Jahr: 2019

Weihnachten 2019

Wir wünschen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest. Möge die Botschaft des Kindes unser Herz berühren. Für das kommende Jahr wünschen wir allen Gesundheit und vielleicht den ein oder anderen persönlichen Neuaufbruch.Zur Inspiration und als Zeichen der Verbundenheit möchten wir auch hier unseren diesjährigen Weihnachtsbrief veröffentlichen: Weihnachtsbrief 2019 Die BrüderNikolaus, Karl-Leo und David

Christian Mund

Unser Musiker am Sonntag: Christian Mund

Christian Mund Wie bist Du zur Musik gekommen? Als Kind und Jugendlicher war ich in einem Internat in Bayern. Da gehörte ein Bläserquartett obligatorisch dazu. Und als eine Klarinette benötigt wurde, habe ich mich gemeldet, ohne zu wissen, was mich erwartet. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Als ich eine Zeit sehr wenig Klarinette gespielt habe und außer Übung gekommen war, hat mich dann Klezmer fasziniert. Da sagte ich mir, das will ich auch spielen, hörte mir viele Aufnahmen an und griff wieder zur Klarinette. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Ich habe nun schon öfter in diesem schönen sakralen Raum gespielt und schätze die Stimmung und den Klang des Raumes. Dazu kommt, dass es für mich schon immer dazu gehörte, Musik im Gottesdienst zu spielen. In dem Internat hatten wir einen besonders musikalischen Pater, der mit uns Schülern eine der ersten “Jazzmessen“ aufführte. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Eine schwere Frage, jede Epoche hat ihre …

Unsere Musiker am Sonntag: Arcadia Serena

Kerstin Weise, SopranFranz Müller-Busch, Blockflöteund Elisabeth Michaelis, Cembalo Wie hat sich Euer Ensemble gegründet? Was hat Euch dazu bewogen? Unser Ensemble trägt den Namen „Arcadia Serena“ und hat sich 2013 gefunden. Der Flötist Franz Müller-Busch betreibt den Girolamo-Musikverlag und wollte mal nicht nur die Noten herausgeben, sondern diese schöne Barockmusik auch zum Klingen bringen, denn es gibt sehr viele wundervolle Stücke für Flöte, Gesang und Basso Continuo. Was ist Euer spezieller Style/Eure Besonderheit, worauf legt Ihr besonderen Wert? Unsere Arbeit gestaltet sich so, dass wir ausprobieren und auch wieder verwerfen, jeder übt für sich und wir setzen dann alles zusammen. Welches Stück in Eurem Repertoire vermag Euch immer wieder neu zu motivieren oder zu erfreuen? Wir haben eigentlich kein bestimmtes Lieblingsstück, aber ich persönlich kann sagen, dass ich ganz viel Gefallen an den Telemann-Kantaten und –arien finde, weil ich so eine verschmitzte Heiterkeit bei den Texten und den Melodien fühle.

Warten und Erwarten

Schon im November drehte sich auf dem Weihnachtsmarkt auf der Liste Meile das Kinderkarussell. Im Beat eines Disco Fox, unterlegt mit kräftigem Schlagzeug, dröhnte „Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all“ aus den Boxen. Aber die Kinder kommen noch gar nicht. Vereinzelt ein paar genervte Mütter, die ihre Kinder ein paar Runden kreisen lassen in der Hoffnung, dass es dann mit weniger Geschrei weitergehen kann. Advent – eine Zeit des Wartens? Dazu gibt es natürlich viel Frommes zu lesen und ich selbst bin mir natürlich der Bedeutung des Wartens auf die Ankunft Gottes durchaus bewusst. Aber wenn ich in diesen Tagen durch die Stadt gehe, entsteht in mir immer mehr die Frage: Auf was warten die Menschen eigentlich hier wirklich? Hat der vorweihnachtliche Stress, den viele von uns so beklagen, etwas mit „dem Warten“ zu tun? Meine Erwartungen an mich selbst Beim genaueren Nachspüren entdecke ich eher eine Zeit der Erwartungen als eine Zeit des Wartens. In den Tagen vor Weihnachten steigen bei ganz vielen Menschen die Erwartungen. Diese Erwartungen können ganz unterschiedlicher Art sein: …

Unser Musiker am Zweiten Advent: Daniel Schindler

Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Opa starb, als ich vier Jahre alt war. Er spielte Violine in einem Berufslaienorchester und scheint mich frühkindlich so stark geprägt zu haben, dass der Wunsch, auch Violine zu erlernen, da bereits sehr groß war. Mit der Einschulung bekam ich dann endlich meinen ersten Unterricht. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Nach meinem Opa meine zweite Geigenlehrerin. Sie vermittelte mir die Musik auf eine sehr intrinsisch motivierende Art und Weise. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Da ich diesen Ort auch gerne nutze, um nach anstrengenden beruflichen Phasen wieder zu mir selbst zu finden, verknüpfe ich speziell mit der Hauskirche der Cella St. Benedikt eine meditative Atmosphäre. Es ist für mich ein zeitloser Ort. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Mich interessieren besonders die alten Hochkulturen. Eine Zeit, aus welcher nahezu keine musikalischen Überlieferungen in Form von Notenschrift existieren. Es wäre schon spannend zu wissen, wie es damals klang.

alte Bücher

Auf ein Neues!

Warum feiern wir Menschen eigentlich Jahrestage – etwa den eigenen Geburtstag oder den eines uns lieben Menschen? Warum feiern wir bestimmte Tage Jahr für Jahr neu – etwa Silvester-Neujahr? Nun, ich glaube, dass wir Menschen Erinnerungen brauchen, die uns aus dem Alltagstrott herausreißen und innehalten lassen, so dass wir Rückschau, aber auch Ausschau halten können. Das neue Kirchenjahr Am vergangenen Samstag haben wir mit der ersten Vesper zum Ersten Advent das neue Kirchenjahr begonnen. Da erinnere ich immer eine Begebenheit, die schon etliche Jahre zurück liegt, die aber deutlich macht, dass wir in einem stets wiederkehrenden Kreislauf eingebunden sind: Unser P. Michael hatte in der Abtei die Predigt am Ersten Advent. Es ging also zum Ambo, zeigte den Gottesdienstbesuchern sein Graduale, öffnete es, nahm ein Lesebändchen und platzierte es auf der ersten Seite. Es begleitet dies mit den Worten: „Gestern habe ich zum 35. Mal das Bändchen von hinten nach vorne gelegt.“ Er hatte damals einfach sehr banal formuliert, was wir Jahr für Jahr tun: Wir beginnen immer wieder am ersten Advent ein neues Kirchenjahr. …

Unser Musiker am Sonntag: Stefan Adam

Unser Musiker am Sonntag: Stefan Adam Wie bist Du zur Musik gekommen? Wie bei jedem Kind des Bildungsbürgertums lag eines schönen Tages eine Blockflöte unter dem Weihnachtsbaum, womit ich zunächst gar nichts anfangen konnte, später aber großen Gefallen an dem Instrument und der dazu gehörenden Musik fand. Nein, der Hauptgrund, daß ich Musik liebe und mache sind meine Eltern, die immer viel mit mir gesungen haben und mir alle Möglichkeiten eröffnet haben, mich auf diesem wunderbaren Feld zu tummeln. So kam ich in die Kinder-, später Jugend- und schlußendlich „große“ Kantorei, hatte Klavier-, Orgel, Blockflöten- und Kontrabaßunterricht und das große Glück, mich bei vielen Anlässen ausprobieren zu können. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Ich bin das Produkt vieler wunderbarer Lehrerpersönlichkeiten. An erster Stelle ist da der frühere Kantor meiner Heimatgemeinde Lengerich zu nennen, der mich nicht nur das Orgelspiel gelehrt hat, sondern auch den Respekt vor dem Raum, in dem wir musizieren dürfen und der letztlich „Schuld“ daran war, daß ich ein Kirchenmusikstudium absolviert habe. Später waren es dann Dozenten der beiden Hochschulen, die mich beeinflußt haben, so in …

Bär schäft - Zeit für den Winterschlaf

Zeit für den Winterschlaf

Jetzt ein paar Wochen Winterschlaf und dann geht es im Frühjahr fröhlich weiter. Ja, ich kenne die Sehnsucht, der Winter, vor allem der November und Dezember mögen schnell vergehen, gerne auch mit einem Winterschlaf, wie bei manchen Tieren. Der Terminkalender ist in dieser Zeit fast immer zu voll. Wenn ich ehrlich vor mir bin, spüre ich, wie schwierig es ist, die Vorfreude auf die Geburt Christi – über die ich natürlich viele schöne Dinge sagen kann, die ich auch selber glaube  – in meinem Alltag auch wirklich zu spüren. Keine Lust auf Winterblues Aber woran liegt dieser „Winterblues“ – und vor allem: Lässt er sich irgendwie verändern? Wenn das Wetter kühler und damit oft auch „schmuddeliger“ wird, verliere ich als erstes die Lust, mich an der frischen Luft zu bewegen. Im Sommer fahre ich gerne und viel mit dem Fahrrad und nutze die freie Zeit für Touren. Im Herbst ist mir dann das Wetter zu schlecht und je weniger ich fahre, umso weniger Lust habe ich auch auf die Bewegung und das Fahrradfahren. In den …

Niemand ist vergessen

Wir laden ein zu einem gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen,die uns nahe waren,an die niemand mehr denkt,die wir vermissen und die uns Gutes getan haben. Innerhalb dieser Feier werden die Namen der Toten, die uns bis dahin genannt worden sind in die Nacht hinein gesungen – so erklingen ihre Namen noch einmal und werden so gewürdigt.Wir werden erstmals diesen Gottesdienst live auf unserer Webseite übertragen. Vigilfeier für unsere Verstorbenen23.11.201920.00 Uhr Wenn Du uns Namen von Verstorbenen nennen möchtest, die an diesem Abend gesungen werden sollen, dann kannst Du sie uns über dieses Formular zusenden. Wir bitten zu beachten:Bitte gib uns auf alle Fälle den Vor- und Nachnamen an. Und um es möglichst vielen zu ermöglichen, uns ihre Namen zu sagen und sie im Gottesdienst zu singen möchten wir Dich bitten, uns nicht mehr als drei Namen zu nennen. Die Meldung der Namen brauchen wir bis zum 22.11.2019. Zudem wäre es natürlich schön, wenn Du an dem Gebet auch teilnehmen kannst oder ihn eben über Livestream verfolgst:

Impuls am Sonntag: Thomas Schwark

Thomas SchwarkMuseumsdirektor Alter63 JahreBerufIch arbeite als Museumsdirektor und bin verantwortlich für das Kestner-Museum, das Historische Museum sowie das Museum im Schloss HerrenhausenWas bedeutet Ihnen Glaube? Die Frage nach der Bedeutung des Glaubens für mich beantworte ich mit Heb 11,1:​“Glaube aber ist: Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutagetreten von Tatsachen, die man nicht sieht.“Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Besonders wichtig war und ist für mich Mt 7,12:“Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.“bzw. Lk 6,31:“Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut auch ihr ihnen!“Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? ​In meinem langen Leben gab es viele Bücher, die mich inspiriert haben. In jüngster Zeit bewegen mich die kurzen Texte der Anthologie „Kopfsteinpflaster“ – „Verborgenes, Verdrängtes und Vergessenes“ aus meiner Heimatstadt Lübeck; dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund von Thomas Manns Bekenntnis „Lübeck als geistige Lebensform“.