Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gesundheit

Es muss nicht immer eng werden

Es muss nicht immer eng werden Das Wasser steht mir bis an die Kehle (Psalm 69,14) Halsschmerzen sind unangenehm. Ein Kratzen oder ein Frosch im Hals, ein verspannter Hals oder Nackenschmerzen – davon können viele „ein Lied singen“. Der Hals ist ein überraschend dünner Bereich des Körpers und besonders anfällig für Verletzungen. Sprichwörter und Redewendungen verbinden den Hals und die Kehle gerne mit eher bedrohlichen und gefährlichen Situationen. Ort für lebenswichtige Entscheidungen Genau in der Mitte des Halses, in der Kehle, geschieht die Aufteilung für alle Dinge, die auf natürliche Weise in unseren Körper hineingelangen dürfen. Wenn sich der Kehlkopf hebt, wird der Zugang zur Lunge verschlossen. Speisen und Getränke rutschen hinter dem Schildknorpel durch die Speiseröhre hinab in die Magen. Wenn sich der Kehlkopf senkt, wird der Zugang zu den Stimmbändern und zur Lunge frei. Luft kann in die Lunge einströmen und in der dann folgenden Ausatmung können die Stimmbänder in Schwingung gebracht werden – so können wir sprechen und singen. Damit kommt der Kehle, wie wir es umgangssprachlich sagen, und den vielen Muskeln, …

Der Sprung über die Mauer

Der Sprung über die Mauer Mit meinem Gott über springe ich Mauern (Ps 18) Bei meinem letzten Spaziergang mit der fast fünfjährigen Josephine in die Innenstadt von Hannover wurde kein Kanaldeckel und keine Schachtabdeckung ausgelassen: Mit Anlauf sprang sie über jeden Deckel. Besondere Freude hatte sie an den großen und den doppelten Abdeckungen. Und dadurch war ich natürlich gefragt. An meiner Hand konnte sie viel größere Sprünge machen – ich konnte sie nach dem Absprung noch ein bisschen nach oben ziehen  – und ich konnte auch für eine weiche Landung nach großen Sprüngen sorgen. Das habe ich natürlich gerne getan  – und mitgespielt. Manchmal musste ich selber mitspringen, damit wir zusammen blieben. Das schnelle Wechselspiel der Muskelkontraktion Und natürlich denke ich über das Springen nach: Wann bin ich das letzte Mal so richtig gesprungen? In meinem Alter springt man nicht mehr so leicht. Das Körpergewicht ist größer, der Trainingszustand schlechter, Muskeln, Gelenke und Bänder nicht mehr so geschmeidig  –  und damit die Verletzungsgefahr nicht gering. Springen ist eine ganz besondere Fähigkeit vieler Lebewesen. Eigene Trainingsformen …

8+1 Tiopps für einen besseren Schlaf

8+1 Tipps für einen besseren Schlaf – Stadtmönche on air

In der Bibel kommt der Schlaf immer wieder vor, in den Klöstern der Antike und des Mittelalters wurde Schlaf oft negativ gesehen – man war quasi permanent übermüdet und viele Zeitgenossen haben es schwer mit dem Schlaf. Wie gut, wenn man einfach gut einschlafen kann. Wir haben 8+1 Tipps für Dich – der letzte ist vielleicht der zunächst komplizierteste, aber vielleicht auch der beste.

All meine Knochen kann ich zählen

„All meine Knochen kann ich zählen“

„All meine Knochen kann ich zählen“ Mit Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich habe ich so meine Erfahrungen. Wenn ich morgens aufwache, fühlt sich manchmal die Schulter, auf der ich gelegen habe, unangenehm fest an. Bereits im Bett versuche ich, den Arm ein wenig zu bewegen. Und wenn ich dann aufgestanden bin, strecke ich mich, bewege Arme, Schultern und Rücken, und versuche, sie lockerer zu bekommen. Nach dem Sport oder nach körperlicher Arbeit fühle ich mich oft ähnlich fest und verspannt. Die Knochen tun mir weh. Da kommt mir manchmal dieser Satz über den Lippen, der ja auch schon in der Bibel steht: Alle meine Knochen kann ich zählen. Weit über 2000 Jahre alt ist dieser Spruch und steht im Psalm 22. Muskeln zwischen Anspannung und Entspannung Wenn ich dann in die Praxis zur Arbeit gehe, bin ich oft in der umgekehrten Rolle. Menschen kommen zu mir und erzählen mir, wo sie im Rücken oder im Schulter- und Nackenbereich Schmerzen haben. Dann ist es meine Aufgabe, mit ihnen gemeinsam diese Schmerzen zu lindern. Häufig sind es …

10 Tipps zum Wohlgefühl

Mit diesen 10 Tipps zum Wohlgefühl

Mit diesen 10 Tipps zum Wohlgefühl Man könnte ja meinen, dass bei einem solch schönen Wetter alles irgendwie wie geschmiert läuft. Jeden Morgen gute Laune, immer froh gestimmt, kein Wässerchen kann man trüben. Schön wäre es…. war es? Das hieße ja, dass man im Winter oder an trüben Novembertagen stets miesepetrig herumläuft und mit verweinten Augen den Tag gerade so durchsteht. Zwar reagieren manche Zeitgenossen und -genossinnen durchaus auf neblige Herbsttage, aber niemand ist immer betrübt, wenn es neblig wird. Von daher sind wir auch nicht allesamt und alle Tage frohgelaunt, wenn es so hell, warm und licht ist. Auch diese Tage können es in sich haben und es einem schwer machen, sich darin noch wohl und behaglich zu fühlen. Es ist komisch, dass wir nirgends wirklich lernen, mit solchen Phänomenen umzugehen: Wie gehe ich mit meiner Angst um? Was mache ich, wenn meine Stimmung von einer dunklen Wolke überschattet wird? Wie kann ich mich aufheitern und selber unterstützen? Da heißt es also learning by doing, Bücherlesen und trial and error. Nun – der Weg …

Sinn im Leben

Warum nur bist Du heute morgen aufgestanden?

Warum nur bist Du heute morgen aufgestanden? Über den Sinn im Leben Wir kommen nun zum letzten Aspekt in unserer Reihe, welche Aspekte wichtig für Deine Gesunderhaltung sind. Heute geht es darum, dass wir alle eine Sinnperspektive brauchen – alle. Welche auch immer…. Der Psychotherapeut Viktor Frankl war als Jude selber im Konzentrationslager. Wie alle anderen hat er die bestialische Grausamkeit des Systems und der dort arbeitenden Menschen erlebt. Bei allem Schweren ist er daran nicht zerbrochen. Und nach seiner Befreiung hat er genau darüber gearbeitet: Warum sind einige an der Erfahrung im Konzentrationslager zerbrochen und andere nicht? Seine eigene Erfahrung hatte ihn gelehrt, dass er sich im Lager immer wieder gesagt hat, dass er eins über all dies berichten wird, dass er an den Universitätskathedern stehen wird und erzählen wird, was hier passiert. Dieser Gedanke hat ihm Kraft gegeben. Und seine Forschungen haben gezeigt, dass diejenigen, die eine Sinnperspektive hatten (und das Ziel zu haben, über die Grausamkeiten im KZ zu berichten, ist eine Sinnperspektive die erklärt, warum es sich lohnt zu überleben) diejenigen …

Du bist mächtig!

Du bist mächtig! Wie im ersten Artikel bereits erklärt, möchten wir eine neue Reihe über hilfreiche Tipps zum mentalen und körperlichen Wohlergehen eröffnen – ganz in der Tradition der Klöster. Immerhin gehören Klostergärten ganz wesentlich zur Klosterkultur dazu und damit allerlei Pflanzen, die eine Wohltat für den Körper sein können. Und da Klosterleben immer das ganze Leben meint, gehören auch Ideen und Vorschläge, wie man mit mentalen Problemen, Fragen und Herausforderungen umgeht, ebenso dazu. Erlebe Deine Wirksamkeit! Das mag jetzt im ersten Lesen etwas rätselhaft klingen. Hier aber geht es zu einem meiner Lieblingsthemen: Selbstwirksamkeit. Dahinter verbirgt sich die Erfahrung, dass ich in dieser Welt und in meinem Leben etwas bewirken kann. Solche Erfahrungen machen nicht alle. Viele haben den Eindruck, Produkt der Umstände zu sein, vom Wohlergehen und Wohlwollen anderer abzuhängen. Kinder lernen sehr früh, ob sie etwas bewirken können oder ob sie lediglich der Wirkungen anderer ausgesetzt sind. Und man kann schneller als einem lieb ist in Situationen geraten, die die Selbstwirksamkeit zunichte macht. Da lebt man in einer Beziehung, die voller Unmut, …

Freunde

Freunde sind Medizin

Freunde sind Medizin – Teil 2 unserer Reihe: Wohlergehen Im letzten Artikel ging es ganz um Dich und wie Du mit Dir umgehst (Du erinnerst Dich an den Vorschlag mit dem Stofftier?). Heute kommen die anderen Menschen in den Blick. Hier also unser heutiger Tipp zum Wohlergehen. Schaffe Dir ein gutes soziales Netzwerk Niemand ist eine Insel, wir sind auf andere Menschen angewiesen. Freunde, Geschwister, Eltern, Großeltern, Kollegen bei der Arbeit, Mentoren… sie sind wichtig für uns. Es gibt so viel Einsamkeit um uns und bei so vielen Menschen. Einsamkeit ist ein ganz nagendes und zerstörerisches Gefühl, das niemandem auf Dauer zu wünschen ist. Zugehörigkeit ist meines Erachtens eines der tiefsten Gefühle. Die meisten, wenn nicht alle Menschen, möchten zu jemandem oder zu etwas zugehören. Man kann zum Beispiel den Erfolg des Islamischen Staats bei moslemischen Jugendlichen in Westeuropa auch so verstehen: da sind junge Männer, die Zugehörigkeit suchen und eine größere Sache, für die sie sich einsetzen (in diesem Fall kämpfen) wollen. Früher bedeutete der Ausstoß aus der Familie oder dem Dorf den Tod, …

Selbstfürsorge

Selbstfürsorge – damit es Dir gut geht

Selbstfürsorge – damit es Dir gut geht So, liebe Stadtmenschen, jetzt soll es hier mal um “Wohlergehen” gehen oder auf gut neudeutsch: Wellness. In den Klöstern war schon immer ein breites Wissen angelegt, was unserem Körper und unserer Seele gut tut. Man braucht sich nur etwas mit Hildegard von Bingen beschäftigen oder mit Ayurveda und Yoga. Es gehörte zum Klosterleben dazu, die Kräfte der Natur, einfache Bewegungen und Übungen zu nutzen, um dem Körper und dem Geist Gutes zu tun. Hier wird Heil nicht nur geistig verstanden, sondern ganz konkret und körperlich. Und da wir uns ja als Lifestyle Magazin für klösterliches Leben in der Stadt verstehen, gehört eigentlich dieses Thema schon viel früher auf unserer Agenda. In diesen ersten vier Artikeln der neuen Reihe möchte ich ein paar wichtige Grundlagen vorstellen, die für unser Wohlergehen von großer Bedeutung sind. Es gibt derzeit viele Programme (insbesondere von den Krankenkassen bezuschusst), die versuchen, unser Wohlergehen und unsere Gesunderhaltung zu fördern. Ich stelle Dir vier Aspekte vor, die ganz wesentlich Einfluss nehmen auf unsere Gesundheit und unser …