Autor: DAVID

Unsere Musiker am Sonntag: Dr. Roland Seifert und Andreas Schmidt

Andreas Schmidt, Klavier Wie bist Du zur Musik gekommen? Nicht ich bin zur Musik gekommen, sondern sie zu mir. Die Musik hat mich quasi überfallen, als ich 9 Jahre alt war. Eines Abends hörte ich, wie mein Nachbarjunge Trompete spielte. Das wollte ich auch. Schon bald spielte ich im Bläserchor meiner Heimatgemeinde mit. Seitdem hat mich die Musik nicht mehr losgelassen – wofür ich ihr sehr dankbar bin. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Da kann ich kein Ranking aufstellen.Ich habe das Glück gehabt, zur richtigen Zeit die richtigen Leute zu treffen. Es waren viele großartige Persönlichkeiten dabei. Mein erster Theorielehrer (1972), mein erster Klavierlehrer (1973), im Studium (2009 – 2013) so hervorragende Lehrer wie Ulfert Smidt, Cornelius Schneider-Pungs, Frank Löhr und Bruder Karl-Leo Heller, der mich in die faszinierende Welt der Gregorianik eingeführt hat. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Als Organist habe ich das Glück, in vielen Kirchen und Domen in Hannover und ganz Deutschland zu konzertieren. Ich bin immer zutiefst ergriffen von …

Impuls am Sonntag: Fritz von Hesler

Fritz von Hesler Alter Ich bin 66 Jahre alt Beruf Facharzt für Plastische und Aesthetische Chirurg in eigener Praxis am Kröpcke Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? fürchtet Euch nicht – und das funktioniert am besten auf einer festen Vertrauens- (Glaubens) – Basis Welches Buch hat Sie warum am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Henri Nouwen: Nimm sein Bild in dein Herz. Dieses Buch kann an einem einzigen grandiosen Kunstwerk und aus der Geschichte des verlorenen Sohnes oder des verzeihenden barmherzigen Vaters den gesamten Kosmos von Versagen, Erkenntnis, Reue, Umkehr, Vertrauen, Hoffnung und zuletzt Liebe, die über jede Vernunft erhaben handelt, in klaren Worten so aufzeigen, dass einem das Göttliche Wirken in uns allen erkennbar wird. … und der Hobbit.

Impuls am Sonntag: Dr. Gábor Lengyel, Rabbiner

Rabbiner Dr. Gábor Lengyel Alter und Beruf: Ich bin am 13. Januar 1941 geboren, also werde ich im Januar, so G’tt will, 78! Ich bin Senior Rabbiner der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover und seit März dieses Jahres auch Rabbiner der neugegründeten „Reformsynagoge“ in Hamburg. Darüber hinaus bin ich seit 2012 Dozent/Lehrbeauftragter der Leibniz Universität Hannover. Was bedeutet Ihnen Glaube? Das Wort Glaube (auch Glauben) wird verwendet, um eine Grundhaltung des Vertrauens zu bezeichnen. Das Wort zielt auf Vertrauen, Gehorsam, Treue. Im Hebräischen gibt es die Wurzel „Aleph-Mem-Nun“, daraus wird das Wort Emuna „das Glauben“, oder „Zuversicht“ oder „Vertrauen in Gott“ abgeleitet. Emuna wird als Überzeugung und Erkenntnis einer tief in der Seele verwurzelten Wahrheit beschrieben. Emuna steht über dem Verstand und dem Gefühl und ist ein jüdisches Erbe von den Vorvätern und -müttern her. Wir haben jedoch kein Dogma des Glaubensbekenntnisses, wie das in Christentum und im Islam der Fall ist. Glauben ist vor allen Dingen eine Privatsache! Wir fragen nicht nach dem Glauben, sondern nach Taten! „Unter allen Vorschriften und Verordnungen des mosaischen Gesetzes …

Christian Mund

Unser Musiker am Sonntag: Christian Mund

Christian Mund Wie bist Du zur Musik gekommen? Als Kind und Jugendlicher war ich in einem Internat in Bayern. Da gehörte ein Bläserquartett obligatorisch dazu. Und als eine Klarinette benötigt wurde, habe ich mich gemeldet, ohne zu wissen, was mich erwartet. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Als ich eine Zeit sehr wenig Klarinette gespielt habe und außer Übung gekommen war, hat mich dann Klezmer fasziniert. Da sagte ich mir, das will ich auch spielen, hörte mir viele Aufnahmen an und griff wieder zur Klarinette. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Ich habe nun schon öfter in diesem schönen sakralen Raum gespielt und schätze die Stimmung und den Klang des Raumes. Dazu kommt, dass es für mich schon immer dazu gehörte, Musik im Gottesdienst zu spielen. In dem Internat hatten wir einen besonders musikalischen Pater, der mit uns Schülern eine der ersten “Jazzmessen“ aufführte. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Eine schwere Frage, jede Epoche hat ihre …

Unsere Musikerin am Samstag: Charlotte Weinberg

Charlotte Weinberg Wie bist du zur Musik gekommen? Wie viele Kinder wurde auch ich in der Grundschule gefragt, ob ich gerne ein Instrument spielen möchte. Dabei war für mich von Anfang an klar, dass es das Cello werden soll. Warum, das weiß ich nicht mehr genau, aber der wunderschöne, warme Klang und das, was man mit diesem Instrument ausdrücken kann, überzeugen mich bis jetzt immer wieder. Wer hat dich musikalisch bisher am meisten beeinflusst? Das ist in erster Linie meine Lehrerin, die mir technische Fertigkeiten beigebracht hat, aber auch das Interesse für klassische Musik in mir wecken konnte. Außerdem mein Lehrer für Musiktheorie und Gehörbildung, durch den ich erst gelernt habe, Musik nicht nur zu spielen und zu konsumieren, sondern auch zu hören und zu verstehen. Und nicht zuletzt haben mich viele Menschen, mit denen ich Kammermusik spielen durfte, deren Lehrer und mein Orchester bereichert. Was bedeutet es für dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Eine Kirche ist ein besonderer Ort – auch für das Musizieren. Durch die charakteristische Akustik …

Tagebuch: Hauptsache gesund!

Tagebuch: Hauptsache gesund!

Gesundheit ist vielschichtig, bedroht, ein hohes Gut, ein großes Thema, langweilig, etwas für alte Menschen, immer das Gleiche…Wie steht es um Deine Gesundheit? Dieses Thema behandel ich in meinem heutigen Tagebucheintrag und philosophiere ein wenig darüber, was Gesundheit eigentlich ist und wie Gesundheit für viele zu einer Religion geworden ist.

Impuls am Sonntag: Charlotte Jarosch von Schweder

Charlotte Jarosch von Schweder Alter 36 Jahre Beruf Veranstaltungskoordinatorin für das Jubiläum 300 Jahre St.Clemens Basilika und freischaffende Sopranistin Was bedeutet Ihnen Glaube? Glaube ist für mich eine feste Zuversicht, Vertrauen, Halt und Antrieb.Zuversicht darin, dass es eine Macht geben muss, die alles erklären kann, was wir Menschen nicht erklären können. Vertrauen an´die Nächstenliebe, die es uns möglich macht, die die im Dunkeln sind zu sehen und ins Licht zu holen.Halt darin, dass hoffen und nicht zweifeln mich im gegenwärtigen Leben voran bringt und ich so auch für andere ein Antrieb sein kann. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es. (Johann Wolfgang von Goethe) Welches Buch hat Sie warum am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Das Buch MOMO von Michael Ende war mir schon als Kind, ist mir aber immer noch, auch im Alltag Inspiration bzw. Lehre. Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurück brachte, hat mich so geprägt, dass der Satz …

Tybora Olevska

Unsere Musiker am Sonntag: Eugenia Olevska und Miroslav Tybora

Eugenia Olevska Wie bist Du zur Musik gekommen? Seit ich mich erinnern kann, war es mein größter Traum, ein Musikinstrument zu erlernen. Im Alter von 9 Jahren haben meine Eltern mich in eine Musikschule geschickt und das war für mich der Anfang meines Musik Lebens. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Obwohl mein Vater kein Musiker war, hat er die Musik immer geliebt und verstanden. Dadurch, dass er viele Konzerte mit mir besucht hat, konnte er mir die Liebe zur Musik näherbringen. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? In einer Kirche zu spielen ist immer etwas sehr Besonderes. Denn die ist der Ort, an dem Mensche die Nähe zu Gott verspüren können. Bei der Möglichkeit in einer Kirche zu spielen, bekomme ich das Gefühl, viele Menschen mit meiner Musik im Herzen berühren zu können, was mir eine große Freude bereitet. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Ich würde mich für die Epoche Barock entscheiden, denn dies ist …

Impuls am Sonntag: Dr. Franz Rainer Enste

Zu unserem Gottesdienst am 9. September 2018 um 18.00 Uhr haben wir Dr. Franz Rainer Enste eingeladen, den Impuls im Gottesdienst zu halten. Dr. Franz Rainer Enste Alter 64 Beruf Regierungssprecher a.D. div. ehrenamtliche Tätigkeiten (u.a. in der Villa Seligmann) Was bedeutet Ihnen Glaube? Für mich ist der Glaube wesentliches Fundament meines Wirkens. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? a) „Nie sind wir allein. Stets sind wir die Deinen. Lachen oder Weinen wird geborgen sein.“ b) „Die Blätter fallen. Diese Hand da fällt. Und sieh Dich um, es ist in allen. Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.“ (Rainer Maria Rilke) Welches Buch hat Sie warum am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? „Doktor Faustus“ von Thomas Mann, weil es die deutsche Geschichte mit ihren Höhen und Tiefen auf eine so faszinierende Weise literarisch-musikalisch reflektiert.