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Valentin: Wie Du mit Kritik umgehen kannst.

Valentin: Wie man mit Kritik umgeht

Hallo, Valentin hier.

Viele meinen ja, jeder Tag wäre für uns Katzen gleich, als würde sich immer alles wiederholen. Aber so ist das gar nicht. Natürlich, wir lieben es, wenn sich unsere Umwelt nicht verändert, der Sessel immer dort steht, wo er eben steht und die Zeiten immer gleich sind. Ich weiß zum Beispiel genau, wann ich etwas zu fressen bekomme und wann es ins Bett geht. Es ist außerdem schön zu wissen, dass ich jeden Morgen um 6.29 Uhr - außer samstags und sonntags und montags - aufstehen kann und es dann gleich losgeht. Dann habe ich nämlich Bad-Dienst, das heißt, dass ich meinem Menschen ins Bad folge und genau beobachte, was er tut. Das ist sehr spannend finde ich. Immer gibt es etwas Neues zu entdecken.
Aber ich mag eben auch Variationen. Zum Beispiel nutze ich gerade meine geliebte Hängematte nicht mehr. Ich habe überlegt, sie einfach eine Zeit nicht mehr zu nutzen und nach anderen Möglichkeiten ausschau zu halten, wo ich gut kuscheln kann. 

Und in ein paar Wochen, dann tue ich einfach so, als würde ich die Hängematte das erste mal sehen und voller Freude springe ich hinein (hoffentlich hält sie). Und dann bin ich tierisch glücklich.

Es ist gut, manchmal auf etwas zu verzichten, um sich wieder zu freuen.
Aber ich komme schon wieder ins erzählen

Valentins Weisheit

“Du musst Dich um Dich selber kümmern und nicht um die, die Dich kritisieren.”

Valentin von List

Bekenntnis einer Katze

Ich möchte Dir eigentlich etwas ganz anderes mitgeben. Manchmal habe ich nämlich mit meinem Menschen etwas Ärger. Ja, wirklich. Es ist so...mmh … ich weiß gar nicht, wie ich es sagen soll. Also: ich finde, dass ich mehr Aufmerksamkeit brauche als Othello, meine Mitkatze. Zumindest brauche ich mehr Kuscheleinheiten als er. Und immer, wenn er gestreichelt wird, dann finde ich das blöd. Und manchmal - jetzt werde ich ganz ehrlich - dann bin ich dem Othello richtig böse deshalb und dann jage ich ihn.

Ach, ich weiß auch nicht, was da in mich fährt. Es ist aber so.
Und dann werde ich manchmal ausgeschimpft und aus dem Zimmer geworfen, damit ich mich abkühle.

Niemand kann Dir etwas nehmen

Aber weißt Du was? Ich bin meinem Menschen gar nicht böse deshalb, weil ich weiß, dass wir auch dann noch Freunde sind. Aber ich bin ihm nicht nur deshalb nicht böse, sondern auch, weil ich eine Katze bin. Und das heißt, egal, was kommt, ich bleibe eine Katze und ich bleibe Valentin. Kritik macht mir daher wenig aus. Weil es nichts verändert und weil es mir nichts nimmt.

Ihr Menschen meint oft, weil jemand anderes, dies oder das, gesagt hat, habt ihr weniger. Aber wie soll das gehen? Eben, gar nicht! Niemand kann Dir etwas nehmen! Diese Macht hat niemand.

Und ich glaube, dass wir Katzen das immer schon verstanden haben. Egal, was andere denken, ich trage immer mein Katzenherz in mir und das wiegt, egal was gesagt wird, immer gleich. Ich zweifle nicht an mir und ich weiß, dass ich ein guter Kater bin, der manchmal über das Ziel hinausschießt.

Und es wäre gut, wenn Du auch so über Dich denken würdest. Mache Dir klar, dass niemand überhaupt die Macht hat, Dir etwas zu nehmen, was in Dir ist.

Sei wie ein Apfel

Stell Dir einen Apfel vor, den Du auf das übelste beschimpfst, ihn verfluchst und in die Hölle wünscht. Weißt Du was, das ist dem sowas von egal. Wenn Du danach in ihn reinbeißt, schmeckt er genauso herrlich süß und saftig. Sei wie ein solcher Apfel. Sei einfach da.

Putze Dich!

Übrigens ist es manchmal sogar richtig gut, wenn ich aus dem Zimmer gebracht werde. um mich abzukühlen. Dann habe ich Zeit und ich beginne mein Fell zu pflegen. Das beruhigt mich sehr und weil ich mich dann so intensiv um mich kümmere, vergesse ich, was vorher war. Das wäre dann auch mein ganz praktischer Tipp für Dich. Wenn Du kritisiert wirst, dann kümmere Dich nicht um den, der Dich kritisiert. Das machen die allermeisten und wünschen dem Übeltäter alles Böse. Du machst es das nächste Mal anders und kümmerst Dich um Dich, versorgst Dich, kümmerst Dich ganz intensiv um Dich, holst Dir einen Kaffee und putzt dich. Das ist die beste Form, um das schlechte Gefühl loszuwerden.

Das Schöne nach einem Streit mit meinem Menschen ist übrigens, wenn ich mich dann wieder mit ihm versöhne. Dann liegen wir da, schauen uns an und jeder denkt über den anderen: Ach ja, so ist er halt.


Valentin

1 Kommentare

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    Lieber Valentin, ich finde ja, du hast wirklich recht. Bei mir selber zu bleiben, wenn es Ärger gibt oder mich andere kritisieren, ist eine richtig gute Idee. Ich übe das- es klappt zwar nicht immer, aber immer öfter. Aber wenn ich mich zB über einen anderen Menschen ärgere, weil er mir in die Quere gekommen ist, kostet das nur meine Energie. Und es bringt mich aus dem inneren Gleichgewicht. Das aber möchte ich nicht. Denn es raubt mir meine innere Ruhe – und die schätze ich als Katze wirklich sehr. Du musst nämlich wissen, dass ich eine Kollegin von dir bin: eine Europäisch Kurzhaar Katze mit getigertem Fell und sehr gepflegten weißen Pfötchen……
    ich lebe in einem evangelischen Pfarrhaus im Rheinland. Aber das macht dir sicher nichts aus, als gestandener Kater ist dein Katzenherz bestimmt ökumenisch groß und weit genug….
    So sende ich dir und Othello herzliche Grüße in eure cella nach Hannover,
    deine Zippi

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