Alle Artikel in: Veranstaltungen

Impuls am Sonntag: Susanne Rode-Breymann

Wir freuen uns, dass am Sonntag, den 8.10.2017 Susanne Rode-Breymann, Präsidentin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie Herausgeberin und Leiterin des Forschungszentrums Musik und Gender zu uns kommt, um einen Impuls in unserem Gottesdienst zu geben. Wir haben ihr ein paar Fragen geschickt, die sie uns gerne beantwortet hat: 1. Welche Zitat hat Sie in der letzten Zeit inspiriert und was sagt Ihnen das Zitat? „Die größte Zeitfalle ist die ‚Tyrannei der Dringlichkeit‘. Jeder will alles sofort, am besten schon vorgestern.“ (Lothar J. Seiwert) Das Zitat bringt auf den Punkt, auf welche Weise wir oft unter Druck geraten. Es regt zur Stärkung der Unterscheidungskraft an, was für wen in welchem Moment wirklich dringend ist. Und es wirft die Frage auf, was die Ursache dafür ist, dass es in unserer Gesellschaft immer weniger „Bedürfnisaufschub“ zu geben scheint. 2. Wen würden Sie als weisen Menschen bezeichnen und warum? Jemanden, der ‚bei sich‘ ist und trotz aller Welterfahrung Heiterkeit erlangt. 3. Wie ist ihre Beziehung zur Spiritualität und zum Glauben? Es ist nicht ohne sie zu …

Unser Musiker am Sonntag: Stefan Adam

Unser Musiker am Sonntag: Stefan Adam Wie bist Du zur Musik gekommen? Wie bei jedem Kind des Bildungsbürgertums lag eines schönen Tages eine Blockflöte unter dem Weihnachtsbaum, womit ich zunächst gar nichts anfangen konnte, später aber großen Gefallen an dem Instrument und der dazu gehörenden Musik fand. Nein, der Hauptgrund, daß ich Musik liebe und mache sind meine Eltern, die immer viel mit mir gesungen haben und mir alle Möglichkeiten eröffnet haben, mich auf diesem wunderbaren Feld zu tummeln. So kam ich in die Kinder-, später Jugend- und schlußendlich „große“ Kantorei, hatte Klavier-, Orgel, Blockflöten- und Kontrabaßunterricht und das große Glück, mich bei vielen Anlässen ausprobieren zu können. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Ich bin das Produkt vieler wunderbarer Lehrerpersönlichkeiten. An erster Stelle ist da der frühere Kantor meiner Heimatgemeinde Lengerich zu nennen, der mich nicht nur das Orgelspiel gelehrt hat, sondern auch den Respekt vor dem Raum, in dem wir musizieren dürfen und der letztlich „Schuld“ daran war, daß ich ein Kirchenmusikstudium absolviert habe. Später waren es dann Dozenten der beiden Hochschulen, die mich beeinflußt haben, so in …

Impuls am Sonntag: Stefan Faßnacht-Lenz

Impuls am Sonntag: Stefan Faßnacht-Lenz 1. Welche Zitat hat Sie in der letzten Zeit inspiriert und was sagt Ihnen das Zitat? Was ist das Siegel der erreichbaren Freiheit? Sich nicht mehr vor sich selber schämen Was ist dir das Menschlichste? Jemanden Scham ersparen (Friedrich Nietzsche) Scham – bei den Menschen nach innen wohlbekannt und nach außen ein Tabu. Zwei Zitate, die gleichzeitig von unserer Persona zu unserem Selbst und zu dem Anderen führen , die sich aber nicht trennen lassen. Persönliche Freiheit und persönliche Verantwortlichkeit, beides in der aktuellen großen, wie kleinen Welt ein ganz wichtiges Thema.   2. Wen würden Sie als Weisen Menschen bezeichnen und warum? Hr. Prof. Dr. K. Meschkat – ein langjähriger Pat. von mir – Deutscher Soziologe und emeritierter Professor der Uni Hannover Über 5 Jahrzehnten beschäftigt und analysiert er politische Konflikte, Ideologien in Deutschland, Europa und besonders auch in Lateinamerika. In vielen Gesprächen bewundere ich immer wieder die Neutralität seiner Wahrnehmung und Wertung, seine Menschlichkeit und Bescheidenheit. Aber auch sein Einfordern von gesellschaftlicher Verpflichtung, Verantwortung und persönlicher Stellungnahme und …

Unsere Musiker am Sonntag: Anne Kristin Holmer und Werner Nienhaus

Unsere Musiker am kommenden Sonntag, den 3.9.2017 Wie bist Du zur Musik gekommen? Ane Kristin Holmer: Bei uns zuhause in Wilhelmshaven stand ein Klavier und meine Eltern machten beide Hausmusik. So bekam ich im Alter von 6 Jahren Blockflöten- und Klavierunterricht. Werner Nienhaus: Wir hatten zuhause auf unserem Bauernhof eine Nenntante, die anregte, dass ich unbedingt Klavierunterricht bekommen sollte. Zeitgleich mit meiner Einschulung erhielt ich dann wöchentlich Unterricht bei dem Kantor unserer Gemeinde im Münsterland. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Ane Kristin Holmer: Stark beeinflusst hat mich mein erster Klavierlehrer Paul Lehrke, der nicht nur ein hervorragender Instrumentalpädagoge, sondern auch musikgeschichtlich ungeheuer belesen war. Ich habe noch zu Studienzeiten tiefgreifende Gespräche über Musikästhetik geführt. Nach dem klassischen Musikstudium an der Folkwang Hochschule in Essen-Werden begann ich meinen Schuldienst am Gymnasium Lehrte. Durch den Aufbau der schuleigenen Big Band, Bläserklassen und Chorklassen kam ich in Kontakt mit ganz anderen musikalische Richtung, die mich natürlich auch stark beeinflussten. Werner Nienhaus: Einerseits bin ich stark verwurzelt in der Kirchenmusik; Chorleitung und Orgelspiel sind für mich bis …

Unsere Musiker am Sonntag: Anja Ritterbusch und Andreas Burckhardt

Anja Ritterbusch Wie bist Du zur Musik gekommen? Schon als kleines Kind habe ich ständig gesungen und über Klavierspielen und Ballett meine Leidenschaft für Musik und Tanz entdeckt. Mit elf schrieb ich meine ersten eigenen Songs in englischer Sprache und habe es genossen, mich am Klavier in ganz andere Welten begeben und mich mit meiner Stimme ausdrücken zu können. Als ich dann zum ersten Mal auf der Bühne stand, konnte ich nicht umhin, dieses Glücksgefühl immer wieder zu suchen und ganz viel neue Musik zu erforschen. Schließlich habe ich dann Jazzgesang sowie Musical Theatre Performance studiert und bin bis heute davon fasziniert, welche Kraft Musik hat und wie sie uns immer wieder neue Wege gehen lässt. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Das sind sehr viele Menschen, Künstler und Situationen. Um nur einige Beispiele zu nennen: Norma Winstone, Fay Claassen, Maria Joao, Joni Mitchell, Ella Fitzgerald, Becca Stevens, Joao Gilberto..   Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Ich liebe den Klang von Kirchen, die Stille, …

Christa Marahrens-Schürg

Impuls am Sonntag: Christa Marahrens-Schürg

Den Impuls im Gottesdienst am kommenden Sonntag hält: Frau Christa Marahrens-Schürg, Dipl. Psych. und Psychologische Psychotherapeutin Unser Fragebogen Was bedeutet Ihnen Glaube? Dass ich über mich hinaus denken kann und nicht gefangen bin in mir, zwischen vermeintlicher Sicherheit und Fragen, auf die es keine Sicherheit gebende Antwort gibt Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? „Geliebt wirst du einzig dort, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren.“ (Th.W. Adorno) Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? In der letzten Zeit: Rossi Klein Halevi „Am Eingang zum Garten Eden – Suche nach Hoffnung mit den Religionen im Heiligen Land“. Ich fand es zufällig in Israel während meiner Reise, es ist der Bericht einer Pilgerfahrt eines israelischen Juden zu christlichen und muslimischen Nachbarn auf der Suche nach einer spirituellen Gemeinsamkeit. Er hat sie gefunden, es strahlt für dort wie für uns hier viel Hoffnung aus.

Georg Oberauer

Unser Musiker zu Pfingsten: Georg Oberauer

Georg Oberauer, M. Mus. Dozent für Orgel und Orgel-Improvisation an der Staatlichen Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover   Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Bruder hatte am Mozarteum in Salzburg Konzertfach Klarinette studiert, in der Kirche hörte ich viel Chor- und Orgelmusik und dann gab es diese alte Musikkassette mit Orchesterwerken von Mozart, die mich beeindruckt hat. Ich habe solange genörgelt, bis zu Hause ein Klavier stand und es kam dann mit acht Jahren zum Klavier- und mit elf Jahren zum Orgelunterricht. Letzteres Instrument war dann doch stärker und führte mich mit 15 Jahren als Jungstudent ans Mozarteum. Trotzdem blieb das Klavier als leichter „Schatten“ erhalten und es war immerhin mein Zweithauptfach an der Musikhochschule Stuttgart. Rückblickend war die Musik in den ersten 20 Jahren schlicht überlebensnotwendig. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Meine Lehrer – allesamt. Und auch manche gute Schüler und Studenten. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Als Kirchenmusiker sind mir Kirchen jeglicher Größe und Art vertraut. Die Hauskirche …

Ali Faridi

Impuls am Sonntag: Ali Faridi

Ali Faridi Er gehört der Glaubensgemeinschaft der Bahá’i an, ist Mitglied des Geistlichen Rates der Bahá’i in Hannover  und ist deren Vertreter im Haus der Religionen. Wer mehr über die Bahá’i erfahren möchte: wikipedia Webseite der Bahá’i Wie alt sind Sie? 72 Jahre Was bedeutet Ihnen Glaube? Der Glaube ist für mich ein alle Aspekten des Menschseins umfassender Orientierungspunkt. Er ist auch die größte vertrauensstiftende Quelle. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Das Zitat von Baha’ullah „Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger“ inspiriert mich am meisten. Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Das Buch der Gewissheit. In den heiligen (göttlichen) Schriften der Religionen sind ungeahnte Bedeutungen und Weisheiten verborgen, die nicht immer offensichtlich sind. Es lohnt sich, sie in Demut zu lesen und darüber nachzudenken.  

Unsere Musiker am Sonntag: Andreas Schmidt-Adolf und Rebecca Adolf

Unsere Musiker am Sonntag: Andreas Schmidt-Adolf, Klavier Rebecca Adolf, Klarinette Wie bist Du zur Musik gekommen? Nicht ich bin zur Musik gekommen, sondern sie zu mir. Sie hat mich quasi überfallen. Als ich 9 Jahre alt war, hörte ich meinen Nachbarjungen Trompete spielen. Das wollte ich unbedingt auch und seit dem lässt mich die Musik nicht mehr los.   Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Alle Menschen, die ihren Beruf (egal ob Musiker oder andere Berufe) mit Begeisterung, Professionalität und hohem Engagement ausüben.   Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Atemholen für die Seele und immer wieder die Chance, die frohen Botschaften mit den Zuhörer/innen zu teilen.   Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? In die Musik des heutigen 21. Jahrhunderts. Etwas spannenderes gibt es für mich nicht.