Monate: November 2020

Unser Musiker am Sonntag: Vladimir Gorup

Wie bist du zur Musik gekommen?Als kleiner Junge von ungefähr 7 Jahren habe ich mich einmal in den Fluren meiner Grundschule verlaufen und bin versehentlich im Musikraum gelandet. Dort habe ich auf dem Klavier geklimpert. Die Musiklehrerin hat mich gehört und war der Meinung, ich soll eine Musikschule besuchen. Mit 9 Jahren war es dann auch soweit.Wer hat dich musikalisch am meisten beeinflusst?Johann Sebastian Bach, Maria Callas und Sergiu Celibidache. Was bedeutet es für dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?Im Laufe meiner Konzerttätigkeit bin ich zur Überzeugung gekommen, daß die Akustik in einer Kirche fast ideal für Akkordeon ist. Ich hatte schon das Glück, in der Kirche Sankt Cella Benedikt spielen zu dürfen, und war von der Akustik und Atmosphäre sehr angetan.Stell dir vor, die Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischer Epoche möchtest du einmal eintauchen?In Italien am 24. Februar 1607, am Tag der Uraufführung der Oper L’Orfeo von Claudio Monteverdi.

Unsere Musiker am Sonntag: Axel La Deur und Thomas Zander

Axel la DeurWie bist Du Sie zur Musik gekommen? Zuhause wurde gesungen und mein Großvater spielte Gitarre und Mandoline, sang dazu und dichtete eigene Lieder. Das Musikantische in mir kommt sicherlich von ihm.Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Klaus Wunderlich. Eindeutig.Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Als Organist erübrigt sich diese Frage, aber die Wirkung eines großen Klanges in einem großen Raum ist wohl das Beeindruckendste für mich.Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Dem alten Bach hätte ich gern mal über die Schulter geschaut. Interessant wäre auch ein Blick in die Zukunft… Thomas ZanderWie bist Du Sie zur Musik gekommen?Durch meinen Vater, der begeisterter Hobbymusiker war, gehörte Musik hören und Musik machen schon von Anfang an zu meinem täglichen Erleben. Eine Erzählung nach sah ich bei einer großen Samstagabendshow im Fernsehen einen Saxophonisten und war so begeistert, dass ich auf ihn gezeigt habe und sagte, das wolle ich auch. Meine Eltern haben das wahrgenommen und haben mir …

Niemand ist vergessen

Wir laden ein zu einem gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen,die uns nahe waren,an die niemand mehr denkt,die wir vermissen und die uns Gutes getan haben. Innerhalb dieser Feier werden die Namen der Toten, die uns bis dahin genannt worden sind in die Nacht hinein gesungen – so erklingen ihre Namen noch einmal und werden so gewürdigt. Vigilfeier für unsere Verstorbenen21.11.202020.00 Uhrmit Thomas Siebert, Bassetthorn Mehr zu Thomas Siebert liest Du hier Der Gottesdienst wird live im Internet übertragen: Livestream auf Youtube

Szegediner Gulasch vegetarisch

Wer an Gulasch denkt, denkt vermutlich an saftige Fleischstückchen in dunkler Soße, oder? Aber das muss nicht sein und vegetarisch essen geht auch deftig und es schmeckt rundum gut. Den Beweis macht dieses Rezept. Szegediner Gulasch kommt aus der Stadt Szeged im Süden Ungarns. Und ich erinnere mich, dass es das erste größere Rezept war, was wir im Kochunterricht mit einem Schnellkochtopf in der Schule gekocht haben. Daher habe ich zu diesem Gericht immer eine besondere Affinität. Und weil es sehr gut in diese Jahreszeit passt, habe ich hier ein schönes Rezept für Dich.Zutaten1 EL Sonnenblumenöl100 g Tofu2 große Zwiebel(n)1 Tasse Wasser (ca. 200 – 250 ml Inhalt)1 EL Paprikapulver, edelsüß4 Tomaten oder etwa eine halbe Dose1 LorbeerblattJodsalz und Pfeffer500 g Sauerkraut, frisches2 große Kartoffeln2 EL Rübenkraut3 EL saure SahneZubereitung1. Tofu würfeln, mit Salz und Pfeffer würzen2. Zwiebeln würfeln3. Tofu und Zwiebeln in heißem Öl anbraten4. Mit Wasser ablöschen5. Paprika und kleingeschnittene Tomaten hinzugeben – alles 30 Minuten kochen6. Dann Sauerkraut und Lorbeerblatt dazu geben und mit Salz und Pfeffer würzen.7. Kartoffeln fein reiben und …

Bilder der Erlösung – Impulse zur Advents- und Weihnachtszeit

Selten war der Begriff der Erlösung so sehr in aller Munde, selten war er so konkret. Warten wir nicht alle darauf, dass diese herausfordernde Zeit endlich vorbei ist? Warten wir nicht auf den Impfstoff?Ja, tun wir und damit warten wir letztlich sehr konkret auf Erlösung.Erlösung ist ein christlicher Urbegriff, der voller Bedeutung ist und je nachdem, wen Du fragst, wirst Du andere Bedeutungsebenen hören.Dass dieser Begriff gerade so virulent ist (wie passend dieses Adjektiv doch gerade ist) ist für uns Grund genug, um uns auf die Suche nach Erlösung zu begeben. Und wir möchten diese Suche vor allem bildlich angehen. Daher werden wir Dir an den Adventssonntagen, an Weihnachten und Neujahr jeweils ein Bild der Erlösung vorstellen.Bild ist hier in einem weiteren Sinne gemeint. Es geht natürlich um die wirklichen Bilder, es geht um Sprachbilder, innere Bilder, Klangbilder…Jeweils um 12.00 Uhr mittags wird Dich unser Impuls erreichen. Wir freuen uns nicht nur, wenn Du diesen Impuls hörst (es wird eine Audiodatei sein, die von uns besprochen wurde), sondern wir freuen uns auch, wenn Du Dich mit den anderen Teilnehmenden austauschst, …

Unsere Musiker am Sonntag: Monika Herrmann und Thomas Klawier

Monika HerrmannWer hat Sie musikalisch am meisten beeinflusst?Es sind viele:- Chorleiterin: Hiltrud Wolff seit ich 5 war, Prof. Joerg Straube (singe Sopran im Bachchor, Cello im Bachorchester)- Meine 1. Cellolehrerin Renate Wilke, meine Celloprofessorin Christiane Aydintanmeine Klavierlehrerin Darlen Backe- Martina, die mich an der Musikhochschule Weimar ansprach, da sie mich in der Rabine-Methode unterrichten wollte,- Zubin Mehta, unter dem ich in München im Orchester spielte.- jetzt meine Kollegen, mit denen ich seit langem zusammenarbeite: im Trio Wesendonck, mit Barockcello und als Sopran-Solo im EnsembleMusicaAntica Hannover, Matinée-KlavierquartettWas bedeutet es für Sie, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?Dass ich mit der Musik den Gottesdienst bereichere.In der Cella zu spielen bedeutet für mich, den Kontakt zu den Menschen zu haben, die in Häusern in der Stadt wohnen, hier insbesondere in der Oststadt, in der ich die längste Zeit in Hannover lebte, Dass mein Sohn zur Bonifatiusschule um die Ecke geht, und seine Tauffeier in der Marktkirche von Bruder Karl-Leo Heller und meinem Vater ökumenisch gestaltet war, die örtliche Nachbarschaft zur Kirchengemeinde meines Sohnes und mir, …

Zärtlich allein, allein mit mir

Dieses Lied kommt mir in den letzten Tagen immer wieder in den Sinn. Ein Text des hannoverschen Schriftstellers Friedhelm Kändler, den ich in den musikalischen Fassungen von Andreas Turckmann und Maybebop gerne höre. In den Tagen des Lockdown light bekommt der Inhalt für viele Menschen eine neue Realität. Neben den Zärtlichkeiten, die man mit seinem festen Partner austauscht, gab es bis zum Beginn der Corona-Krise viele Berührungen im Alltag. Sie waren vor allem zur Begrüßung und zum Abschied üblich: der Handschlag, die flüchtige oder leichte Umarmung, das Klopfen auf die Schulter oder das Berühren des Arms. Diese Berührungen waren üblich unter Freunden, Bekannten, in der Clique, im Sport und in der Freizeit, an manchen Arbeitsstellen. Auf solche Berührung verzichten wir jetzt ganz überwiegend, weil sie mit einer Nähe verbunden ist, die gleichzeitig ein erhöhtes Infektionsrisiko darstellt. Berührung schafft Wohlspannung Bei meiner Arbeit in der Praxis beobachte ich, dass viele Menschen in diesen Tagen wieder stärker verspannt sind. Das ist neben der kälteren Jahreszeit auch durch die fehlende Berührung gut zu erklären: An Stellen im Körper, …

Unsere Musikere am Sonntag: Elisabeth Schwanda und Dennis Götte

Elisabeth Schwanda Wie bist Du zur Musik gekommen? Meine Mutter und mein Großvater haben viel mit mir als kleines Kind gesungen, ich habe stundenlang vor dem Radio bei klassischer Musik gesessen und fasziniert zugehört, letztendlich aber hat ein LP mit Frans Brüggen und einem Vivaldi-Konzert in mir den Wunsch ausgelöst, Musikerin zu werden. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Sänger und Instrumentalisten wie Frans Brügge Gustav Leonhard, J. Norman, Maria Callas, Sergiu Celibidache, Daniel Barenboim. Aber auch der Musik- LK im Gymnasium und mein Flötenlehrer in Karlsruhe, und zwar deswegen weil sie alle so begeistert waren von Musik und diese „ Fackel“ an mich weitergegeben haben. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? In einer Kirche zu musizieren ist etwas Besonderes, ich spüre eine gewisse“ heilige Stille „, die ich mit meiner Musik bereichern darf. Die Cella ist für mich ein magischer Ort. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Gerne ins 24. Jahrhundert , um hoffentlich zu erleben, …

Tod und Vergehen waltet in allem

Aufgrund zahlreicher Anlässe des Totengedenkens wird der November auch als Toten- oder Trauermonat bezeichnet. Da folgen in der katholischen Tradition am Tag nach Allerheiligen das Totengedenken und die Gräbersegnung an Allerseelen. In der evangelischen Tradition wird das Totengedenken am letzten Sonntag im Jahreskreis begangen, weshalb dieser Tag dort Toten- oder Ewigkeitssonntag genannt wird. Ein Hymnus aus der Totenliturgie 1978 dichte P. Polykarp Ühlein, der 1963 von Münsterschwarzach aus in die Abtei Ndanda, Tansania, gesandt wurde, diesen Hymnus für die Laudes beim Totenoffizium: Tod und Vergehen waltet in allem,steht über Menschen, Pflanzen und Tieren,Sternbild und Zeit. Du hast ins Leben alles gerufen.Herr, deine Schöpfung neigt sich zum Tode:Hole sie heim! Schenke im Ende auch die Vollendung!Nicht in die Leere falle die Vielfaltirdischen Seins. Herr, deine Pläne bleiben uns dunkel. –Doch singen Lob wir dir, dem dreieinen,ewigen Gott. Amen. Die gesamte Schöpfung ist dem Tod anheimgegeben Der Text der ersten Strophe verdeutlicht, dass die gesamte Schöpfung dem Tod anheimgegeben ist. Ein Aussage, die uns unsere eigene Endlichkeit – und die der ganzen Schöpfung – vor Augen stellt. …