Alle Artikel mit dem Schlagwort: Atem

Atempause

Mach mal Atem-Pause

  Mach mal Atempause In den Tagen vor Weihnachten sehne ich mich manchmal nach einer Pause. Auch in unserem Kloster, oder zu mindestens bei mir, sind diese Tage gefüllt mit manchen zusätzlichen Terminen und Aufgaben, die ich bis Weihnachten geschafft haben will. In der wenigen Freizeit, die bleibt, dann wirklich zur Ruhe zu kommen, ist gar nicht so leicht. Und vielleicht kennt ihr das Gefühl, wenn man zwar manchmal eine kurze Pause hat, aber irgendwie nach der Pause gar nicht erholt und wieder neu zu Kräften gekommen ist. Was gibt uns neue Kraft? In Belastung und Stress beschleunigt sich unser Puls, oft beschleunigt sich auch die Atmung. Wenn wir große körperliche Leistungen erbringen wollen, atmen wir sehr schnell ein und aus, um den Muskeln ausreichend Sauerstoff zuzuführen. In der Ruhe, also beispielsweise in der Nacht, wenn wir schlafen, atmen wir sehr viel langsamer ein und aus. Und nach der Ausatmung nimmt sich der Körper eine kleine Zeit der Pause. Eine oder zwei Sekunden, in der Nacht manchmal sogar mehrere Sekunden lang, bis die nächste Einatmung …

Einen langen Atem haben

Einen langen Atem haben

Einen langen Atem haben Wer in der Voßstraße einen Laden aufmachen will, der muss einen langen Atem haben. Diesen Satz habe ich oft zu hören bekommen vor fünf Jahren, ehe wir unseren Klosterladen aufgemacht haben. Nun ist es schon anderthalb Jahre her, dass wir unseren kleinen Laden wieder schließen mussten. Und doch denke ich als Atemtherapeut mit Schmunzeln an diesen Satz: Ob wir in Bezug auf unseren Klosterladen einen genügend langen Atem hatten, darüber mag man geteilter Meinung sein. Ich glaube schon, dass ich einen ziemlich langen Atem habe. Zu mindestens sind meine Messwerte ziemlich ordentlich. Ausdauer als „langer Atem“? „Einen langen Atem haben“ oder „einen langen Atem brauchen“ ist in unserer Sprache zu einer Redewendung geworden. Überraschend ist allerdings, dass diese Redewendung von vielen nur noch im übertragenen Sinne gebraucht wird, als Synonym für „Ausdauer haben“ oder „geduldig sein“. Besonders, wenn diese Redewendung im Zusammenhang mit Dingen verwendet wird, die mehrere Monate oder Jahre dauern, gibt es gefühlt keinen Bezug zur Atmung mehr. Aber, wo gibt es Menschen mit einem langen Atem im ursprünglichen …

Wenn die Puste ausgeht

Wenn die Puste ausgeht…

Wenn die Puste ausgeht… Als ich am letzten Montag Br. Nikolaus geholfen habe, die kräftigen Wurzeln von einigen unserer alten Bäume und Sträucher im Garten auszugraben, habe ich gemerkt, dass ich doch hin und wieder eine Verschnaufpause brauchte. Mir ist ein bisschen die Puste ausgegangen. Geht Dir auch schon mal die Puste aus? Zugegeben: Ich bin die Gartenarbeit nicht so wirklich gewöhnt. Aber eigentlich war es auch kein Problem, eine kurze Pause, vier oder fünf Atemzüge, und dann ging es weiter mit der Gartenarbeit. Eine ganz normale Erfahrung im Alltag, die ich von mir kenne. Und solange die Puste dann ganz schnell wieder kommt, ist das eigentlich keine weiteren Gedanken wert. Du kennst vielleicht ähnliche Situationen aus Deinem Alltag. Und doch bin ich an diesem Gedanken hängen geblieben: an der Puste, die mir auch im übertragenen Sinne bei manchen Dingen schnell mal ausgeht. Weil der Körper mehr braucht… Es gibt Tätigkeiten und Aufgaben, für die der Körper mehr Sauerstoff als gewöhnlich braucht, Sauerstoff, um ihn in körperliche Energie umzusetzen. Die Muskeln brauchen unter anderem Sauerstoff, …

tief durchatmen

Einmal tief durchatmen

Einmal tief durchatmen Zum Glück ist es nicht sehr oft so, aber manchmal eben doch: Da passieren Dinge, die einfach nur besch… sind, Probleme, die ich gerade so gar nicht gebrauchen kann, aber noch schnell lösen soll; Menschen, die einfach gerade nerven mit dem, was sie von mir wollen. Wenn ich den Hörer aufgelegt habe, wenn die Person aus der Tür ist, dann „einmal tief durchatmen“. Das entspannt und gibt neue Kraft. Gleichzeitig erlebe ich in meiner Arbeit hier in der Praxis immer mehr Menschen, die sich so sehr wünschen, endlich einmal wieder „tief durchatmen“ zu können. Aber sie wissen nicht mehr, wie das eigentlich funktioniert. Das Atmen fühlt sich anstrengend an und viel Luft haben sie auch nicht in der Lunge, selbst wenn sie kräftig atmen. Kräftig atmen und tief atmen ist doch etwas Unterschiedliches. Wo klemmt’s denn? Wo klemmt’s denn? – ist immer die erste Frage, die ich mir und dann auch meinem Gegenüber stelle, wenn das Durchatmen nicht mehr klappt: Um tief durchatmen zu können, müssen sich unsere Rippen und unser Zwerchfell …