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Das spirituelle Leben ist nicht ohne Fallen. Es ist nicht ohne Tücke.

Du kannst unbemerkt in verschiedene Fallen hineingeraten, in denen deine Spiritualität sich verfängt, einen falschen Drall bekommt und in eine ungute Richtung steuert. Vielleicht kommst du nicht voran, vielleicht gehst du sogar einen Weg, der dir auf Dauer nicht guttut.

Ich möchte dir heute drei solcher Fallen vorstellen. So kannst du für dich überprüfen, ob du eine dieser Tücken in deinem eigenen Leben entdecken kannst.


1. Die Falle: Du denkst in Falsch und Richtig

Es gibt viele Menschen, die wollen es richtig machen. Sie wollen die richtige Spiritualität praktizieren, alles genau so machen.

Es ist nicht so, als ob man nicht auch etwas falsch machen könnte – in der Meditation oder im spirituellen Leben überhaupt. Man könnte zum Beispiel in eine Gruppe geraten, die sektenhaft ist und eher die dunklen als die hellen, lichtvollen Kräfte stärkt. Solche Bereiche gibt es natürlich.

Aber insgesamt gilt: Wenn dein Fokus vor allem auf Falsch und Richtig liegt, dann bleibst du in einer absoluten Dualität, ja, in einer Polarität gefangen.

  • Du wirst immer alles überprüfen.

  • Es wird schwer für dich sein, dich auf neue Erfahrungen einzulassen, weil du noch nicht weißt, ob sie falsch oder richtig sind.

  • Du wirst dich fragen, ob dieser Weg falsch oder richtig ist.

Bleib offen für neue Erfahrungen. Wage etwas!

Versuche dann, im Nachhinein zu überprüfen: War es gut für dich? Ist es gut für andere? Natürlich! Es wird Dinge geben, bei denen du sagst: Das mache ich nicht noch einmal. Aber es wird andere Dinge geben, bei denen du merkst: Das ist eine Bereicherung für mich.

Denk nicht so sehr in Falsch und Richtig. Habe Mut, geh voran, traue deinem inneren Kompass.


2. Die Falle: Viel hilft viel – Stress in der Seele

Der nächste Fall, den ich oft beobachte, ist die Falle, zu glauben: Viel hilft viel.

Man meint, man müsse besonders viel machen, besonders lange meditieren, besonders viel beten und lesen und tun und machen.

Nein, das ist gar nicht nötig. Es ist nicht nötig, so viel zu tun.

  • Entspann dich!

  • Keinen spirituellen Stress!

Mach eine Sache treu jeden Tag. Eine Meditation von 10 Minuten ist okay. Es ist völlig okay!

Klar sagen die anderen: 20, 25 Minuten muss es mindestens sein, sonst hat das keinen Sinn. Natürlich sind 20 oder 25 Minuten gut. Und vielleicht ist es auch intensiver oder stärker – das kann sein. Aber bevor du es gar nicht machst, beginn erst mal ganz entspannt mit 10 Minuten.

Du musst nicht noch das Buch lesen und jenes Seminar noch machen. Nein, mach weniger!

Du brauchst nicht so viel. Deine Seele muss auch zwischendrin atmen können. Sie muss sich entspannen können, das verarbeiten können, was du aufgenommen hast. Mach nicht so viel.

Bleib ruhig. Stück für Stück.

Kleine Impulse sind wichtiger, als dicke, fette Bücher zu lesen und alles auf einmal aufnehmen zu müssen.


3. Die Falle: Man muss sich immer gut fühlen

Die dritte Falle, die ich dir nennen möchte, ist die Vorstellung: Wenn man spirituell ist, dann müsste man sich immer gut fühlen.

Und dann dürfte man sich vielleicht nicht schuldig fühlen, nicht wütend sein, nicht grantig sein, keine schlechte Laune haben.

Doch, das darfst du! Du darfst schlechte Laune haben, du darfst dich grantig fühlen!

Spiritualität heißt nicht: Ich fühle mich immer gut, immer entspannt, immer nur mit Gefühl.

Es heißt nur, dass du dann, wenn du grantig bist, ärgerlich bist, wütend bist, einen anderen Blick darauf wagen kannst.

  • Dass du erkennst, welcher Schmerz bei dir dahintersteckt.

  • Dass du dieses Mitgefühl, das du vielleicht immer gerne hättest, aber das dir nicht gelingt, in dem Augenblick oder vielleicht ein paar Augenblicke später – weil es nicht sofort funktioniert – dir selbst geben kannst.

  • Du gibst es deiner Wut, weil du spürst: Hinter dieser Wut ist einfach der Wunsch, deine eigenen Grenzen zu sichern. Und das ist doch verständlich.

Nein, man fühlt sich als spiritueller Mensch nicht immer toll, entspannt, wie ein Buddha. Du hast weiterhin alle Gefühle und Empfindungen, aber du hast einen anderen Blick darauf und lernst mit der Zeit auch, anders damit umzugehen. Das ist der Unterschied.

Das sind meine drei Fallen. Es gibt sicherlich noch mehr, natürlich gibt es noch mehr!

Welche dieser Fallen kennst du aus eigener Erfahrung?

David Damberg


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