Monate: Februar 2018

Kennst du Deine Homezone?

Kennst du Deine Homezone? Hallo, Valentin hier. Ich muss immer noch an Silvester denken. Findest Du Silvester auch so blöd? Ich verstehe nicht, warum Ihr Menschen immer so viel Krach machen müsst. Zugegeben, die Lichter am Himmel sind schön anzusehen, aber zu Zeiten, wo jede vernünftige Katze schläft, sollte man doch ruhiger sein, oder? Aber wir haben es mal wieder geschafft, Othello und ich. Und das neue Jahr fühlt sich inzwischen ganz gut an. Ich habe irgendwie eine gute Zeit. Wir haben eine wunderbare neue Kuscheldecke bekommen, auf der ich manchmal liegen darf. Sehr kuschelig, sehr angenehm, sehr wärmend. Und auch sonst läuft es ganz rund. Ich fühle mich wohl in meinem Fell und genieße den Tag. Ich habe gehört, dass sich manche Menschen etwas für die Fastenzeit vornehmen und da habe ich überlegt, ob ich das auch mache. Katze in der Fastenzeit Zuerst dachte ich, vielleicht sollte ich ein oder zwei Kilo abnehmen, aber dann spürte ich, dass das keinen Spaß macht. Weniger schlafen macht auch keinen Sinn. Aber jetzt habe ich es: Ich …

Vom freudigen Rausch und den Tagen danach

Vom freudigen Rausch und den Tagen danach „Am Aschermittwoch ist alles vorbei“, singen die Karnevalisten im Rheinland und schlafen an den nächsten Tagen ihren Rausch aus. So das gängige Klischee. Gleichzeitig bemüht sich die Kirche, uns Gläubigen klarzumachen, dass es mit dem Aschermittwoch erst so richtig losgeht: das sinnvolle, Gott gefällige Leben, möglichst ohne Alkohol und Süßigkeiten, mit dem wir uns auf Ostern vorbereiten sollen. Als Kind jedenfalls musste ich alle Süßigkeiten, die ich im Straßenkarneval gefangen hatte, in eine große Plastiktüte packen. Die wurde gut verschlossen und erst am Nachmittag des Karsamstags wieder geöffnet. Damit war für mein kindliches Gefühl sehr klar, was am Aschermittwoch vorbei war…. Zeiten, wo man aus sich heraus gehen kann Als gebürtiger Kölner schlägt mein Herz natürlich für den Karneval, dem ich auch als Christ viel abgewinnen kann. „Wenn es Karneval nicht gäbe, müsste man ihn aus psychotherapeutischen Gründen einführen“, so hat der Philosoph und Therapeut Wolfgang Oesler gesagt. Die Psyche des Menschen braucht abgesprochene Zeiten, wo man aus sich heraus gehen kann in eine kleine Mini-Ekstase. Und dazu …

Impuls am Sonntag: Norbert Kesseler

Norbert Kesseler Alter 57 Jahre Beruf (momentane Tätigkeit) Diözesan- und Dombaumeister Was bedeutet Ihnen Glaube? Glaube ist bei mir immer mit großen Zweifeln aber auch sehr viel Hoffnung und vor allem Orientierung verbunden. Er ist wie ein roter Faden, der mein Leben durchwebt, es stabilisiert und manchmal auch neu ausrichtet. Vom Anfang bis zum Ende (hoffentlich) Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Rege dich nicht über Dinge auf, die du nicht ändern kannst. Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Sehr gefesselt haben mich Carlos Ruiz Zafon: Der Schatten des Windes aber auch Orhan Pamuk „Das Museum der Unschuld“ Beide Bücher sind atmosphärisch sehr dicht, beinahe „traumhaft“. Sie beschreiben sehr intensiv das innere Ringen der Menschen um ein erfülltes und glückliches Leben

Ab morgen bleibt alles beim Alten?!

Ab morgen bleibt alles beim Alten?! Es gibt immer wieder Gelegenheiten, gute Vorsätze zu fassen – etwa zum Jahresbeginn, zu Geburtstagen und anderen besonderen Anlässen. Aber wie sieht es in der Realität aus? Kaum sind die guten Vorsätze gefasst, verblassen sie schon wieder. Dies ist eine Erfahrung, die wir alle immer wieder machen. Vor allem dann, wenn diese Vorsätze mit Einschränkungen verbunden sind: „Ich bin mit meiner Figur unzufrieden und will meine Ernährung umstellen oder weniger essen…“ Aber spätestens, wenn meine Lieblingsspeise vor mir steht, werde ich schwach und kann nicht wiederstehen. Müssen Vorsätze immer wieder scheitern? Wenn Vorsätze von vornherein mit einer negativen Konnotation einhergehen, dann sind sie unweigerlich zum Scheitern verurteilt; denn wir Menschen sind nun einmal Gewohnheitstiere. Bei einem guten, positiven Vorsatz hingegen sind die Erfolgsaussichten weitaus größer. Dass ein guter Vorsatz gelingen kann, davon bin ich überzeugt! Von daher möchte ich Dir im Folgenden eine Idee vorstellen: Die Österliche Bußzeit – eine Zeit für gute Vorsätze In diesem Monat beginnt die Österliche Bußzeit, die Fastenzeit. Der heilige Benedikt schreibt im 49. …

Unser Musiker am Sonntag: Jan-Aurel Dawidiuk

Wie bist Du zur Musik gekommen? Ein besonderes Erlebnis war mein allererster Opernbesuch: „Die Zauberflöte“, damals noch in der alten Inszenierung. Ich war nur 5 Jahre alt, saß mittig in der ersten Reihe und schaute fasziniert nicht nur hoch auf die Bühne, sondern immer wieder auch runter in den Orchestergraben. Der Dirigent, sein Orchester und die Mozartmusik haben mich verändert. Von da an wollte ich unbedingt ein Musikinstrument erlernen. Da ich mich zwischen Klavier und Geige nicht entscheiden konnte, habe ich mit beiden Instrumenten gleichzeitig angefangen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Musik als Kunst bedarf einer sorgfältigen Ausbildung. Dieses habe ich schon während meiner Knabenchorzeit als aktiver Sängerknabe im Knabenchor Hannover erfahren. Die gemeinsame Mühe, das gute Ergebnis, die Freude am Gelungenen haben in mir wunderbare Spuren hinterlassen. Die spätere Aufnahme in das Förderprogramm der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (IFF) und die tägliche professionelle Beschäftigung mit der Musik bereichern und prägen meinen musikalischen Weg damals wie heute. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in der Cella …