Alle Artikel in: Veranstaltungen

Unser Musiker am Sonntag: Jan-Aurel Dawidiuk

Wie bist Du zur Musik gekommen? Ein besonderes Erlebnis war mein allererster Opernbesuch: „Die Zauberflöte“, damals noch in der alten Inszenierung. Ich war nur 5 Jahre alt, saß mittig in der ersten Reihe und schaute fasziniert nicht nur hoch auf die Bühne, sondern immer wieder auch runter in den Orchestergraben. Der Dirigent, sein Orchester und die Mozartmusik haben mich verändert. Von da an wollte ich unbedingt ein Musikinstrument erlernen. Da ich mich zwischen Klavier und Geige nicht entscheiden konnte, habe ich mit beiden Instrumenten gleichzeitig angefangen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Musik als Kunst bedarf einer sorgfältigen Ausbildung. Dieses habe ich schon während meiner Knabenchorzeit als aktiver Sängerknabe im Knabenchor Hannover erfahren. Die gemeinsame Mühe, das gute Ergebnis, die Freude am Gelungenen haben in mir wunderbare Spuren hinterlassen. Die spätere Aufnahme in das Förderprogramm der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (IFF) und die tägliche professionelle Beschäftigung mit der Musik bereichern und prägen meinen musikalischen Weg damals wie heute. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in der Cella …

Frank Schmitz

Unser Musiker: Frank Schmitz

Unser Musiker am 3. Advent: Frank Schmitz Wie bist Du zur Musik gekommen? Durch meine Eltern, die mit mir als kleines Kind abends viel und gerne gesungen haben. Eine besondere Zeit war dabei immer die Weihnachtszeit. Daraus ging mein Wunsch hervor etwas mit Musik zu machen und meine Eltern unterstützten mich dabei. So bin ich über das Schlagzeug und Klavier hin zum Waldhorn und zur Trompete gekommen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Das war zweifellos meine Schlagzeug- und Trompetenlehrer. Durch ihre ganz spezielle Art haben sie es geschafft, ein Gefühl für Musik und den Umgang mit ihr zu entwickeln und zu perfektionieren. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Ein ganz besonderes Ereignis. Kirche als eigentlichen „Raum der Stille“ zu begreifen, und ihn gleichzeitig als „Raum der Freude und des Austauschs“ wahrzunehmen. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Am liebsten würde ich mich im Barock sehen, um einmal meinem Lieblingskomponisten Johann Sebastian Bach zu begegnen und mit …

Georg Oberauer

Unser Musiker am Sonntag: Georg Oberauer

Georg Oberauer, M. Mus. Dozent für Orgel und Orgel-Improvisation an der Staatlichen Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Bruder hatte am Mozarteum in Salzburg Konzertfach Klarinette studiert, in der Kirche hörte ich viel Chor- und Orgelmusik und dann gab es diese alte Musikkassette mit Orchesterwerken von Mozart, die mich beeindruckt hat. Ich habe solange genörgelt, bis zu Hause ein Klavier stand und es kam dann mit acht Jahren zum Klavier- und mit elf Jahren zum Orgelunterricht. Letzteres Instrument war dann doch stärker und führte mich mit 15 Jahren als Jungstudent ans Mozarteum. Trotzdem blieb das Klavier als leichter „Schatten“ erhalten und es war immerhin mein Zweithauptfach an der Musikhochschule Stuttgart. Rückblickend war die Musik in den ersten 20 Jahren schlicht überlebensnotwendig. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Meine Lehrer – allesamt. Und auch manche gute Schüler und Studenten. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Als Kirchenmusiker sind mir Kirchen jeglicher Größe und Art vertraut. Die Hauskirche der …

Unser Musiker am Sonntag: Vladimir Gorup

Wie bist du zur Musik gekommen?Als kleiner Junge von ungefähr 7 Jahren habe ich mich einmal in den Fluren meiner Grundschule verlaufen und bin versehentlich im Musikraum gelandet. Dort habe ich auf dem Klavier geklimpert. Die Musiklehrerin hat mich gehört und war der Meinung, ich soll eine Musikschule besuchen. Mit 9 Jahren war es dann auch soweit.Wer hat dich musikalisch am meisten beeinflusst?Johann Sebastian Bach, Maria Callas und Sergiu Celibidache. Was bedeutet es für dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?Im Laufe meiner Konzerttätigkeit bin ich zur Überzeugung gekommen, daß die Akustik in einer Kirche fast ideal für Akkordeon ist. Ich hatte schon das Glück, in der Kirche Sankt Cella Benedikt spielen zu dürfen, und war von der Akustik und Atmosphäre sehr angetan.Stell dir vor, die Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischer Epoche möchtest du einmal eintauchen?In Italien am 24. Februar 1607, am Tag der Uraufführung der Oper L’Orfeo von Claudio Monteverdi.

Unser Musiker am Sonntag: Andreas Bruckhardt

Andreas Burckhardt, Saxophon Wie bist Du zur Musik gekommen? Ich habe mit Violine u. Klassik begonnen, aber das Hören einiger für mich unglaublich inspirierender Saxophon-Aufnahmen haben mich zu einem Jazz-Saxophonisten werden lassen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Das waren Musiker wie Jan Gabarek, John Handy, Bernd Konrad und viele Aufnahmen, die man heute als Weltmusik bezeichnet. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Ich bin schon seit vielen Jahren musikalisch mit der Kirche verbunden. Die spirituelle Energie und der Klang eurer Hauskirche ist immer wieder sehr inspirierend. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Das wären auf jeden Fall die energiegeladene Jazz-Musik der 60er Jahre und die mittelalterliche sakrale Musik.

Unser Musiker am Sonntag: Alon Sariel

Alon Sariel Wie bist Du zur Musik gekommen? Meine Eltern sind zwar nicht Musiker, wollten aber, dass wir (ich und meine vier Geschwister) musikalische Grundlagen lernen. So gab es im Haus ein Klavier, worauf meine Schwester musiziert hat, die Gitarre von meinem älteren Bruder, einige Blockflöten, ein Akkordeon etc. Als das jüngste Kind im Haus, war mir klar, dass ich ebenfalls Musik machen möchte. Wahrscheinlich habe ich – um mich von den anderen abzugrenzen – mit der Mandoline angefangen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Hier tue ich mich schwer, musikalisch von nicht-musikalisch zu trennen. Sehr viele Menschen und Ereignisse haben meinen Weg begleitet, Lehrer, Kollegen und auch Schüler. Ein gewisser Teil gehört dem Zufall, der andere dem Höheren. Wenn ich aber tatsächlich versuche die Person, die mich musikalisch am meisten beeinflusst hat, zu finden, stelle ich etwas eigenartiges fest: Das ist bestimmt meine Lebenspartnerin, die nicht Musikerin ist, aber eine Tür gefunden hat, zu all meinen Lebensbereichen. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Oft …

Musikerin am Sonntag: Ellen Wegner, Harfe

Wie bist Du zur Musik gekommen? Mein Vater hat Klavier und Geige gespielt und war Chorleiter, meine Mutter hat gern gesungen – es gehörte für sie zur Grundausbildung ihrer Kinder, daß sie ein Instrument lernen. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Es gibt keine einzelnen Personen, denen ich einen besonders großen Einfluß zuschreiben würde – für mich war die Vielseitigkeit meiner musikalischen Aufgaben prägend. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Musik in der Kirche ist frei von gelegentlichen unangenehmen Nebenerscheinungen im Konzertwesen – z. B. überzogenem Eventcharakter, übertriebenem Virtuosentum („wer spielt noch schneller?“). Es geht um das Wesentliche in der Musik, um ihren Gehalt, um Stimmungen, um thematische Bezüge, um die Eigenschaft der Musik, die Seele direkt anzusprechen und die Gelegenheit, das gesprochene Wort nachwirken zu lassen, weshalb ich besonders gerne musikalisch-literarische oder andere thematische Zusammenhänge herstelle. Nicht zuletzt betreten die Zuhörer in der Regel eine Kirche in einer anderen Stimmung als einen Konzertsaal und die Akustik ist häufig besonders gut. Zu all dem kommt …

Unsere Musiker am Sonntag: Leonhard Brandstetter und Roland Baumgarte

Unsere Musiker am Sonntag:Leonhard Brandstetter Wie bist Du zur Musik gekommen? Ich komme aus einer von der Kirchenmusik geprägten Familie. Mein Vater war Stadtkantor an der Marktkirche Hannover. Jeder sucht sich im Leben seinen ganz eigenen Weg und behält doch seine Wurzeln bei. So habe ich für mich ein ganz anderes Musikinstrument nämlich die Gitarre gefunden. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Das kann ich nur schwer beantworten. Musik ist für mich eine Sprache. Immer wenn ich Musik auf den Punkt gebracht erlebe, versuche ich diese „Worte“ in mein Repertoire aufzunehmen. Das kann eine kleine Verzierung oder eine interessante Artikulation sein… Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Der kirchliche Raum ist für mich einer der häufigsten Auftrittsorte. Ich erlebe dabei die Gitarre immer wieder als ein besonders meditatives Instrument, das die Andacht vertieft. In der Cella spiele ich schon seit vielen, vielen Jahren immer wieder gern, da hier Freiheit sehr groß geschrieben ist und ich mich „zuhause“ fühle. Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In …

Unser Musiker am Sonntag: Stefan Adam

Unser Musiker am Sonntag: Stefan Adam Wie bist Du zur Musik gekommen? Wie bei jedem Kind des Bildungsbürgertums lag eines schönen Tages eine Blockflöte unter dem Weihnachtsbaum, womit ich zunächst gar nichts anfangen konnte, später aber großen Gefallen an dem Instrument und der dazu gehörenden Musik fand. Nein, der Hauptgrund, daß ich Musik liebe und mache sind meine Eltern, die immer viel mit mir gesungen haben und mir alle Möglichkeiten eröffnet haben, mich auf diesem wunderbaren Feld zu tummeln. So kam ich in die Kinder-, später Jugend- und schlußendlich „große“ Kantorei, hatte Klavier-, Orgel, Blockflöten- und Kontrabaßunterricht und das große Glück, mich bei vielen Anlässen ausprobieren zu können. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Ich bin das Produkt vieler wunderbarer Lehrerpersönlichkeiten. An erster Stelle ist da der frühere Kantor meiner Heimatgemeinde Lengerich zu nennen, der mich nicht nur das Orgelspiel gelehrt hat, sondern auch den Respekt vor dem Raum, in dem wir musizieren dürfen und der letztlich „Schuld“ daran war, daß ich ein Kirchenmusikstudium absolviert habe. Später waren es dann Dozenten der beiden Hochschulen, die mich beeinflußt haben, so in …

Unsere Musiker am Sonntag: Elisabeth Schwanda und Bernward Lohr

Elisabeth Schwanda zu Elisabeths Vorstellung Bernward LohrWie bist Du  zur Musik gekommen?Über ein musikliebendes Zuhause. Vor allem mein Vater war ein begeisterter Hobbyflötist und Hausmusiker. Ich habe das von klein auf miterlebt und bald schon mitgemacht. Dabei habe ich wichtige und prägende musikalische Erlebnisse gehabt.Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?Ich bin in der Pionierzeit der historischen Aufführungspraktiken mit historischen Instrumenten aufgewachsen.Diese Zeit habe ich als Aufbruchphase mit großem Entdeckungspotential erlebt. Maßgeblich waren da die Aufnahmen von Nikolaus Harnoncourt und Gustav Leonhardt. Direkten persönlichen Einfluss wirklich herausragender Qualität hatte allerdings Lajos Rovatkay, mit dem meine Familie befreundet war, dessen Konzerte ich nie verpasste und bei dem ich dann studieren konnte.Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?Die Musik, mit der ich mich am meisten beschäftige, stammt aus dem 17. und 18.Jhdt, also einer Zeit, in der tägliches Leben und kirchliches Leben, also auch musikalisches Leben kaum voneinander zu trennen waren. Es gibt kaum einen großen Komponisten, der nicht im Bereich der geistlichen Musik ebenso beeindruckende Werke hinterlassen hätte …