Leben
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Quellen zum Glück Teil 1

In einer Reihe von Artikeln möchte ich den Quellen des Glücks nachgehen. Aber was ist Glück überhaupt, was bedeutet Glück für Dich? Ist es die Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens? Geht es also um das, was ich mir wünsche und ersehne?
Jeder will glücklich sein – wer sucht schon bewusst das eigene Unglück. Und doch ist es manchmal so, dass Unglück Glück bedeuten kann – nicht nur als Endergebnis. Oder?
Ich will an dieser Stelle nicht zu lange herumphilosophieren, sondern Wege des Glücks aufzeigen und kurz vorstellen.

Glück durch Selbsterkenntnis und Menschenerkenntnis

Zum Glück gehört es auch, sich selber gut zu kennen, die eigenen Motive zu kennen, die mich zu bestimmten Handlungen und Gedankengängen motivieren. Warum tue ich das gerade? Warum schreibe ich gerade diesen Artikel? Was bewegt mich im Innersten? Dazu gehört eine Menge Zeit und Introspektion, um das zu wissen. Und es gehört Ehrlichkeit dazu, denn unsere Motive sind nicht immer so nett und wohlerzogen, sondern manchmal einfach nur egoistisch und berechnend.
Mit der Selbsterkenntnis folgt auch schon die Menschenerkenntnis. Hier geht es darum, „den“ Menschen besser zu verstehen. Auch hier geht es vor allem um seine oder ihre Motive. Aber auch, wie innere Abläufe sind, und es gehört dazu, die existentiellen Momente des Menschen zu kennen: Einsamkeit, Freude, Vergänglichkeit und Hoffnung usw.
Wer sich und andere besser kennt, der kann auch mehr Einfluss nehmen auf die eigene Lebensgestaltung und er weiß, wo kein Einfluss mehr zu nehmen ist, wo man Dinge hinnehmen muss, weil sie unveränderlich sind.
Nicht umsonst stand über dem Apollo-Tempel in Delphi geschrieben: „Erkenne Dich selbst“ – „Gnothi seauton“.
Und was meinst Du dazu? Wie kommst Du zu Selbst- und Menschenerkenntnis?

27 Kommentare

  1. Corinna Stahr sagt

    Für mich gibt es viele kleine Glücksmomente am Tag. Cappucino trinken in der Sonne im Garten. Freundliche Menschen in meiner Umgebung, nette Gespräche oder Gesten, Kuscheln mit Tieren, Blick auf das Meer oder die Natur, schöne Musik, das alles macht mich glücklich. Viele laufen dem ganz grossen Glück hinterher, dabei gibt es ganz viele Situationen am Tag die einen schon sehr glücklich machen können.

    • Bruder David
      Bruder David sagt

      Hallo, das ist sehr schön beschrieben! 🙂 Die Frage ist, wie kommt man zu solch einer Einstellung – viele trinken Cappuccino, aber nicht alle können sich so sehr darüber freuen. Hast Du eine Idee dazu? Gruß, Bruder David

      • Corinna Stahr sagt

        Erst einmal ein ganz grosses Lob. Die Seite ist wirklich wunderschön geworden.
        Sie gefällt mir richtig gut!!!Es ist für jeden etwas dabei. Es ist sehr gut gelungen. Man merkt das sich viel Mühe damit gegeben worden ist. Danke dafür vom Herzen.
        Auch diese Seite macht viel Freude beim lesen!!!

        Wie ich zu meiner Einstellung gekommen bin? Ich habe einige ältere Menschen mit denen ich regelmässig Kontakt habe. Der eine lebt im Heim und ich habe ihn besucht. Trotz sehr schwerer Krankheit gibt er nicht auf, macht Ausflüge, geniesst den Tag so gut es geht, hat eine positive Einstellung zum leben.
        Die Oma – die ich auch sehr gerne mag – der ich im Haushalt helfe, sitzt seit kurzem im Rollstuhl, meine kranken Eltern…

        All das hat mir gezeigt was für ein kostbares Geschenk das Leben doch ist. Wie wundervoll das ist wenn ich im Urlaub bin und mit meinen Augen die wunderschöne Landschaft entdecken darf, die Düfte der Kräuter z. B. in der Provence wo ich lange mit meinen Eltern Urlaub gemacht habe erschnüffeln durfte. Das Gefühl mit den Füssen im Sand zu laufen. Es ist ein grosses Geschenk das man gesund ist, das man Freunde hat die einen unterstützen. Tiere die einen ohne Worte verstehen und einfach nur da sind.

        Der Schlüssel des Geheimnisses liegt im Verborgenen…Man sieht ihn nicht auf Anhieb. Er ist versteckt, da er so kostbar ist. Grundlage für diese Einstellung ist Demut und Dankbarkeit.

        Ich habe durch diese Einstellung soviele positive Sachen erlebt. Es ist wirklich ganz toll. Es ist eine Lebenseinstellung. Ich war neulich beim Schuster. Dort habe ich Äpfel bekommen, Zitronensaft das ich über den Winter gut versorgt bin mit Vitaminen, Die Werkstatt macht mir Sonderpreise für mein Senioren Auto :O). Die Nachbarn lösen die Wohnung auf. Ich durfte mir Sachen raussuchen für mich, Wäschespinne, Gartenzwerge, Besteckkasen…und so gehts weiter…Seit dem ich diese Einstellung habe, bekomme ich soviel zurück ohne es zu erwarten. Waschmaschine oder grosse Töpfe zum einpflanzen, eine Nachbarin hat mich jetzt zum Herbst wieder zum essen eingeladen, bei der Oma gabs Linsensuppe und so geht die Liste unendlich weiter…Die Empfehlung an alle…Helfen ohne etwas dafür zu erwarten aus vollem Herzen und gucken was passiert…Es ist wie ein Wunder…

        Herzliche Grüsse mit Sonne im Herzen schickt

        Corinna Stahr

        • Bruder David
          Bruder David sagt

          Na, das hört sich ja richtig wunderbar an: Wer gibt, der wird empfangen, so könnte man Doch dazu sagen, nicht wahr?
          Gruß
          Bruder David

          • Corinna Stahr sagt

            Genau!!! :O) das meine ich damit :O)

            Es gibt wunderschöne Bücher zu dem Thema Glück und Dankbarkeit wo man jeden Tag Übungen zum „abarbeiten“ bekommt um das Glück in sein Leben zu locken.. Eins besitze ich davon und zwar ist es von Rhonda Byrne Magic.

            Ausserdem hab ich ein ganz altes Buch – was ich zwar momentan nicht so oft lese – aber dennoch ganz schön finde und zwar ist es von Dale Carnegie „Sorge Dich nicht LEBE!!!“ wo verschiedene Lebenssituationen von dem Autor geschildert werden und wie er diese gemeistert hat.

            Als Ergänzung habe ich mir Glückstips in Zeitungen ausgeschnippelt die ich als hilfreich empfand und habe sie mir in das Buch geklebt, damit ich sie schnell zur Hand habe. Eine Art Notfallkoffer für die Seele :O)

            Wer auch schöne Bücher schreibt ist Dr. Eckart von Hirschhausen „Glück kommt selten allein“ – Ich habe dieses Buch jetzt nicht bei mir zuhause. Ich habe ihn aber schon ganz oft im TV gesehen und ich habe schon viel über ihn gelacht. Das ist auch sehr wichtig das man sich seinen Humor und seine Fröhlichkeit bewahrt.

            Letzte Woche habe ich auf einen kleinen 7-jährigen Jungen aufgepasst. Er hat spontan sein Bobbycar rausgeholt mit Anhänger und hat mich zu einer Spritztour über den hauseigenen Hof eingeladen :O) und ich durfte elegant :O) auf dem Anhänger Platz nehmen. :O) Ich habe sooo herzhaft lachen müssen. Das ist besser als jede Medizin. Das kann ich nur empfehlen sich auch die kindliche Seite in einem zu bewahren.

            Ganz viele sonnige Grüsse

            Corinna

          • Bruder David
            Bruder David sagt

            Das sind ja ein paar ganz wundervolle Tipps!!!!!
            Danke dafür!
            Bruder David

        • michael sagt

          Hallo Corinna,
          das war gerade sehr schön, Deine Zeilen zu lesen.
          Ja, Dankbarkeit ist ein wunderbarer Schlüssel zum Glück.
          Und eben diese Achtsamkeit, Aufmerksamkeit um die kleinen und letztlich großen Augenblicke echten Lebens zu entdecken. Ich arbeite seit vielen Jahren in der Altenpflege und bin immer wieder froh wenn ich solche kostbaren Augenblicke erlebe wie in diesen Tagen das tiefe Mitgefühl von demenziell erkrankten Frauen mit ihren Mitbewohnern. Wieviel Liebe können die für ihre Mitmenschen empfinden, auch wenn das Denken nicht mehr so „funktioniert“ wie wir das gewohnt sind. Da entdeckt man eine ganz andere Dimension des Menschlichen.
          Und wenn ich nach dem Dienst voller Dankbarkeit meinen Rotwein genieße gehört das alles zusammen zum einen guten Leben.
          Dir weiterhin viel Sonne und Liebe im Herzen
          pace e bene
          michael

          • Corinna Stahr sagt

            Ich danke vom Herzen für Eure lieben Kommentare und die Wertschätzung. :O) Freut mich wirklich sehr!!!

            Ich erfahre immer wieder soviel Gutes von meinen Mitmenschen und ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ich damit anderen Menschen helfen kann und sie auch den Weg zum Glück finden, denn man hat ja nur ein Leben und da sollte man doch versuchen das Beste daraus zu machen. :O)

  2. michael sagt

    Na, das geht ja gut los, auf Eurer neuen website 🙂
    Ja, was macht uns glücklich? Gute Frage. Guter Beitrag!
    Selbsterkenntnis ist wohl der Schlüssel zu vielem im Leben, auch zum Glück.
    Je besser ich mich mit den Jahren kenne, je mehr ich meine verborgenen Motivationen erkenne, umso besser kann ich mit mir selber umgehen, werde nicht mehr zu oft von unbewussten Motiven beherrscht und das bedeutet für mich Freiheit und schenkt auch mehr Gelassenheit. Beides macht glücklich. Und je mehr man sich selbst erkennt umso mehr Verständnis hat man dann auch für seine Mitmenschen, kann aus tieferem Verstehen heraus gelassener sein ihren Eigenheiten gegenüber. Auch das schenkt wieder Glück aus Gelassenheit. Durch Selbsterkenntnis und damit verbundener Menschenkenntnis lernt man die bewusste Annahme dessen was ist: in uns selbst und in anderen. Und eine liebevolle Selbstannahme macht, um es mit einem alten aber schönen Wort zu sagen, barmherzig. Und diese liebevolle Barmherzigkeit wirkt sich heilsam auf die Seele aus. Und was könnte glücklicher machen als eine heilsame Seelenerfahrung!?
    Ich freue mich auf weitere gute Artikel in Eurem neuen OnlineMagazin 🙂
    Herzliche Grüße aus Berlin nach Hannover
    pace e bene
    michael

    • Bruder David
      Bruder David sagt

      Hallo Michael, danke für Deinen Kommentar! Was sind denn für Dich Wege der Selbsterkenntnis, wie hast Du Deine Selbsterkenntnis erlangt? Kannst Du das konkret erklären? Dir ein schönes Wochenende – Grüße nach Berlin, David

  3. michael sagt

    Hallo David, Guten Abend nach Hannover,
    was waren oder sind meine Wege der Selbsterkenntnis?
    Am meinsten habe ich wohl von überzeugenden Menschen gelernt,
    die vorgelebt haben und noch vorleben, was sie darüber schreiben und lehren.
    Menschen, die zuallererst in sich selbst eingetaucht sind, sich selbst beobachtet haben, geschaut haben, wie sie so funktionieren, welche Motive sie für ihre Gefühle, ihr Verhalten erkennen. Für mich waren und sind das Männer wie der argentinische Psychologe Jorge Bucay. Ein Mann, der auch noch mit praller Lebensfreude sich auf das Abenteuer seines Innenlebens eingelassen hat und dabei viel Verständnis und Liebe für seine Mitmenschen und Klienten in der Psychotherapie gewonnen hat.
    Oder der spanische Mystiker Juan de la Cruz. Ein Seelenkenner wie wohl wenige, der seine inneren Regungen auch immer in Beziehung gesetzt hat zum in ihm gegenwärtigen Gott.
    Ein Weg in eine unendliche Freiheit des Loslassens von inneren und äußeren Abhängigkeiten.
    Und noch früher gelebt hat der Wüstenvater Johannes Cassian, auch ein tiefer Seelenkenner, der lieber in sich und mit sich selbst den Kampf gesucht hat, als das er seine Schatten auf äußeren Kampffeldern bekämpft hätte, wie es so gern unsere Geschlechtsgenossen tun.
    Im letzten sind die Wüstenväter, Mystiker und Psychologen, die inneren Beter und Meditierenden aller Zeiten und Kulturen sozusagen Berufskollegen, hilfreiche Begleiter für uns nach innerer Freiheit suchenden Menschen.
    In diesem Sinne herzliche Grüße in die Cella nach Hannover
    mit pace e bene von
    michael
    🙂

    • Bruder David
      Bruder David sagt

      Hallo Michael,
      Du hast Dich schon viel mit Dir selber beschäftigt und in dich hinein geschaut – das merkt man. Wer ist denn eigentlich der Psychologe Jorge Bucay, von dem habe ich noch nie gehört?
      Ich wünsche Dir einen schönen und entspannten Tag.
      David

      • michael sagt

        Hallo David,
        Danke für den guten Wunsch eines entspannten Tages. Und tatsächlich war der Spätdienst zum Feiertag sehr ruhig.
        Du fragst nach Jorge Bucay. Er ist langsam auch in Deutschland etwas bekannter.
        Er schreibt als sympathisch spiritueller Mensch und undogmatischer Psychotherapeut interessante Bücher.
        Das beste zum Einstieg war für mich „Drei Fragen. Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?“ Sehr, sehr lesenswert für Menschen auf der Suche. Und letztlich ist man das ja ein Leben lang auf unterschiedliche Weise.
        Bucay schreibt auch Bücher mit vielen spirituellen Geschichten, weil er kein Theoretiker ist sondern das Leben als Geschichte, als lebendiges Geschehen sieht.
        Unbedingt lesenswert alles!
        pace e bene von michael

  4. Christiane sagt

    Seitdem ich diesen Text gelesen habe, beschäftigt er mich immer mal wieder. Und auch die Kommentare dazu finde ich echt klasse – Danke dafür.
    Meine Gedanken dazu:
    Den Ausführungen zu Selbsterkenntnis und Menschenkenntnis stimme ich total zu, das ist sehr schlüssig und sicher hilfreich, beides zu haben (zumindest ein Stück weit zu haben). Aber ich hadere für mich, ob es für mich ein Weg zum glücklich sein wäre. Wenn, dann eher als eine Art Brücke, die es leichter macht, manche Dinge zu verstehen oder andere vielleicht zu umgehen – nicht weil ich flüchte, sondern weil ich gelernt habe, dass es weh tut , gegen eine Wand zu laufen, wenn der Kopf da unbedingt durch will.

    Mir sind da die Worte und Beschreibungen dazu aus Corinnas Kommentaren etwas näher… Demut und Dankbarkeit. Gerade letzteres benutze ich selber oft, z.B. wenn mich jemand fragt, wie es mir geht. Aus den Erlebnissen der letzten Jahre habe ich eins mitgenommen: auch in den tieftraurigsten Momenten, wenn alles zu viel und zu schwer scheint, weiß ich immer noch daran zu denken, dass ich erstens bei weitem nicht die Einzige bin, die mit den Herausforderungen des Lebens einen gemeinsamen Weg finden muss und vor allem: das es mir immer noch so sehr viel besser geht, als Millionen anderer Menschen auf dieser Welt. Und dafür bin jeden Tag neu dankbar und weiß es zu schätzen. Und da wäre ein drittes Element, das auf meinem Weg zum Glücklich sein wichtig ist: Wertschätzung. Im wahrsten Sinne und immer wieder neu. Von mir anderen gegenüber – aber natürlich auch umgekehrt. Wem tut es nicht gut, wenn er und sie von anderen gesagt und gezeigt bekommt „schön, das Du da bist!“?

    Und es gibt viele weitere Elemente, die für mich zum Glücklich sein führen: * meine großartige Familie mit all ihren Leidenschaften und Macken * mein Freundeskreis – bunt, manchmal chaotisch, oft tiefgehend * Begegnungen, aus denen etwas gewachsen ist, dass eine so unendlich wertvolle Freundschaft geworden ist * mich darauf eingelassen zu haben, das andere mir etwas zugetraut haben – und dieses „Du musst verrückt sein, dass zu machen“ immer noch nicht bereut zu haben * ui, diese Liste ließe sich wohl noch lange fortsetzen, aber über allem steht letztlich eins…* ER, der mir dieses Leben geschenkt hat, der mir versprochen hat, mitzukommen, egal wohin ich (mich ver-)laufe, der so un-fassbar und doch da ist, der mich nie aufgibt, auf wenn ich es mir mit HM nicht immer leicht mache… ER hat gesagt „Schön, dass Du da bist!“ … ein guter Grund zum Glücklich sein…

    • Bruder David
      Bruder David sagt

      Hallo Christiane, es hat etwas gebraucht bis ich Dir schreibe. Bin gerade in Verona und musste erst mal ein Internetcafe finden, Deine Aspekte finde ich auch alle sehr wichtig. Du nennst unter anderem Wertschätzung. Zur Menschenkenntnis gehört für mich auch das Wissen darüber, wem ich vertrauen kann und wem nicht, vor wem ich mich schützen muss und wem ich mich öffnen kann. Dazu gehört auch für mich zu wissen, dass es Menschen nicht immer so meinen, wie sie es sagen, dass ganz unterschiedliche Motivationen eine Rolle spielen können und ganz unterschiedliche Reaktionen möglich sind. Gerade um das Glück zu schützen ist Menschenkenntnis sehr wichtig.
      Mit lieben Gruß

      Bruder David

  5. Corinna Stahr sagt

    hallo :O)

    aber wenn man diese menschen gefunden hat denen man vertrauen kann und wo man sich öffnen kann, ist das mehr wert als geld und ein wundervolles geschenk.

    seidem meine eltern verstorben sind, sind meine freunde eine art zweite familie für mich geworden die mir wärme, geborgenheit und das gefühl von nähe schenken…

    eine schöne zeit in verona

    lg corinna

    • Bruder David
      Bruder David sagt

      das ist natürlich ein Glück, solche Freunde gefunden zu haben… erzähl mal: wie findet man solche Freunde? Wie und wo hast Du solche Freunde gefunden? LG Bruder David

  6. Corinna Stahr sagt

    Lieber Bruder David, mhhh gute Frage…:O) Nach dem Tod der Eltern hab ich mir einen Freundeskreis neu aufgebaut. Ich habe erstmal geschaut wo meine Interessen liegen (Spieleabend, Kinoabend, Internationaler Kochtreff wo sich viele verschiedene Kulturen treffen um gemeinsam zu kochen und um von ihrer Heimat zu erzählen und vorzustellen, Bauchtanz, Kochen von der Kirche aus, Typberatung) Ich bin zu den ganzen Sachen in erster Linie hingegangen um was schönes für mich und meine Seele zu tun und um neue nette Menschen kennenzulernen. Daraus entstehen nicht immer neue Freundschaften, aber sehr nette Begegnungen und Erlebnisse die man mitnimmt.

    Meine langjährigen Freundinnen haben sich durch die Berufsschule entwickelt. Jetzt wohnt meine Freundin zwar in NRW, aber wir schreiben täglich mehrmals und schicken uns nette Sprüche, Bilder, schreiben was uns bewegt und dadurch verliert man den anderen auch nicht. Man weiss was der andere denkt und fühlt. Man lässt ihn teilhaben am Alltag an den Sorgen, man freut sich mit und für ihn, stärkt den anderen. Das lässt die Freundschaft tiefer und tiefer werden. Öfters sagen wir uns auch das wir den anderen schätzen. Schicken uns Guten Morgen oder Gute Nacht grüsse. Es muss nicht lang sein, nur das man an den anderen gedacht hat.

    Die andere langjährige Freundin kenne ich als ich als Büroangestellte in der Fahrschule gearbeitet habe. Dann arbeitete sie auch noch bei der Bank wo ich mein Konto habe und so trafen wir uns immer in der Mittagspause bei ihr oder sie kam zu mir. Dann wurden meine Eltern krank und sie begleitete mich gut durch diese Zeit. Dann konnte ich für sie da sein, da dann ihre Mutter und Oma krank wurde und gestorben sind. Besonders schön, fand ich das sie mich -das jahr bevor ihre mutter gestorben ist – eingeladen haben mit ihnen zu feiern. Das fand ich wirklich sehr schön und hat mich sehr berührt und dafür bin ich heute noch sehr dankbar. Durch die gemeinsamen Erlebnisse und man auch weiss wie der andere sich in dieser Situation fühlt, hat uns noch mehr gemeinsam zusammengeschweisst und alles vertieft

    Andere Freundinnen kenne ich durch Grillpartys wo man sich locker unterhält und man immer mehr feststellt das man immer mehr gemeinsame Interesse hat. An dem Abend haben wir schon zusammengeklebt als wenn wir uns schon lange kennen. Haben am Tisch zusammengesessen, Rotwein getrunken, Tischtennis gespielt. Seitdem treffen wir uns, gucken mal eine Serie zusammen, holen die Singstar Konsole raus und lachen uns schlapp, turnen zusammen…

    Freundschaft ist was lockeres leichtes…Man muss es fliessen lassen, Vertrauen baut sich nach und nach auf…Es ist wie ein Haus wo unten ein Fundament ist. Bei meiner Freundin aus NRW ist es sogar manchmal schon so das wir Nachrichten per Mail schicken und die Zeitgleich beim anderen ankommen, ohne das wir uns abgesprochen haben. So eine Art Gedankenübertragung…Man fühlt sich einfach zuhause und angekommen…

    Einen schönen Abend

    LG conni

    • Bruder David
      Bruder David sagt

      Das klingt ganz behaglich….was würdest Du denn anderen empfehlen was sie tun können, um gute Freundschaften zu finden?

  7. Corinna Stahr sagt

    Schöne Freundinnen habe ich auch durch einen Trauerchat hier im Netz gefunden. Ich bin dort nicht mehr so oft im Chat, aber ich kann jederzeit dort anrufen wenn ich Lust dazu habe. Wir treffen uns jetzt in Bielefeld zum Weihnachtsmarkt, letztes Jahr waren wir alle in Bremen und machen uns dort alle einen schönen Tag mit Frühstück und wir mögen uns alle auch sehr gerne. Die eine Freundin hab ich gerade in Bremen besucht, wo ich auch einen sehr schönen Tag hatte. Ich kann dort immer auch anrufen und weiss das ich immer willkommen bin. Heute morgen im Chat sagte ich z. B. das ich noch nicht weiss ob ich nach Bielefeld komme wegen dem Weihnachtsmarkt. Ich müsste erst sehen ob es finanziell passt. Da sind gleich zwei von den Freundinnen eingesprungen die im Notfall für mich mitbezahlen. Hauptsache ich komme mit und sie würden sich sehr auf mich freuen. Das hat mich sehr berührt…Lg

  8. Corinna Stahr sagt

    Hallo :O)

    was würdest Du denn anderen empfehlen was sie tun können, um gute Freundschaften zu finden?

    Ich würde mir als erstes überlegen was ich für Interessen an Freizeitaktivitäten habe? Kochen, Literatur Bauchtanz Tennis, Tischtennis…Also ich habe dann die Regionalzeitung die es bei den meisten wöchentlich gibt aufmerksam studiert nach Freizeitangeboten die mich angesprochen haben. Dort bin ich dann hingegangen. Das ist nicht eine Frage des Geldes…Bei uns in der Stadt werden Projekte angeboten z. B. viel auf Spendenbasis, Cafeenachmittag mit Basteln, Stricken, Spielen, Tischtennis, internationaler Kochtreff die von der Stadt von der Frauenbeauftragten angeboten wurden, Frühstück, Kirchenkino, Kochen in der Kirchengemeinde. Diese Ideen habe ich an unsere Kirchengemeinde weitergegeben und es wurde dann auch umgesetzt.

    Um gute Freunde zu finden, würde ich ganz locker dorthingehen – einfach nur einen schönen Abend verbringen wollen um mir und meiner Seele etwas gutes zu tun – Einfach mal ein lockeres Gespräch anfangen und gucken was sich daraus entwickelt…Man merkt es ja schon ob die Chemie stimmt. Es ist ein wenig so wie beim „beschnuppern“ der Tiere…untereinander.

    Wichtig finde ich das man sich nicht unter Druck setzt unbedingt an diesem Abend neue Freunde fürs Leben zu finden…Eine Bekannte von mir hat das so gemacht und sie hat sich solche Mühe gegeben neue Freunde zu finden, aber dieses Verkrampfte…Ich will jetzt Freunde finden – hier und jetzt – hat die Leute dann leider letztendlich vergrault…und das ist ja das Gegenteil was man erreichen möchte. Ich beginne mit dem lockeren Gespräch und wenn gemeinsame Interessen vorhanden sind, entwickelt sich das von ganz alleine…Beispiel Grillparty…Ich fange ein lockeres Gespräch an, man merkt die gemeinsamen Interessen, geht dann gemeinsam essen, später haben wir Tischtennis gespielt und dann gemeinsam den Heimweg mit der angehenden Freundin gemacht…Handynummern ausgetauscht…SMS geschickt das man den Abend schön fand… und sich schnell neu verabredet…

    Intensivere Gespräche, gemeinsam lachen, sich besser kennenlernen, gemeinsame Unternehmungen, Sorgen Nöte teilen, helfen, Tips geben…und dabei immer tiefer eintauchen…

    Dazu gehört aber auch auf das Bauchgefühl zu hören…Tut mir der andere gut…? Wie gehts mir nach der Verabredung?

    Ich habe auch viel in meinen Freundes aussortiert…Nach einem Schicksalsschlag wie bei mir der Tod der Eltern, merkt man wer wirkliche Freunde sind und wer den Weg weiter geht, auch wenn man sich ein Stück weit verändert hat oder ein neues Stück der Persönlichkeit dazugekommen ist. Es ist eine besondere Chance zu erkennen wer wirklich hinter dieser Person steckt…

    Man sollte sich auch Fragen was man sich für Eigenschaften von einer neuen Freundschaft wünscht damit man besser gucken kann ob diese neue Person die in das Leben kommt diese erfüllen kann…Muss ja nicht alles sein…Keiner ist perfekt…aber die wichtigsten Eigenschaften…wären doch schön z. B. Humor, Ehrlichkeit, auch an der Seite bleiben wenns schwierig wird…zu einem halten, Mut machen, Mitfühlend, Herzlich, Warmherzig…Knuddeln…

    Ich dachte früher immer es ist wichtig das man möglichst viele Freunde hat die einen – zwar nett verpackt – die Wahrheit sagen und ehrlich sind. Heute weiss ich das es besser ist weniger Freunde zu haben – dafür stimmt aber die Qualität…

    Einen wunderschönen gemütlichen Abend mit warmen Kerzenschein und Tee wünscht

    LG Corinna

    • Bruder David
      Bruder David sagt

      Hallo, na, das ließt sich ja wie eine gute Anleitung… vielleicht solltest Du dazu mal ein Buch schreiben? Es gibt so viele einsame Menschen, die nicht wissen, wie sie jemanden kennen lernen können. Vielleicht hast Du ja Lust dazu einmal mehr zu schreiben? LG Bruder David

      • Corinna Stahr sagt

        Hallo lieber Bruder David,

        erstmal vielen Dank für die nette Anregung zum Buch schreiben.

        Meine Cousine hat das auch schon einmal zu mir gesagt. Vielleicht schlummern in mir doch unentdeckte Talente die darauf warten, geweckt zu werden :O). Ich habe sogar eine andere Cousine die viel Bilder malt und ausstellt und die dazu passend die Bilder malen könnte.

        Allerdings war das dann eher zu den ungewöhnlichen Geschichten die ich immer wieder mal vermehrt erlebe z. B. man geht in Freizeitpark. Kulisse Tretbootverleih…Schild steht…Bitte nicht anlehnen und ich machs trotzdem, da ich es nicht gesehen hab (da war ich noch klein) und dann gings ab in den Tümpel. Papa hinterher…socleh und ähnliche Geschichten hab ich noch mehr auf Lager…aber ich hab mir gedacht…wen interessiert das…?

        Wenn ich mit dem Freundschaftsbuch Menschen helfen könnte, damit sie nicht so alleine sind, würd mich das sehr glücklich machen, da viele unter der Einsamkeit sehr leiden…

        Allerdings hab ich in dem Bereich Journalismus keinerlei Erfahrung.

        Ich bräuchte auf jeden Fall Unterstützung (eine Anleitung für mich wie es aufgebaut wird, welche Kapitelüberschriften, Schreibstil)

        Auf jeden Fall ohne Zeitdruck – in meinem Tempo – und das für mich keine Kosten entstehen…

        Ich mag schreiben, da man seine Gedankengänge gut darin festhalten kann und es ist auch schön zum verarbeiten des erlebten…

        Vielleicht auch ein Kombiratgeber…Trauerverarbeitung, Freundschaften neu aufbauen und für sein Ziel/Traum kämpfen…Kreativ bin ich ja…und Ideen habe ich auch…

        Alleine mache ich es nicht, da ich mir das nicht zutraue…da bräuchte ich schon jemanden als Unterstützung an meiner Seite…

        und eine kleine Fangemeinde die das auch haben wollen…

        Eine schnellere Variante wäre den Text oben einfach schön abschreiben, abdrucken auf schönen farbigen Papier mit einem schönen Bild (Symbol für Freundschaft)und kopieren und dann auslegen. Auslegeorte fallen mir nur Heime ein…

        Einen ganz schönen Abend wünsch ich noch…

        LG Corinna

        • Bruder David
          Bruder David sagt

          Anleitungen gibt es im Internet genug, Foren, wo Menschen sich treffen, die Geschichten schreiben und sich unterstützen, es gibt Bücher dazu, Foren, wo man Texte vorstellen kann, vielleicht gibt es in Hannover sogar eine Gruppe, wo Menschen sich treffen, die gerne schreiben oder auf Facebook… es gibt sehr viel Hilfsmöglichkeiten… Ich meine: alles beginnt mit zwei Worten: Ich will. 😉

  9. Corinna Stahr sagt

    Lieber Bruder David, :O)

    ich freu mich sehr über die vielen Tips und Ratschläge die Du mir gegeben hast. :O)

    Ich kann zu dem Thema etwas schreiben. Ich denke es wird nicht ein ganzes Buch, aber so ein kleines Referat zu dem Freundschaftsthema :O) mit täglichen Übungen als Hilfestellung damit man sein Ziel erreicht…und die Menschen wieder neue Hoffnung schöpfen und wieder glücklich werden.

    Ein Exemplar könnte ich per Email schicken…dann kann es an die Menschen weitergegeben werden, die alleine sind. Dann kanns vielleicht im Rahmen der Seelsorge an die Menschen weitergegeben werden…und immer mal wieder ausgedruckt werden, falls nochmal Bedarf besteht. Dann kann man ja erstmal schauen wie es so ankommt…

    Mir gehts ums Helfen…wenns gut ankommt, leg ich nochmal zu einem anderen Thema nach…

    Danke auch für die ganze viele Unterstützung. Was ich hier immer wieder lerne ist, das man trotz wenig Geld seine Wünsche und Träume umsetzen kann. Es gibt immer Mittel und Wege. Das nichts unmöglich ist und das man alles schaffen kann!

    Dankeschööööön vom ganzen Herzen…

    Einen lieben Gruss aus Wunstorf schickt

    Corinna :O)

    • Bruder David
      Bruder David sagt

      Sehr gerne!!!! Genau dafür ist diese Seite ja auch da!!!!!! Dann bin ich gespannt darauf, was Du schreiben wirst. LG Bruder David

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