die katholische Stadtkirche Frankfurt am Main ist Heilig Kreuz offen für Menschen verschiedener Konfessionen, Weltanschauungen und Kulturen.“ So heißt es auf deren Internetseite. Es ist ein Ort, wo die Menschen sehr wach und offen sind für die spirituellen Bedürfnisse der Menschen – insbesondere derer, die sich nicht religiös gebunden haben oder sich einem Weg verpflichtet fühlen. Das sind in der Regel sehr viele Menschen. Wie kann man für die Bedürfnisse und Fragen dieser Suchenden Angebote entwickeln und Räume zur Verfügung stellen? Das Zentrum in Frankfurt ist eine der möglichen Antworten. Mich hat der sehr wache Umgang mit Sprache sehr beeindruckt. Das habe ich aus dem Gespräch mitgenommen und ich merke, dass mich …

Benediktushof

Stadtmönche on air: Der Benediktushof

Benediktushof In unserer neuen Podcast-Reihe möchten wir Dir verschiedene Orte in Deutschland vorstellen, wo Menschen eingeladen werden, geistlich bzw. spirituell eine Zeit lang zu leben und zu üben. Damit sind vor allem Meditationshäuser, Exerzitienhäuser und andere Einrichtungen gemeint. Der Benediktushof ist unsere erste Station. Bilder zur Homepage Gegründet wurde der Benediktushof von P. Willigis Jäger, einem Benediktiner der Abtei Münsterschwarzach. Zuvor war P. Willigis im ordenseigenen Haus in Würzburg tätig. Im Haus St. Benedikt gab er Kontemplations- und Zen-Seminare. Das Tagungshaus ist in einem ehemaliges Benediktinerkloster untergebracht, das zu einem Zentrum für Meditation und Achtsamkeit umgebaut wurde. Es versteht sich als überkonfessionell und ist daher kirchlich nicht gebunden. Hier eine Liste von Kurstiteln, die den inhaltlichen Spannungsbogen deutlich machen: Yoga Zen-Sesshin Märcheninterpretationen Kontemplationstag Kado – japanischer Blumenweg Burnout – Entstehung, Ausprägung, Prophylaxe Familien-/Systemaufstellungen im Geiste West-Östlicher Weisheit Handauflegen – Vertiefung Neben dem Kursbetrieb gibt es auf dem Gelände noch einen Hofladen, wo schöne und leckere Dinge zu kaufen sind. Außerdem gibt es eine Buchhandlung und ein vegetarisches Restaurant. P. Willigis hat zudem eine Stiftung gegründet, …

Meditation

Ein Haus der Meditation

Mitten in Hannover und anderen größeren Städten auf der ganzen Welt gibt es Häuser, die sich ganz der Hinführung zur Meditation verschrieben haben. Der Inder Maharishi gründete in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts eine neue Bewegung zur geistigen Schulung, die gerade in den Studentenbewegungen und Zeiten der Hippikultur schnell Fuß fassen konnte. Er nannte seine Meditation „Transzendentale Meditation“ und sollte so etwas wie eine Essenz der Meditation sein, die sich nicht einer Religion verschrieb, sondern offen für alle sein sollte – auch für solche, die nur der Entspannung wegen meditieren möchten. Mitten in Hannover am Schiffsgraben steht der Friedenspalast. Dort wird jeden Tag Transzendentale Meditation gelehrt. Ich habe mit Albert Mayr gesprochen, der dort wirkt.

Mantra

„Ommmmmmm“ – Mantra und Affirmation

„Ommmmmmm“ –  Mantra und Affirmation Sag einer Gruppe Unkundiger, dass wir jetzt alle zusammen meditieren werden und Du kannst fest davon ausgehen, dass mindestens ein paar von ihnen Daumen und Zeigefinger zusammenführen, die Hände so drehen, dass die Handinnenflächen nach oben gucken und sie werden dabei Ommmmm sagen. Das ist die häufigste Vorstellung von Meditation und wie immer weder völlig falsch noch völlig richtig. Om ist eine heilige Silbe für Hindus, Buddhisten wie auch für Jainas. Sie bezeichnet die Gegenwart des Absoluten. Vielleicht ähnlich wie im Judentum und damit auch im Christentum die Silbe El für Gott steht: Beth-el, Isra-el oder Micha-el. Om ist auch einer der Hauptworte aller Mantren, die im Buddhismus oder bei den Hindus gesungen werden. Und um Mantren soll es in diesem Beitrag heute gehen. Im Christentum kennen wir eine solche Praxis nicht wirklich. Wir haben auch Worte, die wir wiederholt einsetzen: Amen, Halleluja oder “Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist”, aber diese sind schwerlich als Mantren zu bezeichnen. Vielleicht kommen die Gesänge der Mönchsgemeinschaft Taize …

Was ist der Mensch… Psalmen aus dem Leben erklärt

“Was ist der Mensch…?” – Psalmen aus dem Leben erklärt Die Frage nach dem Menschen wird immer schwieriger zu beantworten. Was heißt es denn, Mensch zu sein und sich als Mensch zu erleben und zu erfahren? Gibt es den spezifischen Erfahrungshorizont, den wir menschlich nennen? Und doch definieren wir uns in einem fort, egal was wir tun. Unser Handeln und unsere Worte sind immer auch Selbstaussagen, sagt die Kommunikationspsychologie, und damit Selbstdefinition. Von daher sind auch alle gesprochenen oder gebeteten Psalmen eine Aussage über mich selbst, ja, das Beten selbst ist eine Selbstdefinition. Wer betet, sieht sich in der Regel einer zweiten Instanz oder Person gegenüber und fühlt sich in gewisser Weise auch von ihr abhängig. Mein Wohlergehen liegt nicht nur in meiner Hand, sondern wird wesentlich mitbestimmt von einem viel größerem Gegenüber. Ich bin existentiell bezogen auf den Ursprung meines Lebens und das Geheimnis des Seins. Wäre es anders, bräuchte ich nicht zu beten – es wäre eine Form des Zitierens oder Rezipierens, aber nicht Gebet. Gebet richtet sich an jemanden oder etwas und kommt ohne diesen …

Die Macht der Wünsche Teil 3

Die Macht der Wünsche Teil 3 Kommen wir heute zum Abschluss unserer Reihe: Ich kann mir auch vorstellen, dass jeder Mensch nicht ein unendliches Potential hat, sondern auch Grenzen, die er oder sie auch mit noch so viel Anlauf wird überspringen können. Das heißt nicht, dass man nicht jedem so viele Möglichkeiten und Förderung wie möglich angedeihen lassen sollte. Wir wissen nicht, wo diese Grenze ist – aber am Ende des Lebens oder vielleicht ab der Lebensmitte wird es der einzelne für sich vielleicht erkennen. Ich finde nicht, dass es schlimm ist, Grenzen zu haben. Unser Schulsystem mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium teilt die Schüler ein – ein Wechsel ist möglich, aber schwer. Hier werden zu früh Grenzen angenommen, ohne für einen leichten Wechsel zu sorgen. Ich glaube aber auch, dass es eine erfundene Wirklichkeit gibt, eine Wirklichkeit, die ich verändern kann. Das ist meine Freiheit. ich habe beispielsweise nicht unbedingt die Freiheit zu entscheiden, ob ich Krebs habe, aber ich habe die Freiheit zu entscheiden, wie ich damit umgehen möchte. Ich habe auf alle …

Die Macht der Wünsche Teil 2

Die Macht der Wünsche Teil 2 Weiter geht es mit der Macht der Wünsche philosophisch betrachtet. Europa und die Wirklichkeit Man kann es so nicht sagen, aber ich tue es doch: Europa steht dem gegenüber eher für die gefundene Wirklichkeit, also die Wirklichkeit, die ich nicht selber konstruiert habe, sondern vorgefunden. Es gibt demnach Begrenzungen, die nicht aufhebbar sind, ist gibt Konstellationen, die nicht konstruiert. sondern gegeben sind – von wem auch immer. Das sind körperliche Begrenzungen, die wir teilweise wieder aufheben können. Aber manche bleiben eben – bestimmte Behinderungen bleiben. Wenn ich von einer gefundenen Wirklichkeit ausgehe, dann ist weniger veränderbar, der status quo wird eher akzeptiert. Es liegt nahe, dass die Kirchen eher von einer vorgegebenen Wirklichkeit ausgehen, die von Gott kommt. Das ist auch das Problem der Gender-Problematik. ist das Geschlecht etwas Erfundenes oder etwas Vorgefundenes? Darf ich mein Schicksal verändern? Ist Homosexualität etwas von mir “erfundenes”, also konstruiert oder durch Krankheit erworben, oder komme ich so damit auf die Welt und ist daher etwas “gefundenes”? Es ist Dir vielleicht schon klar, …

Die Macht der Wünsche Teil 1

Die Macht der Wünsche Vor einiger Zeit habe ich ein Buch über das schöne Thema die Macht der Wünsche gelesen. Es gibt seit einigen Jahren viele Bücher zu diesem Begriff. Dabei wird in der Regel die These vertreten, dass Wünsche ihre Erfüllung nach sich ziehen. Natürlich nicht alle Wünsche, sondern nur diejenigen, die wir uns wirklich, also von ganzem Herzen wünschen. Einige Autoren greifen dabei auch auf die Bibel zurück. Sie zitieren zum Beispiel Jesus mit seinem Wort: Bittet und es wird Euch gegeben. Daraus wird dann abgeleitet, dass wir der Erfüllung unserer Wünsche sehr nahe sind, wenn wir nur in der rechten Art und Weise wünschen oder bitten. Die erfundene Wirklichkeit Dieses Ḿodethema kommt nicht ohne Grund aus den USA – wie viele andere Modethemen auch. Vielleicht kennst Du das Buch: Sorge Dich nicht, lebe. Oder das Buch von Joseph Murphy: Die Kraft des Unbewussten. Bei all diesen Autoren, die sich mit dem Wünschen beschäftigen, geht es immer darum, dass unsere Gedanken die Wirklichkeit erschaffen und damit unsere Wünsche die Erfüllung. Du musst Dir …