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Weitere InformationenIn der Zeit, in der wir leben, ist es oft nicht leicht, sich all dem auszusetzen, was uns von der Welt erreicht. Das gilt schon seit vielen Jahren und es wird wohl auch noch lange so bleiben. Die Nachrichten, die Tagesschau, all die Zeitungen und Sendungen – wir kommen nicht umhin, zumindest ein wenig davon mitzubekommen, selbst wenn wir den Konsum reduziert haben.
Es ist oft schwer auszuhalten. Es gibt nur wenige Tage, an denen wir die Nachrichten sehen und danach ganz entspannt sagen können: „Es ist eigentlich alles ganz gut.“ Das Weltgeschehen ist für viele von uns zu einer wirklichen Belastung geworden, zu einer Herausforderung für die eigene Seele.
Ich möchte dir zeigen, wie das Anschauen der Tagesschau – die hier stellvertretend für alle Nachrichten steht – für dich zu einem spirituellen Akt werden kann. Wenn wir diese Bilder sehen, fühlen wir uns oft ohnmächtig. Wir werden traurig oder verzagen an der Welt. Wer geht schon aus einer Nachrichtensendung hervor und sagt: „Wunderbar, ich fühle mich gestärkt für den nächsten Tag“? Meist bleibt ein bitterer Nachgeschmack zurück. Und doch können wir uns dem Ganzen nicht einfach entziehen.
Der Weg der inneren Übung
Es geht darum, beim nächsten Mal einen anderen Weg zu wählen. Versuche, während du die Nachrichten schaust oder hörst, ganz bewusst in der Liebe zu bleiben. Du hörst von Kriegen und du bleibst dennoch in der Liebe. Du erfährst von Katastrophen und Opfern und du bleibst in deiner liebevollen Präsenz. Selbst wenn von Despoten oder narzisstischen Anführern die Rede ist: Versuche auch dann, nicht aus deinem inneren Frieden zu fallen.
Natürlich gibt es viele Gründe für Wut und Traurigkeit. Diese Reaktionen sind verständlich, aber sie führen uns nicht weiter. Niemandem ist geholfen, wenn du in die Depression oder den Zorn rutschst. Dir jedoch ist geholfen, wenn du den Raum der Liebe hältst.
Man könnte dies als das große alchemistische Werk bezeichnen: Inmitten des Leids nicht aus der Liebe zu fallen. Dafür ist es wichtig, dieses Gefühl der Liebe vorab in sich zu kultivieren. Du musst wissen, wie es sich im Körper und im Geist anfühlt. Bevor du die Nachrichten einschaltest, stimme dich darauf ein. Nimm das, was du dort erfährst, mit hinein in deine achtsame Liebe. So rutschst du nicht ab in den Ärger, sondern bleibst verankert.
Heilung durch Präsenz
Das wird dir nicht immer gelingen. Die Welt bietet genug Anlässe für gerechten Zorn. Aber es ist ein transformatives Werk, die Dramen dieser Welt in dein Herz zu nehmen und sie dort in Liebe zu hüllen, damit Heilung geschehen kann.
Das ändert vielleicht nicht augenblicklich das große Weltgeschehen, aber es ist dein persönlicher und kostbarer Beitrag. Du gibst den Menschen dadurch einen neuen Sinn und eine neue Bedeutung. Du bist nicht mehr länger ohnmächtig, sondern findest einen kleinen Handlungsspielraum zurück, indem du aus dem Geist des Mitgefühls reagierst. In einer Zeit, in der man sich oft nur noch benutzt fühlt, ist das unglaublich wertvoll. Es ist ein Übungsweg, der Geduld braucht, aber er schenkt dir deine Kraft zurück.

