Monate: Mai 2016

Sinn im Leben

Warum nur bist Du heute morgen aufgestanden?

Warum nur bist Du heute morgen aufgestanden? Über den Sinn im Leben Wir kommen nun zum letzten Aspekt in unserer Reihe, welche Aspekte wichtig für Deine Gesunderhaltung sind. Heute geht es darum, dass wir alle eine Sinnperspektive brauchen – alle. Welche auch immer…. Der Psychotherapeut Viktor Frankl war als Jude selber im Konzentrationslager. Wie alle anderen hat er die bestialische Grausamkeit des Systems und der dort arbeitenden Menschen erlebt. Bei allem Schweren ist er daran nicht zerbrochen. Und nach seiner Befreiung hat er genau darüber gearbeitet: Warum sind einige an der Erfahrung im Konzentrationslager zerbrochen und andere nicht? Seine eigene Erfahrung hatte ihn gelehrt, dass er sich im Lager immer wieder gesagt hat, dass er eins über all dies berichten wird, dass er an den Universitätskathedern stehen wird und erzählen wird, was hier passiert. Dieser Gedanke hat ihm Kraft gegeben. Und seine Forschungen haben gezeigt, dass diejenigen, die eine Sinnperspektive hatten (und das Ziel zu haben, über die Grausamkeiten im KZ zu berichten, ist eine Sinnperspektive die erklärt, warum es sich lohnt zu überleben) diejenigen …

Weite

Der weite Raum…

Die Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan, stellt uns ihren Psalm-Vers vor, der ihr wichtig geworden ist. Welcher Psalmvers gefällt Dir besonders gut oder hat für Dich persönlich eine besondere Bedeutung? Mir ist der Psalm-Vers 4,2 wichtig geworden: „Du hast mir Raum geschaffen, als mir Angst war.“ Zum ersten Mal bewusst wahrgenommen habe ich ihn auf dem Erinnerungsblatt von Bernhard Welte zu seinem Tod. Er hat den Vers übersetzt: Als mir Angst war, hast DU’s mir weit gemacht. Beim Abschied von Welte fand ich diesen Satz tröstlich. Dann ist er mir beim Psalmenlesen immer wieder aufgefallen. Er spricht vom Leben in den vielen Situationen, in denen wir ängstlich werden, Vertrauen verlieren und Enge spüren. Er erinnert mich daran, dass ich nicht allein auf meine Kraft setzen darf. Weite und Raum werden spürbar, wo wir empfänglich werden für die Freiheit, die allein bei Gott ist. Wie würdest Du den Vers in Deiner eigenen Sprache formulieren und welche Bedeutung hat der Vers für Dich persönlich? Wenn ich in die Enge getrieben werde, weise Du mir den Weg in die …

Mönch

So wirst Du zum Mönch!

So wirst Du zum Mönch! Zunächst möchte ich mich noch für die zahlreichen Rückmeldungen zu meinem ersten Artikel zum Thema: “Mönch in der Welt” bedanken. Ehrlich gesagt, hatte ich nicht mit soviel Kommentaren, Mails und Fragen gerechnet. Leider ist ein Teil der Kommentare durch einen technischen Defekt, den wir vor einigen Wochen hatten, verloren gegangen. Eure Reaktionen haben mich ermutigt, an diesem Thema weiter zu arbeiten, und so kann ich Dir heute wieder einen neuen Artikel präsentieren. Wichtiger noch als die konkreten Verhaltensweisen und beobachtbaren Handlungen eines Mönches in der Stadt ist seine Haltung. Ich habe dazu auch schon mal etwas geschrieben. Es ist meine feste Überzeugung, dass es vor allem um eine ganz grundlegende Haltung geht, die ich Dir gerne heute vorstellen möchte. Was ist Phänomenologie? Anfang des 20. Jahrhunderts war die Philosophie in eine Krise geraten. man war sich im Grunde nicht mehr sicher, ob sie so in der Form überhaupt noch existieren und Erkenntnis generieren kann. Die gerade entwickelte Psychologie breitete sich aus und übernahm offensichtlich manche Themenbereiche der Philossophie – gerade …

Du bist mächtig!

Du bist mächtig! Wie im ersten Artikel bereits erklärt, möchten wir eine neue Reihe über hilfreiche Tipps zum mentalen und körperlichen Wohlergehen eröffnen – ganz in der Tradition der Klöster. Immerhin gehören Klostergärten ganz wesentlich zur Klosterkultur dazu und damit allerlei Pflanzen, die eine Wohltat für den Körper sein können. Und da Klosterleben immer das ganze Leben meint, gehören auch Ideen und Vorschläge, wie man mit mentalen Problemen, Fragen und Herausforderungen umgeht, ebenso dazu. Erlebe Deine Wirksamkeit! Das mag jetzt im ersten Lesen etwas rätselhaft klingen. Hier aber geht es zu einem meiner Lieblingsthemen: Selbstwirksamkeit. Dahinter verbirgt sich die Erfahrung, dass ich in dieser Welt und in meinem Leben etwas bewirken kann. Solche Erfahrungen machen nicht alle. Viele haben den Eindruck, Produkt der Umstände zu sein, vom Wohlergehen und Wohlwollen anderer abzuhängen. Kinder lernen sehr früh, ob sie etwas bewirken können oder ob sie lediglich der Wirkungen anderer ausgesetzt sind. Und man kann schneller als einem lieb ist in Situationen geraten, die die Selbstwirksamkeit zunichte macht. Da lebt man in einer Beziehung, die voller Unmut, …

Gelübde

Gelübde

Gelübde? Ja, Gelübde! Gelübde? Das klingt nun wirklich irgendwie nach Mittelalter, nach strengen Ordensregeln und ebenso strengen Oberen und Oberinnen, nach verkneiftem Leben, nach Zucht und Ordnung, nach Lebensfeindlichkeit und lebensuntüchtigen Menschen. Wer legt denn heutzutage noch ein Gelübde ab? Tatsächlich werden es immer weniger, die in ein Kloster gehen und dort irgendwann das Ordensgelübde ablegen. Nein, man kann nicht sagen, dass Gelübde zu den Verkaufsschlagern der Kirche gehören und gleiches gilt sicherlich auch hinsichtlich einer Weihe, sich weihen zu lassen bzw. geweiht zu werden. Aber ich glaube, dass Gelübde ein wichtiges Ereignis und eine Stütze für viele sein können, ja, dass Gelübde geradezu in Mode kommen könnten, wenn wir begännen, sie neu zu verstehen und anzubieten.   Was sind Gelübde? Gelübde sind Versprechen und im katholischen Sinne wird in der Regel dreierlei versprochen: Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam. Die Benediktiner haben eigene Gelübde, wie Versprechen: Beständigkeit (auf den Ort bezogen), klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam. Diese drei Aspekte, die in einer feierlichen Liturgie öffentlich gelobt werden, sind die Grundlage des klösterlichen Zusammenlebens. Sie sollen selbstverständlich nicht …

Willi Hanne

Unser Musiker am Sonntag: Willi Hanne

Willi Hanne Wie bist Du zur Musik gekommen? Über das Hören, es hat mich fasziniert und ich wollte auch selbst so was machen. In meiner Schulzeit fing ich an, autodidaktisch Gitarre zu lernen, wechselte später zum Schlagzeug. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Ich glaube, das Spielen mit den vielen tollen Musikern, die mich immer wieder neu inspirieren und von denen ich eine Menge lernen konnte und die mir neue Horizonte aufgezeigt haben, hat mich am meisten beeinflusst. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Gerade für mich als Improvisator und Schlagzeuger sind die akustischen Gegebenheiten maßgebend für das, was ich spiele  Kirchen sind eine spannende Herausforderung, mit percussiven Klängen zu musizieren, und die Cella Hauskirche bietet das in einem sehr schönen kleinen Rahmen mit engem, intensiven Kontakt zum Zuhörer ,was ich gerne mag. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Keine bestimmte Epoche ,spannend wäre es für mich, wie es früher wirklich geklungen hat ,in den Zeiten wo es …

Psalmen

Wenn der Bauch am Boden klebt …

Unser Abtprimas in Rom hat uns für den heutigen Tag aus den Psalmen seinen Lieblingsvers vorgestellt. Welcher Psalm-Vers gefällt Dir besonders gut oder hat für Dich persönlich eine besondere Bedeutung? „… unser Bauch klebt am Boden.“ (Ps 44, 26) Wie würdest Du den Vers in Deiner eigenen Sprache formulieren und welche Bedeutung hat der Vers für Dich persönlich? Ich bleibe Mensch, auch bei allen hohen Idealen, und falle immer wieder auf die Nase. Manche Schwächen bleiben einfach trotz aller Anstrengungen und brechen sich immer wieder Bahn. Aber Gott hebt uns auf, er vergibt. Wir Menschen haben für einen Versager oft nur verächtliche Blicke und würden am liebsten noch auf ihn treten, was wir in unseren Bemerkungen immer wieder tun. In welcher Lebenssituation könnte man diesen Vers jemanden an die Hand geben? Einem Kind, das in der Schule versagt hat; einem Gefangenen, der rückfällig geworden ist. Einem Alkoholiker, dem man klar sagen muss, er muss strikte Abstinenz halten. Wir sind eben Menschen nicht nur mit Idealen und gutem Willen, sondern haben auch einen Leib und bleiben …

Freunde

Freunde sind Medizin

Freunde sind Medizin – Teil 2 unserer Reihe: Wohlergehen Im letzten Artikel ging es ganz um Dich und wie Du mit Dir umgehst (Du erinnerst Dich an den Vorschlag mit dem Stofftier?). Heute kommen die anderen Menschen in den Blick. Hier also unser heutiger Tipp zum Wohlergehen. Schaffe Dir ein gutes soziales Netzwerk Niemand ist eine Insel, wir sind auf andere Menschen angewiesen. Freunde, Geschwister, Eltern, Großeltern, Kollegen bei der Arbeit, Mentoren… sie sind wichtig für uns. Es gibt so viel Einsamkeit um uns und bei so vielen Menschen. Einsamkeit ist ein ganz nagendes und zerstörerisches Gefühl, das niemandem auf Dauer zu wünschen ist. Zugehörigkeit ist meines Erachtens eines der tiefsten Gefühle. Die meisten, wenn nicht alle Menschen, möchten zu jemandem oder zu etwas zugehören. Man kann zum Beispiel den Erfolg des Islamischen Staats bei moslemischen Jugendlichen in Westeuropa auch so verstehen: da sind junge Männer, die Zugehörigkeit suchen und eine größere Sache, für die sie sich einsetzen (in diesem Fall kämpfen) wollen. Früher bedeutete der Ausstoß aus der Familie oder dem Dorf den Tod, …

Himmelfahrt

Musik zu Christi Himmelfahrt

40 Tage nach Ostern und 10 Tage vor Pfingsten feiern wir Christi Himmelfahrt. Der österliche Festkreis neigt sich dem Ende – der Christus, wie ihn die Apostel noch erlebt haben entzieht sich ganz und bleibt in anderer Erfahrungsweise doch präsent. „Viri Galilaei, quid admiramini aspicientes in caelum?“ „Ihr Männer von Galilaea, was wundert ihr euch und schaut ihr auf zum Himmel?“ So steht es in der Apostelgeschichte. Der Blick wird spätestens jetzt zurückgeführt auf die Erde, weg von allen Erscheinungen und mirakulösen Erfahrungen und hin zum Begreifbaren, zur Materie und zum Konkreten. Man kann nicht im Trubel und Jubel von Ostern bleiben, man kann nicht nur den Himmel erträumen und ersehnen. Es geht immer um jetzt und es geht immer um hier! In diesem Stück von Palestrina werden die Männer von Galiläa fast liebevoll zurückgeholt vom fernen Blick auf das, was sich direkt vor unseren Augen abspielt.

Aus der Klosterküche: Käse-Mandel-Chips

Käse-Mandel-Chips Gestern gab es nach dem Gottesdienst leckere Käse-Mandel-Chips, die ich bei happycarb.de gefunden habe. Da am Ende wirklich alle weg waren, muss es wohl lecker gewesen sein… 🙂 Rezept 100 gr. gehackte Mandeln oder Erdnüsse 200 gr. Parmesankäse 2 TL. rosenscharfer Paprika 1 TL. Salz 1 TL. Zucker   Die Mandeln oder Nüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten. Den Käse hobeln oder reiben. Dann die vollständig erkalteten Nüssen/Mandeln zu dem Käse geben und Gewürze hinzugeben. Alles gut vermengen. Mit einem Teelöffel auf ein Blech mit Backpapier kleine Häufchen aus der erstellen Masse aufbringen und dann für 7 – 9 Minuten bei 175° C. in den Ofen. Gut aufpassen, da die Chips schnell  verbrennen und bitter schmecken. Danach erst etwas abkühlen lassen und von dem Backblech nehmen. Lass es Dir schmecken!   Dank an Betti von happycarb.de