Monate: Oktober 2021

Vertraue mir!

Als Kind habe ich mit großer Freude den Film „Das Dschungelbuch“ geschaut. Die Lieder konnte ich natürlich alle auswendig mitsingen. Da waren vor allem die Lieder von Balu oder King Louie meine Hits, auch das Lied der Schlange Kaa habe ich natürlich mitgesungen: „Hör auf mich, glaube mir! Augen zu, vertraue mir.“ Auch wenn die Szene im Film eher wenig vertrauenerweckend wirkt und man Mogli wünscht, schnell wieder von dieser Schlange loszukommen, rettet sie ihn doch vor dem Tiger Shir Khan. In diesen Tagen fällt mir dieses Lied immer wieder ein, wenn ich in den Nachrichten und von vielen Politikern so viel über das Vertrauen höre. Auch für mich gehört Vertrauen zu den wesentlichen emotionalen Grunderwartungen beim Start von gemeinsamen Initiativen und Projekten. Von daher ist das, was wir derzeit in der Politik erleben, irgendwie sehr normal:  Alle Beteiligten versichern sich immer wieder ihrer Übereinstimmung, ihrer Entschlossenheit und ihrer Verlässlichkeit für das geplante Vorhaben. Denn dadurch entsteht die erforderliche Begeisterung für gemeinsame Dinge, die dann auch durch schwere Phasen trägt. Vertrauen ist ein Schatz Vertrauen …

Erntedank

Am vergangenen Sonntag war das Erntedankfest. Ich hatte – wie in den letzten Jahren – die Gottesdienste in St. Joseph, weil Pfarrer Plochg in Urlaub ist. Seit einigen Jahren steht nun schon um den Erntedanksonntag herum ein Einkaufswagen vom Supermarktvor dem Altar, in den viele Menschen Konserven und andere haltbaren Lebensmittel legen, die dann an Bedürftige weitergegeben werden. Als ich heute Morgen zur Kirche ging, kam mir die Frage von Pfarrer Plochg von vor ein paar Jahren in den Sinn, über die ich nach wie vor schmunzeln muss. Die Frage lautete: „Kürbis oder Kühlschrank?“. – Ich entschied mich damals für den Kühlschrank, um einen besonderen Aufhänger für die Predigt zu haben. Erntedank in der Abtei Und ich erinnere mich noch gut an die Erntedankgottesdienste, die ich in der Abtei erlebt habe: Zelebrant war jahrelang unser Pater Reinald, der die Bauern der Umgebung eingeladen hatte, die dann nach dem Gottesdienst durch unseren Klostergarten zur Landwirtschaft gingen, um dort bei Blasmusik das ein oder andere Glas Bier zu trinken und so auf die Ernte anzustoßen. Insgesamt also …

Unsere Musikerinnen am Sonntag, 3. Oktober 2021

Kerstin Weise, SopranDorothee Knauer, Violine,Lisa Michaelis, CembaloWie hat sich Euer Ensemble gegründet? Was hat Euch dazu bewogen?Wir haben schon länger voneinander gewusst, uns aber erst zu Beginn der Coronazeit in dieser Konstellation zum Musizieren im Gottesdienst zusammengefunden, weil wir es notwendig fanden musikalische Angebote zu machen. Daraus sollen demnächst auch größere Konzertangebote in andererUmgebung werden.Was ist Euer spezieller Style/Eure Besonderheit, worauf legt Ihr besonderen Wert?Unser Schwerpunkt liegt bei der Barockmusik, wir arbeiten mit historischen Instrumenten und in tiefer Stimmung. Dadurch entsteht ein besonderer Klang. Wenn wir ein Programm aussuchen, versuchen wir einen „roten Faden“ entweder im Text oder bei der Auswahl der Komponisten zu gestalten – am besten, bei beiden.Welches Stück in Eurem Repertoire vermag Euch immer wieder neu zu motivieren oder zu erfreuen?In der Coronazeit haben wir besonders die Kantaten von Georg Philipp Telemann schätzen und lieben gelernt. Wir sind auf die Sammlung „Der Harmonische Gottesdienst“ gestoßen, weil er genau unserer Besetzung entspricht: Singstimme, Melodieinstrument und Basso continuo. Telemann hat dort für alle Sonn- und Feiertage des Kirchenjahres eine Kantate komponiert – ähnlich wie …