Monate: Oktober 2015

Allerheiligen zu hören: Jan-Aurel Dawidiuk

Vor zwei Jahren gestaltete der heute 15-jähirge Jan-Aurel Dawidiuk zum ersten Mal einen Gottesdienst in der Cella am Klavier und faszinierte mit seinem einfühlsamen Klang die Zuhörer. Heute ist der vielseitig begabte Schüler des St. Ursula Gymnasium Frühstudent bei Konrad Maria Engel am Institut zur Förderung musikalisch Hochbegabter an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und Bundessieger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Am Sonntag spielt er in unserem Ite-missa-est-Gottesdienst die Mazurka g-moll, Op.24.1 und die Etüde E-Dur, Op.10.3 von Frederik Chopin sowie die ersten beiden Preludes von George Gershwin.

Evangeliumswolke zu Allerheiligen

Das Evangelium kommentiert sich selber – so in etwas ist die Idee zur Evangeliumswolke entstanden. Das heißt: Die Worte des Evangeliums werden in einer Schlagwortwolke umgewandelt und darin nach deren Häufigkeit größer und in der Farbe fetter dargestellt. So ergeben sich neue Verbindungen, Einsichten und Pfade des Verstehens. Allerheiligen, 1.11.2015 Mt 5,1-12a  Und was erkennst Du in der Evangeliumswolke?

Zwischen Rotlicht und Psalmengesang. Die Heilsarmee in Hannover

Die Heilsarmee in Hannover Sich um die Gestrandeten unserer Gesellschaft kümmern? Mit Orgel und Uniform für den Glauben in der Fußgängerzone werben? Umkehren und Buße tun? Oder was ist die Heilsarmee? In unserem ersten Podcast bekommst Du erstaunliche Einblicke! Ich habe die Heilsarmee in Hannover besucht und konnte dem Leiter Steffen Aselmann Fragen stellen, um mehr zu erfahren.  

Wasser: Vertrauen lernen

Vertrauen lernen Meine Eltern sind früher nicht in den Urlaub gefahren und infolge dessen ich auch nicht. Meinen ersten Urlaub hatte ich mit 19 Jahren, da hatten manch andere in meinem Alter bereits die halbe Welt gesehen. So bin ich auch erst mit 23 Jahren das erste mal in meinem Leben am Meer gewesen. Es war die Nordseee auf der Insel Wangerooge. Ich war sofort total begeistert. Ich habe die Wellen geliebt und die Gezeiten: dieses Auf und Ab, Hin und Her, das Kommen und das Gehen. Wie ein großer Urrhythmus bewegt sich das Meer. Und so hat das Meer mich bewegt. Ich fühlte mich in diesen Rhythmus mit hineingenommen, fühlte mich durch meinen Atem ganz tief verbunden mit den Bewegungen der Wellen und des Meeres. Das Meer oder das Wasser ist wie alle Elemente natürlich auch Bedrohung. Wir brauchen Vertrauen, um uns vom Wasser tragen zu lassen. Wer Angst vor den Untiefen hat, wird sich auf das Wasser nicht einlassen können. Dass Jesus über das Wasser gegangen ist, ist auch ein Zeichen dafür, dass …

Erde: im Körper leben

Im Körper leben Die vier Elemente bezeichnen vier verschiedene Dimensionen und Qualitäten, die es gilt, in einen guten Ausgleich zu bringen. Alle vier sind grundlegend – die Erde aber ist das grundlegende Element. Auf diesem Element 26stehen wir, es trägt uns und wir sind Erdlinge. Nicht umsonst bezeichnen wir unseren Planeten mit dem Wort: Erde. “Alle Entwicklung im Geist und zur Bezeugung des Wesens hängt für den zwischen Himmel und Erde gespannten Menschen zunächst einmal ab von der rechten Verankerung in der “Erde”, und das bedeutet vom Gewinnen des rechten Schwerpunktes.” So hat es Karlfried Graf Dürckheim in seinem Buch “Alltag als Übung” formuliert. Wenn es darum geht, einen Bezug zur Erde als eines der vier Elemente herzustellen, dann geht es darum, den rechten Schwerpunkt zu haben. Und das ist nicht nur geistig zu verstehen. Es geht Dürckheim auch darum, in seinem Körper, er würde Leib sagen, im Mittelpunkt zu ruhen. Dazu gehört, dass wir überhaupt erst einmal im Körper leben. Die meisten haben ihren Schwerpunkt oben, in den Schultern oder im Kopf. Das macht …

Dankbarkeit als Glück

Wege zum Glück Was macht mich glücklich? Ein weiterer Baustein ist ganz sicher die Fähigkeit, dankbar sein zu können. Es gibt Untersuchungen, die festgestellt haben, dass Dankbarkeit ein wichtiger Garant dafür ist glücklich zu sein. Die Positive Psychologie ist eine Disziplin, die uns dazu mehr sagen kann. In dieser Disziplin geht es nicht darum herauszufinden, wie und warum jemand psychisch krank wird. Die Positive Psychologie dreht den Spieß um und fragt: Was macht und hält Menschen gesund? Was tun Menschen, die glücklich und zufrieden sind? Glück durch einen Brief Martin Seligman hat diese Form der Psychologie in unseren Tagen entwickelt. Er empfiehlt in seinen Seminaren und Vorträgen, in die eigene Vergangenheit zu schauen und zu suchen, wem man etwas zu verdanken hat. Und es gibt immer jemanden, der einem etwas Gutes getan hat. Immer! Die Aufgabe ist nun, diesem Menschen einen Brief zu schreiben, auch, wenn man seit Jahren oder gar Jahrzehnten keinen Kontakt mehr hatte oder derjenige uns gar nicht kennt. Die Ergebnisse seiner Forschung haben ergeben, dass Menschen, die einen solchen Brief schreiben …

Ausstellung Madonna. Frau – Mutter – Kultfigur

Es ist Oktober und wer “gut katholisch” sozialisiert wurde weiß, dass der Oktober ein Marienmonat ist – ähnlich wie der Mai. Nun, habe ich selber keine marianische Frömmigkeit und habe dies bisher auch nicht in Hannover entdecken können. Wäre ja auch an einem protestantisch geprägten Ort verwunderlich. Um so überraschter bin ich aber als ich gelesen habe, dass das Landesmuseum die Ausstellung Madonna. Frau – Mutter – Kultfigur zeigt, die heute beginnt und bis zum 14. Februar 2016 dauern wird.. “Kaum eine Frau hat die Menschheit bis heute so bewegt wie Madonna.” Schreiben die Veranstalter und meinen damit nicht etwa die Popsängerin. Obwohl wir auch hier sehen, wie sehr das Zitat Recht hat. Selbst bis in die Gegenwartskunst spielt das Motiv der Madonna eine wichtige Rolle. Mal wird sie als weibliches Ideal hingstellt, dass von sexueller Reinheit bestimmt ist. Oder die Bilder haben Modellcharakter für die Heilige Familie oder sie stellen das jeweilige Schönheitsideal dar. Die Darstellung der Madonna ist eine Kulturgeschichte in sich. Ein Besuch der Ausstellung lohnt gewiss. Wir bemühen uns, für den …

Rezepte aus der Klosterküche: Pestoschnecken

Seit einiger Zeit habe ich es zu meiner Aufgabe gemacht zum Ite-missa-est-Gottesdienst etwas zu backen. Das tue eich, weil mir backen Spaß macht und weil ich es einen Ausdruck von Gastfreundschaft finde, wenn man für Gäste etwas vorbereitit und nicht nur die Flasche Wein öffnet. In der Rubrik  Rezepte aus der Klosterküche habe ich heute etwas ganz eigenes gewählt. Es musste nämlich letztes Wochenende schnell gehen, ich hatte wenig Zeit ein aufwendigeres Rezept zu wählen. So habe ich die Pestoschnecke erfunden. Und die sind wirklich leicht herzustellen. Zutaten: 1 Rolle tiefgefrorener Blätterteig 1 kleines Glas Pesto 1 Tüte geraspelter Käse Den Blätterteig eine Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit er sich gut verarbeiten lässt. Dann den teig ausrollen und die Glas Pesto mit einem Löffel darauf verstreichen. Gut darauf achten, dass auch die Ränder berücksichtigt werden. Als letztes kommt der Käse darüber. Ich habe Gouda genommen, ich könnte mir auch Parmesan gut vorstellen. Nun die Blätterteig platte mit Pesto und Käse an der längeren Seite beginnen aufzurollen und anschließend ca. 1,45 cm …

Leonard Bernstein

Er war ein inspirierender Mann und von seiner Musik auf seine Persönlichkeit schließend: er muss ein leidenschaftlicher Mann gewesen sein, der Musik nicht nur aber auch intuitiv verstanden und verarbeitet hat. Seine Stücke sind voller Hingabe und Emotionen. Leonard Bernstein war einer der ganz großen in der Musikszene und auf der ganzen Welt zu Hause. Heute ist sein Todestag und ich möchte Euch gerne ein Stück vorstellen, dass nicht ganz so oft gespielt wird. In Chichester, Engeland, gibt es ein Wettbewerb, bei dem man Musikstück zu einekm bestimmten Thema einreichen muss. Das tat auch Leonard Bernstein und schuf dadurch die so genannten Chichester Psalms. Die in hebräischer Sprache gesungenen Psalmen haben eine ganz unmittelbare Wirkung: sie rühren einfach an. Die Kinderstimme, die der junge König David darstellen soll und der der Legende nach die Psalmen beim Hüten der Schafe und Ziegen gedichtet haben soll, verfehlt nicht seine Wirkung. Im zweiten Stück kann man den Widerstreit zwischen der Sehnsucht nach Frieden und Eintracht und dem ständigen Zweifel hören und zutiefst nachempfinden. Letztlich aber siegt das Vertrauen …