Valentin, Valentins Welt
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Hingabe?! Valentins Welt

Hingabe

Hingabe?!
Valetins Welt – eine Katze denkt über das Leben nach

Hallo, Valentin hier. Puhhh, was für eine Hitze –  zumindest in den letzten Tagen, da kann man als Katze schon ganz schön verrückt bei werden. Ich würde ja gerne mal meinen Pelz ausziehen, aber das kann ich ja nicht. Aber auch wenn es so heiß ist, ich liebe es in der Sonne zu liegen und die Wärme zu spüren. Zwar liege ich dann oft für andere im Wege (also für Menschen), aber die können ja auch mal drumherum gehen, oder?

Für heute habe ich mir ein ganz schwieriges Thema überlegt. Ich finde es zumindest nicht leicht darüber zu sprechen, weil es so abstrakt ist und abstrakte Begriffe sind eigentlich nichts für Katzenhirne. Ich hab es aber dennoch versucht.

Also: Was ist eigentlich Hingabe?

Als ich das erste Mal diesen Begriff gehört habe, wusste ich erst gar nicht, was damit gemeint ist. Hingabe, was kann das sein? Wie kommt man überhaupt auf die Idee für solch ein Wort?
Aber eigentlich ist es wiederum ein Wort, das gut zu uns Katzen passt, nicht wahr? Denn wer, wenn nicht wir, kann so hingebungsvoll sein Fell pflegen, kuscheln, in der Sonne liegen und schnurren? Eigentlich sind wir die wahren Helden der Hingabe und das könnt ihr Menschen gut und gerne von uns lernen.
Doch ich habe verstanden, dass Hingabe nicht nur ein besonderes Genießen ist, ein Tun ohne Ablenkung, eine besondere Form, fokussiert zu sein, wie wenn ich mich konzentriere, wenn ich eine Fliege sehe. Hingabe ist mehr als das.
Und auch darüber habe ich nachgedacht. Wann bin ich denn so richtig hingebungsvoll, ohne mein Fell zu pflegen oder zu schnurren, wann zeige ich meine Hingabe?
Und auf einmal fiel es mir ein. Es war an einem Tag in der letzten Woche. Ich lag da mal wieder unter dem Sessel und plötzlich wusste ich es.
Hingabe ist, sich auf dem Rücken zu legen.

Auf dem Rücken liegen?

Das klingt jetzt gewiss komisch für Dich, oder? Aber dahinter steckt mehr.
Denn was passiert, wenn ich mich auf den Rücken lege? Ich zeige meinen Bauch, genau! Und der Bauch ist für Katzen der verletzlichste Teil. Deshalb heißt Hingabe auch: ohne Angst, verletzlich zu sein.
Aber noch mehr, denn eigentlich liegen Katzen ja nicht auf dem Rücken. Wir gucken eigentlich immer nach unten oder zur Seite. Wenn wir auf dem Rücken liegen, und das können nicht alle Katzen (ich schon!!!!), dann ist das die einzige Möglichkeit, den Himmel zu betrachten.
Und deshalb lautete letzte Woche meine Erkenntnis auch: Hingabe heißt ohne Angst verletzlich zu sein und dabei den Himmel sehen. Und Du weißt, dass Himmel viel mehr bedeutet, als Wolken zu zählen!
Ihr Menschen könnt leicht auf dem Rücken liegen und seht den Himmel viel leichter als wir. Aber seid Ihr deshalb hingebungsvoller?
Wer weiß!?
Ich grüße Dich und sage: Bis bald!

Dein Valentin

6 Kommentare

  1. Conni sagt

    Hallo liebes Kätzchen :O)

    danke für den wunderschönen Artikel

    ich finde Hingabe ist etwas sehr schönes…Man darf so sein wie man ist…ohne Angst zu haben verletzt zu werden. Man kann sich fallenlassen…Das tut man nur bei Menschen wo man 1000 Prozentiges Vertrauen hat…

    Hast Du sehr schön beschrieben…

    Liebe Grüsse

    Conni

    • Valentin
      Valentin sagt

      Hey, hallo Conni, Du schreibst mir ja immer so schön, das ist toll. Danke dafür!!!!! Dir einen wunderbar schönen Tag! Valentin

  2. Heiderose Schweikart sagt

    Lieber Valentin,
    ich freue mich immer über deine Gedanken, darüber, wie Du es schaffst, uns Menschen zu zeigen, wie kompliziert wir häufig „um die Ecke denken“. Danke für Deine An-Regungen und Er-Kenntnisse, die ich immer gerne mit Freundinnen und Freunden teile.

    • Valentin
      Valentin sagt

      Hallo, danke… es freut mich, dass Dir meine Gedanken gefallen -. es ist für eine Katze gar nicht so leicht so viel zu denken. Aber ich mach das ganz gut, oder? Gruß, Valentin

  3. Susanne sagt

    Lieber Valentin, das sind tolle Gedanken. Mein vierbeiniger Freund, der Chester, kann das auch so richtig gut. Und es bedeutet für ihn sicher auch, ganz viel Vertrauen zu geben, wenn er sich so mitten im Wohnzimmer auf dem Boden auf den Rücken legt und schläft. Alle Viere in die Höhe gestreckt. Danke für diese erneute Anregung, die Dinge mal aus Deiner Sicht zu betrachten.

    Liebe Grüße
    Susanne

    • Valentin
      Valentin sagt

      Hallo Susanne, das können nicht so viele Vierbeiner, das mit dem Rücken. Ich liebe es einfach so dazuliegen und zu staunen, was ich sehe. Es ist super entspannend und besser als immer nur auf den Boden zu gucken. Gruß, Valentin

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