Alle Artikel mit dem Schlagwort: Achtsamkeit

Achtsamkeit

Von der Achtsamkeit

Von der Achtsamkeit… … so könnte die Überschrift eines der Kapitel der Benediktsregel lauten; denn der heilige Benedikt schreibt im Abschnitt über den guten Eifer der Mönche: „Keiner achte auf das eigene Wohl, sondern mehr auf das des anderen.“ (RB 72,7) Diese Erfahrung konnten am vergangenen Donnerstag unsere Gäste machen. Wir hatten zum „Klostermahl“ in unser Refektorium eingeladen: ein typisch klösterlich-schlichtes Abendessen mit Tischdiener und Tischlesung, was bedeutet, dass bei der Mahlzeit geschwiegen wurde. In der kurzen Einführung zuvor hatte Bruder David den Gästen gesagt, dass natürlich der Tischdiener dafür sorgen werde, dass alle genug zu essen und zu trinken bekämen, dass man aber auch auf seine Tischnachbarn achten und schauen solle, ob etwa jemand Butter benötigte, an die sie oder er nicht herankäme. Ablenkung verhindert Achtsamkeit Beim kurzen Rundgespräch nach dem abschließenden Tischgebet wurde unter anderem erwähnt, dass man gut auf das Essen hätte verzichten und sich ganz auf die Tischlesung hätte konzentrieren können. Diese Erfahrung machen die meisten Gäste, die zum ersten Mal in einem Klosterrefektorium bei Tisch sind und dort ein Buch …

achtsam leben: Der einfachste Weg zur Selbsterkenntnis – reloaded

achtsam leben: Der einfachste Weg zur Selbsterkenntnis “Erkenne Dich selbst…” soll am Eingang zum Orakel von Delphi gestanden haben. Dieser Zuruf scheint bis heute nicht verhallt zu sein, ganz im Gegenteil: Selbsterkenntnis, mehr über sich zu erfahren. gehört ganz wesentlich zur Kultur unserer Neuzeit. Zahlreiche Seminare, Bücher und Techniken sind zu finden, die alle dafür sorgen wollen, dass ich mich besser mit mir selber auskenne. Die psychologische Wende, die von Siegmund Freud eingeleitet wurde, hat Wesentliches dazu beigetragen. Seine Theorie war es ja, dass wir durch reines Nachdenken über uns selber gar nicht viel herausfinden können, da uns große Teile möglichen Wissens unbewusst sind. Um auf das Unbewusste zugreifen zu können, arbeitete Freud zunächst mit Hypnose und später mit Traumdeutung. Wesentliche Frage der Selbsterkenntnis ist die Suche nach dem, was mich antreibt. Motivation ist nicht nur ein komplexer Begriff, mit der Erkenntnis über meine Motivationen kann ich auch sehr viel über mich erkennen. Warum tue ich dieses oder jenes? Warum bin ich bei bestimmten Themen aufbrausend? Wie kommt es, dass ich immer wieder Freunde verliere? und so …

gesammelt sein

Minimalismus leben: Gesammelt sein

Gesammelt sein Stelle Dir vor: Du musst zum Arzt, meldest Dich bei den freundlichen Damen am Empfang an und wirst, wie zu erwarten war, in das große Wartezimmer geschickt. Dort sind einige Stühle schon besetzt, aber bei weitem noch nicht alle. Du nimmst einen Platz ein. Nun geschieht folgendes: Du liest in irgendeiner Zeitung und ein neuer Patient betritt den Raum. Was machst Du? Ich vermute das Gleiche, das auch ich machen würde und immer wieder mache: Ich hebe den Kopf und schaue, wer den Raum betritt und wohin er sich setzt. Eigentlich nichts Besonderes, ganz alltägliche Situation, passiert ständig, nicht nur im Wartezimmer. Auch in der Kirche, in der Bahn, Bus, Kino, Theater, Oper… Dreh’ Dich nicht um…! Und schon sind wir zu unserer Übung für diese Woche gekommen. Sie ist eigentlich total simpel und einfach, aber glaube mir, sie ist gar nicht so leicht. Daher mag ich diese Übung ganz besonders. Ich weiß, wovon ich spreche! Lerne Dich zu sammeln und verzichte darauf, alle Bewegungen und kleinen Ereignissen in Deiner unmittelbaren Umgebung ansehen zu müssen. Das heißt: …

Rituale für den Alltag

10 Rituale für Deinen Alltag

Rituale für den Alltag Tatsächlich – es kann passieren oder etwa nicht? Es kann passieren, dass man aufsteht und erst am Abend im Bett, kurz bevor man das Licht löscht, merkt, dass man wieder einen Tag gelebt hat. Was war nochmal dazwischen? War da Leben? Habe ich gearbeitet? War ich zufrieden? Habe ich etwas erfahren, habe ich geliebt, habe ich geantwortet auf die unhörbaren Fragen der anderen? Konnte ich lauschend verstehen die Tiefe des Daseins, die sich manchmal im Banalen offenbart? Oder war alles nur verträumt, irgendwie existiert und vegetiert? Wer will schon so leben, ohne zu merken, dass man lebt? In unserem Alltag braucht es kleine Zeiten, minimale Zeiteinheiten, die den Fluss des Unbewussten durchbrechen, die mich innehalten lassen, die mich fordern ohne anzustrengen, damit ich erkenne und spüre, dass ich lebe. Zeiten, minimale, wie gesagt, die mir gut tun und mich aufhorchen, ja, aufatmen lassen. Rituale für den Alltag sind solche Zeiten – nicht zu verwechseln mit Gewohnheiten. Gewohnheiten bleiben unbewusst, fliegen so vorbei, sind hilfreich für die immer gleichen Tätigkeiten, Dinge, die …