Valentins Welt
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Die Sache mit den Tatzen

Tatzen

Die Sache mit den Tatzen

So, da bin ich wieder, der Valentin. Diesmal melde ich mich, obwohl mir niemand eine Frage gestellt hat. Dafür habe ich viel liebe Post bekommen, also Reaktionen und Anschreiben. Vielen Dank dafür.
Im Moment freue ich mich über die Sonnentage und das hereinbrechende Sonnenlicht. Dann liege ich gerne mit ausgestreckten Pfoten auf dem Boden und nehme ein wohltuendes Sonnenbad. Das ist superherrlich. Solltest Du auch mal tun. Sich einfach auf den Boden legen, dort wo die Sonne hin scheint und es genießen, in diesem Licht und in dieser Wärme zu baden. Und wenn Dir dann die Augen zufallen, ist das doch richtig schön und genießerisch, oder?

Was meine Mama zu den Tatzen sagte

Mein letzter Beitrag ging ja über das Thema wie es uns Katzen gelingt, so autonom zu bleiben. Heute möchte ich Euch von meinen Tatzen und Krallen erzählen.
Als ich ein kleiner und junger Kater war, hat mich meine Mama einmal gefragt: „Valentin, wofür sind Tatzen da?“ Ich musste nicht lange überlegen: “Die Tatzen sind zum Laufen und zum Kratzen da, Mama!”. “Ja, Valentin, das stimmt. Aber denke daran, dass Tatzen auch zum Streicheln sind. Du musst lernen, Deine Krallen wieder einzufahren. Du sollst niemanden verletzen, sei schön vorsichtig und übe es, Deine Krallen einzufahren. Wenn die Tatzen eingefahren sind, dann werden aus den Tatzen, die verletzen können, Tatzen, die streicheln. Mit Deinen Tatzen schaffst Du Dir Freunde und Feinde, vergiss das nicht, Valentin.”

Meine Tatzen-Challange

Ich muss Dir ehrlich sagen, dass es mir bis heute schwer fällt, meine Krallen einzufahren. Irgendwie ist es in mir. Wenn ich einen Menschen berühren will, dann fahre ich meine Krallen aus, ich kann einfach nicht anders. Dabei ist es nicht so, dass ich ihn dann immer verletze. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass es schöner wäre, wenn ich meine Krallen einfahren würde. Manchmal werde ich richtig gerüffelt oder bekomme Schimpfe, weil ich dann meinem Herrchen weht tue, obwohl er mich doch nur streicheln will.
Aber ich weiß nicht immer, wann er mich streicheln will und wann nicht. Und dann passiert es, dass ich ihm Unrecht tue. Ich wehre mich, obwohl der andere es doch gut mit mir meint. Das tut mir dann immer leid.
Nur langsam kann ich es frühzeitig erkennen und dann kann ich es auch genießen.
Es ist wichtig, dass wir Krallen haben. Immer gibt es Augenblicke im Leben einer Katze und eines Menschen, in denen er sich wehren muss. Niemand muss alles mit sich machen lassen. Ich hoffe, dass Du Krallen hast, die so scharf sind wie meine.

Kratzbaum für jeden!

Krallen müssen dafür nicht nur geschärft werden, sondern sie müssen auch abgewetzt werden. Dafür haben Katzen einen Kratzbaum. Dem tut es nicht weh, wenn ich ihn kratze und die Krallen in voller Länge ausfahre. Dadurch gelingt es mir, dass meine Krallen weniger scharf und weniger lang sind. Wenn ich nur scharfe Krallen habe, dann werde ich eine sehr einsame Katze und mein Herrchen beschäftigt sich nur mit der anderen Katze, also in meinem Fall mit Othello.
Der Kratzbaum ist eine tolle Möglichkeit zu kratzen, ohne weh zu tun.
Auch das solltest Du haben: eine Möglichkeit Dich richtig zu wehren, ohne anderen weh zu tun. Dann musst Du es auch nicht machen, wenn es eigentlich gar nicht angebracht ist.

Meine Mama sagte auch immer: Streicheln und Kratzen gehören zusammen. Die Bewegung ist immer die gleiche.
Das hört sich doch gut an, oder?
Ich hoffe, dass Du Krallen hast, ich hoffe, dass Du Deine Krallen nutzt, wenn es darum geht, sich zu verteidigen und ich hoffe, dass Du sie auch wieder einziehen kannst und streicheln kannst.

Ich gebe zu: das muss ich noch üben.
Mach es gut! Dein Valentin

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