09/04/2021

Unsere Musiker am Sonntag: Hartwig Meynecke und Andreas Schmidt

Hartwig Meynecke

Wie bist sind Sie zur Musik gekommen?

Durch meine Eltern, die beide versierte Hobby-Musiker sind. Meine Mutter mit der Violine und mein Vater mit Kontrabass und Gitarre (und diversen weiteren Instrumenten). Als ich Kind war, hatte meine Mutter regelmäßig Geigenschüler bei uns zuhause, und ich wollte das unbedingt auch machen. Mit sechs Jahren durfte ich dann endlich anfangen.

Wer hat Sie musikalisch am meisten beeinflusst?

Martin Brauß mit seinen Mozart-Proben im Jugendsinfonie-Orchester Hannover… Ganz bestimmt aber auch der Knabenchor Hannover, wo ich neben vielen anderen Dingen vor allem gelernt habe, gesungen Text so zu artikulieren und sprechen, dass die Sprache ein wesentlicher Teil Teil der Klangbildung und der musikalischen Gestaltung ist.

Was bedeutet es für Sie, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Kirche und Musik ist für mich seit jeher eng miteinander verbunden - sei es dadurch, dass meine Eltern uns als Kinder oft in den Gottesdienst mitgenommen haben, wenn sie im Kantoreichor gesungen haben, oder später durch mein eigenes Musizieren in der Kirche. Im Knabenchor haben wir viel geistliche Musik gesungen, und bis heute ist ein Großteil meiner Arbeit als ausübender Künstler Musik in Kirchen.
Das Spielen und Erleben in der Akustik eines Kirchenraumes ist immer ein besonderes Erlebnis - von der Atmosphäre her nicht vergleichbar mit dem Spielen im Konzertsaal.

Stellen Sie sich vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchten Sie einmal eintauchen?

Zweifellos würde ich sehr gerne Mozart kennen lernen. Vorbeischauen würde ich aber auch mal J.S. Bach in der Thomaskirche und bei Queen in den 70er/80er Jahren des letzten Jahrhunderts.


Andreas Schmidt

Wie bist Du zur Musik gekommen?

Durch meinen Nachbarjungen, den ich Trompete spielen hörte. Das wollte ich auch. So fing ich im Bläserchor meiner Heimatgemeinde als Trompeter an. Wir hatten das große Glück, dass uns ein Trompeter des gerade aufgelösten Niedersächsischen Sinfonieorchesters kostenlos unterrichtete.

Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?

Ich bin immer neugierig auf neue musikalische Persönlichkeiten und beschäftige mich dann möglichst intensiv mit ihnen. So findet die Beeinflussung stets temporär statt. Es gab Zeiten, da hat mich Bernstein am meisten beeinflusst. Dann wieder Hildegard von Bingen, Carlos Kleiber, Helene Grimaud und auch Bruder Karl-Leo und Bruder Nikolaus von der Cella, die mir die faszinierende Welt der Gregorianik erschlossen haben.

Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?

Mitten im Trubel der Stadt diesen Ort der Spiritualität zu haben, ist für mich ein besonderes Geschenk. Es scheint mir so, als würde sich der große Gott (der ja überall ist) in der kleinen Cella besonders wohl fühlen. Da ist das Musizieren für mich so etwas wie nach Hause zu kommen, besondere Nähe zu erfahren und einfach Sein zu dürfen.

Stell Dir  vor, Zeitreisen sind möglich: in welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen?

Ich habe einen ziemlich schlauen Plan: sollte ich in den Himmel kommen, werde ich mit Petrus sprechen, ob er mir ab und zu Zeitreisen organisiert. Dann fahre ich ins 9. Jahrhundert zu den Mönchen und lerne von ihnen, Gregorianik zu komponieren. Im 20. Jahrhundert frage ich Jacqueline du Pré, ob sie mir Cellostunden gibt. Dann bitte ich Bach, Ravi Shankar und Miles Davis an einen Tisch. Ich hoffe, dass die Ewigkeit gerade ausreicht, um alle Musiker/innen und Epochen, auf die ich neugierig bin, kennen zu lernen.


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