Alle Artikel mit dem Schlagwort: Impuls

Christa Marahrens-Schürg

Impuls am Sonntag: Christa Marahrens-Schürg

Den Impuls im Gottesdienst am kommenden Sonntag hält: Frau Christa Marahrens-Schürg, Dipl. Psych. und Psychologische Psychotherapeutin Unser Fragebogen Was bedeutet Ihnen Glaube? Dass ich über mich hinaus denken kann und nicht gefangen bin in mir, zwischen vermeintlicher Sicherheit und Fragen, auf die es keine Sicherheit gebende Antwort gibt Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? „Geliebt wirst du einzig dort, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren.“ (Th.W. Adorno) Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? In der letzten Zeit: Rossi Klein Halevi „Am Eingang zum Garten Eden – Suche nach Hoffnung mit den Religionen im Heiligen Land“. Ich fand es zufällig in Israel während meiner Reise, es ist der Bericht einer Pilgerfahrt eines israelischen Juden zu christlichen und muslimischen Nachbarn auf der Suche nach einer spirituellen Gemeinsamkeit. Er hat sie gefunden, es strahlt für dort wie für uns hier viel Hoffnung aus.

Ali Faridi

Impuls am Sonntag: Ali Faridi

Ali Faridi Er gehört der Glaubensgemeinschaft der Bahá’i an, ist Mitglied des Geistlichen Rates der Bahá’i in Hannover  und ist deren Vertreter im Haus der Religionen. Wer mehr über die Bahá’i erfahren möchte: wikipedia Webseite der Bahá’i Wie alt sind Sie? 72 Jahre Was bedeutet Ihnen Glaube? Der Glaube ist für mich ein alle Aspekten des Menschseins umfassender Orientierungspunkt. Er ist auch die größte vertrauensstiftende Quelle. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Das Zitat von Baha’ullah „Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger“ inspiriert mich am meisten. Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Das Buch der Gewissheit. In den heiligen (göttlichen) Schriften der Religionen sind ungeahnte Bedeutungen und Weisheiten verborgen, die nicht immer offensichtlich sind. Es lohnt sich, sie in Demut zu lesen und darüber nachzudenken.  

Andor Izsàk

Impuls am Sonntag: Prof. Andor Izsák

Prof. Andor Izsák Ehrenpräsident der Siegmund Seligmann-Stiftung und der Siegmund Seligmann-Gesellschaft Was bedeutet Ihnen Glaube? Der Glaube bedeutet mir meine Identität zu wissen und zu verstehen. Wie ein Navi in einem Auto, oder ein Kompass auf einem Schiff, führt mich der Glaube durch den unüberschaubaren und endlosen Routen des Lebens. Der Glaube zeigt mir meine exakte Position in einem unendlichen Koordinatensystem. Ohne ihn wüsste ich gar nicht, wer ich bin… Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Mir ist wichtig dieser Satz: Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.   Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Vielleicht die Schachnovelle von Stefan Zweig. Das Werk entstand in der aussichtslosesten Epoche der Zeitgeschichte, und lernt uns mit der totalen Hoffnungslosigkeit umzugehen. Ich kann dadurch verstehen, dass das Bild in meinem Kopf nicht unbedingt mit dem Bild in der Realität übereinstimmen muss. Ich habe diese Tatsache durch das Meisterwerk von Zweig verstanden. Villa Seligmann

Impuls am Sonntag: Anke Merscher-Schüler

Anke Merscher-Schüler Pastorin der Südstadt-Kirchengemeinde, Hannover Alter 54 Jahre Beruf Pastorin Was bedeutet Ihnen Glaube? Mein Halt Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Paulus im 2. Korintherbrief: Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst… und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi statt… Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Vor kurzem: Navid Kermani, Ungläubiges Staunen. Über das Christentum Inspirierend der kritische Außenblick eines Muslim auf unsere christliche Bildersprache und Rituale. Berührend sein Respekt, sein liebevolles Hinsehen, sein tiefes Verstehen(wollen).

Roger Cericius

Impuls am Sonntag: Roger Cericius

Roger Cericius, 46 Jahre alt, Sternzeichen Jungfrau arbeitet in der Unternehmenskommunikation der VGH Vorsitzender des Freundeskreises Hannover e.V.   Beruf (momentane Tätigkeit): Journalist und Rundfunkredakteur, Kommunikationsspezialist, Jetzt Leiter des Verbindungsbüros der VGH Versicherungen Was bedeutet Ihnen Glaube? Mein protestantischer Glaube ist einer der zentralen Treiber meines Lebens. Die eigene Vergänglichkeit und die damit verbundene Hoffnung auf eine bleibende Stadt ist ein großer Trost und eine Freude. Die Gemeinschaft der Menschen und die persönliche und selbstbestimmte Ausübung meines Glaubens sind für mich wichtige Elemente unseres christlichen Miteinanders. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Die Sätze wechseln, weil sich die Lebenssituationen und Gefühlslagen ständig wechseln. Aktuell stecke ich in verschiedenen Veränderungsprozessen, deshalb würde ich den folgenden Satz gerade besonders hervorheben. „Sei bereit deine Sichtweisen jederzeit zu überdenken“ Das ist schnell gesagt aber nur mit großer Mühe umzusetzen. Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Ich lese gerade das neue Buch des bekannt Sozialpsychologen Prof. Harald Welzer. In „Die smarte Diktatur“ geht es um die Frage, warum die voranschreitende Digitalisierung einen so großen …

Reinhold Fahlbusch

Impuls am Sonntag: Reinhold Fahlbusch

Erstmals am 9.10.2016 laden wir jemanden ein, einen Impuls zum Evangelium innerhalb unseres Gottesdienstes zu geben. Dabei ist es unser Anliegen, jenseits all zu kirchlicher Sprache Gedanken zu Wort kommen zu lassen, die mal provokant, mal aufmunternd, mal mahnend und mal auch wieder ermutigend uns die Botschaft Gottes neu erschließen. Steckbrief Reinhold Fahlbusch Alter 70 momentane Tätigkeit: Ehrenamtlicher Manager in Sozialprojekten Was bedeutet Ihnen Glaube? Das ist meine Wirbelsäule, Lunge, Herzkammer und Kreislauf Welcher Satz ist Ihnen wichtig? Media vita in morte sumus – Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“

Ein Hocker und die Fastenzeit

Was hat ein Hocker mit der Fastenzeit zu tun? Hocker zählen im Allgemeinen nicht zu den Möbelstücken, denen man besondere Aufmerksamkeit schenkt. Ein Hocker ist einfach da oder eben nicht, er fehlt, es wäre gut, wenn er da wäre, aber was soll man machen, dann nimmt man halt etwas anderes, das die gleiche Funktion übernehmen kann. Auf einem Hocker sitzen müssen, das gilt nach üblicher Meinung nicht als Zeichen ausgesprochener Gastfreundlichkeit. Es ist eher eine Degradierung, ein Stuhl oder gar der feine Sessel im Wohnzimmer wird als entsprechender und ehrerbietiger empfunden. So haben sich auch nicht all zu viele Designer Gedanken darüber gemacht, wie denn ein Hocker aussehen soll. Der Schweizer Max Bill ist einer der wenigen, die einen Hocker ganz neu gestaltet haben. “Zwei senkrechte Bretter, ein waagerechtes, die drei fest verzahnt, von einem runden Holzstab unten zusammengehalten.” so wird der Hocker beschrieben. Um es ganz anders auszudrücken: An Max Bills Hocker ist nichts dran, was nicht Hocker ist. Es ist eine radikale Reduktion, ganz auf das wesentlichste beschränkt – drei Bretter und eine …

Werke der Barmherzigkeit: Ich gehe ein Stück mit Dir!

Unwillkürlich muss ich bei diesem Satz an eine kleine Begegnung in den Tagen nach Ostern denken. Mit der knapp dreijährigen Josephine bin ich auf den Spielplätzen in unserem Stadtteil unterwegs. Ich gehe ein Stück mit ihr und das ist für uns beide schön. Trotzdem ist ihr wichtigstes Wort an diesem Tag: „alleine“ – „kann ich alleine“. Alles, was sie schon irgendwie alleine kann, will sie auch alleine tun. Ich übe mich bei diesem Spaziergang ein, gut zu entscheiden, wann sie alleine darf und wann ich es wichtig finde, sie an die Hand zu nehmen. Das tue ich zum Beispiel immer dann, wenn wir eine Straße überqueren. Allerdings passierte unterwegs auch das Umgekehrte. Da blieb sie einfach stehen und sagte zu mir: „hoch“. Und jetzt wusste ich: sie wollte getragen werden.Es wird nur noch wenige Jahre dauern, dann wird für sie das „Allein“ das Normale sein. Und vielleicht wächst dann der Wunsch danach, manchmal nicht alleine zu sein, manchmal nicht alleine gehen zu müssen. Ich denke natürlich auch an meine Arbeit in der Praxis. Menschen kommen …

Vom Sein…

Was für ein philosophischer Begriff!!!  Der Philosoph Martin Heidegger liebte ihn und schrieb ein ganzes Buch darüber, indem er ihn mit dem Begriff Zeit verband, es heißt dann: Sein und Zeit. Wie schnell ist das Wort Sein (groß geschrieben) und sein (klein geschrieben) benutzt. Ich bin müde. Wir sind glücklich. Das ist ein Stuhl. Ich bin ich. Alles Sätze, die vom Sein und der jeweils besonderen Art des Seins sprechen. Sein ist all das, was ist, heißt es im Lexikon. Und damit sind nicht nur Gegenstände gemeint, sondern auch Ideen, Phantasien, Werte, Gedanken und Zahlen. Manchmal nutzen wir das Wort „Sein“ als Synonym für das Wort Existenz und vielleicht insbesondere die Existenz des Menschen und seine Seinsweise. Manche würden Sagen, dass Gott das Sein ist, dass Gott das Sein in allem ist. Das aber stimmt nicht ganz, zumindest nicht nach christlichem Verständnis, denn hier ist Gott nicht irgendeine Spielart des Seins, nicht irgendeine Ausfaltung, wie Sein auch sein kann. Gott steht oberhalb solcher Begriff, auch oberhalb des Seins. Sonst wäre er nicht mehr als irgendein …