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Unsere Musikerinnen am Sonntag, 3. Oktober 2021

Kerstin Weise, SopranDorothee Knauer, Violine,Lisa Michaelis, CembaloWie hat sich Euer Ensemble gegründet? Was hat Euch dazu bewogen?Wir haben schon länger voneinander gewusst, uns aber erst zu Beginn der Coronazeit in dieser Konstellation zum Musizieren im Gottesdienst zusammengefunden, weil wir es notwendig fanden musikalische Angebote zu machen. Daraus sollen demnächst auch größere Konzertangebote in andererUmgebung werden.Was ist Euer spezieller Style/Eure Besonderheit, worauf legt Ihr besonderen Wert?Unser Schwerpunkt liegt bei der Barockmusik, wir arbeiten mit historischen Instrumenten und in tiefer Stimmung. Dadurch entsteht ein besonderer Klang. Wenn wir ein Programm aussuchen, versuchen wir einen „roten Faden“ entweder im Text oder bei der Auswahl der Komponisten zu gestalten – am besten, bei beiden.Welches Stück in Eurem Repertoire vermag Euch immer wieder neu zu motivieren oder zu erfreuen?In der Coronazeit haben wir besonders die Kantaten von Georg Philipp Telemann schätzen und lieben gelernt. Wir sind auf die Sammlung „Der Harmonische Gottesdienst“ gestoßen, weil er genau unserer Besetzung entspricht: Singstimme, Melodieinstrument und Basso continuo. Telemann hat dort für alle Sonn- und Feiertage des Kirchenjahres eine Kantate komponiert – ähnlich wie …

Unsere Musiker am Sonntag: Hartwig Meynecke und Andreas Schmidt

Hartwig MeyneckeWie bist sind Sie zur Musik gekommen?Durch meine Eltern, die beide versierte Hobby-Musiker sind. Meine Mutter mit der Violine und mein Vater mit Kontrabass und Gitarre (und diversen weiteren Instrumenten). Als ich Kind war, hatte meine Mutter regelmäßig Geigenschüler bei uns zuhause, und ich wollte das unbedingt auch machen. Mit sechs Jahren durfte ich dann endlich anfangen.Wer hat Sie musikalisch am meisten beeinflusst?Martin Brauß mit seinen Mozart-Proben im Jugendsinfonie-Orchester Hannover… Ganz bestimmt aber auch der Knabenchor Hannover, wo ich neben vielen anderen Dingen vor allem gelernt habe, gesungen Text so zu artikulieren und sprechen, dass die Sprache ein wesentlicher Teil Teil der Klangbildung und der musikalischen Gestaltung ist.Was bedeutet es für Sie, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?Kirche und Musik ist für mich seit jeher eng miteinander verbunden – sei es dadurch, dass meine Eltern uns als Kinder oft in den Gottesdienst mitgenommen haben, wenn sie im Kantoreichor gesungen haben, oder später durch mein eigenes Musizieren in der Kirche. Im Knabenchor haben wir viel geistliche Musik gesungen, und bis heute …

Trio-Konzert

Trio-Konzert am 03. September 2021 um 20 Uhr Robert Kusiolek – AkkordeonElena Chekanova – Live ElektronikAnton Sjarov – Violine, Klangobjekte Eintritt frei – Spenden willkommenBitte Corona-Auflagen beachten Die drei Musiker sind international ausgezeichnet und gehören zur zeitgenössischen Kammermusik-Szene. In ihren eigenen Kompositionen erforschen sie die Grenzen großflächiger Klangstrukturen, loten deren Tiefe und Komplexität aus und fügen sie in weit ausschwingenden Klangräumen zusammen. Robert Kusiolek – Akkordeonist, Bandoneonist und Komponist. Er hat die Musikakademie mit Auszeichnung in Poznan / Polen abgeschlossen und studierte an der HMTMH in der Solistenklasse der Prof. Elsbeth Moser. Robert Kusiolek ist Preisträger des Stipendienprogramms MLODA POLSKA des Ministers der Kultur in Polen – 2006 und DAAD in Deutschland – 2007. Er ist auch Preisträger der Internationalen Akkordeonwettbewerbe (Kammermusik) in St. Petersburg – Russland 2003, in Poprad – Slowakei 2003, in Przemysl – Polen 2003, in Klingenthal – Deutschland 2004 und in Castelfidardo – Italien 2006. Robert Kusiolek hat auf dem Label Multikulti Project die international erfolgreiche CDs: „NUNTIUM“ 2011, „the universe“ 2014 und „Qui Pro Quo“ 2015 veröffentlicht. Elena Chekanova studierte an der renommierten Michail Oginsky …

Unser Musiker am Sonntag: Aurel Dawidiuk

Wie bist Du zur Musik gekommen? Ein besonderes Erlebnis war mein allererster Opernbesuch: „Die Zauberflöte“, damals noch in der alten Inszenierung. Ich war nur 5 Jahre alt, saß mittig in der ersten Reihe und schaute fasziniert nicht nur hoch auf die Bühne, sondern immer wieder auch runter in den Orchestergraben. Der Dirigent, sein Orchester und die Mozartmusik haben mich verändert. Von da an wollte ich unbedingt ein Musikinstrument erlernen. Da ich mich zwischen Klavier und Geige nicht entscheiden konnte, habe ich mit beiden Instrumenten gleichzeitig angefangen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Musik als Kunst bedarf einer sorgfältigen Ausbildung. Dieses habe ich schon während meiner Knabenchorzeit als aktiver Sängerknabe im Knabenchor Hannover erfahren. Die gemeinsame Mühe, das gute Ergebnis, die Freude am Gelungenen haben in mir wunderbare Spuren hinterlassen. Die spätere Aufnahme in das Förderprogramm der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (IFF) und die tägliche professionelle Beschäftigung mit der Musik bereichern und prägen meinen musikalischen Weg damals wie heute. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in der Cella …

Frank Schmitz

Unser Musiker: Frank Schmitz

Unser Musiker am 3. Advent: Frank Schmitz Wie bist Du zur Musik gekommen? Durch meine Eltern, die mit mir als kleines Kind abends viel und gerne gesungen haben. Eine besondere Zeit war dabei immer die Weihnachtszeit. Daraus ging mein Wunsch hervor etwas mit Musik zu machen und meine Eltern unterstützten mich dabei. So bin ich über das Schlagzeug und Klavier hin zum Waldhorn und zur Trompete gekommen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Das war zweifellos meine Schlagzeug- und Trompetenlehrer. Durch ihre ganz spezielle Art haben sie es geschafft, ein Gefühl für Musik und den Umgang mit ihr zu entwickeln und zu perfektionieren. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Ein ganz besonderes Ereignis. Kirche als eigentlichen „Raum der Stille“ zu begreifen, und ihn gleichzeitig als „Raum der Freude und des Austauschs“ wahrzunehmen. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Am liebsten würde ich mich im Barock sehen, um einmal meinem Lieblingskomponisten Johann Sebastian Bach zu begegnen und mit …

Georg Oberauer

Unser Musiker am Sonntag: Georg Oberauer

Georg Oberauer, M. Mus. Dozent für Orgel und Orgel-Improvisation an der Staatlichen Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Bruder hatte am Mozarteum in Salzburg Konzertfach Klarinette studiert, in der Kirche hörte ich viel Chor- und Orgelmusik und dann gab es diese alte Musikkassette mit Orchesterwerken von Mozart, die mich beeindruckt hat. Ich habe solange genörgelt, bis zu Hause ein Klavier stand und es kam dann mit acht Jahren zum Klavier- und mit elf Jahren zum Orgelunterricht. Letzteres Instrument war dann doch stärker und führte mich mit 15 Jahren als Jungstudent ans Mozarteum. Trotzdem blieb das Klavier als leichter „Schatten“ erhalten und es war immerhin mein Zweithauptfach an der Musikhochschule Stuttgart. Rückblickend war die Musik in den ersten 20 Jahren schlicht überlebensnotwendig. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Meine Lehrer – allesamt. Und auch manche gute Schüler und Studenten. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Als Kirchenmusiker sind mir Kirchen jeglicher Größe und Art vertraut. Die Hauskirche der …

Unser Musiker am Sonntag: Vladimir Gorup

Wie bist du zur Musik gekommen?Als kleiner Junge von ungefähr 7 Jahren habe ich mich einmal in den Fluren meiner Grundschule verlaufen und bin versehentlich im Musikraum gelandet. Dort habe ich auf dem Klavier geklimpert. Die Musiklehrerin hat mich gehört und war der Meinung, ich soll eine Musikschule besuchen. Mit 9 Jahren war es dann auch soweit.Wer hat dich musikalisch am meisten beeinflusst?Johann Sebastian Bach, Maria Callas und Sergiu Celibidache. Was bedeutet es für dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?Im Laufe meiner Konzerttätigkeit bin ich zur Überzeugung gekommen, daß die Akustik in einer Kirche fast ideal für Akkordeon ist. Ich hatte schon das Glück, in der Kirche Sankt Cella Benedikt spielen zu dürfen, und war von der Akustik und Atmosphäre sehr angetan.Stell dir vor, die Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischer Epoche möchtest du einmal eintauchen?In Italien am 24. Februar 1607, am Tag der Uraufführung der Oper L’Orfeo von Claudio Monteverdi.

Unser Musiker am Sonntag: Andreas Bruckhardt

Andreas Burckhardt, Saxophon Wie bist Du zur Musik gekommen? Ich habe mit Violine u. Klassik begonnen, aber das Hören einiger für mich unglaublich inspirierender Saxophon-Aufnahmen haben mich zu einem Jazz-Saxophonisten werden lassen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Das waren Musiker wie Jan Gabarek, John Handy, Bernd Konrad und viele Aufnahmen, die man heute als Weltmusik bezeichnet. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Ich bin schon seit vielen Jahren musikalisch mit der Kirche verbunden. Die spirituelle Energie und der Klang eurer Hauskirche ist immer wieder sehr inspirierend. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Das wären auf jeden Fall die energiegeladene Jazz-Musik der 60er Jahre und die mittelalterliche sakrale Musik.

Unser Musiker am Sonntag: Alon Sariel

Alon Sariel Wie bist Du zur Musik gekommen? Meine Eltern sind zwar nicht Musiker, wollten aber, dass wir (ich und meine vier Geschwister) musikalische Grundlagen lernen. So gab es im Haus ein Klavier, worauf meine Schwester musiziert hat, die Gitarre von meinem älteren Bruder, einige Blockflöten, ein Akkordeon etc. Als das jüngste Kind im Haus, war mir klar, dass ich ebenfalls Musik machen möchte. Wahrscheinlich habe ich – um mich von den anderen abzugrenzen – mit der Mandoline angefangen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Hier tue ich mich schwer, musikalisch von nicht-musikalisch zu trennen. Sehr viele Menschen und Ereignisse haben meinen Weg begleitet, Lehrer, Kollegen und auch Schüler. Ein gewisser Teil gehört dem Zufall, der andere dem Höheren. Wenn ich aber tatsächlich versuche die Person, die mich musikalisch am meisten beeinflusst hat, zu finden, stelle ich etwas eigenartiges fest: Das ist bestimmt meine Lebenspartnerin, die nicht Musikerin ist, aber eine Tür gefunden hat, zu all meinen Lebensbereichen. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Oft …

Musikerin am Sonntag: Ellen Wegner, Harfe

Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Vater hat Klavier und Geige gespielt und war Chorleiter, meine Mutter hat gern gesungen – es gehörte für sie zur Grundausbildung ihrer Kinder, daß sie ein Instrument lernen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Es gibt keine einzelnen Personen, denen ich einen besonders großen Einfluß zuschreiben würde – für mich war die Vielseitigkeit meiner musikalischen Aufgaben prägend. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Musik in der Kirche ist frei von gelegentlichen unangenehmen Nebenerscheinungen im Konzertwesen – z. B. überzogenem Eventcharakter, übertriebenem Virtuosentum („wer spielt noch schneller?“). Es geht um das Wesentliche in der Musik, um ihren Gehalt, um Stimmungen, um thematische Bezüge, um die Eigenschaft der Musik, die Seele direkt anzusprechen und die Gelegenheit, das gesprochene Wort nachwirken zu lassen, weshalb ich besonders gerne musikalisch-literarische oder andere thematische Zusammenhänge herstelle. Nicht zuletzt betreten die Zuhörer in der Regel eine Kirche in einer anderen Stimmung als einen Konzertsaal und die Akustik ist häufig besonders gut. Zu all dem kommt …