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Faulheit

Lob der Faulheit – reloaded

Lob der Faulheit Ja, es ist Sommer und es ist Zeit für den Urlaub – für Faulheit. Wir setzen uns an den Strand, schauen von der Bergspitze ins Tal, genießen Ausblicke und Einblicke, sitzen in den Cafés der Stadtplätze, bleiben länger liegen, gehen Essen anstatt selber zu kochen und einfaches Dasitzen hat Hochkonjunktur. Das Lob der Faulheit siegt wieder über unseren Alltag und über unser Beschäftigtsein zu den anderen Zeiten des Jahres. Ich lese, dass Faulheit der mangelnde Wille, aktiv zu sein bedeuten soll. Wer faul ist, wird nicht selten beschimpft, man geht seinen auferlegten Aufgaben nicht nach, ist nicht produktiv, der Gesellschaft nicht dienlich. Faul zu sein ist ein Schimpfwort. Dürfen wir überhaupt faul sein? Ist Fleiß nicht ein viel konstruktiverer Wert, der uns und die Gesellschaft weiterbringt? Faulheit und Glaube Schon die Wüstenväter und -mütter und die vielen anderen Mönche kannten den Begriff der “Trägheit des Herzens”. Der Fachterminus dazu heißt Acedia. In anderen Schriften auch der Mittagsdämon genannt, der aktiv wird, direkt nach dem Mittagessen, wenn die Hälfte des Tages vorbei ist …

Erfolg im spirituellem Leben

Erfolg im spirituellem Leben?

Erfolg im spirituellem Leben? Erfolg zu haben ist ein gutes, ja, ein schönes Gefühl. Die Arbeit ist halbwegs getan, die Ziele erreicht und man kann zufrieden das Ergebnis anschauen. Es ist dieses unglaublich angenehme Empfinden der Zufriedenheit und Genugtuung, das sich in einem breit macht und ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Man freut sich, klopft sich sprichwörtlich auf die Schultern, lässt sich feiern, erhält wohlmöglich eine Gratifikation und geht erhobenen Hauptes nach Hause, sich dessen bewusst, etwas geschafft zu haben. Mir scheint, dass vor allem jüngere Menschen eine große Lust auf Erfolg haben. Im Internet gibt es zahlreiche Blogs und Foren, die sich mit Erfolg auseinandersetzen und Tricks und Tipps, Tools und Hacks verraten, um erfolgreich zu werden. Damit ist dann sehr oft gemeint, viel Geld zu haben, Häuser zu besitzen, den ultimativen Job zu bekommen, der natürlich seinerseits viel Geld verspricht. Einen Schritt weiter geht die digitale Branche, die verheißt – wenn man fleißig die Tipps beachtet – nicht mehr für Zeit bezahlt zu werden – sondern für Ideen und damit ein Einkommen …

Was ist Urlaub?

Was ist Urlaub?

Was ist Urlaub? Es ist Sommer, und auch wenn das derzeitige Wetter nicht dazu einlädt, ausgesprochen große Urlaubsgefühle entstehen zu lassen, wissen wir doch alle – oder fast alle – bald geht es los, die schöne Zeit des Urlaubs beginnt. Man hat geplant, Preise verglichen, Reisebüros aufgesucht und im Internet recherchiert. Das Ziel ist gefunden, der Flug gebucht, die Jeep-Tour durch die Wildnis auch, das Hotel (vier Sterne mit Swimmingpool, und abends all you can eat) ist fest reserviert. Oder soll es doch eine Städtetour werden, ein paar Tage Paris, Stadt der Liebe, das Louvre, der Eiffelturm, die Crêpes vor dem Centre Pompidou und der Wein im Quartier Latin? Urlaub ist für viele die eigentliche Zeit, ein wenig wie das Wochenende. Man freut sich darauf, endlich ohne Verpflichtungen zu sein, endlich machen zu können, was man will. Lange morgens im Bett bleiben, auf dem Balkon frühstücken mitten in der Woche, sich die Kulturgüter des Landes anschauen, ein wenig zu schlendern und nicht zielgerichtet einkaufen müssen. Das ist Urlaub! Was ist Urlaub? Das ist Urlaub? Nein, …

Minimalismus leben: 50 Cent – reloaded

Nun sei mal ehrlich: Du hast doch insgesamt echt genug zum Leben, oder? Heute schon satt geworden? Vermutlich, oder willst Du gerade abnehmen? Hast Du ein Dach über dem Kopf?  Davon gehe ich aus. Ich bin mir auch sicher, dass Du etwas zum Anziehen hast. Der Kühlschrank wird nicht ganz leer sein und dann und wann wirst Du dir auch etwas leisten können. Gut, Du gehörst vielleicht nicht zu den ganz Wohlhabenden, du musst schon rechnen und überlegen. Und klar: Es könnte immer mehr sein, es könnte immer besser sein. 50-Cent-Übung Und nun laden wir Dich ein 50 Cent abzugeben. Nicht viel, oder? Mit diesen 50 Cent kannst du das Abgeben einüben, das Teilen. Es gibt genügend Menschen in der Stadt, die nach etwas Geld fragen. In der kommenden Woche gib mindestens einmal 50 Cent, auch wenn Du es sonst nicht machst. Und sollte Dir niemand begegnen, dann gib wahlweise ein besonders hohes Trinkgeld. Aber eigentlich ist die erste Variante deutlich besser. Es geht ja nicht gleich um ein Vermögen. Bei einem Bettler geht es um einen …

Insel der Meditation

Wie Du Dir im Alltag eine Insel der Meditation schaffst

Wie Du Dir im Alltag Inseln der Meditation schaffst Meditation ist für das spirituelle Leben so wichtig wie es für die Katze wichtig ist, gestreichelt zu werden. (Man merkt mal wieder, dass ich Katzenbesitzer und -liebhaber bin). Auf das Streicheln kann die Katze durchaus verzichten. Sie wird dadurch nicht sterben und nicht zugrunde gehen. Immerhin wurden die ehemals wilden Katzen in der Wildnis auch von niemandem gestreichelt. Aber es verbessert das Dasein der Katze doch erheblich, wenn sie gestreichelt wird. Es entsteht so etwas wie die “Wohligkeit des Daseins”. Und so ist es auch mit der Meditation. In gewisser Weise ist es das Streicheln der Seele – auch wenn Meditation durchaus anstrengend, manchmal sogar langweilig und nicht ohne Mühe zu haben ist. Wenn Du mehrere Tage nicht meditiert hast, dann wirst Du daran nicht sterben. Aber wenn du längere Zeit pausierst, dann wirst du es spüren. Das Leben geht weiter, aber es geht anders weiter. Vielleicht fühlst du Dich unruhiger, weniger bei Dir, der Stresspegel nimmt zu oder was auch immer Du wahrnimmst, Du wirst …

Staudensellerie – Aprikosen – Salat

Staudensellerie – Aprikosen – Salat Ein leckerer Salat, der lauwarm oder kalt genossen werden kann. Dadurch, dass er sehr fruchtig ist, schmeckt er auch sehr gut in den Sommermonaten. Zutaten 500 g Staudensellerie 50 g Aprikosen, getrocknet 100 g Aprikosen aus der Dose 1 Zitrone, abgeriebene Saft 125 ml Aprikosensaft 125 ml Gemüsebrühe Salz und Pfeffer 2 EL Öl Zubereitung Sellerie waschen (Selleriegrün zur Seite legen) und in 1-2 cm lange Stücke schneiden, Aprikosen würfeln, Zitrone auspressen Aprikosensaft und Gemüsebrühe, 250 ml Wasser, Salz und die Zitronenschale aufkochen. Sellerie und Aprikosen hinzufügen und für ca. 10 Minuten köcheln lassen und anschließend herausnehmen. 50 ml des Gemüsesuds mit 2-3 Esslöffel Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Öl verrühren und über das Gemüse gießen und mit Selleriegrün überstreuen.      

Mönch

So wirst Du zum Mönch! reloaded

So wirst Du zum Mönch! Zunächst möchte ich mich noch für die zahlreichen Rückmeldungen zu meinem ersten Artikel zum Thema: “Mönch in der Welt” bedanken. Ehrlich gesagt, hatte ich nicht mit soviel Kommentaren, Mails und Fragen gerechnet. Leider ist ein Teil der Kommentare durch einen technischen Defekt, den wir vor einigen Wochen hatten, verloren gegangen. Eure Reaktionen haben mich ermutigt, an diesem Thema weiter zu arbeiten, und so kann ich Dir heute wieder einen neuen Artikel präsentieren. Wichtiger noch als die konkreten Verhaltensweisen und beobachtbaren Handlungen eines Mönches in der Stadt ist seine Haltung. Ich habe dazu auch schon mal etwas geschrieben. Es ist meine feste Überzeugung, dass es vor allem um eine ganz grundlegende Haltung geht, die ich Dir gerne heute vorstellen möchte. Was ist Phänomenologie? Anfang des 20. Jahrhunderts war die Philosophie in eine Krise geraten. man war sich im Grunde nicht mehr sicher, ob sie so in der Form überhaupt noch existieren und Erkenntnis generieren kann. Die gerade entwickelte Psychologie breitete sich aus und übernahm offensichtlich manche Themenbereiche der Philossophie – gerade …

Gezeiten des Lebens

Gezeiten des Lebens – eine Übung

Gezeiten des Lebens – eine Übung Sich zu entwickeln, ist nicht immer leicht – wenn auch immer notwendig. Zwar heißt es einerseits, etwas Neues in Empfang zu nehmen und zu begrüßen. Damit einher geht aber immer auch ein Abschied. In der persönlichen Entwicklung gibt sich beides die Hand. Dennoch führt kein Weg daran vorbei, an sich zu arbeiten und diesen Weg bewusst zu gestalten. Gerade die Osterzeit ist eine Zeit, in der sich Abschied und Neuanfang begegnen. Auch wenn der Neuanfang siegt und das Leben den Tod überwindet, dürfen der Abschied und die Vergänglichkeit, die damit verbunden sind, nicht vergessen werden. In diesem Zyklus des Lebens leben wir alle Tage. In unserem Körper wird fortlaufend gestorben und fortlaufend neu gezeugt. Zellen sterben ab und neue nehmen ihren Platz ein. Wir sind sozusagen der Zyklus und Leben ist genau dieser Wechsel. Was wäre, wenn wir die abgestorbenen Zellen nicht gehen ließen und was wäre, wenn wir die neuen nicht in Empfang nehmen würden? Leben wäre nicht mehr möglich. Heute möchte ich Dich einladen, diesen beiden Seiten …

Minimalismus leben: gib 10 Dinge weg! Reloaded

Minimalismus leben: gib 10 Dinge weg! Ich habe echt viele Dinge über die Jahre angesammelt. Ganze Schubfächer sind voll von Erinnerungsstücken und Dingen, die ich ja irgendwann einmal gebrauchen könnte – man weiß ja nie… Die wenigsten werde ich wohl je bis zum Ende meines Lebens wirklich gebrauchen und schon mal gar nicht vermissen, wenn ich sie nicht hätte. Ich brauche all den Kram eigentlich nicht – das weiß ich ganz genau. Wie viel Platz ich hätte, wären die Bücher weg, die ich niemals mehr lesen werde… Tatsächlich habe ich Bücher gekauft, die ich bis heute nicht gelesen habe. Wie viel Platz hätte ich in meinem Kleiderschrank, würde ich die Dinge weggeben, die ich nicht mehr anziehen werde und die mir vielleicht auch nicht mehr passen. Vielleicht geht es Dir ähnlich. Wir mogeln uns um eine Entscheidung, indem wir uns vormachen, das wir ja das eine oder andere Stück noch gebrauchen könnten. Irgendwann, eines fernen Tages und dann werden wir froh sein. es nicht weggeschmissen zu haben. Als hinge unser Heil und unser ganzes Wohlergehen davon …