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November – der Trauer- und Totenmonat

Im November finden an verschiedenen Tagen besondere Totengedenken und -ehrungen statt: Da ist direkt nach Allerheiligen der Allerseelentag, bei dem die römisch-katholische Kirche der Verstorbenen gedenkt. Die evangelische Kirche gedenkt der Verstorbenen am letzten Sonntag im Kirchenjahr, dem Totensonntag. Und gesellschaftlich wird zwei Sonntage vor dem 1. Advent – am Volkstrauertag – der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht. Ebenfalls im November liegt der Buß- und Bettag, an dem die evangelische Kirche die Gläubigen einlädt, sich wieder neu Gott zuzuwenden.

All das ruft in mir einen Satz des Apostels Paulus in Erinnerung: „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“ (1 Kor 13,13). – Gerade im Totengedenken und in der  Neuausrichtung auf Gott manifestiert sich die Liebe. Darum hat der österreichische Redemptorist, P. Hans Hüter CSSR, die Schlussfolgerung gezogen: Weil ich liebe, hoffe ich und glaube ich.

Weil ich liebe…

Keiner von uns weiß, ob und wie es nach dem Tod weitergeht. Und dennoch gehen wir immer wieder auf die Friedhöfe zu den Gräbern unserer Angehörigen und Freunde. Zum einen weil wir einen Ort der Trauer brauchen, zum anderen weil wir uns gerne an viel Schönes und Gutes, aber auch an manches Schwere, das wir mit unseren Lieben erlebt haben, erinnern.

… hoffe ich…

Und hier kommt die Hoffnung ins Spiele: Weil ich meine verstorbenen Angehörigen und Freunde liebe, hoffe ich, dass es das neue, für uns unvorstellbare Leben nach dem Tod tatsächlich gibt, dass sie an Gottes ewigem Ostern teilhaben. Dies legt zumindest Jesu Beispiel vom reichen Mann und vom armen Lazarus nahe (vgl Lk 16,19-31).

Das ist unsere christliche Hoffnung, die auch in vielen anderen Bildern und Gleichnissen Jesu aufleuchtet. Das ist unsere christliche Hoffnung, die aus der Apostelgeschichte und den neutestamentlichen Briefen aufstrahlt. Und diese Hoffnung unterscheidet uns Christen von denen, die keine Hoffnung haben (vgl. 1 Thess 4,13).

… und glaube ich

Ich glaube an das, was im Neuen Testament an so vielen Stellen über das Reich Gottes geschrieben steht (vgl. Mk 4,26 u.ö.). Ich danke den Menschen, die mir von der Liebe Gottes erzählt haben – einer Liebe, die so stark war, dass sie seinen Sohn nicht im Tod gelassen, sondern ihn auferweckt hat. Und ich bin überzeugt: die Liebe Gottes ist so übergroß, dass sich keiner, der ihm gegenübersteht, verschließen wird.

Was kein Auge gesehen…

Tatsächlich entzieht sich das Leben bei Gott – nach unserem irdischen Tod – unserer Vorstellungsvermögen. Aber der Apostel Paulus hat gesagt: „Wir verkünden, wie es in der Schrift steht, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was in keines Menschen Herz gedrungen ist, das hat Gott denen bereitet, die ihn lieben.“ (vgl. 1 Kor 2,9).

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