Monate: Dezember 2017

Musiker in der Cella: Ellen Wegner, Harfe

Die Harfinistin Ellen Wegner spielt am kommen Adventssonntag in unserem Gottesdienst um 18.00 Uhr – hier stellt sie sich kurz vor: Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Vater hat Klavier und Geige gespielt und war Chorleiter, meine Mutter hat gern gesungen – es gehörte für sie zur Grundausbildung ihrer Kinder, daß sie ein Instrument lernen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Es gibt keine einzelnen Personen, denen ich einen besonders großen Einfluß zuschreiben würde – für mich war die Vielseitigkeit meiner musikalischen Aufgaben prägend. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Musik in der Kirche ist frei von gelegentlichen unangenehmen Nebenerscheinungen im Konzertwesen – z. B. überzogenem Eventcharakter, übertriebenem Virtuosentum („wer spielt noch schneller?“). Es geht um das Wesentliche in der Musik, um ihren Gehalt, um Stimmungen, um thematische Bezüge, um die Eigenschaft der Musik, die Seele direkt anzusprechen und die Gelegenheit, das gesprochene Wort nachwirken zu lassen, weshalb ich besonders gerne musikalisch-literarische oder andere thematische Zusammenhänge herstelle. Nicht zuletzt betreten die Zuhörer in der …

Spritzgebäck

Davids Spritzgebäck

Davids Spritzgebäck Spritzgebäck gehört zu Weihnachten wie der Baum, die Kugeln und die Nüsse. Es ist in dieser Zeit mein absolutes Lieblingsgebäck. Und nach jedem Gottesdienst an den Adventssonntagen gibt es davon etwas für alle – zusammen mit dem Glühwein. Noch ist ja etwas Zeit, vielleicht hast Du Lust auch Spritzgebäck zu backen, dann verrate ich Dir mein Rezept.   Zutaten 250 g Butter 200 g Zucker 2 Pck. Vanillezucker 200 g Mandeln, gemahlene 2 Eier 400 g Mehl 100 g Speisestärke Zubereitung Butter schmelzen (nicht zu heiß werden lassen) und zusammen mit dem Zucker schaumig rühren und Eier dazugeben. Dann das Mehl mit der Speisestärke und die Mandeln vermischen und löffelweise zur Butter-Zucker-Ei-Mischung geben und verrühren. Leicht von Hand durchkneten. Der Teig sollte dann mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen und kalt werden. Mit dem Fleischwolf Plätzchen spritzen und bei 200 °C hell  abbacken oder so, dass die Ränder leicht gebräunt sind.  

Unser Musiker am Sonntag: Jan Meyer

Jan Meyer Wie bist Du zur Musik gekommen? Als ich 7 Jahre alt war, schenkten mir meine Eltern ein Keyboard: Die Tasten leuchteten und es wurde angezeigt, welche Tasten zu welcher Zeit bei welchem Lied gedrückt werden müssen. Begeistert durch die ersten eigenen Versuche habe ich dann Klavierstunden bei einer Lehrerin in unserem Dorf bekommen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Angefangen mit dem Klavierunterricht bin ich als Kind in den Jugendspielmannszug eingestiegen, in dem ich Querflöte lernte. Parallel dazu gründete ich meine erste Schülerband, in der ich Gitarre spielte und sang. Ganz verschiedene Ensembles (Schulorchester, Big Band, Blues-Brothers-Coverband) und Lehrer prägten mich dabei sehr stark, sodass ich mich für ein Schul- und Kirchenmusikstudium an der Musikhochschule Hannover bewarb und auch dort wieder von vielen tollen und ganz unterschiedlichen Menschen, Dozenten und Studenten, inspiriert wurde. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Als Kirchenmusiker bin ich froh darüber, immer wieder neue Kirchräume mit ihrer eigenen Ästhetik, ihrem eigenen Klang und ihrer eigenen Spiritualität entdecken zu können. …

Impuls am Sonntag: Dr. Udo Niedergerke

Dr. med. Udo Niedergerke gründete zusammen mit seiner Frau Ricarda Niedergerke die Niedergerke Stiftung unter der Überschrift „Hilfe für Menschen in Not“ Alter Ich bin gerade 76 Jahre alt geworden! Beruf Nach Aufgabe unserer Arztpraxen in Hannover-Misburg im Jahre 2007 – meine Frau als Gynäkologin und ich als hausärztlich tätiger Internist mit den Schwerpunkten Diabetologie und Rheumatologie – haben wir unter dem Dach der Bürgerstiftung Hannover eine gemeinnützige Stiftung gegründet für Menschen in Not in der Region . In enger Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden kümmern wir uns insbesondere um die medizinische Versorgung wohnungs- und obdachloser Menschen, um Flüchtlinge und deren Kinder. Wir haben eine Vielzahl von Projekten initiiert und realisiert, u.a: in Kooperation mit der Caritas, der Diakonie, der AWO und haben darüberhinaus individuelle Anfragen für finanzielle Zuschüsse etwa zu Zahnbehandlungen, Brillenverordnungen… positiv beschieden. Dafür benötigen wir Spender, um die wir werben. Einmal im Jahr wird uns das GOP für eine Benefizveranstaltung kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Künstler verzichten auf ihre Gagen. Die Eintrittskarte in Höhe von 39 € ist somit eine direkte Spende für …

Heilige des Advents

Heilige des Advents Ich erinnere mich noch an gut an die Adventszeiten in meiner Kindheit, schließlich hatten meine Schwester Barbara und ich da Namenstag. Und diese Tage wurden bei uns zu Hause wirklich zelebriert: Am Barbaratag fanden meine Geschwister und ich morgens je einen großen Teller mit Gebäck und Apfelsinen und es wurden Barbarazweige in eine Vase gestellt, die an Weihnachten blühten. Am Nikolaustag waren die Stiefel, die wir am Tag zuvor geputzt und vor die Schlafzimmertür gestellt hatten, morgens mit Süßigkeiten und Gebäck gefüllt. Die heilige Barbara und der heilige Nikolaus, neben der heiligen Lucia und (für Missionsbenediktiner selbstverständlich) die heilige Odilia: allesamt große Gestalten des Advents! Die Wahrheit der Legenden 1984 haben Gertrude und Thomas Satorius ein Taschenbuch veröffentlicht, das den Titel trug: „Der Heilige Nikolaus – Die Wahrheit der Legende“. Tatsächlich sieht die heutige Forschung in der heiligen Barbara wohl eher eine legendenhafte Person, die nie gelebt hat. Anders verhält es sich beim heiligen Nikolaus: Wahrscheinlich zwischen 280 und 286 in Patara (in der Nähe von Antalya) geboren, unterschied er sich angeblich …

Unser Musiker am Ersten Advent: Daniel Schindler

Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Opa starb, als ich vier Jahre alt war. Er spielte Violine in einem Berufslaienorchester und scheint mich frühkindlich so stark geprägt zu haben, dass der Wunsch, auch Violine zu erlernen, da bereits sehr groß war. Mit der Einschulung bekam ich dann endlich meinen ersten Unterricht. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Nach meinem Opa meine zweite Geigenlehrerin. Sie vermittelte mir die Musik auf eine sehr intrinsisch motivierende Art und Weise. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Da ich diesen Ort auch gerne nutze, um nach anstrengenden beruflichen Phasen wieder zu mir selbst zu finden, verknüpfe ich speziell mit der Hauskirche der Cella St. Benedikt eine meditative Atmosphäre. Es ist für mich ein zeitloser Ort. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Mich interessieren besonders die alten Hochkulturen. Eine Zeit, aus welcher nahezu keine musikalischen Überlieferungen in Form von Notenschrift existieren. Es wäre schon spannend zu wissen, wie es damals klang.