Alle Artikel mit dem Schlagwort: Musik

Robert Kusiolek

Konzert am Sonntag: Robert Kusiolek und Elena Chekanova

Robert Kusiolek und Elena Chekanova, unsere Musiker für das Konzert am 19.3.2017 stellt sich vor. Wie bist Du zur Musik gekommen? Die Eltern haben eine Empfehlung von Musiklehrern bekommen uns in die Musikschule zu schicken und so hat sich unsere Musik-Geschichte begonnen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Eigentlich das sind nicht die Menschen, sondern die Musik selbst als Phänomen, die ganze Klangwelt, die uns ummantelt. Es sind unendlich viele Beispiele. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Die Menschen reagieren ganz anders auf Musik in der Kirche – Geistigkeit, hier spielt die Architektur und Akustik nicht die letzte Rolle. Ihre Hauskirche ist besonderes Beispiel dafür. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? In der Zeit wo es keine Epochen mehr gibt 😉

Karsamstag

Karsamstag musikalisch

Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir. / Herr, höre meine Stimme! Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! Wenn du, HERR, Sünden anrechnen willst – Herr, wer wird bestehen? Denn bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte. Ich harre des HERRN, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen; mehr als die Wächter auf den Morgen hoffe Israel auf den HERRN! Denn bei dem HERRN ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm. Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.

Karfreitag musikalisch

Der Gesang „Christus factus est“ gehört zu den wesentlichen Gesängen der Karwoche. Ab Gründonnerstag wird er jeweils am Ende des Stundengebetes gesungen, sowie in der Karfreitagsliturgie. Hier kannst Du diesen Gesang komponiert von Anton Bruckner und gesungen vom Kings College in Cambridge hören.

Tremendum et fascinosum

Erst hört man nichts, fast nichts. Es ist still – habe ich den Lautsprecher auch angemacht, ist der Lautstärkeregler auch hoch genug eingestellt? Doch dann beginnen die etwas hastigen Töne der Violine auf mich zuzukommen, immer etwas lauter ohne zu laut zu werden, bis sie von einem Klavierakkord unterbrochen werden. Und nun beginnen beide ihr Zusammenspiel. Dieses Zusammenspiel ist wie ein Suchen in tiefen Sphären, wie ein Eintauchen in etwas, das sich meinen Augen ansonsten entzieht. Und etwas fühlt sich in mir verstanden, dass sich so von nur wenigem ansprechen lässt. Arvo Pärt wird am 11. September 80 Jahre alt. Kein zeitgenössischer  Komponist kann so sehr die Seele in ihrer kontemplativen Weite erreichen wie er – es ist Seelenmusik, die auf einer ganz anderen Art und Weise der Musik Olivier Messiaens gleich kommt. Das erste Mal, als ich seine Musik hörte, war in einem Bürgerhaus irgendwo im Münsterland, vor den Toren der westfälischen Metropole. Eine Skulptur steht vor uns. Günther Oellers hat sie geschaffen und sie „Fähre der Zeit“ genannt. Menschen aus Alabaster sitzen darin. …