Alle Artikel in: Veranstaltungen

Klangstrukturen

Robert Kusiolek – Akkordeon Pawel Postaremczak – Tenorsaxophon Elena Chekanova – Live Elektronik, Klangobjekte Die drei Musiker erschaffen mit ihrer unüblichen Instrumentierung der Werke, eine besondere, mitunter imaginär anmutende kammermusikalische Atmosphäre. In ihren eigenen Kompositionen erforschen sie die Grenzen großflächiger sakraler Klangstrukturen, loten deren Tiefe und Komplexität aus und fügen sie in weit ausschwingenden Klangräumen zusammen. Robert Kusiolek – Akkordeonist, Bandoneonist und Komponist der den Anschluss zur internationalen Szene gefunden hat. Er hat die Musikakademie mit Auszeichnung in Poznan / Polen abgeschlossen und studierte an der HMTMH in der Solistenklasse der Prof. Elsbeth Moser. Robert Kusiolek ist Preisträger des Stipendienprogramms MLODA POLSKA des Ministers der Kultur in Polen – 2006 und DAAD in Deutschland – 2007. Robert Kusiolek hat auf dem Label Multikulti Project die international erfolgreiche CDs: „NUNTIUM“ 2011, „the universe“ 2014 und „Qui Pro Quo“ 2015 veröffentlicht. Elena Chekanova studierte an der renommierten Michail Oginsky Musikschule in Weißrussland Chordirigieren und schloss im Jahr 2000 mit Auszeichnung ab. Ein Stipendium der Polnischen Regierung erlaubte ihr das Zweitstudium für Orchester- und Operndirigat an der Hochschule …

Impuls am Sonntag: Stefan Becker

Am ersten Fastensonntag wird Stefan Becker, Pressesprecher der Sparkasse Hannover den Impuls halten Alter54 BerufPressesprecher der Sparkasse Hannover Was bedeutet Ihnen Glaube?Ein Fundament, das immer wieder gestärkt werden muss, damit es tragen kann. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig?„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Immanuel Kants Kategorischer Imperativ versteht Menschen ausnahmslos als Selbstzweck und nicht Mittel zum Zweck und fordert die Rücksichtnahme im Handeln ein. Ein Gedanke, der als Richtschnur für mein Leben dient. Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Daniel Defoe: Robinso Crusoe. Die Geschichte vom plötzlichen Aufsichgestelltsein von dem, was der Mensch als Antriebskraft in einer ansonsten menschenleeren Welt mitbringt und was ihn weiterhin Mensch sein lässt, hat mich immer wieder inspiriert, über die conditio humana nachzudenken. 

Unsere Musiker am Sonntag: Leonhard Brandstetter und Roland Baumgarte

Unsere Musiker am Sonntag:Leonhard Brandstetter Wie bist Du zur Musik gekommen? Ich komme aus einer von der Kirchenmusik geprägten Familie. Mein Vater war Stadtkantor an der Marktkirche Hannover. Jeder sucht sich im Leben seinen ganz eigenen Weg und behält doch seine Wurzeln bei. So habe ich für mich ein ganz anderes Musikinstrument nämlich die Gitarre gefunden. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Das kann ich nur schwer beantworten. Musik ist für mich eine Sprache. Immer wenn ich Musik auf den Punkt gebracht erlebe, versuche ich diese „Worte“ in mein Repertoire aufzunehmen. Das kann eine kleine Verzierung oder eine interessante Artikulation sein… Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Der kirchliche Raum ist für mich einer der häufigsten Auftrittsorte. Ich erlebe dabei die Gitarre immer wieder als ein besonders meditatives Instrument, das die Andacht vertieft. In der Cella spiele ich schon seit vielen, vielen Jahren immer wieder gern, da hier Freiheit sehr groß geschrieben ist und ich mich „zuhause“ fühle. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In …

Prof. Dr. Claudia Höhl

Impuls am Sonntag: Prof. Dr. Claudia Höhl, Direktorin Dommuseum Hildesheim

Alter: 59 Jahre Beruf: Museumsdirektorin Was bedeutet Glaube für mich: Eine Herausforderung Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? Auf seine eigene Art zu denken, ist nicht selbstsüchtig. Wer nicht auf seine eigene Art denkt, denkt überhaupt nicht. (Oscar Wilde) Das Wilde-Zitat betrifft eines meiner wichtigsten Anliegen: Die Fähigkeit zum eigenen Denken weiterzuentwickeln und andere zum eigenen Denken zu befähigen. Das ist für mich eine Grundvoraussetzung, Leben zu gestalten, sowohl im privaten als auch im politischen Bereich. Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration?  Navid Kermani, Ungläubiges Staunen. Über das Christentum Die Frage nach dem (am meisten) inspirierenden Buch ist natürlich eigentlich nicht zu beantworten, denn da gab es in den verschiedenen Lebensphasen viele verschiedene. Das Buch von Kermani ist aber deshalb besonders, weil es deutlich macht, wie wichtig der Blick von außen ist und dass wir auch vermeintlich Bekanntes, wie die christliche Bilderwelt, immer neu und anders befragen müssen.

Impuls am Sonntag: Fritz von Hesler

Fritz von Hesler Alter Ich bin 66 Jahre alt Beruf Facharzt für Plastische und Aesthetische Chirurg in eigener Praxis am Kröpcke Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? fürchtet Euch nicht – und das funktioniert am besten auf einer festen Vertrauens- (Glaubens) – Basis Welches Buch hat Sie warum am meisten inspiriert und worin bestand die Inspiration? Henri Nouwen: Nimm sein Bild in dein Herz. Dieses Buch kann an einem einzigen grandiosen Kunstwerk und aus der Geschichte des verlorenen Sohnes oder des verzeihenden barmherzigen Vaters den gesamten Kosmos von Versagen, Erkenntnis, Reue, Umkehr, Vertrauen, Hoffnung und zuletzt Liebe, die über jede Vernunft erhaben handelt, in klaren Worten so aufzeigen, dass einem das Göttliche Wirken in uns allen erkennbar wird. … und der Hobbit.

Unsere Musikerin am Sonntag: Elisabeth Schwanda

Elisabeth Schwanda Wie bist Du zur Musik gekommen? Meine Mutter und mein Großvater haben viel mit mir als kleines Kind gesungen, ich habe stundenlang vor dem Radio bei klassischer Musik gesessen und fasziniert zugehört, letztendlich aber hat ein LP mit Frans Brüggen und einem Vivaldi-Konzert in mir den Wunsch ausgelöst, Musikerin zu werden. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Sänger und Instrumentalisten wie Frans Brügge Gustav Leonhard, J. Norman, Maria Callas, Sergiu Celibidache, Daniel Barenboim. Aber auch der Musik- LK im Gymnasium und mein Flötenlehrer in Karlsruhe, und zwar deswegen weil sie alle so begeistert waren von Musik und diese „ Fackel“ an mich weitergegeben haben. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? In einer Kirche zu musizieren ist etwas Besonderes, ich spüre eine gewisse“ heilige Stille „, die ich mit meiner Musik bereichern darf. Die Cella ist für mich ein magischer Ort. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Gerne ins 24. Jahrhundert , um hoffentlich zu erleben, …

Musiker in der Cella: Ellen Wegner, Harfe

Die Harfinistin Ellen Wegner spielt am kommen Adventssonntag in unserem Gottesdienst um 18.00 Uhr – hier stellt sie sich kurz vor: Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Vater hat Klavier und Geige gespielt und war Chorleiter, meine Mutter hat gern gesungen – es gehörte für sie zur Grundausbildung ihrer Kinder, daß sie ein Instrument lernen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Es gibt keine einzelnen Personen, denen ich einen besonders großen Einfluß zuschreiben würde – für mich war die Vielseitigkeit meiner musikalischen Aufgaben prägend. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Musik in der Kirche ist frei von gelegentlichen unangenehmen Nebenerscheinungen im Konzertwesen – z. B. überzogenem Eventcharakter, übertriebenem Virtuosentum („wer spielt noch schneller?“). Es geht um das Wesentliche in der Musik, um ihren Gehalt, um Stimmungen, um thematische Bezüge, um die Eigenschaft der Musik, die Seele direkt anzusprechen und die Gelegenheit, das gesprochene Wort nachwirken zu lassen, weshalb ich besonders gerne musikalisch-literarische oder andere thematische Zusammenhänge herstelle. Nicht zuletzt betreten die Zuhörer in der …

Musiker am Sonntag: Heike Lindemann und Kerstin Weise

Meike Lindemann, Pianistin Wie bist Du zur Musik gekommen? Im Wohnzimmer meiner Großmutter stand ein Klavier, auf dem ich lange spielen durfte. Dann schenkte mir mein Großvater ein Jahr vor seinem Tod meinen Flügel, der bis heute mein Leben begleitet. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Das Singen und der Unterricht bei meinem Lehrer und Freund Karl-Heinz Kämmerling. Er hat mir auch den Weg an die Schule Schlafhorst-Andersen eröffnet. Da kann ich wirklich und täglich Klavierspielen und Musizieren mit der Stimme verbinden. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Seit meinem 13. Lebensjahr spiele ich auch Orgel und begleite Gottesdienste. Aber ich bin keine Organistin, „mein Instrument“ ist das Klavier. In einer Kirche Klavier zu spielen ist für mich etwas sehr Seltenes und sehr besonders. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Ich fühle mich sehr wohl im Hier und Heute. In Musik aus vergangenen musikalischen Epochen kann ich Regeln und Freiheiten erkennen und übertragen in mein Tun heute. …

Impuls am Sonntag: Dr. Gábor Lengyel, Rabbiner

Rabbiner Dr. Gábor Lengyel Alter und Beruf: Ich bin am 13. Januar 1941 geboren, also werde ich im Januar, so G’tt will, 78! Ich bin Senior Rabbiner der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover und seit März dieses Jahres auch Rabbiner der neugegründeten „Reformsynagoge“ in Hamburg. Darüber hinaus bin ich seit 2012 Dozent/Lehrbeauftragter der Leibniz Universität Hannover. Was bedeutet Ihnen Glaube? Das Wort Glaube (auch Glauben) wird verwendet, um eine Grundhaltung des Vertrauens zu bezeichnen. Das Wort zielt auf Vertrauen, Gehorsam, Treue. Im Hebräischen gibt es die Wurzel „Aleph-Mem-Nun“, daraus wird das Wort Emuna „das Glauben“, oder „Zuversicht“ oder „Vertrauen in Gott“ abgeleitet. Emuna wird als Überzeugung und Erkenntnis einer tief in der Seele verwurzelten Wahrheit beschrieben. Emuna steht über dem Verstand und dem Gefühl und ist ein jüdisches Erbe von den Vorvätern und -müttern her. Wir haben jedoch kein Dogma des Glaubensbekenntnisses, wie das in Christentum und im Islam der Fall ist. Glauben ist vor allen Dingen eine Privatsache! Wir fragen nicht nach dem Glauben, sondern nach Taten! „Unter allen Vorschriften und Verordnungen des mosaischen Gesetzes …