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Andor Izsàk

Impuls am Sonntag: Prof. Andor Izsák

Prof. Andor Izsák Ehrenpräsident der Siegmund Seligmann-Stiftung und der Siegmund Seligmann-Gesellschaft Was bedeutet Ihnen Glaube? Der Glaube bedeutet mir meine Identität zu wissen und zu verstehen. Wie ein Navi in einem Auto, oder ein Kompass auf einem Schiff, führt mich der Glaube durch den unüberschaubaren und endlosen Routen des Lebens. Der Glaube zeigt mir meine exakte Position in einem unendlichen Koordinatensystem. Ohne ihn wüsste ich gar nicht, wer ich bin… Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Mir ist wichtig dieser Satz: Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.   Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Vielleicht die Schachnovelle von Stefan Zweig. Das Werk entstand in der aussichtslosesten Epoche der Zeitgeschichte, und lernt uns mit der totalen Hoffnungslosigkeit umzugehen. Ich kann dadurch verstehen, dass das Bild in meinem Kopf nicht unbedingt mit dem Bild in der Realität übereinstimmen muss. Ich habe diese Tatsache durch das Meisterwerk von Zweig verstanden. Villa Seligmann

Unser Musiker am Sonntag: Alon Sariel

Alon Sariel Wie bist Du zur Musik gekommen? Meine Eltern sind zwar nicht Musiker, wollten aber, dass wir (ich und meine vier Geschwister) musikalische Grundlagen lernen. So gab es im Haus ein Klavier, worauf meine Schwester musiziert hat, die Gitarre von meinem älteren Bruder, einige Blockflöten, ein Akkordeon etc. Als das jüngste Kind im Haus, war mir klar, dass ich ebenfalls Musik machen möchte. Wahrscheinlich habe ich – um mich von den anderen abzugrenzen – mit der Mandoline angefangen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Hier tue ich mich schwer, musikalisch von nicht-musikalisch zu trennen. Sehr viele Menschen und Ereignisse haben meinen Weg begleitet, Lehrer, Kollegen und auch Schüler. Ein gewisser Teil gehört dem Zufall, der andere dem Höheren. Wenn ich aber tatsächlich versuche die Person, die mich musikalisch am meisten beeinflusst hat, zu finden, stelle ich etwas eigenartiges fest: Das ist bestimmt meine Lebenspartnerin, die nicht Musikerin ist, aber eine Tür gefunden hat, zu all meinen Lebensbereichen. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Oft …

Maier-Knapp-Herbst

Impuls am Sonntag: Sigrid Maier-Knapp-Herbst, ehem. Präsidentin der Klosterkammer

Frau Maier-Knapp-Herbst stellt sich vor: Alter: Ich bin 70 Jahre und im Ruhestand Was bedeutet Ihnen Glaube? Glaube ist für mich Trost, Orientierung, Geborgenheit Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Im Moment ist mir der Satz von Fritz Bauer wichtig: „Wir können aus der Erde keinen Himmel machen, aber jeder von uns kann etwas tun, dass sie nicht zur Hölle wird“ Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Richard Rohr „Das Enneagramm – die neun Gesichter der Seele“ begleitet mich seit langem – es hilft mir immer wieder aufs Neue, den Menschen offen zu begegnen, sie in ihrer jeweiligen Eigenheit und Energie verstehen zu lernen. Vor allem hilft es mir, um meine Fallen zu wissen, mit ihnen zu leben und sie (möglichst) zu vermeiden.

Unsere Musikerinnen am kommenden Sonntag: Sabine Ronge und Eva Endel

Sabine Ronge Wie bist du zur Musik gekommen? Über meine Mutter. Sie hat mich zur musikalischen Früherziehung gebracht. Über die Altflöte bin ich dann zur Oboe gekommen. „Lern doch Oboe, die wird immer gebraucht“, sagte der damalige Leiter der Jugendmusikschule Hannover. Da hat er Recht. Wer hat dich musikalisch am meisten beeinflusst? In den letzten Jahren meine Lehrerin Eva. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Der Klang der Oboe passt wunderbar in die Kirche, kein anderes Instrument wurde z.B. von J.S. Bach in seinen Werken so beständig und vielfältig eingesetzt wie die Oboe. Das die Cella Musik im Gottesdienst ausdrücklich einsetzt, finde ich ganz wunderbar. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? In die Zeit Vivaldis am Ospedale della Pietà.   Eva Endel Wie bist Du zur Musik gekommen? Ich bin über meinen Blockflötenlehrer an die Musik herangeführt worden, einem Orchesterhornisten, der mich sehr für die Kammermusik und das Unterrichten begeistert hat. Wer hat dich musikalisch am meisten beeinflusst? …

Musiker in der Cella: Ellen Wegner, Harfe

Die Harfinistin Ellen Wegner spielt am kommen Adventssonntag in unserem Gottesdienst um 18.00 Uhr – hier stellt sie sich kurz vor: Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Vater hat Klavier und Geige gespielt und war Chorleiter, meine Mutter hat gern gesungen – es gehörte für sie zur Grundausbildung ihrer Kinder, daß sie ein Instrument lernen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Es gibt keine einzelnen Personen, denen ich einen besonders großen Einfluß zuschreiben würde – für mich war die Vielseitigkeit meiner musikalischen Aufgaben prägend. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Musik in der Kirche ist frei von gelegentlichen unangenehmen Nebenerscheinungen im Konzertwesen – z. B. überzogenem Eventcharakter, übertriebenem Virtuosentum („wer spielt noch schneller?“). Es geht um das Wesentliche in der Musik, um ihren Gehalt, um Stimmungen, um thematische Bezüge, um die Eigenschaft der Musik, die Seele direkt anzusprechen und die Gelegenheit, das gesprochene Wort nachwirken zu lassen, weshalb ich besonders gerne musikalisch-literarische oder andere thematische Zusammenhänge herstelle. Nicht zuletzt betreten die Zuhörer in der …

Impuls am Sonntag: Anke Merscher-Schüler

Anke Merscher-Schüler Pastorin der Südstadt-Kirchengemeinde, Hannover Alter 54 Jahre Beruf Pastorin Was bedeutet Ihnen Glaube? Mein Halt Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Paulus im 2. Korintherbrief: Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst… und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi statt… Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Vor kurzem: Navid Kermani, Ungläubiges Staunen. Über das Christentum Inspirierend der kritische Außenblick eines Muslim auf unsere christliche Bildersprache und Rituale. Berührend sein Respekt, sein liebevolles Hinsehen, sein tiefes Verstehen(wollen).

Unsere Musikerin am dritten Advent: Elisabeth Schwanda

Elisabeth Schwanda Wie bist Du zur Musik gekommen? Meine Mutter und mein Großvater haben viel mit mir als kleines Kind gesungen, ich habe stundenlang vor dem Radio bei klassischer Musik gesessen und fasziniert zugehört, letztendlich aber hat ein LP mit Frans Brüggen und einem Vivaldi-Konzert in mir den Wunsch ausgelöst, Musikerin zu werden. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Sänger und Instrumentalisten wie Frans Brügge Gustav Leonhard, J. Norman, Maria Callas, Sergiu Celibidache, Daniel Barenboim. Aber auch der Musik- LK im Gymnasium und mein Flötenlehrer in Karlsruhe, und zwar deswegen weil sie alle so begeistert waren von Musik und diese „ Fackel“ an mich weitergegeben haben. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? In einer Kirche zu musizieren ist etwas Besonderes, ich spüre eine gewisse“ heilige Stille „, die ich mit meiner Musik bereichern darf. Die Cella ist für mich ein magischer Ort. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Gerne ins 24. Jahrhundert , um hoffentlich zu erleben, …

Mareike Morr

Unsere Musikerin am Zweiten Advent: Mareike Morr

Unsere Musikerin im Gottesdienst: Mereike Morr Wie bist Du zur Musik gekommen? Meine beiden großen Schwestern hatten bereits Klavierunterricht und dieses Instrument hat mich unglaublich fasziniert. Jedenfalls erschien mir die Blockflöte als nicht geeigneter Ersatz. So durfte auch ich mit 5 Jahren Klavierunterricht nehmen. Das gemeinsame Singen im Urlaub, auf langen Autofahrten und bei Festen und Feiern hat meine Liebe zum Gesang geweckt, so dass auf das Klavierstudium dann das Gesangsstudium folgte. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Mein langjähriger Klavierprofessor Karl-Heinz Kämmerling hat mich seit meiner Kindheit geprägt, inspiriert und wachsen lassen. Ein intensives Opernerlebnis von R. Strauss‘ „Der Rosenkavalier“ bei den Salzburger Festspielen hat das Feuer für die Oper entzündet. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Meine langjährige Arbeit mit Bruder Karl-Leo in der cella-Praxis verbindet mich auch mit der Hauskirche. Meiner Dankbarkeit für diese Arbeit möchte ich mit einem fröhlichen Herzen Ausdruck verleihen. Im Gottesdienst zu singen ist für mich ein wunderbarer Dienst an Gott. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In …

Unser Musiker am Ersten Advent: Daniel Schindler

Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Opa starb, als ich vier Jahre alt war. Er spielte Violine in einem Berufslaienorchester und scheint mich frühkindlich so stark geprägt zu haben, dass der Wunsch, auch Violine zu erlernen, da bereits sehr groß war. Mit der Einschulung bekam ich dann endlich meinen ersten Unterricht. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Nach meinem Opa meine zweite Geigenlehrerin. Sie vermittelte mir die Musik auf eine sehr intrinsisch motivierende Art und Weise. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Da ich diesen Ort auch gerne nutze, um nach anstrengenden beruflichen Phasen wieder zu mir selbst zu finden, verknüpfe ich speziell mit der Hauskirche der Cella St. Benedikt eine meditative Atmosphäre. Es ist für mich ein zeitloser Ort. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Mich interessieren besonders die alten Hochkulturen. Eine Zeit, aus welcher nahezu keine musikalischen Überlieferungen in Form von Notenschrift existieren. Es wäre schon spannend zu wissen, wie es damals klang.

Roger Cericius

Impuls am Sonntag: Roger Cericius

Roger Cericius, 46 Jahre alt, Sternzeichen Jungfrau arbeitet in der Unternehmenskommunikation der VGH Vorsitzender des Freundeskreises Hannover e.V.   Beruf (momentane Tätigkeit): Journalist und Rundfunkredakteur, Kommunikationsspezialist, Jetzt Leiter des Verbindungsbüros der VGH Versicherungen Was bedeutet Ihnen Glaube? Mein protestantischer Glaube ist einer der zentralen Treiber meines Lebens. Die eigene Vergänglichkeit und die damit verbundene Hoffnung auf eine bleibende Stadt ist ein großer Trost und eine Freude. Die Gemeinschaft der Menschen und die persönliche und selbstbestimmte Ausübung meines Glaubens sind für mich wichtige Elemente unseres christlichen Miteinanders. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Die Sätze wechseln, weil sich die Lebenssituationen und Gefühlslagen ständig wechseln. Aktuell stecke ich in verschiedenen Veränderungsprozessen, deshalb würde ich den folgenden Satz gerade besonders hervorheben. „Sei bereit deine Sichtweisen jederzeit zu überdenken“ Das ist schnell gesagt aber nur mit großer Mühe umzusetzen. Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Ich lese gerade das neue Buch des bekannt Sozialpsychologen Prof. Harald Welzer. In „Die smarte Diktatur“ geht es um die Frage, warum die voranschreitende Digitalisierung einen so großen …