Autor: David D.

Ist Dinkel gesund?

Keine Frage: Dinkel ist ein echtes Kult-Getreide. Aus meiner Kindheit weiß ich noch, dass lediglich Hafer, Weizen und Gerste angebaut wurden. Ganz selten gab es noch Felder mit Roggen. Da der Halm aber zu groß wurde, hat man ihn wie es hieß “klein gespritzt”, also chemisch das Wachstum unterbunden. Von Dinkel war nie die Rede! Hildegard von Bingen hat ja bekanntlich auf Dinkel geschworen. Sie schreibt: “Dinkel ist das beste Getreide, fettig und kraftvoll und leichter verträglich als alle anderen Körner. Es verschafft dem, der es isst, ein rechtes Fleisch und bereitet ihm gutes Blut. Die Seele des Menschen macht er froh und voll Heiterkeit. Und wie immer zubereitet man ihn isst, sei es als Brot, sei es als andere Speise, ist er gut und lieblich und süß.” Ist Dinkel gesund, so gesund, wie Hildegard es behauptet? Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür. Es handelt sich aber beim Dinkel um ein 10.000 Jahre altes Getreide, ein so genanntes Urgetreide, dass sich in seinen wesentlichen Bestandteilen so gehalten hat und nicht gekreuzt wurde. Viele Allergiker …

Weisheit aus der Wüste

Weisheit aus der Wüste

Hier eine neue Geschichte in der Reihe: Weisheit aus der Wüste Altvater Niketa berichtete von zwei Brüdern, die zusammenkamen um ein gemeinsames Leben zu führen. Der eine nahm sich folgendes vor: „Wenn mein Bruder etwas wünscht, dann werde ich es ihm tun.“ Ebenso dachte auch der andere. “ Ich werde den Willen meines Bruders tun.“ Und sie lebten viele Jahre in großer Eintracht. Als der böse Feind das sah, zog er aus, sie zu trennen. Er stellte sich an die Vordertür und zeigte sich dem einen als Taube, dem anderen als Krähe. Da sagte der eine: “ Siehst du die Taube da?“ Der andere darauf: „Das ist doch eine Krähe“ Und sie begannen zu streiten, indem einer dem anderen widersprach, und sie erhoben sich und begannen einen Kampf bis aufs Blut zur größten Freude des Feindes, und sie trennten sich. Nach drei Tagen kamen sie zu sich und besannen sich, warfen sich voreinander zu Füßen und dann gab ein jeder zu, dass es ein Vogel gewesen sei, was sie gesehen hatten. Sie erkannten die Anfechtung …

Ernesto Cardenal

Ernesto Cardenal

Er ist Dichter und Theologe, Priester,  er war Minister, er war Mönch, lebt auf einer kleinen Insel und ist ganz gewiss eine Ausnahmeerscheinung: Ernesto Cardenal. Geboren am 20. Januar 1925 in Granada, besuchte er dort die Jesuitenschule. Schon damals begann er Gedichte zu schreiben. 1942-1946 studierte er Philosophie und Literaturwissenschaft an der Universidad Nacional Autonoma von Mexiko, anschließend bis 1949 an der Columbia University in New York. Zwischen 1949 und 1950 bereiste er Italien, Spanien und die Schweiz. Ende der 1950er Jahre schloss er noch ein Theologie-Studium in Mexiko und Kolumbien an. Bereits während des Studiums beteiligte er sich an der revolutionären Bewegung, weshalb er 1956 das Land verlassen musste. 1957 trat er in das Trappistenkloster Gethsemany in Kentucky ein, wo Thomas Merton sein Novizenmeister war. In jener Zeit hat er auch eines seiner Hauptwerke geschrieben: Das Buch von der Liebe. Aus gesundheitlichen Gründen musste er dann 1959 das Kloster wieder verlassen, studierte in einem Benedintinerkloster katholische Theologie und wurde 1965 zum Priester geweiht. Am 19. Juli 1979 kehrte Cardenal nach Nicaragua zurück und übernahm …