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Unsere Wahrnehmung wird maßgeblich durch Bedeutung geprägt und strukturiert. Wir richten unseren Blick dorthin, wo etwas Sinnhaftes oder Bedeutungsvolles liegt. Die Dinge um uns herum erhalten diese Bedeutung oft dadurch, dass sie eine bestimmte Sprache oder Farbe wählen, die uns direkt anspricht.

Ein Beispiel aus dem Alltag verdeutlicht dies: Wenn du in der Stadt unterwegs bist und ein Martinshorn hörst, trägt dieser Klang für dich eine gelernte Bedeutung von Gefahr, Schutz und Vorsicht in sich. Er löst unmittelbar eine Form von innerer Alarmbereitschaft aus. Dies ist eine kulturell und gesellschaftlich vereinbarte Bedeutung, bei der Ton und Lichtfarbe vorgegeben sind, damit der Sinn sofort klar ist. Unser gesamtes Leben ist voll von solchen Dingen, denen wir Bedeutung verliehen haben oder bei denen wir gelernt haben, welche Relevanz sie für unsere Kultur besitzen. So funktioniert unsere Wahrnehmung und so funktioniert auch unsere Kultur.


Deine Kraft zur Gestaltung

Du hast jedoch die Fähigkeit, selbst gestaltend in diesen Prozess einzugreifen. Du kannst den Dingen eine ganz eigene Bedeutung schenken und damit dein Bewusstsein sowie deine Lebensbereiche prägen. Vielleicht spürst du den Wunsch nach einer Gebetsecke, einem kleinen Altar oder einem Gegenstand, der für dich eine besondere Wichtigkeit besitzt. Es geht darum, dass dieser Gegenstand mehr Kraft ausstrahlt und dir – wann immer du ihn ansiehst – die Stärke gibt, die du gerade benötigst.

Um eine Sache mit Bedeutung aufzuladen, kannst du drei wesentliche Schritte nutzen:

  • Aufmerksamkeit schenken: Bedeutung entsteht durch Aufmerksamkeit. Indem du einer Sache deine Zuwendung schenkst, sie immer wieder betrachtest und in die Hand nimmst, verleihst du ihr Gewicht. Deine Aufmerksamkeit ist der erste Schritt, um etwas aus der Beliebigkeit der vielen Dinge herauszuheben.

  • Einen Zweck zuschreiben: Gib dem Gegenstand einen ganz besonderen Sinn. Wenn du beispielsweise eine Glaskugel wählst, kannst du festlegen, dass diese Kugel dafür da ist, dich mit Freude zu verbinden. In einem kleinen Ritual – etwa während du die Kugel hältst und in die Sonne blickst – kannst du innerlich aussprechen, dass sie für deine Freude bestimmt ist. Dieses Ritual schenkt dem Objekt genau diese Bedeutung.

  • Die Sinne einbeziehen: Du kannst die gewählte Qualität noch intensiver mit deinem Erleben verknüpfen, indem du deine Sinne nutzt. Höre Musik, entzünde ein Räucherstäbchen oder nutze eine Duftlampe, während du den Gegenstand hältst. Besonders am Anfang hilft diese Zeit der Ausrichtung, eine tiefe Verbindung zum Symbol aufzubauen.


Symbole als Anker im Alltag

Mit diesen Schritten kannst du Haltungen wie Mitgefühl, Liebe oder Gelassenheit in deinem Leben kultivieren. Es ist kostbar, ein Symbol im Alltag zu haben, das in deinem Zimmer präsent ist und dich aktiv an das erinnert, was du in dir nähren möchtest. Ich wünsche dir, dass du etwas findest, das für dich stimmig ist, und dass dir diese Wege dabei helfen, ein solches Zeichen voller Bedeutung zu erschaffen.

David Damberg


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