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Fasten-Challange

Die Fasten Challange

Die Fasten-ChallengeDie Fastenzeit für VielbeschäftigteDie Hälfte ist fast um – und wie war es bisher? Gut gefastet? Oder keine Zeit gehabt, keine Idee – immer das mit den Süßigkeiten ist ja auch langweilig! Wenn aber erst Ostern ist, dann hast Du eine Chance vertan, diese Zeit bewusst zu nutzen und Dich auf anderes, wichtigeres zu konzentrieren. Es kann doch tatsächlich nicht alles Job, Geld, Sport und Putzen sein! Die Fastenzeit will Dich ja einladen, genau das alles zu hinterfragen und die Chance einer Kurskorrektur zu geben – es geht in diesen 40 Tagen nicht ums Abnehmen! Und vor allem geht es nicht um Leistung. Du wirst nämlich keinen Preis gewinnen, keinen Pokal in den Händen halten, niemand wird klatschen, keiner wird Dir Danke sagen und ich sehe weit und breit niemanden, den das wirklich interessiert, was Du in diesen Tagen hinsichtlich des Fastens machst.Tja, Pech gehabt. Dann das Fasten einfach lassen?Wenn Du nur extrinsisch zu motivieren bist, dann bitte schön lass es. Aber ich finde, dass Du dann ganz schön arm dran bist. Wer immer …

spirituelle Übungen

Diese 4 tägliche spirituelle Übungen brauchst Du

Diese 4 täglichen spirituellen Übungen brauchst Du Mir fällt immer wieder auf, dass es im Christentum im Besonderen und in den Offenbarungsreligionen im Allgemeinen an ganz praktischen Übungen fehlt. Nicht, dass es da gar nichts gäbe, aber es ist doch überschaubar. Das ist in den – ich nenne sie jetzt Mal so – klösterlichen oder monastischen Religionen Asiens ganz anders. Da reichen die Übungen von Ikebana bis zu Ayurveda, von Tai Chi bis hin zu Schwertkampf oder Bogenschießen. Übung wird hier ganz anders verstanden als wir westlichen Menschen es üblicherweise tun. Es geht dabei nicht darum, etwas so lange zu üben, bis man es kann. So üben wir vielleicht das Fahrradfahren und wenn wir schwimmen können, geben wir das Üben auf. Oder wir üben zu balancieren und dieser Übungsvorgang endet so, dass ich das Balancieren beherrsche. Ganz anders wird das in Asien gesehen, insbesondere in Japan. Hier ist nicht nur die Beherrschung einer Tätigkeit das Ziel und Objekt des Übens, sondern der Mensch selbst ist es, der durch das Üben reifen soll. Lediglich der Pädagoge …

minimalistisch leben

Fastenzeit: minimalistisch leben – reloaded

Fastenzeit: minimalistisch leben Karneval leben wir noch in Saus und Braus, feiern überschwänglich und ausgelassen, trinken viel Alkohol, machen die Nacht zum Tag – also: ich nicht, als waschechter Westfale fällt mir Karneval doch etwas schwer und in meinen Genen fehlt ein wenig das Verständnis für diese 5. Jahreszeit. Aber was solls: Leben und Leben lassen, oder so ähnlich, sagt doch der Rheinländer und da schließe ich mich als Westfale gerne an. Bei der Fastenzeit kommen wir dann aber wieder zusammen. Als Kind hieß es: Süßigkeiten verstecken und verzichten bis Ostern. Ich habe damals ehrlich gesagt nicht verstanden, warum ich das tun soll. Ich war weder zu dick noch hatte ich Süßigkeiten im Überfluss. Zum Glück haben es meine Eltern nicht ganz so genau genommen mit dem Fasten – außer an Aschermittwoch und Karfreitag. Fasten hat doch sehr schnell einen moralischen Anstrich, um nicht zu sagen einen moralinsauren Anstrich. Was ist Minimalismus? Dabei gibt es längst eine Bewegung in Deutschland und vermutlich nicht nur hier, die sich den Verzicht ganz ohne göttliche Weisung auf ihre …

Offenheit für Gott

Offenheit für Gott

Offenheit für Gott Am vergangenen Mittwoch hat die Fastenzeit begonnen. Wie schon seit Jahren haben wir am Vorabend den Fast-Nacht-Gottesdienst gefeiert. In diesem Gottesdienst wurde auch Asche gesegnet und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ließen sich ein Aschekreuz auf die Stirn zeichnen. Für die Bezeichnung mit der Asche sind im Messbuch zwei Sätze zur Auswahl gegeben: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium.“ (Mk 1,15) oder „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ (vgl. Gen 3,19) In der Vorbereitung zu diesem Gottesdienst kam uns ein anderer Satz in den Sinn: „Sei offen für Gott und lass dich von ihm berühren.“, der dann bei der Austeilung der Asche gesprochen wurde. Offenheit als Grundhaltung Warum diese Änderung? Bruder Karl-Leo hatte in seinem Impuls nach dem Evangelium sinngemäß erwähnt, dass „Umkehr“ und „Buße-tun“ – Begriffe, die wir häufig mit der Fastenzeit in Verbindung bringen – mein aktives Tun in den Vordergrund stellen. Wenn man jedoch die Bibel liest, verhält es sich in der Regel anders: nicht der Mensch ist der Aktive, sondern Gott. Etwa …

P. Martin Werlen

Glaube, der weiter führt – P. Martin Werlen

P. Martin Werlen Glaube, der weiter führt Am Beginn eines jeden Jahres ziehen wir uns zusammen mit unseren Brüdern in Meschede für gut 6 Tage zu Exerzitien zurück. Diese Tage sind zumeist geprägt von einem Gast, der zweimal am Tag einen Vortrag von ca. 45 Minuten hält. In  der Zwischenzeit bleibt Zeit darüber nachzudenken, die Worte auf sich wirken zu lassen, zu beten, meditieren usw. In diesem Jahr durften wir P. Martin Werlen begrüßen, der von 2001 – 2013 Abt des bekannten Klosters Einsiedeln war. Er ist vor allem dadurch bekannt geworden, dass er als Abt den Kurznachrichtendienst Twitter stark genutzt hat. Später schrieb er mehrere Bücher. Unter anderem „Miteinander die Glut unter der Asche entdecken“ in dem er mehrere Reformen innerhalb der Kirche anmahnt. Dazu zählen neue Regeln für Bischofsernennungen, Revision der Zölibatsvorschriften, Zulassung von Frauen zum Priesteramt, Neuregelung der Kompetenzen der Kardinäle und ein neues Beratungsgremium für den Papst. In unserem Interview konnten wir natürlich nicht alle diese Themen ansprechen. Uns war es wichtig, auch den Menschen selber etwas besser kennen zu lernen. Es …

Was bedeutet Weihnachten?

Was bedeutet Weihnachten?

Was bedeutet Weihnachten? Weihnachten ist voll von vielen schönen, na, sagen wir ruhig Äußerlichkeiten: Plätzchen, Geschenke, Festessen, Kerzen, Weihnachtsmärkte, Glühwein und Punsch und was noch alles. Manchmal verschwindet dahinter das, warum wir das alles eigentlich machen. Was bedeutet Weihnachten? Wir haben mit dem Bibelwissenschaftler Alois Stimpfle gesprochen.

Stadtmoenche on air: Zentrum für christliche Meditation und Kontemplation

Welche wunderbarer Zufall. Ich hatte P. Helmut Schlegel, einer der Leiter des Zentrums für christliche Meditation und Kontemplation in Frankfurt, für ein Audiointerview angefragt. Und es ergab sich, dass er und eine seiner Kolleginnen sich ohnehin in der Nähe aufhielten und einige Tage im Kloster Marienrode verbrachten. So konnten wir auf Skype und andere Technik verzichten. „Als geistliches Zentrum des Bistums Limburg für die katholische Stadtkirche Frankfurt am Main ist Heilig Kreuz offen für Menschen verschiedener Konfessionen, Weltanschauungen und Kulturen.“ So heißt es auf deren Internetseite. Es ist ein Ort, wo die Menschen sehr wach und offen sind für die spirituellen Bedürfnisse der Menschen – insbesondere derer, die sich nicht religiös gebunden haben oder sich einem Weg verpflichtet fühlen. Das sind in der Regel sehr viele Menschen. Wie kann man für die Bedürfnisse und Fragen dieser Suchenden Angebote entwickeln und Räume zur Verfügung stellen? Das Zentrum in Frankfurt ist eine der möglichen Antworten. Mich hat der sehr wache Umgang mit Sprache sehr beeindruckt. Das habe ich aus dem Gespräch mitgenommen und ich merke, dass mich …

Was feiern wir eigentlich im Advent?

Was feiern wir eigentlich im Advent?

Was feiern wir eigentlich im Advent? Da die Lebkuchen- und Spekulatius-Packungen schon seit Wochen in den Regalen im Eingangsbereich der Supermärkte stehen, und wenn nun beim Gang über die Weihnachtsmärkte vereinzelt Schilder auffallen, die verkünden, dass hier (an dieser Bude) eine „Weihnachtsmann-freie Zone“ sei, stellt sich mir die Frage, was dieser ganze Buhei eigentlich soll. Geht es nur um Kommerz und Konsum? Die doppelte Bedeutung des Advents Jenseits von allem Kommerz ist der Advent zum einen die Vorbereitungszeit auf die liturgische Feier der ersten Ankunft Christi, also auf Weihnachten. Zum anderen soll der Advent aber auch die Erwartung der endzeitlichen Ankunft Christi ins Gedächtnis bringen. Liturgiegeschichtlich fällt auf, dass vor allem unter dem Einfluss der iro-schottischen Missionare in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends die endzeitliche Erwartungshaltung in den Vordergrund gerückt wurde und die Wochen vor Weihnachten den Charakter einer Fasten- und Bußzeit hatten – woher ja heute noch die violette Farbe herrührt. Aber die römische Tradition hat sich im Festhalten am freudigen Halleluja, das ja in der österlichen Bußzeit entfällt, durchgesetzt und den Advent …

Vertrauen lernen

Vertrauen lernen Auch wenn er strauchelt, stürzt er nicht hin, denn der Herr hält ihn fest an der Hand… Ps. 37,24 Als ich diesen Vers das erste Mal gelesen habe, hatte ich sofort ein Bild vor Augen: das kleine Mädchen, dass mit nach oben gestreckten Armen an den Händen ihres Vaters die ersten Schritte im Leben macht. Unsicher, ein bisschen unkoordiniert setzt es doch immer wieder einen Fuß vor den anderen … und mit diesem wunderbar strahlenden Lachen im Gesicht wie es eben Kinder können. Bis, ja genau bis dahin, wo es über die eigenen Füße stolpert und mehr oder weniger sanft auf dem Boden landet. Und dann: irritiert um sich schaut, warum denn das jetzt wohl passiert ist? So oder ähnlich wird das auch bei meinen ersten Schritten gewesen sein… und ich bin mir sehr sicher, was als nächstes passiert ist. Mein Vater wird hinter mir gestanden und gelacht haben. Aber nicht, weil er es lustig fand, dass sein kleines Mädchen hingefallen ist. Sondern weil er mir damit den Schrecken und die Unsicherheit nehmen …