Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kloster

Gelübde

Gelübde

Gelübde? Ja, Gelübde! Gelübde? Das klingt nun wirklich irgendwie nach Mittelalter, nach strengen Ordensregeln und ebenso strengen Oberen und Oberinnen, nach verkneiftem Leben, nach Zucht und Ordnung, nach Lebensfeindlichkeit und lebensuntüchtigen Menschen. Wer legt denn heutzutage noch ein Gelübde ab? Tatsächlich werden es immer weniger, die in ein Kloster gehen und dort irgendwann das Ordensgelübde ablegen. Nein, man kann nicht sagen, dass Gelübde zu den Verkaufsschlagern der Kirche gehören und gleiches gilt sicherlich auch hinsichtlich einer Weihe, sich weihen zu lassen bzw. geweiht zu werden. Aber ich glaube, dass Gelübde ein wichtiges Ereignis und eine Stütze für viele sein können, ja, dass Gelübde geradezu in Mode kommen könnten, wenn wir begännen, sie neu zu verstehen und anzubieten.   Was sind Gelübde? Gelübde sind Versprechen und im katholischen Sinne wird in der Regel dreierlei versprochen: Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam. Die Benediktiner haben eigene Gelübde, wie Versprechen: Beständigkeit (auf den Ort bezogen), klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam. Diese drei Aspekte, die in einer feierlichen Liturgie öffentlich gelobt werden, sind die Grundlage des klösterlichen Zusammenlebens. Sie sollen selbstverständlich nicht …

Kloster Nütschau

Kloster Nütschau Es ist das nördlichste deutsche Benediktinerpriorat. Bestehend aus dem alten ursprünglichen Herrenhaus, einem modernen Klosterbau daneben, dem Haus St. Ansgar (Exerzitienhaus) und dem Jugendhaus, liegt das Kloster Nütschau in Travenbrück bei Bad Oldesloe. Gegründet wurde das Kloster von der Abtei Gerleve bei Coesfeld aus. Nach dem Einzug der ersten Mönche im März 1951 hatte Abt Pius Buddenborg von Gerleve schon am 6. Mai 1951 die kleine St. Ansgar-Kapelle als Mittelpunkt im Herrenhaus benediziert. Am 11. November 1960 erhob Abt Pius Buddenborg Nütschau als Priorat St. Ansgar zum von Gerleve abhängigen Prioratus simplex. Als ersten Prior führte er P. Amandus Eilermann ein und zur Kommunität gehörten acht aus Gerleve kommende Mönche. Das Kloster des hl. Ansgar zu Nütschau wurde am 16. Oktober 1975 zum Konventualpriorat erhoben und erhielt damit seine Selbständigkeit. Das Kloster Nütschau ist ein relativ junges Kloster – insbesondere, was die Brüder angeht. Zahlreiche Eintritte in den letzten Jahren haben dafür gesorgt. Im Kontext der Beuroner Benediktinerkongregation zählt Nütschau zu den Klöstern mit dem niedrigsten Altersdurchschnitt. Längst hätte das Kloster vermutlich zur …