Monate: Dezember 2016

Was feiern wir eigentlich im Advent?

Was feiern wir eigentlich im Advent?

Was feiern wir eigentlich im Advent? Da die Lebkuchen- und Spekulatius-Packungen schon seit Wochen in den Regalen im Eingangsbereich der Supermärkte stehen, und wenn nun beim Gang über die Weihnachtsmärkte vereinzelt Schilder auffallen, die verkünden, dass hier (an dieser Bude) eine „Weihnachtsmann-freie Zone“ sei, stellt sich mir die Frage, was dieser ganze Buhei eigentlich soll. Geht es nur um Kommerz und Konsum? Die doppelte Bedeutung des Advents Jenseits von allem Kommerz ist der Advent zum einen die Vorbereitungszeit auf die liturgische Feier der ersten Ankunft Christi, also auf Weihnachten. Zum anderen soll der Advent aber auch die Erwartung der endzeitlichen Ankunft Christi ins Gedächtnis bringen. Liturgiegeschichtlich fällt auf, dass vor allem unter dem Einfluss der iro-schottischen Missionare in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends die endzeitliche Erwartungshaltung in den Vordergrund gerückt wurde und die Wochen vor Weihnachten den Charakter einer Fasten- und Bußzeit hatten – woher ja heute noch die violette Farbe herrührt. Aber die römische Tradition hat sich im Festhalten am freudigen Halleluja, das ja in der österlichen Bußzeit entfällt, durchgesetzt und den Advent …

Vertrauen lernen

Vertrauen lernen Auch wenn er strauchelt, stürzt er nicht hin, denn der Herr hält ihn fest an der Hand… Ps. 37,24 Als ich diesen Vers das erste Mal gelesen habe, hatte ich sofort ein Bild vor Augen: das kleine Mädchen, dass mit nach oben gestreckten Armen an den Händen ihres Vaters die ersten Schritte im Leben macht. Unsicher, ein bisschen unkoordiniert setzt es doch immer wieder einen Fuß vor den anderen … und mit diesem wunderbar strahlenden Lachen im Gesicht wie es eben Kinder können. Bis, ja genau bis dahin, wo es über die eigenen Füße stolpert und mehr oder weniger sanft auf dem Boden landet. Und dann: irritiert um sich schaut, warum denn das jetzt wohl passiert ist? So oder ähnlich wird das auch bei meinen ersten Schritten gewesen sein… und ich bin mir sehr sicher, was als nächstes passiert ist. Mein Vater wird hinter mir gestanden und gelacht haben. Aber nicht, weil er es lustig fand, dass sein kleines Mädchen hingefallen ist. Sondern weil er mir damit den Schrecken und die Unsicherheit nehmen …