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Weitere InformationenKennst du das? Du bist mitten in einer Gruppe von Menschen und du spürst einfach, dass du nicht wirklich dazugehörst. Obwohl ihr vielleicht ähnliche Interessen, ein ähnliches Alter oder eine ähnliche Herkunft habt, fühlst du dich anders. Vielleicht denkst du sogar: "Ich weiß gar nicht, wo ich überhaupt hinpasse." Es ist nicht das Gefühl, besser zu sein als die anderen, sondern einfach eine tiefe Ahnung, dass da eine Differenz ist. Etwas dockt nie so richtig an.
Für einen kurzen Moment mag es passen, aber dann verflüchtigt es sich wieder und das Gefühl der Entfremdung kehrt zurück. Dieser bittere Nachgeschmack führt oft dazu, dass wir uns selbst als komisch oder nicht gut genug empfinden. Häufig suchen wir dann noch intensiver nach Orten, Ritualen oder Formen, die unseren inneren Ton wieder aufnehmen können. Und wenn wir sie finden, erfahren wir eine tiefe Erleichterung und Verbundenheit.
Du bist nicht seltsam. Du bist besonders.
Dieses Gefühl kann aus einer tiefen Kindheitserfahrung stammen, aber es kann auch ein Hinweis auf etwas viel Größeres sein. Vielleicht bist du nicht nur anders, sondern besonders. Und das ist mehr als nur ein sprachlicher Trick, um dich besser zu fühlen. Es ist eine Qualität, die sich in kleinen Gesten zeigt, in der Art, wie du Dinge wahrnimmst, und in der Stille zwischen den Worten, die du hörst.
Es ist, als würde in dir ein innerer Ton klingen, der dich leicht anders stimmt als die Mehrheit. Denk an Poeten, an weise Frauen und Männer, die sich um Naturheilkunde kümmern – wie die Medizinmänner und -frauen. Sie waren schon immer anders, besonders. Auch Musiker und viele spirituelle Menschen gehen oft einen eigenen Weg und spüren: "Ja, das ist alles ganz nett, aber es hat mich im Innersten nicht genährt." Oft passen sie sich sozial an, doch der bittere Nachgeschmack bleibt.
Ein besonderer Auftrag in einer lauten Welt
Du bist nicht seltsam oder komisch. Du bist besonders, und diese Besonderheit ist kein Zufall. Jede Generation bringt Menschen hervor, die einen besonderen Auftrag haben. Dieser Auftrag ist nicht in erster Linie, erfolgreich oder reich zu sein, auch wenn das passieren kann. Ihr Auftrag ist es, diese Besonderheit zu nutzen, um der Welt etwas zu geben.
Diese Menschen haben die Fähigkeit, die Dinge des Lebens anders zu betrachten. Sie können anderen neue Perspektiven und eine tiefere Sicht auf das schenken, was wir erfahren und erleben. Oft sind es gerade diese Menschen, die Brücken bauen zwischen scheinbaren Gegensätzen – zwischen Verstand und Gefühl, Tradition und Innovation, Stille und Handlung. Deshalb sind diese besonderen Menschen oft Künstler, Heiler oder Menschen, die als Einsiedler leben. Früher fand man sie im Kloster, heute finden sie andere Wege, um geschützte Räume zu schaffen.
Finde deinen geschützten Raum
Ihre Besonderheit kann auch eine Gefahr sein, besonders für diejenigen, die anders sind als sie. Und noch einmal: Es geht nicht darum, besser zu sein, sondern besonders. Nicht als Wertung, sondern als eine reine Beschreibung. Schutz bedeutet nicht Isolation, sondern das Ermöglichen von Entfaltung ohne dauernde Rechtfertigung gegenüber einer oft lauten Welt.
Wenn du das in dir spürst, dann versöhne dich damit. Nimm es als einen Teil von dir und als ein Geschenk für diese Welt an. Setze dich dort ein, wo deine Besonderheit Früchte tragen kann. Es ist egal, ob du viele Menschen erreichst oder wenige. Entscheidend ist, dass du deine Besonderheit dieser Welt schenkst. Finde den Raum, wo das hingehört und wo es passt. Manchmal ist dieser Raum ein kleines Zimmer, eine Gruppe von Gleichgesinnten oder eine stille tägliche Praxis.
Wichtiger als die Größe des Publikums ist die Treue zu dem, was du bist. Das wünsche ich dir von Herzen.

