Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gottesdienst

Impuls am Sonntag: Fritz von Hesler

Fritz von Hesler Alter Ich bin 66 Jahre alt Beruf Facharzt für Plastische und Aesthetische Chirurg in eigener Praxis am Kröpcke Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? fürchtet Euch nicht – und das funktioniert am besten auf einer festen Vertrauens- (Glaubens) – Basis Welches Buch hat Sie warum am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Henri Nouwen: Nimm sein Bild in dein Herz. Dieses Buch kann an einem einzigen grandiosen Kunstwerk und aus der Geschichte des verlorenen Sohnes oder des verzeihenden barmherzigen Vaters den gesamten Kosmos von Versagen, Erkenntnis, Reue, Umkehr, Vertrauen, Hoffnung und zuletzt Liebe, die über jede Vernunft erhaben handelt, in klaren Worten so aufzeigen, dass einem das Göttliche Wirken in uns allen erkennbar wird. … und der Hobbit.

Unsere Musikerin am Sonntag: Elisabeth Schwanda

Elisabeth Schwanda Wie bist Du zur Musik gekommen? Meine Mutter und mein Großvater haben viel mit mir als kleines Kind gesungen, ich habe stundenlang vor dem Radio bei klassischer Musik gesessen und fasziniert zugehört, letztendlich aber hat ein LP mit Frans Brüggen und einem Vivaldi-Konzert in mir den Wunsch ausgelöst, Musikerin zu werden. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Sänger und Instrumentalisten wie Frans Brügge Gustav Leonhard, J. Norman, Maria Callas, Sergiu Celibidache, Daniel Barenboim. Aber auch der Musik- LK im Gymnasium und mein Flötenlehrer in Karlsruhe, und zwar deswegen weil sie alle so begeistert waren von Musik und diese „ Fackel“ an mich weitergegeben haben. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? In einer Kirche zu musizieren ist etwas Besonderes, ich spüre eine gewisse“ heilige Stille „, die ich mit meiner Musik bereichern darf. Die Cella ist für mich ein magischer Ort. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Gerne ins 24. Jahrhundert , um hoffentlich zu erleben, …

Impuls am Sonntag: Dr. Gábor Lengyel, Rabbiner

Rabbiner Dr. Gábor Lengyel Alter und Beruf: Ich bin am 13. Januar 1941 geboren, also werde ich im Januar, so G’tt will, 78! Ich bin Senior Rabbiner der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover und seit März dieses Jahres auch Rabbiner der neugegründeten „Reformsynagoge“ in Hamburg. Darüber hinaus bin ich seit 2012 Dozent/Lehrbeauftragter der Leibniz Universität Hannover. Was bedeutet Ihnen Glaube? Das Wort Glaube (auch Glauben) wird verwendet, um eine Grundhaltung des Vertrauens zu bezeichnen. Das Wort zielt auf Vertrauen, Gehorsam, Treue. Im Hebräischen gibt es die Wurzel „Aleph-Mem-Nun“, daraus wird das Wort Emuna „das Glauben“, oder „Zuversicht“ oder „Vertrauen in Gott“ abgeleitet. Emuna wird als Überzeugung und Erkenntnis einer tief in der Seele verwurzelten Wahrheit beschrieben. Emuna steht über dem Verstand und dem Gefühl und ist ein jüdisches Erbe von den Vorvätern und -müttern her. Wir haben jedoch kein Dogma des Glaubensbekenntnisses, wie das in Christentum und im Islam der Fall ist. Glauben ist vor allen Dingen eine Privatsache! Wir fragen nicht nach dem Glauben, sondern nach Taten! „Unter allen Vorschriften und Verordnungen des mosaischen Gesetzes …

Christian Mund

Unser Musiker am Sonntag: Christian Mund

Christian Mund Wie bist Du zur Musik gekommen? Als Kind und Jugendlicher war ich in einem Internat in Bayern. Da gehörte ein Bläserquartett obligatorisch dazu. Und als eine Klarinette benötigt wurde, habe ich mich gemeldet, ohne zu wissen, was mich erwartet. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Als ich eine Zeit sehr wenig Klarinette gespielt habe und außer Übung gekommen war, hat mich dann Klezmer fasziniert. Da sagte ich mir, das will ich auch spielen, hörte mir viele Aufnahmen an und griff wieder zur Klarinette. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Ich habe nun schon öfter in diesem schönen sakralen Raum gespielt und schätze die Stimmung und den Klang des Raumes. Dazu kommt, dass es für mich schon immer dazu gehörte, Musik im Gottesdienst zu spielen. In dem Internat hatten wir einen besonders musikalischen Pater, der mit uns Schülern eine der ersten “Jazzmessen“ aufführte. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Eine schwere Frage, jede Epoche hat ihre …

Impuls am Sonntag: Charlotte Jarosch von Schweder

Charlotte Jarosch von Schweder Alter 36 Jahre Beruf Veranstaltungskoordinatorin für das Jubiläum 300 Jahre St.Clemens Basilika und freischaffende Sopranistin Was bedeutet Ihnen Glaube? Glaube ist für mich eine feste Zuversicht, Vertrauen, Halt und Antrieb.Zuversicht darin, dass es eine Macht geben muss, die alles erklären kann, was wir Menschen nicht erklären können. Vertrauen an´die Nächstenliebe, die es uns möglich macht, die die im Dunkeln sind zu sehen und ins Licht zu holen.Halt darin, dass hoffen und nicht zweifeln mich im gegenwärtigen Leben voran bringt und ich so auch für andere ein Antrieb sein kann. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es. (Johann Wolfgang von Goethe) Welches Buch hat Sie warum am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Das Buch MOMO von Michael Ende war mir schon als Kind, ist mir aber immer noch, auch im Alltag Inspiration bzw. Lehre. Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurück brachte, hat mich so geprägt, dass der Satz …

Niemand ist vergessen

Wir laden ein zu einem gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen, die uns nahe waren, an die niemand mehr denkt, die wir vermissen und die uns Gutes getan haben. Innerhalb dieser Feier werden die Namen der Toten, die uns bis dahin genannt worden sind in die Nacht hinein gesungen – so erklingen ihre Namen noch einmal und werden so gewürdigt. Vigilfeier für unsere Verstorbenen 24.11.2018 20.00 Uhr Wenn Du uns Namen von Verstorbenen nennen möchtest, die an diesem Abend gesungen werden sollen, dann kannst Du sie uns über dieses Formular zusenden. Es wäre natürlich schön, wenn Du dann an dem Gebet auch teilnehmen kannst:

Unsere Musiker am Sonntag: Vocalensemble „Tu Solus“

Wie hat sich Euer Ensemble gegründet? Was hat Euch dazu bewogen? Das ensemble tu solus ist aus dem „Harten Kern“ des Martinschors Beedenbostel, eines Dorfkirchenchors in der Südheide, hervorgegangen. Einige Jahre lang sind immer dieselben Sänger der Chorleiterin nach den Chorproben nach Hause gefolgt und haben dort weitergesungen; bei den ersten Auftritten als Vokalensemble nannte sich das Ensemble deshalb noch „der Harte Kern“. Später wählten sie den Namen ihres Lieblingsstücks, „tu solus“ von Josquin des Prez, als Ensemblenamen.  Was ist Euer spezieller Style/Eure Besonderheit, worauf legt Ihr besonderen Wert? Das ensemble tu solus ist auf Alte Musik spezialisiert, sie profitieren hierbei vor allem von der Berufserfahrung ihres Ensemblemitglieds Martin Praetorius, der ein entfernter Nachfahre des Komponisten Michael Praetorius und Experte für historische Stimmungen ist. Praetorius kopiert historische Holzblasinstrumente nach Originalinstrumenten und kennt die Musikrichtung, die auf ihnen gespielt wird. Das ensemble tu solus liebt Orte mit besonderer Akustik. Es ist unter anderem in der mittelalterlichen jüdischen Mikwe in Friedberg aufgetreten, einem riesigen unterirdischen Gewölbe mit mitschwingende Wasseroberfläche, in einer Bahnhofsunterführung in Stendal, aber auch in …

Hildegard Sanner

Impuls am Sonntag: Hildegard Sanner, Referentin kfd

Hildegard Sanner Alter 60 Jahre Beruf Diplom-Pädagogin, Referentin der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) im Diözesanverband Hildesheim Was bedeutet Ihnen Glaube? Ohne meinen Glauben an einen Gott, der Frauen nicht nach ihrem Geschlecht beurteilt, sondern allein nach ihrem Glauben, könnte ich meine Arbeit als Referentin der kfd gar nicht mehr ausüben. Ich denke nämlich nicht, dass die Benachteiligung von Frauen in der katholischen Kirche gottgewollt ist. Weil ich an Gerechtigkeit glaube, kann ich trotz Rückschlägen und Enttäuschungen durch die Amtskirche seit fast 30 Jahren an der Seite der Verbandsfrauen für die Gleichstellung von Frauen in der Kirche eintreten. Für mich persönlich versuche ich gerade, mich mit der mütterlichen Seite Gottes anzufreunden. Das ist gar nicht so leicht, wenn man mit einem männlichen Gottesbild aufgewachsen. Aber es ist auch eine sehr schöne Erfahrung. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? „Es is ja wie es is!“ aus „Frühstück bei Stefanie“ in NDR 2. Dieser Satz hilft mir oft, wenn die Realität mal wieder anders ist als ich sie gerne hätte. Er gibt mir etwas mehr Gelassenheit, mit …

Tybora Olevska

Unsere Musiker am Sonntag: Eugenia Olevska und Miroslav Tybora

Eugenia Olevska Wie bist Du zur Musik gekommen? Seit ich mich erinnern kann, war es mein größter Traum, ein Musikinstrument zu erlernen. Im Alter von 9 Jahren haben meine Eltern mich in eine Musikschule geschickt und das war für mich der Anfang meines Musik Lebens. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Obwohl mein Vater kein Musiker war, hat er die Musik immer geliebt und verstanden. Dadurch, dass er viele Konzerte mit mir besucht hat, konnte er mir die Liebe zur Musik näherbringen. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? In einer Kirche zu spielen ist immer etwas sehr Besonderes. Denn die ist der Ort, an dem Mensche die Nähe zu Gott verspüren können. Bei der Möglichkeit in einer Kirche zu spielen, bekomme ich das Gefühl, viele Menschen mit meiner Musik im Herzen berühren zu können, was mir eine große Freude bereitet. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Ich würde mich für die Epoche Barock entscheiden, denn dies ist …

Das Auge betet mit

Das Auge betet mit

Das Auge betet mit … so lautet der Titel eines Buches, an dem ich – zusammen mit drei weiteren Autoren – momentan in der Endphase arbeite. Dabei handelt es sich um ein Werkbuch für die Blumengestaltung von Sakralräumen im Kirchenjahr. Aus der Arbeit mit dem Buch, das viele Fotobeispiele zeigt, entstand die Idee, eine Küsterfortbildung im Bistum Münster zu diesem Thema zu machen. Und so war ich in der vergangenen Woche in einem katholischen Bildungshaus in Nordrhein-Westfalen, um mit etwa 70 Küsterinnen und Küstern zu arbeiten. Sakralräume erleichtern oder erschweren das Beten Im Park des Tagungshauses wurde nach 1960 eine Kapelle in Beton-/Glasbautechnik errichtet. Als ich diesen Sakralraum vergangenen Montag betrat, war ich – um es vorsichtig zu formulieren – nicht sehr angetan: ein dunkler, von Lampen nicht richtig ausgeleuchteter Raum. Eine recht große Glaswand in blauen und grauen Farbschattierungen gehalten, ließ ebenfalls kein richtiges Licht herein. Der Alter wirkte ein wenig lieb- und lustlos aufgestellt (und wackelte auch noch, wie ich bei einem Gottesdienst feststellte). Der Ambo stand mit der Pultseite an die Wand …