Alle Artikel mit dem Schlagwort: Bibel

Was bedeutet Weihnachten?

Was bedeutet Weihnachten?

Was bedeutet Weihnachten? Weihnachten ist voll von vielen schönen, na, sagen wir ruhig Äußerlichkeiten: Plätzchen, Geschenke, Festessen, Kerzen, Weihnachtsmärkte, Glühwein und Punsch und was noch alles. Manchmal verschwindet dahinter das, warum wir das alles eigentlich machen. Was bedeutet Weihnachten? Wir haben mit dem Bibelwissenschaftler Alois Stimpfle gesprochen.

Alles ruht in Gott

Ich aber, HERR, ich vertraue auf dich, ich sage: „Mein Gott bist du!“ In deiner Hand ist mein Geschick. Ps 31,15f Dieser Psalmvers begleitet mich seit fast dreißig Jahren. Damals lebte ich als Benediktiner in der Abtei Königsmünster und wir Novizen wählten ihn als unseren Professspruch. Mein Leben hat mich weitergeführt, aber die fünf Jahre im Kloster haben es nachhaltig geprägt. Vieles in dieser Zeit Erlernte ist mir innerer Halt und Heimat geworden – insbesondere das Beten und Meditieren der Psalmen. Der 31. Psalm wird im Wochenrhythmus des deutschsprachigen benediktinischen Stundengebetes in der Komplet am Freitag gesungen. Die seelenreinigende Kraft dieser letzten Gebetszeit des Tages ist nicht zu unterschätzen: der Rückblick auf den Tag, der gleichmäßig schwingende Wechselgesang in den nächtlich dunklen Kirchenraum hinein, der täglich gleiche Hymnus, das Anvertrauen an die Gottesmutter im letzten Lied des Tages – das alles sind Vorboten eines geruhsamen Schlafes nach einem anstrengenden, vielleicht aufreibenden, hektischen, ausgelassenen oder gar traurigen Tag. Auch die Worte der in der Komplet gesungenen Psalmen tun ihr Übriges: von der Zuflucht bei Gott, vom …

Ich werde Dich schauen!

In unserer Psalmenreihe hat uns Äbtissin Bärbel Görcke aus dem Kloster Mariensee ihren Lieblingsvers gedeutet Welcher Psalm-Vers gefällt Dir besonders gut oder hat für Dich persönlich eine besondere Bedeutung? Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit, ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde. (Psalm 17.15) Wie würdest Du den Vers in Deiner eigenen Sprache formulieren und welche Bedeutung hat der Vers für Dich persönlich? In meinem ganzen Leben möchte ich wachsen in der Liebe zu dir, denn du wirst mich zurechtbringen. Dann kann ich dich sehen, wie du bist. In der Liebe kann ich dich in deinem tiefsten Wesen erkennen. Du, nach dem ich mich sehne und auf den ich immer schon zugehe, wirst all meine Sehnsucht stillen. Dieses Wort hat mich gefunden, als ich schon lange das Gefühl hatte, auf einer Wanderung durch die Wüste zu sein. Ich fühlte mich wie gelähmt und mit wenig Hoffnung. In der Fastenzeit hatte ich das Gefühl, Christus entgegen zugehen. Dann sang ich am Karsamstag diesen Psalm und fand dadurch zu meinem persönlichen Ostern: der Erfahrung …

Psalm

Du bist nicht alleine! Mein Lieblings-Vers

„Was ist der Mensch…?“ Psalm-Verse aus dem Leben verstanden Welcher Psalm-Vers gefällt Dir besonders gut oder hat für Dich persönlich eine besondere Bedeutung? Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. Psalm 139,9 Als aufgeklärte Christin glaube ich, dass Adonaj (hebräisches Wort, meist über setzt mit „Herr“) nicht allmächtig ist, aber, dass bei Jenen ist, die traurig sind, leiden oder die eine tiefe Sehnsucht umtreibt. Wie würdest Du den Vers in Deiner eigenen Sprache formulieren und welche Bedeutung hat der Vers für Dich persönlich? Mit Tönen klänge er wunderbar. (Georg Philipp Telemann hat ihn vertont, Rezitativ in der Kantate Nr. 19 aus „Harmonischer Gottesdienst“) Wo auch immer ich bin im tiefsten Dunkel meiner Trauer in meiner Sehnsucht nach Liebe in meiner Trostlosigkeit in meiner Angst bist du da und du hältst mich du bewahrst mich vor dem Sturz in die Tiefe. Mir hat dieser Gebetsvers in den Phasen meines Lebens Kraft gegeben, in denen ich mich sehr allein gelassen fühlte …

Was ist der Mensch…? Abt Aloysius gibt eine Antwort aus den Psalmen.

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. (Psalm 139, Vers 5) Liebe Leserin, lieber Leser, Psalm 139 erfreut mich Woche für Woche. Die Verse dieses Psalms erklingen jeden Dienstag Abend in der Komplet, dem Nachtgebet, unserer Gemeinschaft. Der gesamte Psalm beinhaltet tröstliche Aussagen und zugleich vermittelt er eine tiefe Zuversicht. Darüber hinaus begleitet er mich schon seit vielen Jahren. In der Ausbildung zum Exerzitien- und Geistlichen Begleiter, wurde mir dieser Psalm einmal zur Betrachtung mit in die Meditation gegeben. Die „Ruminatio“, das „Auskosten“ der einzelnen Worte hat mir damals geholfen, eine neue und tiefe Beziehung zu Jesus Christus aufzubauen. Gerne erzähle ich Menschen, die sich mir anvertrauen, von dieser Erfahrung und lade sie ein, ihre eigenen „Erfahrungen“ mit diesen Gebetsworten zu machen. In meiner Thompson – Studienbibel ist Psalm 139 mit den Worten „Von Gottes Allwissenheit und Allgegenwart“ überschrieben. Gott kennt mich. Er weiß um mich. Ihm bin ich nicht fremd. Was kann tröstlicher sein? Gottes Hände sind über mir. Ein Bild der Gutheißung und des Segens und Gesegnet sein. …

Ökumenische Bibelwoche – „Augen auf und durch“

Ökumenische Bibelwoche „Augen auf und durch“ Auch in diesem Jahr laden wieder die evangelisch-lutherische Lukaskirche, die katholische Pfarrgemeinde Sankt Josef und die Cella Sankt Benedikt gemeinsam zur ökumenischen Bibelwoche 2016 in unserem Stadtteil ein. In diesem Jahr steht der Prophet Sacharja im Mittelpunkt der Gesprächsrunden. Dieses kleine Buch aus dem sogenannten Zwölfprophetenbuch der hebräischen Bibel ist benannt nach dem Propheten Sacharja, der in der nachexilischen Zeit (ca. 520-515 v. Chr.) gewirkt hat. Die ersten acht Kapitel des Buches enthalten Worte dieses Propheten Sacharja, Kapitel 9–14 sind Sammlungen prophetischer Sprüche aus späterer Zeit. Der Prophet Sacharja 550 v. Chr. begann der Siegeszug des Perserkönigs Kyros gegen die Babylonier. 538 v. Chr. erlaubte er den fast 50 Jahre zuvor durch den babylonischen König Nebukadnezar nach Babylon deportierten Juden die Rückkehr nach Jerusalem und den Wiederaufbau des Tempels. Die Propheten Haggai und Sacharja begleiteten dieses Unternehmen mit ihren prophetischen Worten (vgl. Esra 5,1; 6,14). Sie kündigten eine neue Zeit des Heils für Israel an und prophezeiten Serubbabel, dem Statthalter von Juda, den Untergang der heidnischen Königreiche und die …

Aufatmen – mit Gott gehen Teil 1

Aufatmen – mit Gott gehen Nach der Knechtschaft und dem Auszug Israels hatte Jahwe seinem Bundesvolk seinen Bund angeboten und ihm mit den Zehn Geboten eine Richtschnur für ein geordnetes Leben an die Hand geben wollen. Doch die Israeliten hatten sich ein Goldenes Kalb gegossen, um einen „Gott“ vor Augen zu haben. Mose entbrannte daraufhin vor Zorn, zerschmetterte die steinernen Tafeln mit der Bundesurkunde, verbrannte und zerstampfte das Götzenbild … Dennoch erneuerte Jahwe seinen Bund mit den Israeliten, zog mit ihnen durch die Wüste und führte sie ins gelobte Land! Dass die Israeliten diese Wüstenwanderung nicht ohne Murren machten, versteht sich von selbst: Wann haben Menschen je Mühen auf sich genommen ohne zu murren! (Ein Grundübel, vor dem zum Beispiel der heilige Benedikt in seiner Mönchsregel immer wieder warnt.) Dabei ist der Gott Israel mit seinem Volk auf dem Weg, wie wir am Ende des Exodusbuches lesen können: Mose hatte das Offenbarungszelt aufgerichtet, in dem die Bundesurkunde in der Lade verwahrt wurde: „So vollendete Mose das Werk. Dann verhüllte die Wolke das Offenbarungszelt und die …

Aufatmen – mit Gott gehen Teil 2

Aufatmen – mit Gott gehen Im ersten Artikel ging es um die Gegenwart Gottes, wie sie im Alten Testament dargestellt und verstanden wird. Wenden wir uns nun dem Neuen Testament zu. Hier wird ein anderes Bild für die Gegenwart Gottes unter den Menschen benutzt: „Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprac26h: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und …