Alle Artikel mit dem Schlagwort: Menschen

Gut und schön berührt

Gut und schön berührt Ein Handschlag, eine flüchtige oder leichte Umarmung, sie gehören zu unseren Begrüßungsritualen, die wir oft mit vielen Menschen austauschen. Jeder weiß, wie es geht, und so macht man es dann auch. Manchmal ist die Geste aber doch ziemlich festgelegt. Da denke ich beispielsweise an den Friedensgruß in unserer Abtei. Ich erinnere mich an mein erstes Jahr im Kloster, als wir den Friedensgruß „geübt“ haben – um ihm wirklich die Form zu geben, wie es in unserem Kloster üblich sein soll. Der Kopf nach rechts, beide Arme berühren die Arme meines Gegenübers, Annäherung bis zur leichte Berührung des Brustkorbs. Ein bisschen Nähe und eben doch nicht zu viel Nähe. Treffe ich mich mit Kollegen aus meiner Berufsgruppe als Stimmtherapeut, nehmen wir uns auch üblicherweise  „ein bisschen in den Arm“, und doch ist die Art der Berührung irgendwie ganz anders – ohne dass ich die eine oder andere Form als besser oder herzlicher beschreiben wollte. Meine Freunde erkenne ich in der Berührung So viele Facetten gibt es in unseren Begrüßungsritualen: Freunde, die ich …

10 Menschen, die mich in meinem Leben inspiriert haben

10 Menschen, die mich in meinem Leben inspiriert haben

10 Menschen, die mich in meinem Leben inspiriert haben Ich halte Inspiration für die einzige mögliche Art der Weiterbildung und der Förderung eines Menschen. Warum? Weil ich glaube, dass innere Veränderung nicht durch ein äußeres Ereignis geschieht, sondern ein äußeres Ereignis setzt innere Suchprozesse in Gang und daraus ergibt sich ein vielleicht neues Verhalten. Der “Nürnberger Trichter”, der davon ausgeht, dass man Wissen in einen Menschen hineinschaufeln muss, ist ein Irrtum. Zwar kann man natürlich einiges an Fakten aufnehmen und abspeichern. Das allein ist aber noch kein Lernen – Lernen ist immer eine Verhaltensänderung, sagte mein Pädagogiklehrer vor über 30 Jahren. Damit aber kommt Inspiration zum Zuge, denn dabei werden Gedanken aufgenommen, die neue, eigene Gedanken evozieren und es entsteht bestenfalls eine Linie von weiteren Gedanken, Ideen und Einsichten, die zu einer neuen Haltung führen und damit letztlich zu neuem Verhalten. Zugleich kommt dem Lernenden als Subjekt eine entscheidende Rolle zu. Aber das wissen wir ja alle: Wer nicht lernen will, wird es auch nicht. Man kann niemanden zwingen zu lernen. Der Mensch ist frei …

Reinhold Fahlbusch

Impuls am Sonntag: Reinhold Fahlbusch

Erstmals am 9.10.2016 laden wir jemanden ein, einen Impuls zum Evangelium innerhalb unseres Gottesdienstes zu geben. Dabei ist es unser Anliegen, jenseits all zu kirchlicher Sprache Gedanken zu Wort kommen zu lassen, die mal provokant, mal aufmunternd, mal mahnend und mal auch wieder ermutigend uns die Botschaft Gottes neu erschließen. Steckbrief Reinhold Fahlbusch Alter 70 momentane Tätigkeit: Ehrenamtlicher Manager in Sozialprojekten Was bedeutet Ihnen Glaube? Das ist meine Wirbelsäule, Lunge, Herzkammer und Kreislauf Welcher Satz ist Ihnen wichtig? Media vita in morte sumus – Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“

Bernhard Sprengel

Bernhard Sprengel war einer der wichtigsten Kunstmäzene unserer Stadt. Hannover hat ihm viel zu verdanken. Das Sprengel Museum am Maschsee ist ein kultureller Ort von internationaler Ausstrahlung, den es ohne ihn nicht gäbe. Am 22. Januar dieses Jahres jährte sich Sprengels Todestag zum 30. Mal. Zwei wichtige Faktoren prägten das Leben Bernhard Sprengels – Kunst und Schokolade. Sein Name ist in Hannover noch immer eng mit der ehemaligen Schokoladenfabrik in der Nordstadt verbunden. Er war der letzte Chef der Schokoladenfabrik, die sein Großvater 1851 gegründet hatte. Bernhard Sprengel wurde 1899 in Hannover geboren. Nach Abitur und Kriegsdienst studierte er Rechtswissenschaften. Die Schokoladenfabrik übernahm er 1923 und stand mehr als 50 Jahre an der Spitze des Unternehmens. Seit Kindesalter fühlte sich Sprengel der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts eng verbunden, aber auch der Musik galt früh sein größtes Interesse. Als älterer Herr formuliert er rückblickend über sein Leben: „Mir ist das besondere Glück zuteil geworden, mich in meinem Leben neben den beruflichen Tätigkeiten ganz intensiv mit Musik und mit bildender Kunst beschäftigen zu können.“ Das Haus der …