Valentin, Valentins Welt
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Warum Menschen sich umarmen

Warum Menschen sich umarmen

 

Hallo, Valentin hier! Hast Du diese fetten Flocken gesehen, die vor ein paar Tagen einfach vom Himmel geflogen sind? Sah das nicht toll aus und ich konnte auch noch zusehen, wie die Menschen draußen ihre Kragen hochschlugen, wie sie hinpurzelten und wie auf Eiern über die Fußwege gingen. Sah ganz schön lustig aus.
Ah, das ist eine tolle Zeit, wo die Heizung an ist, wo ich daneben liegen kann und es mir gut gehen lasse. Ich muss nicht von der Sommerhitze völlig erledigt auf dem Boden liegen und hoffe, dass alles gleich vorbei ist. Ich kann es genießen, dass es warm ist.
Und dann gibt es jeden Tag seit Anfang Dezember auch immer etwas kleines Besonderes für mich und meinen Kumpel, Otello. Ich gebe zu – ich fresse ja für mein Leben gerne und so genieße ich diese Zeit sehr. Auch wenn ich schon ahne, dass das keine Dauer haben wird und Zeiten anbrechen werden, wo ich den Katzengürtel etwas enger schnallen muss.

Dumme Menschen

Also ich will jetzt mal ehrlich sein. Ich finde Menschen manchmal richtig dumm. Sie tun immer so schlau, lesen dicke Bücher, die mir völlig unverständlich sind, aber das Wesentliche erfassen sie nicht, das, worauf es ankommt.
Und ihr habt echt manchmal keine Idee, warum bestimmte Dinge so sind, weil ihr kein Gefühl für Euch habt.
Ich möchte Euch heute von dem berichten, was Katzen nicht können, aber Menschen.
Vor ein paar Tagen konnte ich aus dem Fenster beobachten, wie zwei Menschen auf der Straße sich begegneten. Sie kannten sich offensichtlich. Und was taten Sie? Gaben sie sich die Hand? Nein. Sie haben sich umarmt. Und als ich nachgefragt habe, ob denn die Menschen wissen, warum sie das tun, wusste es keiner.
Ist doch komisch, oder, man könnte doch auch die Rücken aneinander reiben, oder die Stirn oder die Knie. Das sähe lustig aus, nicht wahr?
Aber kein Mensch macht das.
Und ich habe einmal gehört, dass auch kein Mensch weiß, warum man sich die rechte Tatze, äh, Hand gibt. Ihr macht Dinge und wisst gar nicht, was es heißt. Aber zum Glück gibt es Valentin, der erklärt es euch. Ich weiß es nämlich.

Warum umarmt man sich?

Wer meine Artikel aufmerksam gelesen hat, wird die Antwort schon kennen. Wer sich umarmt, macht sich zunächst wehrlos, man kann nicht mehr entkommen und kann den anderen auch nicht mehr schlagen oder so. Umarmen heißt also: Ich verzichte darauf, mich zu wehren, ich glaube, dass ich mich bei Dir nicht wehren muss, ich bin sicher bei Dir.
Und dann heißt umarmen auch: Ich drücke meine empfindlichste Seite an Deiner empfindlichsten Seite und das ist der Bauch und der Brustraum – deshalb tragen Polizisten ja auch einen schutzsichere Weste, sie tragen ja keine schutzsichere Hose. Der Brustbereich und der Bauch sind unsere empfindlichsten Stellen und die drücken Menschen bei der Begrüßung aufeinander. Und das kann doch nur heißen: Ich zeig dir meine verwundbarste Stelle, du wirst mir nichts tun und ich werde Dir nichts tun.
Ist doch irgendwie toll, oder?
Und du kannst auch sehen, wie unterschiedlich diese Umarmungen sind. Manche drücken nur die Wangen aneinander – eine Pseudoumarmung, sie wollen Luft und damit Abstand lassen – da ist sich jemand nicht sicher und die Beziehung ist nicht so eng. Verliebte wiederum können sich gar nicht eng genug aneinander drücken. Hier wird alles aufgegeben und wartet nur darauf, dass aus der Umarmung ein ineinander wird.

Warum man sich die Hand gibt

Ich gebe zu, diese Info habe ich aus dem Fernsehen – manchmal gucke ich heimlich!
Hier triffst Du die gleiche Botschaft an. Die rechte Hand ist die Hand, mit der man schlägt, die Pistole hält, das Schwert (wenn man nicht gerade Linkshänder ist). Wenn ich jemandem die Tatze, äh, Hand gebe, dann verzichte ich auf meine Waffen (bei mir wären das meine Krallen), es ist ein Friedenszeichen.
Deshalb wird ja auch bei Politikern so darauf geachtet, ob sie sich die Hand geben oder nicht.

So, jetzt weißt Du es und von wem, von Valentin natürlich.
Das war jetzt mein letzter Artikel in diesem Jahr. Bald ist Weihnachten und ich hoffe, dass das Christkind auch zu mir kommt. Meine Wünsche sind ja sehr vorhersehbar, deshalb brauche ich auch keinen Wunschzettel zu schreiben.
Also, vergiss mich nicht, Du wirst im neuen Jahr wieder von mir hören.
Ich freu mich drauf und reiche Dir meine Pfote!

Achso: Danke für den leckeren Thunfisch, den ich schon bekommen habe. Wirklich sehr köstlich! Ich, der Valentin sage: Danke!

1 Kommentare

  1. corinna stahr sagt

    Hallo lieber Valentin,

    ich wünsche Euch wunderschöne Weihnachten mit viel Thunfisch und leckereien.

    Verbringt ein schönes Fest. Auch für Dein Herrchen

    LG an Othello

    Ich freu mich schon auf weitere Berichte im neuen Jahr von Dir

    Lg Conni

    Ein Fan von Dir

    eine flauschige Umarmung und Kraulen für Dich mit Nasenstupser

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