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Unsere Musiker am Sonntag: Monika Herrmann und Thomas Klawier

Monika Herrmann

Wer hat Sie musikalisch am meisten beeinflusst?

Es sind viele:
- Chorleiterin: Hiltrud Wolff seit ich 5 war, Prof. Joerg Straube (singe Sopran im Bachchor, Cello im Bachorchester)
- Meine 1. Cellolehrerin Renate Wilke, meine Celloprofessorin Christiane Aydintan
meine Klavierlehrerin Darlen Backe
- Martina, die mich an der Musikhochschule Weimar ansprach, da sie mich in der Rabine-Methode unterrichten wollte,
- Zubin Mehta, unter dem ich in München im Orchester spielte.
- jetzt meine Kollegen, mit denen ich seit langem zusammenarbeite: im Trio Wesendonck, mit Barockcello und als Sopran-Solo im EnsembleMusicaAntica Hannover, Matinée-Klavierquartett

Was bedeutet es für Sie, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Dass ich mit der Musik den Gottesdienst bereichere.
In der Cella zu spielen bedeutet für mich, den Kontakt zu den Menschen zu haben, die in Häusern in der Stadt wohnen, hier insbesondere in der Oststadt, in der ich die längste Zeit in Hannover lebte,

Dass mein Sohn zur Bonifatiusschule um die Ecke geht, und seine Tauffeier in der Marktkirche von Bruder Karl-Leo Heller und meinem Vater ökumenisch gestaltet war, die örtliche Nachbarschaft zur Kirchengemeinde meines Sohnes und mir, der Lukasgemeinde,

Nähe zur Kirchengemeinde der verwandten des Vaters meines Sohnes der St. Joseph Gemeinde

Stellen Sie sich vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchten Sie einmal eintauchen?

Am liebsten lebe ich im hier und jetzt und weiß mich in der Geschichte aufgehoben. vielleicht würde ich gerne in der Renaissance leben.


Thomas Klawier

Wie bist Du zur Musik gekommen?

Musikbegeistert war ich eigentlich schon immer. Meine Eltern konnten mir jedoch keine musikalische Bildung ermöglichen. Nach autodidaktischen Solo-Experimenten habe ich im Alter von 30 Jahren die afrikanischen Rhythmen entdeckt und Unterricht in einer Trommelgruppe genommen.

Später lernte ich bei Arthur Hull, wie man Gruppenimprovisationen, so genannte Drumcircles, auch für musikalisch unerfahrene Menschen anleiten kann. Mit diesem extrem offenen Konzept fühle ich mich sehr verbunden.

Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?

Mein musikalisches Interesse ist breit gefächert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der elektronischen Musik der 1970er Jahre, die mit ihren repetitiven Strukturen in meinem Empfinden auch große Parallelen zur afrikanischen Rhythmik hat. Mit zunehmendem Alter bemerke ich, dass mein musikalisches Bewusstsein sich für immer mehr Musikrichtungen öffnet.

Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Die akustischen Bedingungen in Kirchen mit ihren weiten Hallräumen sind für Trommler oft problematisch. Ich war sehr überrascht, die Hauskirche der Cella Sankt Benedikt hinter der unscheinbaren Wohnhausfassade zu entdecken. Der Raum besitzt eine starke Ausstrahlung, die sich in meiner Improvisation sicherlich niederschlagen wird.#

Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen?

Ich denke, dass wir in der Gegenwart viel mehr Möglichkeiten haben, klassische Musik auf höchstem Niveau und in großer Vielfalt zu erleben, als zu ihrer Entstehungszeit. Gerne hätte ich es jedoch bewusst miterlebt, als in den 1960er Jahren viele musikalische Grenzen übertreten wurden und neue Ausdrucksformen entstanden sind. Die ersten Aufführungen der "Minimal Music" in New York wären für mich z.B. sehr spannend.