Alle Artikel mit dem Schlagwort: Impuls

Impuls am Sonntag: Charlotte Jarosch von Schweder

Charlotte Jarosch von Schweder Alter 36 Jahre Beruf Veranstaltungskoordinatorin für das Jubiläum 300 Jahre St.Clemens Basilika und freischaffende Sopranistin Was bedeutet Ihnen Glaube? Glaube ist für mich eine feste Zuversicht, Vertrauen, Halt und Antrieb.Zuversicht darin, dass es eine Macht geben muss, die alles erklären kann, was wir Menschen nicht erklären können. Vertrauen an´die Nächstenliebe, die es uns möglich macht, die die im Dunkeln sind zu sehen und ins Licht zu holen.Halt darin, dass hoffen und nicht zweifeln mich im gegenwärtigen Leben voran bringt und ich so auch für andere ein Antrieb sein kann. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es. (Johann Wolfgang von Goethe) Welches Buch hat Sie warum am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Das Buch MOMO von Michael Ende war mir schon als Kind, ist mir aber immer noch, auch im Alltag Inspiration bzw. Lehre. Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurück brachte, hat mich so geprägt, dass der Satz …

Hildegard Sanner

Impuls am Sonntag: Hildegard Sanner, Referentin kfd

Hildegard Sanner Alter 60 Jahre Beruf Diplom-Pädagogin, Referentin der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Diözesanverband Hildesheim Was bedeutet Ihnen Glaube? Ohne meinen Glauben an einen Gott, der Frauen nicht nach ihrem Geschlecht beurteilt, sondern allein nach ihrem Glauben, könnte ich meine Arbeit als Referentin der kfd gar nicht mehr ausüben. Ich denke nämlich nicht, dass die Benachteiligung von Frauen in der katholischen Kirche gottgewollt ist. Weil ich an Gerechtigkeit glaube, kann ich trotz Rückschlägen und Enttäuschungen durch die Amtskirche seit fast 30 Jahren an der Seite der Verbandsfrauen für die Gleichstellung von Frauen in der Kirche eintreten. Für mich persönlich versuche ich gerade, mich mit der mütterlichen Seite Gottes anzufreunden. Das ist gar nicht so leicht, wenn man mit einem männlichen Gottesbild aufgewachsen. Aber es ist auch eine sehr schöne Erfahrung. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? „Es is ja wie es is!“ aus „Frühstück bei Stefanie“ in NDR 2. Dieser Satz hilft mir oft, wenn die Realität mal wieder anders ist als ich sie gerne hätte. Er gibt mir etwas mehr Gelassenheit, mit …

Impuls am Sonntag: Dr. Franz Rainer Enste

Zu unserem Gottesdienst am 9. September 2018 um 18.00 Uhr haben wir Dr. Franz Rainer Enste eingeladen, den Impuls im Gottesdienst zu halten. Dr. Franz Rainer Enste Alter 64 Beruf Regierungssprecher a.D. div. ehrenamtliche Tätigkeiten (u.a. in der Villa Seligmann) Was bedeutet Ihnen Glaube? Für mich ist der Glaube wesentliches Fundament meines Wirkens. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? a) „Nie sind wir allein. Stets sind wir die Deinen. Lachen oder Weinen wird geborgen sein.“ b) „Die Blätter fallen. Diese Hand da fällt. Und sieh Dich um, es ist in allen. Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.“ (Rainer Maria Rilke) Welches Buch hat Sie warum am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? „Doktor Faustus“ von Thomas Mann, weil es die deutsche Geschichte mit ihren Höhen und Tiefen auf eine so faszinierende Weise literarisch-musikalisch reflektiert.

Impuls am Sonntag: Hans-Jürgen Marcus

Hans-Jürgen Marcus stellt sich vor:   Alter: Ich gewöhne mich seit einem halben Jahr daran, 60 Jahre alt zu sein. Beruf: Seit gut einem Jahr arbeite ich für das Bistum Hildesheim als Coach für Führungskräfte. Ich berate und begleite Führungskräfte aus dem kirchlichen und nichtkirchlichen Bereich insbesondere in Einzelberatung und stehe für Führungskräftetrainings zur Verfügung. Darüber hinaus bin ich noch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender eines katholischen Krankenhausverbundes mit 15 Häusern in ganz Deutschland. Letzteres schließt daran an, dass ich bis vor eineinhalb Jahren Diözesancaritasdirektor war und Sprecher der Caritas in Niedersachsen. Was bedeutet Ihnen Glaube? Wenn ich in die Nähe Gottes komme, muss ich kein toller Hecht sein. Der Glaube an Gott führt mich zum Engagement für die Menschen und lässt mir Luft, das Leben in Gottes gefährdeter und geliebter Welt zu genießen. Das klappt nicht immer, aber immer mal wieder. So erlebe ich mein Leben als sinnvoll und intensiv. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? „Brandstifter sollen wir sein – nicht Feuerwehrmänner!“ (P. Rochus Spieker, OP) Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand …

Impuls am Sonntag: Felizitas Teske

Felizitas Teske Alter: 60 Jahre Beruf (momentane Tätigkeit): Schulleiterin der Bonifatiusschule, kath. Grundschule in der List; vielleicht ist ja mein Ehrenamt (stellv. Vorsitzende des Dekanataspastoralrates) auch nicht uninteressant. Was bedeutet Ihnen Glaube? Ein sicheres Fundament, ein Rahmen für mein Leben, aus dem ich nicht herausfallen kann. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg 5,29) Welches Buch hat Sie warum am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? „Shakletons Führungskunst“ von Margot Morrell und Stephanie Capparell. „Was Manager von dem großen Polarforscher lernen können“ – Der Klappentext beschreibt kurz und knapp, worin die Inspiration des Buches für alle besteht, die etwas gemeinsam mit anderen zu managen haben: „Wenn es darum geht, Teamgeist zu fördern, Krisen mit knappen Ressourcen zu meistern, Ordnung im Chaos zu wahren und durch persönliches Vorbild mit Optimismus, Fairness, Intelligenz und Einfühlungsvermögen zu führen, dann bietet Shakleton ein Musterbeispiel für risikofreudiges, aber verantwortungsvolles Management.“

Impuls am Sonntag: Thea Heusler

Thea Heusler Dipl. Soz. Päd. und Dipl. Sozialwirtin.   Alter 64 Jahre Beruf  Abteilungsleiterin Caritasverband Hannover e. V., Leiterin der Trägergemeinschaft für Kindertagesstätten im Gesamtverband der Katholischen Kirchengemeinden in der Region Was bedeutet Ihnen Glaube? Glaube ist Urvertrauen. Zu wissen, dass ich nicht allein bin, dass ich geborgen bin und Vertrauen in das Leben haben kann. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ – Rainer Maria Rilke Welches Buch hat Sie warum am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Die Biografie über Marion Gräfin Dönhoff geschrieben von Alice Schwarzer. Durch die Auseinandersetzung mit Marion Gräfin Dönhoff wurden ihre unerschrockene Art und ihre klaren Positionen immer mehr zu meinem Vorbild. Haltung, die Übernahme von Verantwortung und Authentizität unterstreichen ihre Positionen.

Vom freudigen Rausch und den Tagen danach

Vom freudigen Rausch und den Tagen danach „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, singen die Karnevalisten im Rheinland und schlafen an den nächsten Tagen ihren Rausch aus. So das gängige Klischee. Gleichzeitig bemüht sich die Kirche, uns Gläubigen klarzumachen, dass es mit dem Aschermittwoch erst so richtig losgeht: das sinnvolle, Gott gefällige Leben, möglichst ohne Alkohol und Süßigkeiten, mit dem wir uns auf Ostern vorbereiten sollen. Als Kind jedenfalls musste ich alle Süßigkeiten, die ich im Straßenkarneval gefangen hatte, in eine große Plastiktüte packen. Die wurde gut verschlossen und erst am Nachmittag des Karsamstags wieder geöffnet. Damit war für mein kindliches Gefühl sehr klar, was am Aschermittwoch vorbei war…. Zeiten, wo man aus sich heraus gehen kann Als gebürtiger Kölner schlägt mein Herz natürlich für den Karneval, dem ich auch als Christ viel abgewinnen kann. „Wenn es Karneval nicht gäbe, müsste man ihn aus psychotherapeutischen Gründen einführen“, so hat der Philosoph und Therapeut Wolfgang Oesler gesagt. Die Psyche des Menschen braucht abgesprochene Zeiten, wo man aus sich heraus gehen kann in eine kleine Mini-Ekstase. Und dazu …

Impuls am Sonntag: Bernward Kalbhenn, Journalist

Impuls am Sonntag: Bernward Kalbhenn, Journalist Welche Zitat hat Sie in der letzten Zeit inspiriert und was sagt Ihnen das Zitat? „Lehre uns zu bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden“ (Martin Luther) oder: „Unsere Tage zu zählen, lehre uns! Dann gewinnen wir ein weises Herz“ (Einheitsübersetzung) oder: „Lehre uns unsere Tage zu zählen, daraus werden wir gescheit – und unser Herz wird weise“; so sagt es Arnold Stadler in seiner Psalmen-Übertragung mit dem Titel „Die Menschen lügen. Alle“ (Psalm 116). Wen würden Sie als weisen Menschen bezeichnen und warum? s.o. Wie ist ihre Beziehung zur Spiritualität und zum Glauben? Ich antworte mit einem Zitat des ehemaligen Benediktinermönchs und späteren evangelischen Religionsprofessors Fulbert Steffensky in seinem Buch „Schwarzbrot-Spiritualität“: „Worte können Irrlichter sein, und ich habe den Eindruck, Spiritualität ist ein solches geworden. Ich verstehe die Sehnsucht der Menschen, die nach einem solchen Wort greifen. Sie sind es müde, in der Kirche einer Rhetorik ohne Erkenntnis ausgeliefert zu sein. Sie sind es müde, in ausgeleuchteten Räumen zu leben, die kein Geheimnis mehr bergen.“ …

Impuls am Sonntag: Stefan Faßnacht-Lenz

Impuls am Sonntag: Stefan Faßnacht-Lenz 1. Welche Zitat hat Sie in der letzten Zeit inspiriert und was sagt Ihnen das Zitat? Was ist das Siegel der erreichbaren Freiheit? Sich nicht mehr vor sich selber schämen Was ist dir das Menschlichste? Jemanden Scham ersparen (Friedrich Nietzsche) Scham – bei den Menschen nach innen wohlbekannt und nach außen ein Tabu. Zwei Zitate, die gleichzeitig von unserer Persona zu unserem Selbst und zu dem Anderen führen , die sich aber nicht trennen lassen. Persönliche Freiheit und persönliche Verantwortlichkeit, beides in der aktuellen großen, wie kleinen Welt ein ganz wichtiges Thema.   2. Wen würden Sie als Weisen Menschen bezeichnen und warum? Hr. Prof. Dr. K. Meschkat – ein langjähriger Pat. von mir – Deutscher Soziologe und emeritierter Professor der Uni Hannover Über 5 Jahrzehnten beschäftigt und analysiert er politische Konflikte, Ideologien in Deutschland, Europa und besonders auch in Lateinamerika. In vielen Gesprächen bewundere ich immer wieder die Neutralität seiner Wahrnehmung und Wertung, seine Menschlichkeit und Bescheidenheit. Aber auch sein Einfordern von gesellschaftlicher Verpflichtung, Verantwortung und persönlicher Stellungnahme und …